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Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder arbeiten will/kann

Notyourprince

Neues Mitglied
Hallo,

ich weiß, der Titel klingt etwas asozial, aber ich glaube, ich kann und will das alles nicht mehr. Ich hatte schon viele Jobs und war in jedem denke ich gut. Ich liebe es, mich weiterzubilden und habe ständig das Gefühl, besser als die anderen sein zu müssen, um den Job zu verdienen. Ich war jetzt schon 2 mal Reha psychisch und einmal physisch, mache gerade eine bezahlte Umschulung, weil der Sozialbereich überhaupt nicht mehr für mich funktioniert. Eigentlich würde ich meinen Lebensunterhalt gerne mit meiner Kunst verdienen, auch wenn das utopisch ist. Die Selbstständigkeit macht mir aber genauso viel Angst ... Ich wohne derzeit mietfrei, bin gerade umgezogen, aber auch das ist ein Tauschgeschäft ... (ich komme nicht immer von der S..arbeit los wie man sieht, aber ich mag diesen Menschen und somit ist das okay, aber ganz anderes Thema)
Jedenfalls bekomme ich immer mehr Panik, je näher der Tag X rückt und ich nach dieser Umschulung (in den IT Bereich) wieder arbeiten gehen soll. Es ist ein komplett neuer Bereich und ich habe das Gefühl, noch überhaupt nichts zu können. Außerdem muss ich erst die Prüfung schaffen... Dass ich mietfrei wohne, gibt mir ein gewisses Maß an Sicherheit, aber das kann genauso von einem Tag auf den anderen enden. Dann stehen mein Hund und ich auf der Straße ... Gott, ich wollte mich eigentlich mit diesem Beitrag selbst beruhigen, aber das klappt nicht so wirklich ... Hat jemand was ähnliches erlebt?
 
Hallo. Es klingt als wenn Du Dich sehr stark selbst unter Druck setzt, gut bzw. sehr gut sein zu müssen. Und Dich dadurch vielleicht zu sehr überfordertst.

Möchtest Du mehr dazu schreiben, warum Du aus psychischen bzw. physischen Gründen in der Reha warst? Bist oder warst Du in Therapie diesbezüglich?

Neigst Du dazu, die Dinge schwarzzumalen bzw. allgemein an Ängsten? Es klingt auch, als hättest Du nicht viel Selbstvertrauen und traust Dir wenig zu. Kann das sein?

Du hast, wie Du schriebst, etliche Jobs gehabt, in denen Du gut warst. Warum hast Du so oft dann gewechselt? Die Tatsache, dass Du gut warst, sollte Dir ein gutes Gefühl für den neuen Job geben.

Kennst Du das Buch von Dale Carnegie? Sorge Dich nicht lebe? Da gibt es etliche hilfreiche Methoden gegen Ängste, Sorgen und auch viele Fallbeispiele von Leuten, die es geschafft haben.

Hier das, was KI sagt über das Buch von ihm in Bezug auf das Thema Ängste:

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Hallo Notyourprince;
Erstmal den Abschluss , Fokus darauf.
Und dann versuche doch mal deine Gedanken zu reinigen, du machst dich ja selbst völlig wirr.

Drehe es doch mal um und denke es dir schön, bevor du weitergehst.
Der W e g zum Ziel ist das Ziel.
Der erst läßt uns aufnehmen, flexibel werden und in Situationen wachsen,
die nicht aus ein Lehrbuch stammen.
Du musst nicht sofort alles perfekt können und auch nicht die/der Beste sein.
Wenn du denkst, was jeder andere denken könnte, verlierst du dich.
Bleibe bei dir.
Im Gedanken springst schon über das Ziel hinaus , klar das es verunsichert,
und damit überspringst du wichtige Lebens und Berufserfahrungen.
Du bist gut genug um einen Schritt nach dem anderen zu gehen.
Sei Sympathisch, Neugierg, offen und Lernbereit, halte deinen Fokus und lass es unzensiert
es auf dich zukommen.
Schmiege dich in der neuen Umgebung ein, wie ein Kätzchen dann findest du dein Plätzchen.^^
Das kann man auch mit einer gewissen Leichtigkeit schaffen, es muss nicht immer quälend sein.
Und wenn es nicht zu dir passt, hast es wenigstens versucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Manchmal hilft es wenn Dinge hinzukommen und manchmal hilft es wenn Sachen wegkommen. Sei es die Einstellung, die Wünsche, die Träume, die Ziele usw. Du könntest dich fragen: Ist manchmal weniger mehr? Oder ist manchmal auch mehr mehr? Was willst und brauchst du wirklich selbst? Was macht oder was macht dich wirklich glücklich? Wo willst du mal eines Tages stehen? Und wenn du nichts mehr so viel zu schaffen oder zu können scheinst, solltest du dir da mehr Unterstützung suchen als bisher passiert ist oder eher nicht?
 
Jedenfalls bekomme ich immer mehr Panik
Ich kann deine Ängste absolut nachvollziehen. Eine ungewisse Zukunft die auf einer wackeligen Gegenwart basiert kann nur Panik auslösen.

Im Grunde ist eine hoffnungfrohe Zukunft auch für dich machbar. Dazu muss die wackelige Gegenwart erstmal stabil gemacht werden. Und wie macht man das? Indem man sich finanziell absichert. Und wie macht man das? Indem man arbeiten geht.

Frage dich nicht, ob du jemals wieder arbeiten willst/kannst, sage dir: "Ich will und werde arbeiten, weil ich in absehbarer Zukunft mein eigenes Daheim haben will, welches ich mit meinem selbst verdienten Geld bezahlen kann."

