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Warum melden sich Bekannte/Freunde fast nie von selber?

Frustriert bin ich trotzdem...vielleicht sitzt auch was tiefer in mir...ich weiß nicht.. komme irgendwie
nicht klar damit....viell. kommt es daher das ich früher bei meinen Eltern immer das Nesthäkchen war...
und mir mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde als mein Bruder???
Ich wäre auch gern jemand, der fast keine Leute braucht. Geht aber nicht...

Hat Jemand noch einen Tipp wie ich damit klar komme?
 
Ich werde mir halttauch einen Beschäftigung suchen müssen, damit ich nicht soviel auf Leute für meine Freizeit angewiesen bin.......naja...was will man machen.

Du kannst einer Beschäftigung nachgehen, bei der du mit Menschen zusammenkommst. Z. B. kannst du einem Verein beitreten oder dich zu Kursen der Volkshochschule anmelden. Dann bist du definitiv öfter unter Menschen. Nur solltest du dir keine großen Hoffnungen machen, dass sich echte Freundschaften daraus entwickeln. Ganz unmöglich ist das nicht, aber man kann es nicht erzwingen. In erster Linie solltest du dich wegen der Interessen für die Beschäftigung entscheiden, nette Leute sind nur ein schöner Nebeneffekt.


Frustriert bin ich trotzdem...vielleicht sitzt auch was tiefer in mir...ich weiß nicht.. komme irgendwie
nicht klar damit....viell. kommt es daher das ich früher bei meinen Eltern immer das Nesthäkchen war...
und mir mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde als mein Bruder???

Ich war zu Hause nicht das Nesthäkchen, habe aber trotzdem immer viel Aufmerksamkeit bekommen. Das ist eine Riesenumstellung, wenn du später den Großteil deiner Freizeit alleine verbringen musst.
Versuche doch, auch auch die positiven Seiten zu sehen: Immerhin hast du einen Mann. Es gibt sehr viele einsame Singles, die nach Feierabend und am Wochenende keinen Gesprächspartner haben.
 
Außer den Tipps von Zauberfee würde ich mir ein Hobby anschaffen, das mich ablenkt und für das ich nicht auf andere Menschen angewiesen bin. Lies z.B. Biographien oder musiziere, falls es dir liegt. Das geht allein und mit anderen. Und ich würde meine Einstellung ändern: Bekannte, mit denen du ab und zu etwas Smalltalk machen kannst oder die du nur in einem Verein triffst, müssen genügen. Verabschiede dich von der Vorstellung, dass du unbedingt Freunde brauchst. Viele andere Menschen haben auch keine, sondern tun nur so, als ob.
 
Mir ist noch etwas eingefallen: Lebst du in einer Stadt oder auf dem Land? In Großstädten hast du mehr Möglichkeiten, etwas zu unternehmen und mit Menschen in Kontakt zu kommen. Aber meistens bleibt es bei einem oberflächlichen Kontakt. Auf dem Land sind die Menschen insgesamt weniger oberflächlich und legen mehr Wert auf Freundschaften.
 
Außer den Tipps von Zauberfee würde ich mir ein Hobby anschaffen, das mich ablenkt und für das ich nicht auf andere Menschen angewiesen bin. Lies z.B. Biographien oder musiziere, falls es dir liegt. Das geht allein und mit anderen. Und ich würde meine Einstellung ändern: Bekannte, mit denen du ab und zu etwas Smalltalk machen kannst oder die du nur in einem Verein triffst, müssen genügen. Verabschiede dich von der Vorstellung, dass du unbedingt Freunde brauchst. Viele andere Menschen haben auch keine, sondern tun nur so, als ob.

Genau. Smalltalk mit anderen Menschen ist immer ganz nett, erfrischend wie ein Regenschauer, die Gelegenheit sollte man nach Möglichkeit wahrnehmen. Alles Wesentliche jedoch muss man sich selber geben, das können andere nicht für einen tun, das darf man nie und nimmer erwarten. Mit der Erkenntnis lebt es sich dann besser.

"Man kann den Wind nicht einladen, aber man kann das Fenster offen halten." Engere Kontakte können sich durchaus ergeben, lassen sich aber niemals erzwingen.
 
ja @zauberfee das stimmt, ich kann es irgendwie nicht akzeptieren...es nagt in mir....
Ich lebe in einer Kleinstadt...also eher Land würde ich sagen...aber ich merke nichts davon das hier mehr
Wert auf Freundschaften gelegt wird...mir hat mal jemand erzählt, der in eine Großstadt gezogen ist, da war es noch schwerer Leute kennenzulernen, weil alles anonym ist...obwohl mehr los ist...

ja @ Sarnade, stimmt gibt es bestimmt...aber oft sehe ich Leute die dann zusammen oft was machen, da habe ich den Eindruck das es auch klappt.
Aber viell. sieht man das nur immer und bekommt einen falschen Eindruck durch Leute die was posten oder so und es sind nur wenige Momente aus Ihrem Leben...

Aber ihr habt Recht werde meine Ansprüche wohl runterschrauben müssen, viell. dauert das einfach noch...ich fühle mich halt manchmal als wäre ich falsch....weiß auch nicht...und das ist denke ich wichtig, das ich mich selbst mag und es nicht von anderen abhängig mache..
Aber ich sehe es jetzt so, zumindest habe ich Leute und bei denen melde ich mich wenn ICH will...

