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Was sind Safe Space und Angsträume für euch? Triggerwarnung

Oft sind es leider gerade diese Orte, die vermeintlich sicheren, weil man dort weniger wachsam ist und das Ungute vielleicht übersieht.

Deshalb ist der Schlüssel, im inneren eine gewisse Selbstsicherheit aufzubauen. Dann ist der Ort selbst vielleicht nicht mehr ganz so entscheidend, wenn natürlich trotzdem ein nicht unerheblicher Faktor. Geht mir jedenfall so.

Es hat nichts mit der Selbstsicherheit zu tun.
 
Es ist manchmal schwer, zwischen gesunder Vorsicht und Angst zu unterscheiden.
Wann ist Angst berechtigt?
Das ist eine gute Frage. Ist Angst berechtigt, wenn ich etwas nicht steuern kann (Krankheit, Alter usw.), also Dinge, die unveränderbar sind? Mit Vorsicht kann ich da nicht viel bewirken.

Ist Angst sinnvoll, wenn ich eine gefährliche Situation oder Gefahr meine zu erkennen? Ist diese Angst nur in meinem Kopf und auf mein Denkmuster zurückzuführen? Habe ich ähnliche Situationen schon erlebt und wittere die gleiche Gefahr, wie schon einmal erlebt? Habe ich Angst im Flugzeug, obwohl es eines der sichersten Verkehrsmittel ist?
Habe ich Angst in der U-Bahn, weil ich dort schon überfallen wurde? Letzteres hat bei mir dazu geführt, dass ich 15 Jahre keine U-Bahn betreten habe.

(Berechtigte) Angst fühlt sicher jeder von uns anders.
 
Ich möchte eigentlich lieber etwas über Safe Space und Angsträume von euch aus der Ich-Perspektive hören. Das finde ich besser.

Ich freue mich hingegen auch über Erfahrungsberichte, wie Kampfsport euch zu mehr Selbstbewusstsein verholfen hat.
Bei mir war es beispielshalber so. Es hat aber nichts mit Gewalt zu tun. Ich war ein schlechter Schüler damals. In der Schule - nicht Karate, sondern Schulfächer. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mein Fleiß belohnt wird…

Durch Karate aber habe ich ein Gefühl von Kompetenz entwickelt. Ich trainiere hart und werde besser. Das Gefühl hatte ich beispielshalber bei Mathe damals ein Zeit lang nicht.
Ich habe dann auch viel Lob bekommen und Karate hat mich mit der Idee vertraut gemacht, dass man sich nie mit anderen, sondern nur mit dem, der man gestern war, vergleichen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer sich chronisch unsicher fühlt wenn er auf die Straße oder zu bestimmten Orten geht, kann sein Selbstvertrauen steigern indem er eine "Waffe" mitnimmt, nämlich je nach Wetter entweder den guten alten Stockschirm oder einfach nur einen Gehstock. Dafür braucht man keinen Waffenschein, aber im Zweifel kann man sich damit wehren, wenn einen jemand angeht und man mutig genug ist. Wichtig ist die richtige Nutzung wenn man muß: zustechen ist effektiver als Schlagen, denn ein Schlag dauert länger und läßt sich leichter abwehren.

Allein die Tatsache daß man etwas mitträgt was nach Waffe aussieht, aktiviert allerdings schon uralte Instinkte und sorgt dafür, daß man eher unbehelligt bleibt. Vor allem wenn man kein altes Mütterchen ist das den Stock wirklich braucht weil sie sonst umfällt, sondern sich so bewegt daß jeder sofort sieht: dieser Stock ist keine Krücke, sondern eher als Knüppel gemeint.
Ist eine Frage der Körpersprache, auch so ein Thema in Selbstverteidigungskursen, wie bewegt man sich normalerweise auf der Straße, defensiv (klein machen, Trippelschritte, unsicher in alle Richtungen sichernd oder schüchtern auf den Boden starrend) oder aktiv (breitbeinig und schwergewichtig wie ein Seemann, Kopf hoch und Brust raus wie Conan der Barbar, komm ruhig her wenn du was willst!).
 
In dem Thread hier gebrauche ich das Wort „Safe Space“ anders als in dem anderen Thread.
Es soll hier einfach um Plätze gehen, wo man sich sicher und gut fühlt.

Sei es Park, Schwimmbad, Sportverein, City oder was auch immer es für euch ist.

Angstraum hingegen ist ein Platz an dem man sich nicht wohl fühlt.

Habt ihr Safe Space und Angsträume und eine wichtige Frage - ändert sich das für euch manchmal? Bei mir nämlich schon. Schwimmbad ist beispielshalber ein Safe Space für mich aber ich kenne auch Ängste wie Angst vor Gewalt oder Ansteckung im Schwimmbad. (In dem Sinne interessiert mich auch, ob ihr Badeseen in Bezug auf Ansteckung als genau so sicher anseht wie Freibäder)
Also um ehrlich zu sein, da ist mein persönlicher Safe Space inzwischen die "Vorwärtsbewegung".

