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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Bewegst Du Dich denn nicht in einer Blase ? Gestern bspw. habe ich einen Kommentar von Dir gelesen, in dem steht, dass Du einen nach Deiner Meinung viel zu gut bezahlten Job hast, Dir aber trotzdem (wie natürlich viele) wünschst, dieses Land zu verlassen, weil es ja so schlimm ist in Deutschland und Du das nur eben wegen Deinem viel zu gut bezahlten Job nicht machen kannst. Da dachte ich mit. O Gott in welcher Bubble lebt dieser Mensch eigentlich ? Für zig Millionen Menschen auf dieser Welt ist Deutschland das Traumland schlechthin, aber manche wollen flüchten, weil es ihnen zu gut geht ? Auch eine Bubble. Findest Du nicht ?
Was ich nicht verstehe ist, wieso es vielen Leuten soo dermaßen große Probleme macht, wenn in ein Paar Wörtern ein Doppelpunkt vorkommt, der da vorher nicht war oder manche Menschen ein paar Wörter halt neuerdings etwas abgehackt sprechen. Was hat das für Auswirkungen auf ihr Leben ? Wie sorgenfrei muss ihr sonstiges Leben sein, wenn ihnen DAS so großen Leidensdruck verursacht ? Ich verstehe es nicht.
Das beantworte ich Dir gerne.
Ja, auch ich bin in einer Bubble, das habe ich auch mit dem Satz so gemeint.

Und ja, Deutschland geht mir gewaltig auf den Geist mit seinem übertrieben linken Gutmenschentum. Das Gendern ist nur ein kleiner Baustein dabei. Ich nenne es mal übertriebene Rücksichtnahme auf Randgruppen mit übertriebenen Nachteilen für die Mehrheit.

Wir sind in einer völlig überregulierten Gesellschaft, in der Leistung nicht mehr zählt und Menschen lieber in ihrem Schicksal verharren, anstatt einfach mal Gas zu geben. Wir erziehen alle Menschen zum Nichtstun, kein Risiko eingehen, bloß nicht den falschen Job annehmen, lieber Jahre Sozialhilfe kassieren, statt einfach mal irgendwas zu machen. Wir beschäftigen uns mit unwichtigen Dingen, wie einer angeblich sprachlichen Exklusion durch das generische Maskulinum, bekommen aber wichtige Dinge im Land nicht in den Griff.

(...)

Zugegeben ist das Gendern ein kleiner Baustein, aber es geht eben alles in eine übertrieben linke Richtig. Im direkten Vergleich mit vielen anderen Ländern ist Deutschland nicht mehr lebenswert für mich. Ich zahle meine Steuern dann gerne dort, wenn mich das deutsche Rechtssystem so behandelt, wie es aktuell passiert. Das Gendern ist nur ein ganz kleiner Teil davon, aber es ist ein sehr gut sichtbares Zeichen dieser traurigen Entwicklung im Land.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich wird auch bei euch gegendert. Woher ich das so sicher weiß? Schau dir mal die Stellenanzeigen eures Unternehmens an. Da steht garantiert sowas wie „Projektleiter/in (m/w/d)“ oder „Sachbearbeiter/in (m/w/d)“ gesucht. Das ist Gendern. Es fällt nur nicht auf, weil es längst Standard ist.
Stimmt, das steht da, dies aber nur, weil es in Stellenanzeigen gesetzlich vorgeschrieben ist. Freiwillig gendern wir meines Wissens nicht und nur darum ging es hier ja.
 
Es geht hier nämlich nicht um Sprachwandel, der natürlich geschieht, sondern um Sprachplanung - das sind völlig verschiedene Dinge.
Wie das wissenschaftlich eingeordnet wird ist mir völig Wumpe. Sprache gehört zum Alltagserleben. Sie sollte verbinden und daher möglichst verständlich und einfach gestaltet sein, damit sie alle mitnimmt. Das Leben und die Welt werden immer komplexer, da muss man sich nicht noch die Kommunikation unnötig erschweren.
 
Es gibt keine gesetzliche Vorschrift zum gendern. Ist halt so eine Modeerscheinung, um es mal so zu formulieren. Muss doch keiner mitmachen. Je mehr man darüber diskutiert, um so wichtiger wird es doch, obwohl es keine Diskussion wert ist.
 
