Du seinen Finger aber auch nicht, der ist dann Deine "Beute".
Den Trick mit dem Finger sollte man in jedem Selbstverteidigungstraining gleich am Anfang bringen, weil er ebenso einfach wie wirksam ist.
Nichts gegen diesen Trick. Der ist bestimmt in einem gewissen Umfang effektiv… allerdings denke ich, der könnte sich (je nachdem wie schmerzempfindlich und wie stark er ist) einfach befreien und dir eine zimmern.
Ich halte es aber für grenzenlos naiv zu glauben, dass man vor jeglichem Übergriff geschützt oder der Typ gar deine Beute ist, weil man mal einen Selbstverteidigungskurs hatte… was, wenn der Typ Freunde dabei hat… oder ein Messer… oder Freunde und Messer?
Was wenn er dich gar nicht belästigen will, sondern als Terrorist mit einem Auto anfährt?
Auch wurden in dem Thread hier Gefahren besprochen, die gar nichts mit Gewalt zu tun haben wie Ansteckung oder Ertrinken…
Ich finde es total naiv zu glauben, dass man nie Opfer von unglücklichen Umständen werden kann.
Natürlich soll man nicht in Angst erstarren.
Hingegen kann man echt nicht verallgemeinern, dass die Opfer von Gewalt oder anderen Umständen meist etwas an sich haben, das sie zum Opfer macht. Das verschiebt die Diskussion vom Täter auf den Opfer.
Es ist auch deshalb nicht fair, weil ein Opfer oft sich selbst Vorwürfe macht… und in dem Forum hier gibt es viele Leute, die unter PTBS leiden.