Deine Zukunft steht und fällt mit einem regelmässigen Einkommen. Du musst in der Arbeit nicht besser sein als die anderen, ein Job muss nicht dein Traumjob sein, aber es muss dir finanziell ein eigenständiges Leben sichern. Macht das für dich irgendwie Sinn?
 
Jedenfalls bekomme ich immer mehr Panik,
Wegen dem, was du dir ausmalst. Das muss nicht zutreffen, was du dir vorstellst und was du glaubst.
Mach weiter, schau dir alles an und dann weißt du mehr.

Das Wichtigste wäre wahrscheinlich, dass du übst und lernst, das alles nicht so schrecklich ernst zu nehmen, was du erlebst. Das sind Einblicke, Erfahrungen, nichts weiter.
Scheiterst du dort, na und dann scheiterst du eben. Dann war es nicht deins, das kann man oft erst sehen, wenn man es wirklich gefühlt und geschmeckt hat. Da kann man sich schwer täuschen, oft kommts ganz anders als aus ausgemalt- auch im positiven Sinne.
 
Witzig- du hast das Wort, den Begriff "Gott" hingeschrieben.

Was immer dieser Begriff ist, er steht für etwas, das erhabener, gscheiter und vor allem etwas ist, das von "Oben" auf uns herunten herabschaut.
Lieber NotyourPrince, das meiste, was wir wollen, das ist unser Ego bedienen, das ist nicht unser eigentliches Ich- es ist etwas, das nicht erhaben ist, nicht wirklich klug ist und schon gar nicht echt groß. Dieses Ego gerät leicht einmal in Panik, kann leicht einmal irren und tut sich schwer mit Zielsetzung. Ich möchte IT-ler werden, wieso...??? Ich möchte nie wieder arbeiten...wahrscheinlich meint es damit, nie wieder gezwungen werden, etwas zu müssen, das keinen Spaß macht, das nicht zufriedenstellt, nicht langfristig satt macht.
Was das ist, das hast du noch nicht entdeckt, deshalb bedeutet das nicht, dass es das nicht gibt, also kannst du nur eins machen, offen sein für neue Wege- welche auch immer das sind.
 
Ich bin inzwischen sehr, sehr religiös, im Sinne von - ich bin ein Mensch und über mir Mensch schaltet und waltet etwas, das für meinen kleinen Menschenverstand sowieso nicht begreifbar ist- aber es scheint zu wissen, wohin der Weg geht.
Nachdem du eine künstlerische Ader mitgekriegt hast, dürfte das eine Art Mitgift sein, die dir beim Überleben hilft. Ebenso deine anderen Talente alle. Summasummarum kannst du mit dem, was du bist und wie du bist integriert werden und gebraucht werden für den gesamten Plan. Den kennt keiner, aber jeder weiß, aus irgendwelchen Zufällen wird er Polizist, oder Müllmann, oder so einer, der anschafft, oder ein Dirigent- das braucht die Welt alles. Du bist nicht allein, du bist ein Teil eines Gefüges. Welches, das finde heraus.
 
Ich habe das in meinem Umfeld öfter erlebt.
Was hilft ist, denke ich mal "dem System" zu vertrauen und dich darin ein bisschen treiben zu lassen.
Mach einfach passiv das mit was das System vorgibt ohne selbst für irgendwas groß verantwortlich zu sein.

- Deine Ausbildung (Umschulung) ist die Verantwortung deiner Ausbilder. Wenn du die erfolgreich abschließt hast du alles richtig gemacht. Wenn du dann etwas nicht kannst, ist das nicht dein Problem.
- Deine Anstellung ist die Verantwortung deines Arbeitgebers. Er weiß was er von jemanden mit deiner Ausbildung erwarten kann und was nicht. Es ist sein Job die richtigen Leute anzustellen und einzuschulen und NICHT deiner zu wissen was dich erwartet und vorher schon eingeschult zu sein. Wenn du bei deiner Bewerbung alles wahrheitsgemäß angegeben hast, hast du schon alles richtig gemacht.
- Sei im Job fleißig und offen Neues zu lernen. Mehr kann man nicht (auch du nicht) von dir verlangen.
- Sollte sich einmal herausstellen, dass du nicht die Richtige für einen Job bist, ist das auch okay. Niemand ist der richtige für alle Jobs, und es ist wie gesagt Aufgabe des Arbeitgebers das abzuschätzen.
- Lass dir Zeit. An Tag 1 ist jeder überfordert. 90% ist Routine die man über die Zeit aufbaut. Also bleib einfach am Ball ohne von Anfang an zu hohe Ansprüche an dich selbst zu haben.
 
. Eigentlich würde ich meinen Lebensunterhalt gerne mit meiner Kunst verdienen,

Was spricht dagegen? Zu unregelmässiges und zu wenig sicheres Einkommen vermutlich, oder?
Mein Großvater war Hauptberuflich jemand, der Fassaden bemalte, Porträts malte, Bilder für Wohnbereiche herstellte. Das ist ein Beruf, wie wenn man Bäcker ist und Semmel-Brot Bedarf abdeckt.
Wenn man macht, was einem leicht von der Hand geht, dann empfindet man das nicht als "Arbeit"- daher könntest du recht haben, wenn dir danach ist, nie wieder arbeiten zu wollen.

Schuster, bleib bei deinen Leisten. Kunst ist überall, witzigerweise investieren gerade "Wohlhabende" viel in Kunst- also Geld machen kann man da sehr wohl. Der Bedarf ist da.
 

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