Das beantworte ich Dir gerne.
Ja, auch ich bin in einer Bubble, das habe ich auch mit dem Satz so gemeint.

Und ja, Deutschland geht mir gewaltig auf den Geist mit seinem übertrieben linken Gutmenschentum. Das Gendern ist nur ein kleiner Baustein dabei. Ich nenne es mal übertriebene Rücksichtnahme auf Randgruppen mit übertriebenen Nachteilen für die Mehrheit.

Wir sind in einer völlig überregulierten Gesellschaft, in der Leistung nicht mehr zählt und Menschen lieber in ihrem Schicksal verharren, anstatt einfach mal Gas zu geben. Wir erziehen alle Menschen zum Nichtstun, kein Risiko eingehen, bloß nicht den falschen Job annehmen, lieber Jahre Sozialhilfe kassieren, statt einfach mal irgendwas zu machen. Wir beschäftigen uns mit unwichtigen Dingen, wie einer angeblich sprachlichen Exklusion durch das generische Maskulinum, bekommen aber wichtige Dinge im Land nicht in den Griff.

(...)

Zugegeben ist das Gendern ein kleiner Baustein, aber es geht eben alles in eine übertrieben linke Richtig. Im direkten Vergleich mit vielen anderen Ländern ist Deutschland nicht mehr lebenswert für mich. Ich zahle meine Steuern dann gerne dort, wenn mich das deutsche Rechtssystem so behandelt, wie es aktuell passiert. Das Gendern ist nur ein ganz kleiner Teil davon, aber es ist ein sehr gut sichtbares Zeichen dieser traurigen Entwicklung im Land.
Was hat denn gendern mit Leistung und mit Sozialhilfe zu tun? Das müsstest du genauer erklären.
 
Wir sind in einer völlig überregulierten Gesellschaft, in der Leistung nicht mehr zählt und Menschen lieber in ihrem Schicksal verharren, anstatt einfach mal Gas zu geben. Wir erziehen alle Menschen zum Nichtstun, kein Risiko eingehen, bloß nicht den falschen Job annehmen, lieber Jahre Sozialhilfe kassieren, statt einfach mal irgendwas zu machen. Wir beschäftigen uns mit unwichtigen Dingen, wie einer angeblich sprachlichen Exklusion durch das generische Maskulinum, bekommen aber wichtige Dinge im Land nicht in den Griff.
DU beschäftigst Dich mit diesen Dingen. Für mich beispielsweise ist Gendern abgesehen von diesem Thread überhaupt kein Thema, mit dem ich mich groß beschäftige. Es kostet mich Null Zeit und Energie zu gendern oder es eben zu lassen, wie andere Menschen. Es ist vollkommen egal ! Es wird nirgends vorgeschrieben. Das Einzige was es gibt, sind ein paar Verbote zu gendern in einzelnen Bundesländern. Ein Glück das das nicht die angebliche Verbotspartei verboten hat ;-).
Aber zu der angeblich überregierten Gesellschaft. Es gibt genug Ländern, die sich diese Art von „Überregulation“ wünschen würden. Es gibt zig Ländern mit einer derart grassierenden Armut, dass die Zustände in diesen Ländern sicher niemand als toll bezeichnen würde. Stichwort USA. Ja stimmt schon. Die Leistungsanreize in Deutschland sind manchmal zu niedrig. Wenn das Bürgergeld sich nicht vom Mindestlohn unterscheidet. Warum sollte man dann arbeiten gehen als Deutscher ? Und weißt Du, wer diese ganzen schlecht bezahlten Jobs macht zum großen Teil ? Nicht die Deutschen jedenfalls. Von denen haben ja viele völlig überbezahlte Jobs wie Du.
 
