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Was macht einen guten Psychotherapeuten aus?

"...Aber ist es normal, dass Therapeuten so häufig ihre persönliche Meinung kundtun und so viel über sich erzählen?"

Zitat Ende.

Nein.

Das ist nicht normal, sondern unprofessionell und peinlich.

Stelle diese kluge Frage ganz genau SO deinem Therapeuten und warte seine Reaktion ab.
 
Die Persönlichkeit des Therapeuten spielt eine entscheidene Rolle,die emotionale Chemie muss stimmen,es sollte auf beiden Seiten eine Sympathie da sein.Ein Therapeut kann ruhig

Notizen machen ,Fragen stellen,es ist gut ,wenn er andere Sichtweisen und Gedanken vermittelt ,welche dem Klienten weiter helfen.
Ein Therapeut kann auch....ein wenig ....von sich selber erzählen...aber nicht irgendeinen Müll wie seine Noten.
Mit Sicherheit darf er nicht den Satz sagen...Bei mir war es zum Glück nicht so...

Aber aus einem falschen Satz würde ich ihr keinen Strick drehen.
Es ist gut ,wenn du Tierschutzorganisationen beitrittst, aber viel Geld welches man dafür zahlt landet bei bestimmten Organisationen auch in privaten fremden Händen .Man muss aufpassen bei welcher Organisation man zahlt und Mitglied ist. Die Vorschläge der Therapeutin diesbezüglich fand ich auch gut,all ihre anderen Reaktionen waren (bis auf die eine beschriebene Reaktion ) auch okay..
 
Für mich klingt es nicht so, als ob da eine
konstruktive Zusammenarbeit möglich ist.

Du wirst wohl weiter suchen müssen.
 
Danke für eure Antworten, ich habe mir seit meiner letzten Therapiesitzung vor knapp einer Woche nämlich fast schon zwanghaft Gedanken über diese letzte Sitzung und ihre Kommentare gemacht...

Ich weiß auch nicht, warum meine bisherigen beiden Therapeuten immer wieder mit persönlichen Themen ankommen. Generell bin ich zwar ein Mensch, dem andere durchaus privates Zeug anvertrauen - vielleicht strahle ich da eine gewisse Vertrauenswürdigkeit aus -,aber mir wäre es natürlich um vieles lieber, wenn sich die Therapeutin ganz auf mich konzentrieren würde.

Gerade ihre Reaktion auf die Beschreibung eines familiären Problems ("Zum Glück war das in meiner Familie nicht so") empfand ich schon als ziemlich verletzend und abwertend und konnte dann gar nicht mehr wirklich darüber sprechen, weil es mich gekränkt hat 🙁

Also, wenn sie eigene Vorschläge mit einbringt, finde ich das ja nicht schlecht, aber mir wäre es lieber, sie würde sich auf das eigentliche Problem konzentrieren... Klar, nicht alle Tierrechtsorganisationen sind seriös, aber ich halte mich über diese Organisation immer auf dem Laufenden, die haben super Projekte am Laufen und sind sehr transparent... ist auch keine unübersichtliche Riesenorganisation, sondern eine kleine, weniger bekannte.

Jedenfalls bin ich froh, jetzt zu wissen, dass es für einen Therapeuten nicht normal ist, so viel Persönliches in die Sitzung mit einfließen zu lassen. Ich zahle ja auch dafür...

Einmal gehe ich noch hin und warte ab, wie diese nächste Sitzung wird... wenn wir dann aber immer noch auf der Stelle treten, will ich lieber abbrechen.

Was mir fehlt, ist das Gefühl, von ihr wirklich akzeptiert zu werden... Ich habe schon öfters gelesen, dass genau das wichtig ist für eine konstruktive Zusammenarbeit, aber ich fühle mich irgendwie nicht "sicher" genug...
 
Ich glaube ,dass fast alle Therapeuten etwas über sich selber erzählen.Aber es sollte nur sehr wenig sein und nix wertendes über dich.
Bei einem Therapeuten solltest du das Gefühl haben ,dass er dir helfen kann und die Therapie dich weiterbringt.
 
Vielleicht kommt es vor allem darauf an, dass ein Therapeut seinem Klienten plausibel sagen kann, mit welcher Methode er das Problem des Klienten behandeln will. Plaudern ohne Sinn und Ziel sind für sich alleine etwas wenig.
 
