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Warum melden sich Bekannte/Freunde fast nie von selber?

Ich denke, es ist wichtig, was einen verbindet. Habe auch oft das Pech genau solche Bekannte abzubekommen. Langer drüber nachgedacht inwiefern - solche Bekannte haben- mit einem selbst zu tun hat. Bei mir ist mir aufgefallen, dass es immer irgendwie die Substanz fehlte, damit es "wichtiger" wird für den anderen. Es blieb oft oberflächlich,da man eigentlich immer nur was trinken gehen war und ein bisschen quatschte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es von der anderen Seite auch nicht so recht gewollt war. Naja letztendlich muss man sich mit dem Melden auch irgendwie die Selbstwürde bewahren - Stichwort: Bedürftig wirken 🙂
 
Hallo

Das kennne ich auch,oder wenn man schreibt dann schreiben einige nicht zurück. Ich schreibe mit zwei Freunden regelmäßig und die schreiben auch von sich aus..

Lles andere sind einfach oberflächliche Bekannte..
 
@
Alböguhl
Irgendwie kann ich dir nicht so ganz folgen, was willst du damit sagen?
Wieso sollte es dumm sein wie die IHR Leben einrichten wie es für Sie sinnvoll ist.
Tust du doch auch, oder bist du wie andre dich haben wollen?
Das Freunde und Bekannte ja auch Ihre Aufgaben und Familien-leben haben, nicht so viel freie Zeit wie ein alleinstehender.
Die haben eigen Interessen und Ihren Alltag zu bewältigen.
Wie gesagt Freundschaften sind keine Partnerschaften.
„Das erste Gesetz der Freundschaft lautet, daß sie gepflegt werden muß.
Das zweite lautet: Sei nachsichtig, wenn das erste verletzt wird.“

– Voltaire
 
Die haben eigen Interessen und Ihren Alltag zu bewältigen.
Wie gesagt Freundschaften sind keine Partnerschaften.
„Das erste Gesetz der Freundschaft lautet, daß sie gepflegt werden muß.
Das zweite lautet: Sei nachsichtig, wenn das erste verletzt wird.“

– Voltaire
Das stimmt, wenn eine Freundschaft Substanz hat.
Nachsichtigkeit hat aber auch Grenzen.
 
Und ganz ehrlich, das ist mir dann auch egal, wie es in denen aussieht...interessiert es die ob ich einsam bin und es mir schlecht geht?

Meiner Erfahrung nach interessiert sie das eher wenig. Ein Problem ist, dass Menschen mit einem geringen Nähebedürfnis sich fast immer im Recht sehen und erwarten, dass Personen mit einem stärkeren Bedürfnis nach Nähe sich anpassen. Hierzulande haben leider nicht wenige Menschen große Probleme mit Nähe.


Aber was mich mal auch noch interessieren würde, was denkt ihr, sind die Leute eigentlich glücklich,
mit dem ganzen Meiden von Kontakten und dem Einigeln?

Teilweise schon, bei manchen habe ich den Eindruck, dass das reiner Selbstschutz ist. Dass sie von ehemaligen Freunden verletzt/enttäuscht wurden und sich lieber nicht mehr auf so enge Bindungen außerhalb der Familie einlassen möchten, damit ihnen das nicht wieder passiert.
 
Mh, also was mir an mir selber aufgefallen ist, ich brauche fast immer Action oder andere Leute.
Ich wäre auch gern mal so das ich das nicht immer brauche....
Obwohl ich auch mal gerne alleine bin, aber ich muss dann immer Facebook oder so schauen...also immer was neues. Manchmal denke ich es ist so anerzogen oder die Welt ist so, das nie Stillstand
ist und man braucht das einfach mittlerweilen...
Mir fällt es schwer wenn das nicht der Fall ist. Ich denke auch ich müsste MEHR lernen
mit mir alleine oder mit meinen Mann zu sein. Oder er auch. Ihm gehts genauso wie mir

Und wo ich auch immer ein schlechtes Gefühl habe ich wenn ich öfters bei seinen Bekannten/Freunden dabei bin, da komm ich mir als Anhängsel vor...kennt ihr das Gefühl? Das sind irgendwie dann nicht meine Freunde? ;-)
 
Mh, also was mir an mir selber aufgefallen ist, ich brauche fast immer Action oder andere Leute.
Ich wäre auch gern mal so das ich das nicht immer brauche....

Auch das wäre keine Garantie, damit sich etwas zum Positiven verändert.