Was ich nicht verstehe ist, wieso es vielen Leuten soo dermaßen große Probleme macht, wenn in ein Paar Wörtern ein Doppelpunkt vorkommt, der da vorher nicht war oder manche Menschen ein paar Wörter halt neuerdings etwas abgehackt sprechen. Was hat das für Auswirkungen auf ihr Leben ? Wie sorgenfrei muss ihr sonstiges Leben sein, wenn ihnen DAS so großen Leidensdruck verursacht ? Ich verstehe es nicht.
Es wurden auf den letzten 12 Seiten die meisten Gründe dafür genannt würde ich sagen. Ich verstehe dann nicht, warum du es nicht verstehst. 😉

Ich versuche mal eine Zusammenfassung,
wir hätten da:
Ablehnung der politischen Einmischung in unsere Sprache
Ablehnung der Verwendung unserer gemeinsamen Sprache zum Ausleben einer Ideologie
Ablehnung der Verunstaltung und Verkomplizierung unserer Sprache
Ablehnung des Konformitätsdruck
Ablehnung des Versuchs in das eigene Denken einzugreifen
.... gibt's noch mehr? Es lässt sich sicher auch besser formulieren.

Jeder kann das gerne für sich alles tun und ausüben, aber er soll andere die das Ablehnen nicht damit belästigen. Die Sprache ist nun mal ein Allgemeingut, das keiner allein zur Darstellung seiner Ansichten beanspruchen und anderen aufzwingen soll.
Wir haben uns im Laufe der Zeit auf eine bestimmte Form geeinigt, die für jeden gut zu verstehen und zu benutzen ist.
Die Mehrheit ist dagegen, das eine Minderheit unsere Sprache verunstaltet. Was ist daran schwer zu verstehen?

Jeder hat doch die Freiheit im privaten Bereich soviele : * / und neue Wortkreationen zu verwenden wir er mag, nur im öffentlichen Raum haben wir uns auf einen anderen Sprachgebrauch geeinigt und erwarten diesen wie die Einhaltung an die StraßenverkehrsOrdnung, weil sonst schnell Chaos herrscht wenn jeder macht wie er will.

Und ohne es böse zu meinen, wenn jemand gendert wirkt das auf mich, als sei derjenige nicht ganz bei Verstand.
Da nicht genügend vom Gendern überzeugt sind, schätze ich das es wie so einige Modeerscheinungen mit der Zeit wieder verschwinden wird.

Aber ich finde es dennoch interessant zu sehen was Menschen sich so alles einfallen lassen wenn sie angeblich am Höhepunkt ihrer gesellschaftlichen Entwicklung angekommen sind und sie die Langeweile und ein Gerechtigkeitswahn plagt.
Es gibt so viele gravierende gesellschaftliche Probleme, aber manche meinen man könne mit ein paar : und * etwas zum Besseren verändern. So leicht lassen sich Probleme aber nicht lösen.
 
In _vogelfreis Beitrag, auf den MATADOR sich bezog, ging es ja um das Gendern bei mündlicher Kommunikation. Und da kann ich ihm nur zustimmen - in meinem Umfeld, beruflich oder privat, spricht tatsächlich auch überhaupt niemand so.

Was ich auch sehr angenehm finde. ^^
MATADOR schrieb: „… bei uns wird nirgendwo gegendert.“ Das klingt ziemlich absolut - ich frage mich, ob ihm das vielleicht einfach nicht auffällt, weil viele Formen inzwischen ganz selbstverständlich wirken.
Es wäre besser, wenn er es anders formuliert hätte - so klingt es einfach zu pauschal.

@MATADOR
Stimmt, das steht da, dies aber nur, weil es in Stellenanzeigen gesetzlich vorgeschrieben ist. Freiwillig gendern wir meines Wissens nicht und nur darum ging es hier ja.
Ihr werdet auch freiwillig gendern, nur wird euch das einfach nicht auffallen, weil viele Begriffe schon im Alltagsgebrauch verankert sind.
Wenn jemand z.B. statt Altenpfleger „Pflegefachkraft“ sagt, ist das bereits Gendern. Wen jemand statt Anfängerkurs „Grundkurs“ sagt, ebenfalls. Wenn du statt Bürger (plural) „Bevölkerung oder Einheimische“ sagst, ebenso. Wenn du statt Zuhörer (plural) „Publikum“ sagst, ebenfalls… und die Liste lässt sich noch beliebig fortsetzen.
Viele denken beim Gendern nur an Sternchen oder Doppelpunkte - dabei ist gendergerechte Sprache viel mehr als das.
 