Unsere letzte Sitzung hat mich ziemlich genervt, weil sie immer wieder von einem Thema abkam, das ich schon mehrmals angeschnitten habe, und mir stattdessen Fragen stellte, die mit der Psychotherapie wirklich gar nichts zu tun hatten. Ein Beispiel hierfür: Ich sagte, dass ich gerne im Bereich Tierrechte was auf freiwilliger Basis machen würde. Mein Problem ist aber, dass ich eher kontaktscheu bin und mich schlecht überwinden kann, mich in neue Situationen zu begeben. Darüber wollte ich eigentlich sprechen, doch sie unterbrach mich und fragte, warum ich denn nicht stattdessen mit Tierheimhunden Gassi gehe, obwohl ich ihr schon erklärt hatte, warum mir die Mitarbeit in einer Tierrechtsorganisation lieber wäre, und wollte dann auch noch von mir wissen, ob ich schon mal bei solchen Demos war, wo Menschen blutige Felle toter Tiere halten und so... Ich habe kein bisschen verstanden, warum das jetzt so 'ne wichtige Frage sein soll, das kann sich doch jeder selbst aussuchen ob er bei solchen Demos mitmachen will 😕


Es ist schwierig, etwas dazu zu sagen, weil wir ja logischerweise nur dein Erleben hier aufgeschrieben finden.
Vielleicht wollte sie dich ja auch mit ihren Fragen zum Nachdenken und tiefer schauen anregen.
Warum ist es gerade die Tierschutzorganisation, die dich interessiert?
Wenn es dir um die Tiere geht und du kontaktscheu bist- warum dann eine Organisation, wo du zwangsläufig Kontakte knüpftst. Das dann mit speziellen Menschen zu einem speziellen Thema. Warum Tiere? Warum Tierschützer? Warum eine Organisation und nicht wirklich Gassigehen, wo du nur mit dem Tier dem du hilfst Kontakt hast usw.

Lauter spannende Fragen, bei denen du dich -angeregt durch sie- auf die Suche nach den für dich passenden Antworten machen kannst.

Die Frage nach den Demos kann einfach eine doofe unpassende Frage sein- aber auch der Versuch, dich besser zu verstehen und kennenzulernen.
Bist du zB eher draufgängerisch, bist du sehr wütend, willst du vielleicht provozieren und wenn ja, was hat das mit dir und deiner Geschichte zu tun. Das sind alles Themen, die sich aus so einer Frage ergeben können.



Oder ich erzählte ihr was von meiner Familie, etwas, das mich eh schon belastet hat. Ihre Reaktion war dann erstmal ein total schräger Blick und ein Kommentar in Richtung von: "Na, Gott sei Dank war das bei mir in der Familie nicht so!" In dem Moment fühlte ich mich verurteilt und habe irgendwie total dichtgemacht, auch rasch das Thema gewechselt...


Kann auch der Versuch gewesen sein, Mitgefühl und Verstehen auszudrücken. So á la: man das muss schlimm gewesen sein.

Auch ein richtiges Ziel fehlt irgendwie. Es ist eben doch mehr Gerede. Ich würde mir auch wünschen, dass sie mehr Fragen stellt und manchmal ein bisschen mehr bohrt, weil ich manchmal nicht von selber einfach anfangen kann, alles zu sagen, was mich belastet, doch ich habe das Gefühl, dass sie überhaupt nicht erkennt, woran ich wirklich gerne arbeiten würde... dabei komme ich auf diese Themen immer wieder zurück.


Es liegt in deiner Verantwortung, die Dinge anzusprechen, die dir wichtig sind. Nicht in ihrer. Sie kann nur mit dem arbeiten, was du ihr "präsentierst"

Möglicherweise hat sie bis jetzt einfach noch nicht so gut verstanden, worum es mir geht, wobei ich gerne ihre Unterstützung hätte, und was mich mir wirklich gerne von der Seele reden würde...

Wobei hättest du denn gerne UNterstützung und woran würdest du merken, dass sie dich versteht?


Aber ist es normal, dass Therapeuten so häufig ihre persönliche Meinung kundtun und so viel über sich erzählen?

