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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Du tust so, als würde das Sonderzeichen an ein bereits maskulin flektiertes Wort gehängt, aber tatsächlich wird damit ja die maskuline Endung ersetzt bzw. aufgebrochen.
Ist das jetzt besser verständlich?
Im ersten Schritt wird also aus "Klienten" 'Klient". Die Männer wurden rein sprachlich gesehen erfolgreich beseitigt. In deinem Sinn bezeichnet das Wort gar kein Geschlecht. Und dann wird daraus "Klient*innen. Es wird also an das geschlechtslose Wort eine weibliche Endung angegangen. Und damit sind dann Männer und Frauen gemeint?!
 
Wenn jemand z.B. statt Altenpfleger „Pflegefachkraft“ sagt, ist das bereits Gendern. Wen jemand statt Anfängerkurs „Grundkurs“ sagt, ebenfalls. Wenn du statt Bürger (plural) „Bevölkerung oder Einheimische“ sagst, ebenso. Wenn du statt Zuhörer (plural) „Publikum“ sagst, ebenfalls… und die Liste lässt sich noch beliebig fortsetzen.
Für mich sind das in erster Linie Synonyme.. und die gab es schon weit länger als die Modeerscheinung des Genderns.
 
Im ersten Schritt wird also aus "Klienten" 'Klient". Die Männer wurden rein sprachlich gesehen erfolgreich beseitigt. In deinem Sinn bezeichnet das Wort gar kein Geschlecht. Und dann wird daraus "Klient*innen. Es wird also an das geschlechtslose Wort eine weibliche Endung angegangen. Und damit sind dann Männer und Frauen gemeint?!
Nicht ganz. „Klient“ ist keine Entmannung, sondern die grammatische Grundform ohne Pluralendung –
die sprachliche Basisform, bevor das Genderzeichen dazukommt. Das Sternchen ersetzt dann die explizite Nennung der verschiedenen Geschlechtervarianten. „Klient*innen“ meint eben nicht: „ein geschlechtsloser Mann plus weibliche Endung“, sondern: „alle, unabhängig vom Geschlecht“.
 
Für mich sind das in erster Linie Synonyme..
Stimmt, das sind Synonyme. Und genau das ist der Punkt: Gendern bedeutet nicht zwangsläufig Sternchen, Unterstriche oder Doppelpunkte. Es bedeutet oft einfach nur, aus dem vorhandenen Wortschatz bewusst eine Form zu wählen, die mehr Menschen einschließt.
Dass diese Wörter schon vorher existierten, macht es ja gerade so einfach und zeigt, dass Gendern in vielen Fällen gar nichts mit Zwang oder künstlichem Sprachmurks zu tun hat, sondern mit bewusster, achtsamer Wortwahl.

und die gab es schon weit länger als die Modeerscheinung des Genderns.
Tja, wenn etwas seit Jahrzehnten besteht, ist es wohl keine Mode mehr, sondern Realität. Eine Realität, vor der manche lieber die Augen verschließen.
 
Natürlich ist es an der Stelle korrekt und völlig geläufig. Auf Arbeit sprechen wir auch von Klient*innenakten oder was weiß ich. Übrigens auch Männer. Ganz selbstverständlich. Niemandem bricht dabei ein Zacken aus der Krone. Einfach Alltag.
Vor lauter Gendern wisst ihr doch schon gar nicht mehr wo es tatsächlich angebracht ist.
Es ist nicht korrekt, da Kundenkarte nicht nur männliche Kunden beinhaltet.
Wenn du aus "Der Kunde" ein "Kundinnen" machst, sagst du anstatt " Der Mensch" dann auch "Menschinnen"?
 
diese Entwicklung existiert bereits seit vielen Jahren und daraus resulieren auch einige weniger auffällige Veränderungen, wie z.B. der Gebrauch einiger geschlechtsneutraler Begriffe, wenn sie wirklich passen und ohne Weiteres alternativ verwendet werden können
Selbst damit habe ich ein Problem.
Wenn ich etwas sagen möchte, überlegen ich ungewollt welche Wörter denn jetzt akzeptiert sind. Das ist schon ein enormer Eingriff in mein Denken und Sprachgebrauch.
Obwohl ich nicht gendere und dies auch nicht vorhabe, ist diese Gendersprache in meinem Kopf und das empfinde ich als bedenklich und nervig. Ich will frei reden können wie das vorher möglich war.
Ich brauche Frauen in der Sprache nicht sichtbar machen, weil Frauen in der Realität für mich selbstverständlich sind, ebenso sind sie gleichberechtigt.