Aber ich muss mir den Quatsch anhören und 80 Prozent anderer, die das nicht möchten auch.
Ich dachte immer , dass es in einer Demokratie um die Mehrheit geht und nicht um die laute, belehrende Minderheit.
Aber es erledigt sich ja gerade sowieso von alleine.

👍
Eine Weile nervte mich das zunehmende gendern. Inzwischen bin ich recht emotionslos.
Konsequenz: Ich schaltete und schalte ab.
Podcasts, Radio, Filme, Dokus.
Vielleicht verpasse ich ein paar interessante Inhalte deshalb, ist mir aber zu unerträglich.

Ich nutze Radiosender nur noch bei Autofahrten und muss zum Glück seltener Sender wechseln, da das Gendergestammel abnimmt.

Im privaten Umfeld durch sämtliche Altersgruppen gendert niemand freiwillig, nur dort, wo es durch Vorgaben auferlegt, also erzwungen wird.
Auch die jüngeren Generationen äußern sich nur genervt darüber.

Daran kann ich jetzt beim besten Willen nichts lächerliches erkennen.
Das ist doch nun wirklich ein Satz, den man - so wie deine Kollegin es gemacht hat - mit etwas gutem Willen neutral halten kann. Da ist jetzt nichts schwieriger oder sinnentstellter als vorher. Also warum nicht?🤷‍♀️
Nur aus Prinzip?

Neben bereits genannten Aspekten:

Sprachschönheit, die sehr leidet.




Das ist ein häufiger Irrtum - das Sternchen steht nicht für eine seltsame Mischung aus Singular und Plural, sondern für eine geschlechtsneutrale Gesamtheit. Anderes Beispiel: Es würde auch niemand bei „Mitarbeiter*innen“ behaupten, dass damit ein männlicher Mitarbeiter und mehrere Mitarbeiterinnen gemeint sind. Es geht - offensichtlich - um alle Mitarbeitenden.

Klienten
Klientinnen
Und das 3. Geschlecht.

Wäre dann wohl

Klienten:innen
Klienten*innen

Es wurde vermutlich zu Klient:innen, Klient*innen, um nicht noch sperriger zu wirken.

Mir letztlich egal, ich ignoriere den Käse, muss mich keinen Anforderungen fügen. Den Luxus hat leider nicht jeder.

Das beantworte ich Dir gerne.
Ja, auch ich bin in einer Bubble, das habe ich auch mit dem Satz so gemeint.

Und ja, Deutschland geht mir gewaltig auf den Geist mit seinem übertrieben linken Gutmenschentum. Das Gendern ist nur ein kleiner Baustein dabei. Ich nenne es mal übertriebene Rücksichtnahme auf Randgruppen mit übertriebenen Nachteilen für die Mehrheit.

Wir sind in einer völlig überregulierten Gesellschaft, in der Leistung nicht mehr zählt und Menschen lieber in ihrem Schicksal verharren, anstatt einfach mal Gas zu geben. Wir erziehen alle Menschen zum Nichtstun, kein Risiko eingehen, bloß nicht den falschen Job annehmen, lieber Jahre Sozialhilfe kassieren, statt einfach mal irgendwas zu machen. Wir beschäftigen uns mit unwichtigen Dingen, wie einer angeblich sprachlichen Exklusion durch das generische Maskulinum, bekommen aber wichtige Dinge im Land nicht in den Griff.

Sehe ich ähnlich.
Noch trauriger ist das zunehmende Driften Richtung rechts, was weitaus größere Bevölkerungsanteile betrifft.
Alles ziemlich schräg und wunderbar zu ignorieren, solange das kleine private Leben davon nicht genervt wird.
Kann jeder für sich halten wie er mag, wenn andere damit nicht behelligt werden.

Der katzenhassende Hundebesitzer darf Katzen hassen.
Der hundehassende Katzenfreund darf Hunde hassen.
Beide dürfen in meinem Garten sitzen.
Nebeneinander. Selbst samt Viecherln.
So lange Ruhe ist, sie nicht nerven, keinen Stress machen!
Andernfalls: raus!
Mehr Maßnahmen brauche ich gar nicht.