Ich muss nicht jede Woche und schon gar nicht mehrmals in der Woche unbedingt Leute treffen.
Ich habe mehrere Interessen, die ich bewusst und gerne alleine ausübe.
Ich lese viele Bücher.
Ich koche supergerne und genieße es, in meiner kleinen Küche neue Rezepte auszuprobieren (auch für mich selbst, wenn gerade kein Besuch angekündigt ist).
Beim Schwimmen bin ich am liebsten alleine, weil ich mich dann wirklich viel bewege und meine Zeit nicht hauptsächlich mit Quatschen verbringe.
Bei trockenem Wetter zieht es mich oft in die Natur, um einen Spaziergang oder eine leichte Wanderung zu machen und zu fotografieren.
Vor Corona und vor meiner Beziehung bin ich ab und zu mal am Wochenende in irgendwelche Städte gefahren und habe dort vieles fotografiert (ich interessiere mich für Architektur).
Ich kann durchaus alleine in ein Museum oder in eine Ausstellung gehen und habe Freude daran.
Ich war schon öfters alleine im Urlaub und hatte vor allem an den Individualreisen großen Spaß.

Wie du siehst, kann ich mich durchaus gut alleine beschäftigen und bin nicht auf andere angewiesen, wenn ich etwas unternehmen möchte. Wenn ich Lust auf eine Aktivität habe, dann zieh´ ich das durch - und wenn sich niemand anschließt, dann mache ich das alleine. Trotzdem fanden meine Mitmenschen mich deswegen nicht interessanter und haben sich nicht öfter bei mir gemeldet, um ein Treffen auszumachen. Trotzdem war ich jahrelang die meiste Zeit alleine und wurde nur alle paar Monate mal kontaktiert. Es lag ebenso wenig an mir, so wie es jetzt an dir liegt. Die Menschen sind halt so.
 
Aber es gibt doch so viele Gruppen/Bekannte man sieht sie immer in der Stadt. Ich dachte oft, dass ab einem gewissen Alter, oder wenn man wo neu anfängt (neue Stadt), man die Arschkarte gezogen hat. Ich empfindes es so, dass viele Menschen bereits "besetzt" sind, d.h. sie brauchen gar keine neuen Leute mehr. Ihr Kreis ist/ steht fest und deshalb nur sporadisches melden und nicht wirklich einlassen auf Freundschaften/Bekanntschaften, weil ja kein wirklicher Bedarf da ist.
 
Viele Menschen, die sich wenig bis gar nicht von sich aus melden und sich trotzdem auf irgendwelche Vorschläge einlassen, machen das nicht immer, weil sie große Lust darauf haben. Sie machen das oftmals, weil sie die andere Person nicht enttäuschen möchten und Angst vor Streit haben, wenn sie "Nein" sagen. Sie sagen "Ja", um Ärger zu vermeiden und tun so, als ob sie dasselbe wollen wie die aktive Person. Wenn sich eines Tages "was Besseres" bietet (in den meisten Fällen ein fester Partner), dann wird die aktive Person mit Ausreden wie Stress in die Warteschleife gepackt und fällt dann aus allen Wolken, wenn sie erfährt, wie es im Inneren der passiven Person wirklich aussieht.
Genauso sehe ich das auch. Man machte sich meines Erachtens etwas vor, wenn man sich einredet, es würde einem nichts ausmachen, immer diejenige zu sein, die sich meldet, Hauptsache, man hat Kontakt. Aber langsam und stetig nagt es am Selbstwertgefühl und zerstört dieses allmählich, ob man es sich eingestehen will oder auch nicht.

Ich habe diese Erfahrung auch mit meiner ehemaligen früheren Schulfreundin "aus gutem Hause" gemacht. Der Kontakt hat sich auch nicht wirklich wiederbeleben lassen. Mail der Schulfreundin ein paar Wochen vor Ostern 2019 zu meinem Geburtstag (weil ich ihr nach monatelanger Funkstille zu ihrem kurz vorher noch gratuliert hatte): "2018 haben wir uns wohl gar nicht gesehen? Das soll dieses Jahr nicht wieder passieren. Aber besser erst nach Ostern." Antwort Sarnade: "Ja, melde dich doch nach Ostern bei mir, wenn du Zeit hast; ich glaube, du hast noch mehr um die Ohren als ich." Eine "Meldung" kam weder nach Ostern 2019 noch nach Ostern 2020, nämlich bis heute nicht. Ich habe seitdem nie wieder etwas von dieser Frau gehört, auch nicht zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Und ich habe keine Lust mehr darauf, dass sich jemand nur aus Pflichtgefühl oder Mitleid mit mir trifft und mich zwischendurch mit verlegenen bzw. verlogenen Ausreden abspeist. Dann lieber gar nicht mehr. Für mich ist dieser Kontakt beendet; ich werde ihn auch nicht wieder aufnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber was mich mal auch noch interessieren würde, was denkt ihr, sind die Leute eigentlich glücklich,
mit dem ganzen Meiden von Kontakten und dem Einigeln?
Keine Ahnung, aber es ist mir auch egal. Hauptsache, die Menschen, die es verdient haben, sind glücklich. Warum soll ich mir Gedanken darüber machen, ob Leute, die einen Scheißdreck um mich geben, glücklich sind?
 

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