Durch die ganze gesundheitliche Vorgeschichte mit der Epilepsie, den Barrieren durch die Behinderung, den Schwindelanfällen und den lebensbedrohlichen Ausnahmekrisen wurde irgendwann fast die ganze Umwelt zum Angstraum.
Panik kam dazu. Herzrasen, ein Kloß im Hals, das Gefühl umzukippen, Zittern, Kribbeln, kalter Schweiss - das ganze Programm.

Also habe ich instinktiv jede Situation gemieden, die Risiko und Unsicherheit bergen konnte.
Aber je mehr ich mich zurückzog, desto stärker wurde die Angst.
Wenn dann doch mal ein Termin anstand der weiter weg war, dann war ich schon Wochen vorher hypernervös. Schaffe ich das? Was passiert wenn...?

Inzwischen versuche ich jede Angstsituation so zügig wie möglich frontal anzugehen.
Dadurch konnte ich mir die Umwelt ein Stück weit zurückerobern,
 
Es kommt ja auch gar nicht auf irgendeine Belohnung an, sondern darauf, was DU für dich daraus mitnehmen kannst. Meine Fortschritte sind ganz andere als jene bei anderen.
Genau, versuche jeden Tag eine bessere Version von dir selbst zu werden als gestern. Wie konkret das aussieht spielt keine Rolle und ist bei jedem anders.

Ich bin von außen betrachtet auch kein wirklich guter Schüler im Vergleich zu anderen. Ich bin unter Stress ein richtiger Körperklaus und brauche lange, um Bewegungsmuster kopieren und dann verinnerlichen zu können, auch wenn ich das Prinzip verstanden habe. Aber meine Schritte sind eben andere, kleiner. Wo andere eben bei 0 angefangen haben, habe ich bei - 4 begonnen. Der Weg ist das Ziel. Und wenn ich mir anschaue, wie weit ich schon bin im Vergleich zu absoluten Beginnern, dann freue ich mich über meinen Weg.
Wirklich geholfen hat mir das beständige dran bleiben, auch wenn es extrem frustrierend und hart war und auch immer noch ist. Und das langsame überwinden von inneren Grenzen. Ich habe heute weniger Angst davor, physisch verletzt zu werden. Ich weiß, was mein Körper in der Lage ist auszuhalten, wenn es sein muss. Das alles war aber nur möglich, weil mich meine Lehrer da abgeholt haben, wo ich stand. Kampfsport, wo man sich einfach nur auf die Schnauze haut, hätte nicht für mich funktioniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt ja auch gar nicht auf irgendeine Belohnung an, sondern darauf, was DU für dich daraus mitnehmen kannst. Meine Fortschritte sind ganz andere als jene bei anderen.
Genau, versuche jeden Tag eine bessere Version von dir selbst zu werden als gestern. Wie konkret das aussieht spielt keine Rolle und ist bei jedem anders.

Ich bin von außen betrachtet auch kein wirklich guter Schüler im Vergleich zu anderen. Ich bin unter Stress ein richtiger Körperklaus und brauche lange, um Bewegungsmuster kopieren und dann verinnerlichen zu können, auch wenn ich das Prinzip verstanden habe. Aber meine Schritte sind eben andere, kleiner. Wo andere eben bei 0 angefangen haben, habe ich bei - 4 begonnen. Der Weg ist das Ziel. Und wenn ich mir anschaue, wie weit ich schon bin im Vergleich zu absoluten Beginnern, dann freue ich mich über meinen Weg.
Wirklich geholfen hat mir das beständige dran bleiben, auch wenn es extrem frustrierend und hart war und auch immer noch ist. Und das langsame überwinden von inneren Grenzen. Ich habe heute weniger Angst davor, physisch verletzt zu werden. Ich weiß, was mein Körper in der Lage ist auszuhalten, wenn es sein muss. Das alles war aber nur möglich, weil mich meine Lehrer da abgeholt haben, wo ich stand. Kampfsport, wo man sich einfach nur auf die Schnauze haut, hätte nicht für mich funktioniert.

Vielen Dank, dass du das teilst.

Ich meinte eigentlich die Schule. Ich war in schlechter Schüler in der Schule. Karate war also der Ausgleich und es hat mein Selbstbewusstsein gesteigert, dass mein Fleiß sich da ausgezahlt hat… und ich habe einige Weisheiten von dem „Karatedo“, von dem Weg, mitnehmen können in die Schule. Eben dass man sich nicht mit anderen vergleichen soll. Das habe ich im Karate gelernt und in der Schule angewendet.
Dass es in nicht schlimm ist, Fehler zu machen, weil man daraus lernt.
Ich bin dadurch auch ruhiger geworden. Ja, ich schrieb, dass ich hibbelig bin, aber es wäre ohne Karate schlimmer.

Welche Kampfkunst machst du?
 

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