Ich halte es mit Peter Lustig:
Abschalten!
 
Es gibt keine gesetzliche Vorschrift zum gendern. Ist halt so eine Modeerscheinung, um es mal so zu formulieren. Muss doch keiner mitmachen. Je mehr man darüber diskutiert, um so wichtiger wird es doch, obwohl es keine Diskussion wert ist.
Dann ist aber schon eine sehr lang anhaltende Modeerscheinung 😉

Ich habe mal die KI gefragt, seit wann gegendert wird:

„Gendern“ – also das bewusste sprachliche Sichtbarmachen mehrerer Geschlechter – ist keine ganz neue Erscheinung. Aber wie es gemeint ist und welche Formen es annimmt, hat sich im Lauf der Zeit stark verändert. Hier ist ein Überblick, seit wann gegendert wird – und wie:

1. Vorläufer des Genderns – lange vor dem Sternchen

Bereits im 19. Jahrhundert gab es Diskussionen darüber, ob Frauen sprachlich mitgemeint oder sichtbar gemacht werden sollten – besonders im Kontext von Frauenbildung, Berufsbezeichnungen und politischer Partizipation.

Beispiel: Schon 1887 schrieb Hedwig Dohm, dass die Bezeichnung „der Mensch“ für Frauen unangemessen sei, weil sie Frauen nur „mitmeine“, aber nie „nennte“.

2. Genderlinguistik ab den 1970ern

Ab den 1970er Jahren begannen feministische Sprachwissenschaftlerinnen wie Luise F. Pusch und Senta Trömel-Plötz im deutschsprachigen Raum gezielt, das generische Maskulinum zu kritisieren – mit dem Argument, dass es Frauen systematisch unsichtbar macht.

Sie forderten u. a.:
  • Beidnennung (z. B. „Schüler und Schülerinnen“)
  • Sichtbarkeit von Frauen in der Sprache
  • Eine Veränderung der grammatischen Normen
3. Beidnennung in offiziellen Texten – ab den 1980er Jahren

Ab den 1980er Jahren tauchten erste geschlechtergerechte Formulierungen in Verwaltung, Behörden und Gesetzestexten auf. Oft mit Formulierungen wie:
  • „Lehrerinnen und Lehrer“
  • „Mitarbeiter/-innen“
  • „Konstrukteur/in“
Auch die Rechtschreibregeln wurden angepasst, um dies zu ermöglichen.

4. Genderzeichen (Stern, Unterstrich, Doppelpunkt) – seit ca. 2003

Das sogenannte „Gendern mit Sonderzeichen“ begann in queeren und feministischen Kontexten, z. B. mit:
  • Gender-Gap: „Schüler_innen“
  • Gender-Stern: „Schüler*innen“
  • Gender-Doppelpunkt: „Schüler:innen“
Diese Varianten kamen ab etwa 2003/2004 auf, verbreiteten sich aber breiter erst ab den 2010er Jahren, v. a. in Hochschulen, Medienhäusern, NGOs und urbanen Kontexten.

5. Institutionelles Gendern – ab den 2010er Jahren

Viele Universitäten, Städte, Verwaltungen und Medien führten Leitfäden für geschlechtergerechte Sprache ein. Heute gibt es z. B.:
  • Gender-Leitlinien von Ministerien (z. B. in Berlin, Baden-Württemberg)
  • Empfehlungen der Duden-Redaktion
  • Regelungen an Hochschulen
Das Gendern ist also kein spontaner Trend, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Debatten und langsamer sprachlicher Entwicklung.

Fazit: Seit wann wird gegendert?
Antwort: Schon seit den 1970er Jahren aktiv und bewusst, in ersten Formen auch schon vorher – besonders durch feministische Kritik an sprachlicher Unsichtbarkeit von Frauen. Die Verwendung von Sonderzeichen wie *, _ oder : kam ab den frühen 2000ern dazu. Gendergerechte Sprache ist damit über 50 Jahre alt.


Wir gendern also schon über 50 Jahre und erst seit das Sternchen da ist, rasten viele aus? Schon schräg…
 

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