@ little.vampire und Marcus777
Was ich mit meinem Thread bezwecken wollte?
Ich wollte einfach mal Meinungen hören, warum stille Menschen auf so viel Ablehnung stoßen.
Es ist typisch für mich, dass ich meine Gefühle und Bedürfnisse nicht so gut rüberbringen kann. Ich weiß, dass es oft neutral bei mir wirkt. Eine Psychologin sagte mal zu mir, dass ich nicht depressiv sei, weil ich meine Problematik in einem völlig neutralen Monolog angebracht hatte. Aufgrund meiner Redensweise wirkte ich also nicht wie ein verzweifelter Mensch, war aber zu der Zeit auf jeden Fall depressiv.
Ich weiß ja auch nicht, ob es nur an meiner sehr ruhigen Art liegt, aber ich gerate häufig in Mobbingsituationen und kann mich dann nicht adäquat wehren.
Es passiert ganz schnell, wenn ich auf ein neues soziales Umfeld treffe, dass man mich als befremdlich wahrnimmt und dann gegen mich agiert. Manchmal zeigt sich das in offener Feinseligkeit, manchmal in subtiler Ablehnung.
Ich bin jedes Mal wie vor den Kopf gestoßen, weil ich mir das nicht erklären kann.
Oft ist es bei mir aber auch so, dass ich auf eine Gruppe von Menschen treffe und das Gefühl habe, von ihnen durch eine Mauer getrennt zu sein. Dass mich so gar nichts mit ihnen verbindet. Zum Beispiel wenn ich bei einer Fortbildung auf Fremde treffe oder mal zu einer Feier eingeladen bin, wo die meisten Personen mir unbekannt sind.
Teilweise bemühme ich mich dann trotzdem um Kontakt, wirke dabei aber vielleicht abweisend.
Ich denke, dass ich in solchen Momenten mit meiner Körpersprache ausstrahle, wie es wirklich in mir aussieht.
Ängste bestehen auch oft im Zusammenhang mit anderen. Die Angst vor erneuter Ablehnung, die ständig da ist und aufgrund der ich mich im Laufe der Jahre immer mehr in mein Schneckenhaus zurückgezogen habe.
Ein Bekannter sagte mir mal, kaum strecke ich die Fühler aus, bekomme ich schon wieder eins aufs Dach.
Ich weiß nicht, wie man Bekanntschaften angeht, dass sie sich eventuell zu einer Freundschaft entwickeln.
Noch weniger weiß ich, wie ich Freundschaften aufrecht halten könnte, denn die Menschen verlieren immer ganz schnell den Respekt vor mir.