Therapeuten sollten die Stunde nicht nutzen, um von SICH und ihren Problemen zu erzählen.
Ob sie sehr abstinent sind, oder mehr als Gegenüber agieren und diem Patienten durchaus auch ihr eigenes Erleben professionell zur Verfügung stellen hängt vom Verfahren und auch von der Erkrankung des Patienten ab.
So ist es zB üblich bei Patienten mit Persönlichkeitsstörugen sehr viel mehr als spürbares Gegenüber zu fungieren, als bei einem Patienten, der vielleicht einfach nur eine Depression hat.

Auf jeden Fall solltest du genau die Probleme, die du hier benennst mit der Therapeutin besprechen
 
Danke für deine Antwort, lieber Gast.

Nun, eines meiner Ziele in der Therapie ist ja, dass ich meine Schüchtern- und Gehemmtheit überwinden und mich mehr trauen möchte. Das weiß die Therapeutin auch. Warum sollte ich dann einen Hund Gassi führen, wenn ich so erst recht nicht mit Menschen in Kontakt komme😕 Ich glaube, die meisten Menschen fänden es schön, Gleichgesinnte kennenzulernen. Ich hatte ihr ja schon davor erklärt, warum eine Tierrechtsorganisation und warum genau diese. Wenn ich dazu nichts gesagt hätte, okay, aber ich hatte es ihr eben schon ausführlich dargelegt, und auch wenn sie selbst lieber Hunde ausführt, muss ich ja nicht dasselbe machen wie sie... Ich empfand es ein wenig so, als würde sie mir damit sagen wollen, meine Idee sei nicht wirklich gut, weil ihr genauer Wortlaut leider darauf schließen ließ...

Die Frage nach den Demos fand ich schon sehr unsachlich gestellt, weil sie dann ja gleich loslaberte und betonte, sie selbst würde da nie hingehen. Es interessiert mich nicht wirklich, was sie in ihrer Freizeit macht. Ich fühlte mich zudem unwohl, dass sie immer alles, was sie anders macht als ich, so "hervorhebt".

Auch ihren Kommentar bezüglich des familiären Problems kann ich kaum deuten als ein "Mann muss das schlimm gewesen sein!" Sie hörte ja nicht einmal richtig zu, sondern unterbrach mich quasi gleich. Und als ich ihr von dem Problem erzählte, starrte sie mich an, als habe sie noch nie von so was gehört, obwohl es wirklich nichts Außergewöhnliches war. Ich konnte nicht mal ausreden, weil sie gleich dazwischenredete 🙁

Klar liegt es in meiner Verantwortung, worüber wir sprechen, nur lenkt sie leider ziemlich oft vom eigentlichen Thema ab, in dem sie irgendwelche Kommentare abgibt, die mehr über ihre privaten Vorlieben aussagen als mir weiterhelfen. Das ist nicht gerade angenehm. Ich habe ihr ja schon mehrmals gesagt, was meine Probleme sind. Aber wenn sie eher davon "ablenkt", als z.B. auch mal nachzufragen, dann ist es schwierig für mich, mich zu öffnen. Ich kann mich nicht öffnen, solange ich mich nicht wirklich angenommen und respektiert fühle.

Ich hätte gerne Unterstützung bei den Dingen, die ich ihr genannt habe. Ich möchte endlich weniger gehemmt sein in Kontakt mit anderen, weniger ängstlich im Alltag. Ich möchte Wege finden, besser mit meinem Leistungsdruck umgehen zu können. Und ich möchte Wege finden, wie ich es schaffe, mich weniger von meinen schlechten Stimmungen, bedingt durch meine Dysthymie sowie Versagensängsten, runtermachen zu lassen.

Naja, nächste Woche habe ich wieder eine Stunde und gehe da sicher nicht ohne meine Notizen hin, um noch einmal ganz klar zeigen zu können, woran ich arbeiten möchte und welche Themen mir ein Anliegen sind. Hoffentlich funktioniert's.

Bin für mich aber inzwischen zu dem Schluss gelangt, dass ich, sollte sie weiterhin immer wieder auf ihr Privatleben zurückkommen und meine Vorhaben alle negativ bewerten, weil diese vielleicht nicht "ihr Ding" sind, lieber einen anderen Therapeuten aufsuchen möchte. Ich möchte, dass mein Therapeut mir zuhört und nur ausnahmsweise von seinem Privatleben erzählt. Mir ist durch diese Erfahrung erst klargeworden, wie wichtig mir das ist.
 
