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Was, wenn sich plötzlich alles ändert? Und sich selber...

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124788
  • Datum Start Datum Start
Ich verstehe dich sehr gut. Habe eine ähnlich schwere Enttäuschung hinter mir. Es hat mich verändert. Etwas in mir ist dadurch unwiederbringlich kaputt gegangen. Das ist der Preis den man zahlt, wenn man andere zu sehr in das eigene Leben lässt.

Es ist als hättest Du die Worte aus dem Blut meines Herzens geschrieben. Das Herz in dem dieser eine Mensch bleiben muss, irgendwie im guten und doch weiß ich nicht ob es richtig wäre. Ich habe ihr immer gesagt, dass sie einen Platz haben wird. In einer der Kammern wird sie sitzen.

Niemals wieder möchte ich einen Menschen mir so nah kommen lassen. Die Wege sind getrennt, aber sie fehlt mir menschlich sehr. Auch wenn es meine Entscheidung war den Kontakt zu beenden.
 
Das ist dieser Zustand, da schaut man so hin und da hat man solche Gedanken und solche Redensarten und auch solche Emotionen. Hör dir diese "Schallplatte" an und mach trotzdem dein Ding. Es ist, wie wenn man etwas riecht und auf einmal fühlt man sich in die Kindheit versetzt. Schocks, Krisen etc. sind Auslöser, die versetzen uns regelrecht- das bist nicht du. Oder sagen wir, das bist du, wenn du diesen Standort gerade einnimmst. Dann sagst du diese Phasen, dann bewegst du dich dementsprechend und dir gehts dann so, wie es dir gerade geht. Du befindest dich in einem Triggerloch. Nun schau dich hier um und spür nach, was du hier spürst. Dann steh auf und geh deiner vorigen Beschäftigung nach, erde dich wieder, steige da wieder heraus. Knuddle eines deiner Kinder, geh Blumen zupfen, koch euch was Gutes etc.- das lenkt dich wieder zurück ins JETZT.

Sehr gute Gedankenimpulse. Dauer-Triggerloch. Könntest du tatsächlich mehr als Recht haben.
 
Ich verstehe dich sehr gut. Habe eine ähnlich schwere Enttäuschung hinter mir. Es hat mich verändert. Etwas in mir ist dadurch unwiederbringlich kaputt gegangen. Das ist der Preis den man zahlt, wenn man andere zu sehr in das eigene Leben lässt.
Ent-Täuschung. Du hast dir etwas ausgerechnet, ausgemalt, dich auf eine Person eingeschossen, die nicht so war, wie ausgemalt. Deine "kindlichen Erwartungen wurden ent-täuscht".
Du lebst seither anders, realistischer. Das ist nicht schlecht.
 
Ent-Täuschung. Du hast dir etwas ausgerechnet, ausgemalt, dich auf eine Person eingeschossen, die nicht so war, wie ausgemalt. Deine "kindlichen Erwartungen wurden ent-täuscht".
Du lebst seither anders, realistischer. Das ist nicht schlecht.

Falls Du mich meinst: Ich habe mich auf einen Menschen eingelassen, der sich schlagartig verändert hat. DAS hat alles in Frage gestellt. Ich verstehe den Bezug nicht zum kindlichen Ich und vermeintlichen Bedürfnissen? Ich Zweifel an ihr, an ihre Aufrichtigkeit. War sie wirklich der Mensch den ich kannte? Oder wurde ich tatsächlich ent-täuscht weil sie total berechnend war/ist? War das alles wirklich so selbstlos? Eigentlich hatte ich aufgehört darüber nach zu denken, weil ich dann Urteile und bewerte und das nicht wollte. Vielleicht ist sie auch einfach schlecht und ich will es nicht sehen, weil ich es nicht aushalten kann? Dieses Ende stellt alles, alles was jemals war völlig in Frage..
Und diese Erfahrung hat mir Wege verbaut, mit dem Ergebnis das ich mit niemandem wirklich noch sprechen kann.
 
Sehr gute Gedankenimpulse. Dauer-Triggerloch. Könntest du tatsächlich mehr als Recht haben.
Mir gelingt es mittlerweile binnen Zehntelsekunden umzuschalten, das ist Übung und Training.
Du kannst das ja auch üben, mal gehst du in diese tief-triefende-benebel-ach-mich-mag-man-nicht- Laune und dann finde Mittagssonne anschauen gehen besser, interessanter, als dich da aufzuhalten, in diesem Gewölbe, wo man mit tiefhängenden Lidern und schlurfendem Schritt und Tonnen auf den Gliedern dahinsiecht...mach was anderes, verlasse diese "Gehirnzone", schalte um auf eine andere.
Das ist wie Turnen, niedergehen, aufstehen... du wirst immer schneller und fitter und bist zusätzlich auf irgendwelch magische Weise komplett gern am Leben wieder. Wir haben so viele Eigenschaften und so viele Fertigkeiten, von denen wissen wir oft gar nichts. Das ist total spannend, sich mit solchen Sachen zu beschäftigen.
 