Ich finde diese feministische Bewegung übertreibt es und das verursacht mehr Schaden als Nutzen.
In wieweit der Feminismus auch für unsere demografische Entwicklung verantwortlich ist wäre interessant zu hinterfragen. Und anstatt diese Genderpolitik voranzutreiben und zu finanzieren, wäre es sinnvoller gewesen sich auf eine bessere Politik für Familien mit Kindern zu konzentrieren.
Unsere Kinder fallen bei dieser ganzen "die Frau will gesehen werden", doch hinten runter.

Wie dem auch sei, ich finde es gut, das wir hier so offen drüber reden können.
Nur frage ich mich, gibt es diese Diskussion auch in der Öffentlichkeit? Oder schweigen dort die meisten und gendern um nicht ausgegrenzt und bestraft zu werden?

„Noch trauriger ist das zunehmende Driften Richtung rechts, was weitaus größere Bevölkerungsanteile betrifft.“
Das ist mMn das eigentliche Problem.
Das ist kein Problem sondern ein Merkmal der Demokratie. Es darf und soll unterschiedliche Meinungen geben.

Wenn alle gleich Denken ist das ein Zeichen für ein totalitäres System, bei der die Gesellschaft umgestaltet werden soll.
Die Unterdrückung des politischen Widerstands ist das Zeichen einer Diktatur.
Beides sehe ich in erschreckendem Maße in unserer Gesellschaft. Und diese Umerziehung und Umgestaltung beginnt natürlich schon in der Schule.
 
Ja, in der Schule muss auch der vom Mathelehrer vorgegebene Rechenweg eingehalten und aufgeschrieben werden, sonst gibt es Punktabzug.
Letztlich ist es ja immer so, dass man bei offiziellen Arbeiten (in der Schule, in Hochschulen, etc.) die Arbeiten nach gewissen Regeln erstellen muss. Beispielsweise auch was das Zitieren oder das Einhalten bestimmter Formate betrifft.

Ich weiß nicht mehr so genau, aber früher haben wir daraus andererseits kein Drama draus gemacht und uns halt an die vorgegebenen Regeln gehalten. Deswegen muss man ja im privaten Leben diese Regeln trotzdem nicht einhalten, aber wenn es sich um was Offizielles handelt, schon.

So ähnlich hätte ich jetzt Genderregeln gesehen: wenn die Regeln bestehen, hält man sich dran, und ansonsten eben nicht.
 
Im ersten Schritt wird also aus "Klienten" 'Klient". Die Männer wurden rein sprachlich gesehen erfolgreich beseitigt. In deinem Sinn bezeichnet das Wort gar kein Geschlecht. Und dann wird daraus "Klient*innen. Es wird also an das geschlechtslose Wort eine weibliche Endung angegangen. Und damit sind dann Männer und Frauen gemeint?!

Also wirklich. "Klient" ist die männliche Singularform. Schau in den Duden, wenn du es nicht selbst weißt:


Vielleicht meinst du die Akkusativ- oder Dativform, z. B. "Die Anwältin vertritt den Klienten."
 
Klient*innen“ meint eben nicht: „ein geschlechtsloser Mann plus weibliche Endung“, sondern: „alle, unabhängig vom Geschlecht“.
Und warum steht die weibliche Endung "innen" für alle, unabhängig vom Geschlecht? Dann kann es auch weiter "Klienten" heißen, das steht dann auch für alle, obgleich sprachlich gesehen Männer gemeint sind.
 

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