Es verändert sich auch mit dem Alter...vorher sind wir immer weggegangen haben gefeiert und je älter wir werden desto weniger wird das...evtl. komm ich damit noch nicht klar...keine Ahnung..

Bin natürlich auch mehr mit meinem Mann zusammen als mit anderen...ist ja klar...aber es geht mir um das ab und zu und nicht um das tägliche....
 
Zuletzt bearbeitet:
mir hat mal jemand erzählt, der in eine Großstadt gezogen ist, da war es noch schwerer Leute kennenzulernen, weil alles anonym ist...obwohl mehr los ist...

Das stimmt. In der Großstadt ist zwar das Angebot an Vereinen und Volkshochschulkursen viel größer, aber das sind in erster Linie Interessensgemeinschaften und keine Freundschaften.


Aber viell. sieht man das nur immer und bekommt einen falschen Eindruck durch Leute die was posten oder so und es sind nur wenige Momente aus Ihrem Leben...

Meinst du Facebook, Instagram und Co.? Lass´ dich bitte davon nicht täuschen. Oft geht es nur um den schönen Schein, den die Leute wahren möchten. Viele Dinge, welche gepostet werden, entsprechen nicht der Wahrheit.

Über mein Hobby habe ich vor einigen Jahren eine Frau kennengelernt, die dann auf Facebook öfters so getan hat, als wären wir die besten Freundinnen. Dabei war das nie der Fall, wir kennen uns kaum. Die Frau wohnt mehrere 100 km von mir entfernt. Mit ihrem Ex-Mann habe ich etwas mehr Kontakt, sie habe ich vor Corona nur so 1x im Jahr gesehen. Das liegt daran, dass sie nur selten eine Hobbyveranstaltung besucht. Natürlich hatte ich Interesse, sie besser kennenzulernen. Aber sie wollte mir nicht ihre Telefonnummer geben und im Chat war sie immer ganz kurz angebunden, sodass ich sie nach dem 3. Kontaktversuch nicht mehr angeschrieben habe.

Ich habe die Frau und ihren Ex-Mann kennengelernt, als sie noch zusammen waren. Als sie dann auf Facebook die Trennung bekannt gab, war ich sehr überrascht. Die Frau hat auf Facebook jahrelang so getan, als ob sie eine wunschlos glückliche Ehe führte. Und dann war auf einmal alles vorbei. Danach hat sie lange so getan, als ob sich ihr Ex zu einem sehr engen platonischen Freund entwickelt hätte. Von ihm weiß ich aber, dass das auch nie so war, weil die Frau sich nach der Trennung nur noch bei ihm gemeldet hat, wenn sie irgendwelche Formalitäten bzgl. der Scheidung klären wollte. Es gibt noch weitere Leute, von denen ich dachte, sie wären gute Freunde von dieser Frau. Aber auch diese Menschen behaupten, dass sie das nur im Internet so darstellt. In Wirklichkeit verbringt sie ihre Freizeit nur mit ihrem jetzigen Partner und besucht sporadisch ihre Eltern.


Es verändert sich auch mit dem Alter...vorher sind wir immer weggegangen haben gefeiert und je älter wir werden desto weniger wird das...evtl. komm ich damit noch nicht klar...keine Ahnung..

Das kenne ich nur zu gut. In meinen 20ern war ich ständig unterwegs. Jeden Freitag, jeden Samstag, oft auch unter der Woche. Langeweile war für mich ein Fremdwort. Ich habe mein Leben in vollen Zügen genossen.

Bitte mache nur nicht den Fehler und vernachlässige auf keinen Fall dich selbst und dein eigenes Leben, nur weil du keine echten Freunde hast. Ich habe mich in den letzten Jahren, bevor ich meinen heutigen Freundeskreis traf, leider sehr hängenlassen und ca. 30 kg zugenommen, die ich gerade wieder abspecke. Du bist diejenige, die für dich sorgen und dir was Gutes tun sollte. Und du solltest immer der wichtigste Mensch in deinem Leben sein.
 
Danke, jetzt geht es mir wenigstens schon ein bisschen besser. Ich denke ich brauche einfach auch
Bestätigung das es nicht an mir liegt-

Ich gehe jetzt nach dem Motto "weniger (erwarten) ist mehr" , das gilt für die Freunde und für das ganze Leben wahrscheinlich

Ich sehe es jetzt so positiv, das ich Leute habe bei denen ich mich melden kann wenn ich das möchte und
wenn die sich melden ist das ein zuckerchen.
Gleichzeitig halte ich Ausschau wenn sich was ergibt, Freundschaften oder Bekannte ist das schön und
gut und ich schätze es....
So geht es mir besser...
 
Für mich ist das eine einfache Rechnung: entweder kleines Leid durch angeknacksten Stolz, weil man jemandem nachlaufen musste oder GROßES Leid, weil man einsam ist. Ich finde Stolz wird in unserer Gesellschaft überbewertet. Für mich ist Stolz etwas anderes. Für mich bedeutet das zu erkennen was mich im Leben glücklicher macht, entweder Zeit mit Leuten zu verbringen oder allein zu bleiben. Und wenn ich dann erkenne, dass soziale Kontakte mich glücklicher machen, selbst wenn diese Kontakte vielleicht nicht den gleichen Wert auf mich legen wie ich auf sie und ich dann bedürftig wirke, dann darüber zu stehen und sich nicht darum zu scheren was andere denken - das ist für mich echter Stolz.
 
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