Nach einer großen Enttäuschung braucht es Zeit, bis man sich wieder findet. Es ist nachvollziehbar, dass du dich selbst distanziert und kühl anderen gegenüber verhältst. Du hast selbst genug im Kopf und im Herz zu tun, was du sortiert bekommen musst. Da ist es klar, dass man andere auf Distanz hält und keine Lust auf belangloses blabla mit irgendwelchen Leuten hat. Eine große Enttäuschung muss erst einmal verdaut werden und das Vertrauen ist erstmal im Eimer. Zu der Enttäuschung kommt noch Wut, die sich erstmal wieder legen muss. Die wechselt sich ab mit Selbstzweifeln, die du überwinden wirst. Nach und nach wird sich wieder alles einbalancieren. Gib dir selbst die Zeit dazu und sei nicht zu streng mit allen anderen Menschen und vor allem nicht so streng mit dir selbst.
Danke für diese Worte. Das was ich auch empfinde. Ich bin nicht wirklich streng mit den anderen. Da ist wie du schon geschrieben hast, auch viel Wut.
Mit Worten und Erklärungen hätte ich es viel besser verstanden, abe stattdessen flog mir einfach ein Verhalten um die Ohren das mich schockiert hat. Ich kenn diese Menschen nicht erst ein oder zwei Jahre, sondern viele Jahre. Und meine Erwartung wären einfach nur Worte gewesen... Worte die mir gesagt hätten: "das hat mich verletzt, ich habe mir Sorgen gemacht" als bsp.
Und das verstehe ich nicht. Ich finde das gehört zu solchen Freundschaften doch dazu? Zu sprechen und dem anderen Wissen lassen und auch Chancen einräumen.
Das eine ist, ich kann das alles verstehen, aber das Verhalten absolut nicht. Das war mir so sehr fremd. Jedes Wort wäre besser gewesen als mich Wochen spüren zu lassen wie doof sie.das fanden. Ziehe ich ein Vergleich, wird der mit einem Verstummen beantwortet. Ich bin auch nicht sonderlich nachtragend, ich bin einfach nur unglaublich verletzt, weil es die letzten Menschen gewesen wären, von denen ich das gedacht hätte.
Ich habe seit dem das Gefühl, Ballast für meine ganze Umwelt zu sein. Ein Störfaktor, jemand der nicht ist wie man ihn will. Nicht richtig zu sein. Ich denke dann an meine Kindheit und denke darüber nach, dass ich auch da schon immer der Störfaktor war. Es reichte, nur da zu sein und schon zu stören. Nichts anderes ist es doch heute auch? Ich bin da und störe und vermutlich ist selbst mein Sauerstoffverbrauch schon zu viel Raum den ich einnehme und wenn ich Ausatme nehme ich vermutlich so viel Raum ein, als würde man damit ein Vakuum zum platzen bringen.
Ich wäre gerne nicht mehr Sichtbar, fühlbar. Dann kann ich nicht stören, keinen Raum Wege-nehmen.
Im Nebel verschwinden.