Mir gelingt es mittlerweile binnen Zehntelsekunden umzuschalten, das ist Übung und Training.
Du kannst das ja auch üben, mal gehst du in diese tief-triefende-benebel-ach-mich-mag-man-nicht- Laune und dann finde Mittagssonne anschauen gehen besser, interessanter, als dich da aufzuhalten, in diesem Gewölbe, wo man mit tiefhängenden Lidern und schlurfendem Schritt und Tonnen auf den Gliedern dahinsiecht...mach was anderes, verlasse diese "Gehirnzone", schalte um auf eine andere.
Das ist wie Turnen, niedergehen, aufstehen... du wirst immer schneller und fitter und bist zusätzlich auf irgendwelch magische Weise komplett gern am Leben wieder. Wir haben so viele Eigenschaften und so viele Fertigkeiten, von denen wissen wir oft gar nichts. Das ist total spannend, sich mit solchen Sachen zu beschäftigen.

Ich kann eigentlich relativ oft und schnell umswitchen. Das muss ich auch einfach können, aber die Grundhaltung bleibt einfach. Stumpfes funktionieren?
 
Dieses Ende stellt alles, alles was jemals war völlig in Frage..
So habe ich es auch erlebt und ich habe mich bis heute nicht davon erholt. Ich schiebe die Erinnerungen von mir, drücke sie weg. Und mit ihnen auch alle ungeklärten Fragen. Da gibt es jetzt einen Ort in mir, der ist wie eine Ruine. Wie ein Museum, das mich daran erinnern soll, nie wieder einen Menschen so nah in mein Leben zu lassen. Es geht nicht darum enttäuscht von eigenen an diese Person herangetragenen Erwartungen zu sein, sondern getäuscht von dem Bild, das diese Menschen in uns erst gezeichnet haben.
 
Ich habe mich auf einen Menschen eingelassen, der sich schlagartig verändert hat. DAS hat alles in Frage gestellt. Ich verstehe den Bezug nicht zum kindlichen Ich und vermeintlichen Bedürfnissen?
Es kam leider anders, als du dir ausgerechnet hast und als du gedacht und gemeint hast.

Eine Filmszene geht mir nie aus dem Kopf, wo eine Mutter zu ihrem Töchterchen sagte, komm, spring, dann trat die Mutter zur Seite und die Kleine sprang ins Leere. Sie hatte vertraut. Die Mutter meinte dann zum Kind, das war eine Lektion, vertraue niemanden, nur dir selbst. Harte Erziehung...

Meine liebsten, engsten Menschen, die mir sehr, sehr viel bedeuten und wert sind, die sind auch nur Menschen. Für keinen kann ich garantieren, ich mag sie natürlich, aber bauen tu ich auf niemanden. Auf mich vertraue ich und auf meine Fähigkeit, jederzeit umdenken zu können und mit allem zu rechnen- auch, dass es anders kommt, als fantasiert und ausgemalt. Nix ist fix... ich kann zb.heute noch einen Kreislaufkollaps haben und Ex gehen. Dann kams halt so. Ich bin darauf vorbereitet, hinterlasse keine Schulden, habe mein Leben voll ausgekostet und träum halt dann wo anders weiter.
Bitte Nebeli, nimm das alles nicht so bitter ernst. Dein bester Freund wohnt in dir.
 
Ich musst gerade an unser letztes Treffen denken und den Nachwehen und weiß eigentlich absolut nicht wo das Problem liegt/lag. Das Treffen war nach diesem ganzen "Drama" und es war auch gut. Es war gut und schön sie wieder zu sehen. Es gab Dinge die fand ich überflüssig und nervig, aber verletztend war da glaube ich nichts....

Ich machte mich auf dem Heimweg und stand und meine Beine zitterten unkontrolliert ziemlich heftig. War für mich jetzt auch nichts neues. Ich war Zuhause, mein Freund noch da und ich war froh als er schnell verschwand, weil ich spürte wie sehr ich den Boden unter den Füßen verloren habe. Es packte mich emotional und ich glaube ich habe zwei Tage ständig geheult und das Bedürfnis gehabt mich zu betäuben und an der Stelle wusste ich, das geht gar nicht.

Aber das ein ein Brei, den ich nicht zerlegen kann, es könnte so vieles sein. Vor mehr als 20 Jahren, gleiche Örtlichkeit, aber doch anders. Eine Örtlichkeit die für mich als Kind traumatische Spuren hinterlassen hat. Aber es sah anders aus, es roch anders, somit könnte ich das ja schon fast ausschließen?
Oder war es doch mein Verletzt-Sein? Oder die Erinnerung an zwei Menschen: Der eine, eine gute Erinnerung der andere eine schlechte. Was hat mich danach so aus der Bahn geworfen?
Ich bin genervt, nicht verstehen zu können was bei mir losgetreten wurde. Ich habe Abends was getrunken weil ich das alles nicht mehr ertragen wollte. Angemerkt trinke ich vielleicht 2 Mal im Jahr, wenn überhaupt. Ich musste so oft an diesen einen guten Menschen aus meiner Kindheit denken, war für mich als Kind eine wunderbare Bindungsperson. Ich habe mir so sehr gewünscht mehr Zeit mit ihr gehabt zu haben, dass sie einfach wieder zurück kommt, mir meinen Platz wieder gibt den ich als Kind bei ihr hatte. Da war ein Platz, ein Ort an dem ich nie gestört habe, nie verkehrt war, einfach ich sein durfte.
 

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