Don Sebastiano
Mitglied
Moin und Hallo!
Seit mindestens 30 Jahren (bin 44) habe ich Probleme im Zwischenmenschlichen,
War es bis vor vielleicht drei jahren noch so, dass ich den Kontakt zu Menschen eher meidete, wenn es für mich um persönliche/private Dinge ging (habe Sozialphobie), wandelte sich diese Angst mit der Zeit mehr zu einer Ablehnung.
Daher ist es nun eher so, dass ich den Kontakt zu anderen eher vermeide, weil ich mit ihnen nichts zu tun haben will.
Dazu stören mich bereits kleinste Eigenarten oder Dinge an anderen (z.B. wie jemand redet oder welche Schuhe er/sie trägt). Das geht dann immer öfter so weit, dass ich geradezu einen Hass auf die Leute entwickle und es mir auch immer schwerer fällt diesen dann für mich zu behalten.
Immer öfter interpretiere ich solche Kleinigkeiten als persönlichen Angriff auf mich oder als Rücksichtslosigkeit gegenüber der Gesellschaft und/oder mir.
Wo andere vielleicht solche Gedanken über jemanden haben, der in der Bahn lautstark telefoniert, sich an der Kasse vordrängelt oder in Gegenwart von Kindern stumpf bei Rot die Straße überquert, genügt es bei mir dann schon, wenn sich zwei Personen miteinander über Themen unterhalten, die mich nicht interessieren, ich sie aber mitanhöre(n muss) oder wenn eine Gruppe von Leuten feiert und Party macht.
Ich bin einfach so extrem schnell von meinen Mitmenschen genervt.
Sogar jetzt, ich bin derzeit in stationärer Psychotherapie, und ich komme mit meinen Mitpatienten nicht zurecht,
Ich wurde aus den Gruppentherapien 'rausgenommen, weil ich schon bei der ersten Sitzung meinen Frust und Zorn nicht kontrollieren konnte und alle anderen Patienten den Raum verließen.
Die Anderen sitzen abends zusammen, freunden sich untereinder wohl auch an, ich hingegen bleibe alleine und frage mich verwundert, wie man auf die Idee kommen kann, in ein Krankenhaus zu gehen und sich dort mit wild-fremden Leuten anzufreunden. Da ist aus meiner Sicht einfach nur unsinnig, überflüssig und Zeitverschwendung.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass meine Einsamkeit mir sehr zusetzt und mir das Zwischenmenschliche irgendwo ein Stück weit fehlt, zumal ich auch zu Hause absolut isoliert bin.
Bin ich "einfach nur" ein Misanthrop geworden?
Werde ich zu einem von diesen verbitterten alten Leuten, die dann täglich auf dem Balkon stehen und die Nachbarskinder anbrüllen, dass sie gefälligst leiser sein sollen?
Ich wandle mich immer mehr zu jemandem, der ich nie werden wollte.
Seit mindestens 30 Jahren (bin 44) habe ich Probleme im Zwischenmenschlichen,
War es bis vor vielleicht drei jahren noch so, dass ich den Kontakt zu Menschen eher meidete, wenn es für mich um persönliche/private Dinge ging (habe Sozialphobie), wandelte sich diese Angst mit der Zeit mehr zu einer Ablehnung.
Daher ist es nun eher so, dass ich den Kontakt zu anderen eher vermeide, weil ich mit ihnen nichts zu tun haben will.
Dazu stören mich bereits kleinste Eigenarten oder Dinge an anderen (z.B. wie jemand redet oder welche Schuhe er/sie trägt). Das geht dann immer öfter so weit, dass ich geradezu einen Hass auf die Leute entwickle und es mir auch immer schwerer fällt diesen dann für mich zu behalten.
Immer öfter interpretiere ich solche Kleinigkeiten als persönlichen Angriff auf mich oder als Rücksichtslosigkeit gegenüber der Gesellschaft und/oder mir.
Wo andere vielleicht solche Gedanken über jemanden haben, der in der Bahn lautstark telefoniert, sich an der Kasse vordrängelt oder in Gegenwart von Kindern stumpf bei Rot die Straße überquert, genügt es bei mir dann schon, wenn sich zwei Personen miteinander über Themen unterhalten, die mich nicht interessieren, ich sie aber mitanhöre(n muss) oder wenn eine Gruppe von Leuten feiert und Party macht.
Ich bin einfach so extrem schnell von meinen Mitmenschen genervt.
Sogar jetzt, ich bin derzeit in stationärer Psychotherapie, und ich komme mit meinen Mitpatienten nicht zurecht,
Ich wurde aus den Gruppentherapien 'rausgenommen, weil ich schon bei der ersten Sitzung meinen Frust und Zorn nicht kontrollieren konnte und alle anderen Patienten den Raum verließen.
Die Anderen sitzen abends zusammen, freunden sich untereinder wohl auch an, ich hingegen bleibe alleine und frage mich verwundert, wie man auf die Idee kommen kann, in ein Krankenhaus zu gehen und sich dort mit wild-fremden Leuten anzufreunden. Da ist aus meiner Sicht einfach nur unsinnig, überflüssig und Zeitverschwendung.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass meine Einsamkeit mir sehr zusetzt und mir das Zwischenmenschliche irgendwo ein Stück weit fehlt, zumal ich auch zu Hause absolut isoliert bin.
Bin ich "einfach nur" ein Misanthrop geworden?
Werde ich zu einem von diesen verbitterten alten Leuten, die dann täglich auf dem Balkon stehen und die Nachbarskinder anbrüllen, dass sie gefälligst leiser sein sollen?
Ich wandle mich immer mehr zu jemandem, der ich nie werden wollte.