Danke für deine Antwort, lieber Gast.

Nun, eines meiner Ziele in der Therapie ist ja, dass ich meine Schüchtern- und Gehemmtheit überwinden und mich mehr trauen möchte. Das weiß die Therapeutin auch. Warum sollte ich dann einen Hund Gassi führen, wenn ich so erst recht nicht mit Menschen in Kontakt komme😕 Ich glaube, die meisten Menschen fänden es schön, Gleichgesinnte kennenzulernen. Ich hatte ihr ja schon davor erklärt, warum eine Tierrechtsorganisation und warum genau diese. Wenn ich dazu nichts gesagt hätte, okay, aber ich hatte es ihr eben schon ausführlich dargelegt, und auch wenn sie selbst lieber Hunde ausführt, muss ich ja nicht dasselbe machen wie sie... Ich empfand es ein wenig so, als würde sie mir damit sagen wollen, meine Idee sei nicht wirklich gut, weil ihr genauer Wortlaut leider darauf schließen ließ...

Die Frage nach den Demos fand ich schon sehr unsachlich gestellt, weil sie dann ja gleich loslaberte und betonte, sie selbst würde da nie hingehen. Es interessiert mich nicht wirklich, was sie in ihrer Freizeit macht. Ich fühlte mich zudem unwohl, dass sie immer alles, was sie anders macht als ich, so "hervorhebt".

Auch ihren Kommentar bezüglich des familiären Problems kann ich kaum deuten als ein "Mann muss das schlimm gewesen sein!" Sie hörte ja nicht einmal richtig zu, sondern unterbrach mich quasi gleich. Und als ich ihr von dem Problem erzählte, starrte sie mich an, als habe sie noch nie von so was gehört, obwohl es wirklich nichts Außergewöhnliches war. Ich konnte nicht mal ausreden, weil sie gleich dazwischenredete 🙁

Klar liegt es in meiner Verantwortung, worüber wir sprechen, nur lenkt sie leider ziemlich oft vom eigentlichen Thema ab, in dem sie irgendwelche Kommentare abgibt, die mehr über ihre privaten Vorlieben aussagen als mir weiterhelfen. Das ist nicht gerade angenehm. Ich habe ihr ja schon mehrmals gesagt, was meine Probleme sind. Aber wenn sie eher davon "ablenkt", als z.B. auch mal nachzufragen, dann ist es schwierig für mich, mich zu öffnen. Ich kann mich nicht öffnen, solange ich mich nicht wirklich angenommen und respektiert fühle.

Ich hätte gerne Unterstützung bei den Dingen, die ich ihr genannt habe. Ich möchte endlich weniger gehemmt sein in Kontakt mit anderen, weniger ängstlich im Alltag. Ich möchte Wege finden, besser mit meinem Leistungsdruck umgehen zu können. Und ich möchte Wege finden, wie ich es schaffe, mich weniger von meinen schlechten Stimmungen, bedingt durch meine Dysthymie sowie Versagensängsten, runtermachen zu lassen.

Naja, nächste Woche habe ich wieder eine Stunde und gehe da sicher nicht ohne meine Notizen hin, um noch einmal ganz klar zeigen zu können, woran ich arbeiten möchte und welche Themen mir ein Anliegen sind. Hoffentlich funktioniert's.

Bin für mich aber inzwischen zu dem Schluss gelangt, dass ich, sollte sie weiterhin immer wieder auf ihr Privatleben zurückkommen und meine Vorhaben alle negativ bewerten, weil diese vielleicht nicht "ihr Ding" sind, lieber einen anderen Therapeuten aufsuchen möchte. Ich möchte, dass mein Therapeut mir zuhört und nur ausnahmsweise von seinem Privatleben erzählt. Mir ist durch diese Erfahrung erst klargeworden, wie wichtig mir das ist.


ah ok, jetzt wird es klarer...
ja, das klingt wirklich alles komisch.Leider gibt es auf dem Psychomarkt einige Leute, die persönlich ungeeignet sind und/oder schlecht ausgebildet sind.
Was für eine Ausblidung hat denn deine?
Ist die Ärztin oder Psychologin?
Weöches Verfahren wendet sie an?
Oder ist sie etwa Heilpraktikerin mit so einer Mickymaus Therapieausbildung?
 

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