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Verlassene Eltern

Eltern lieben ihre Kinder sehr...
Bevor Eltern den Kontakt zu ihren Kindern abbrechen, muss extrem viel passieren..


und und und

Ich bin Kind - aber ich bin diese "wälzen wir es auf die Erwachsenen ab"-Tour so dermaßen satt...

ist es ein abwälzen? Ist es nicht ein suchen nach der eigenen Geschichte?

Vielleicht auch der Grund, dass ich mit "Sozialarbeit" im Allgemeinen nicht sonderlich viel anfangen kann...-.-

Grade dieser Thread befasste sich damit, dass ein Verlust stattgefunden hat und da kommst du her und postest dieses pseudo-psycho-Zeug - was effektiv keinem hilft.

Es wird nur eines gesagt, der Verlust hat einen Grund...

Auch innerhalb einer Familie, sind Menschen nun mal Menschen - und haben nicht allesamt die gleiche Meinung und Haltung zum Gesamten. So wie in unserer "Gesellschaft" auch.

Hier wird gesagt das einfach keine echte Kommunikation mehr stattfindet...

Manchmal sind Dinge passiert, die wirklich arg waren - das KÖNNEN "schlimme" Eltern sein, die ihre Kinder "falsch" (Thema Missbrauch) behandeln. Das KÖNNEN aber auch "schlimme" Kinder sein, die sich nachts aus dem Haus schleichen, ihre Eltern bestehlen und die Familie ernsthaft in Gefahr bringen (kriminelle Aktionen, Drogen, falsche "Freunde" e t c...)

Kinder werden nicht schlecht geboren..

Manchmal ist es aber auch einfach der Mensch und es gibt überhaupt nicht DEN Grund.

Was mich an diesen "sozialen" Schablonen - mit denen Du da um dich wirfst - am allermeisten ankotzt, sind die Leute, die auch noch wirklich meinen, dass diese irgend einem bei der Bewältigung seines Verlustes "helfen".

Zuhören kann immer helfen oder?

Menschen ändern sich - und manchmal in einem ungleichen Tempo, sodass sie sich von einander entfremden. Da ist es die Zeit, die einen Kontakt irgendwann wieder möglich werden lassen kann - nicht das Graben nach Gründen, weil, dass sich für andere ändern überhaupt keinen langfristigen Zweck erfüllt, sagt dir nicht nur jede Lebensphilosophie, sondern vor allem der gesunde Menschenverstand!

Von alledem abgesehen: wenn man verlassen hat - oder aber verlassen wurde, so hat das überhaupt gar nichts mit Liebe zu tun.

Ich für meinen Teil liebe meine Schwester sehr - und ich weiß, auch meine Mutter hat meine Schwester geliebt. So sehr, dass wir immer Angst und Bange waren, wenn wir mal wieder monatelang nichts von ihr gehört oder gesehen haben.

Aber der Alltag hat gezeigt, ein "Miteinander" geht einfach nicht mehr. Wir sind und waren zu weit von einander weg und sind schlicht und ergreifend in unseren Meinungen und Haltungen so grundverschieden, dass es jedem von uns besser geht, wenn wir nicht bei einander sind. Ich habe auch entschieden, dass der Preis zu hoch für mich ist und ich psychisch einfach nicht mehr fähig bin, einem Kontakt meine persönlichen Umstände unterzuordnen.

Ich habe erkannt, wenn meine Schwester nicht einmal durch den Verlust unserer Mutter, die 2012 an Krebs gestorben ist, "wach" wird, dann wird sie es auch nicht aus anderen Gründen werden. Ich wiederum bin auch nicht weiter bereit, mich bestehlen, belügen und hintergehen zu lassen. Ich. Mensch - mit dem Recht auf mein Leben.

Du hast doch die Konsequenz gezogen. Deine Schwester will nicht so sein oder werden wie du... ihr könnt nicht miteinander reden und jetzt ist es ao wie du es willst...

Trotzdem fehlt sie mir jeden Tag den ich morgens aufstehe - und sie bekommt nicht nur einmal am Tag meine ungeteilten Gedanken, die sich fragen, was sie macht, ob sie immer noch Heroin spritzt - lebt und wie es ihr damit geht.



Manchmal sind einfach alle Nerven, Emotionen und Güter aufgebraucht, dass es kurzum nichts mehr gibt, mit dem man einen Einsatz weiter rechtfertigen kann. NUR die Liebe - die hier auch noch einseitig ist - ist nicht im Stande alles andere zu schmälern.

Das mag bei dir so sein, aber nicht bei allen. Wenn deine Schwester nicht mit dir reden will, dann kannst du nichts tun.

Man kann ja nur was ändern wenn beide Seiten bereit sind wirklich offen zu sprechen und nicht einer sich sofort angegangen fühlt.
Könntet ihr Gefühle teilen, so hättet ihr das Problem nicht.

Und auch wenn das abgeklärt und "kalt" klingt - man muss auch selbst noch leben dürfen - auch wenn es manchmal nur noch ohne die "Geliebten" geht.

Das spricht dir keiner ab...

Sicher ist das meine persönliche Erkenntnis die ich habe, weil ich mit diesem Thema auch etwas persönliches verbinde.

Dich als Person möchte ich mit meinem Post nicht angreifen - aber deine weltfremde Haltung, die allem Anschein nach der Auffassung ist, dass man ganz persönliche Emotionen mit einem theoretischen "Handbuch" besänftigt bekommt.

Man sollte sich und seine Emotionen ernst nehmen...

Es ist ja so, Eltern die sagen: Ich weiss gar nicht wieso, die haben nicht zugehört..


Allen Verlassenen gilt weiterhin mein Mitgefühl und ich hoffe sehr, dass ihr nicht wie ich den Schritt wählen musstet, "für immer" verlassen zu bleiben.

Du hast dich entschieden für den Abstand, andere nicht

...
 
Die Eltern waren zuerst da und sind als Erwachsene auf der Welt,wenn sie ein Baby bekommen....
Wenn sie Kinder kriegen ..lassen sich Kinder formen wie eine Teigmasse ,da sich Kinder an den Eltern orientieren, extrem abhängig sind,geliebt werden wollen und nach positiver Anerkennung suchen..
Grade die ersten Lebensjahre sind für Kinder prägend.

Wenn Eltern sagen ..mein Kind hat Schuld ...dann liegt es oft daran,dass sie ihre eigenen Anteile nicht sehen wollen und keine Kritik annehmen können...
In und nach der Pubertät sind die Jugendlichen so wie sie von den Eltern erschaffen wurden...

Viele Eltern können keine guten Eltern sein,weil sie selber schwierige Eltern hatten...

Es wird extrem viel als Familienverhaltensmuster , Konfliktlösungsmuster und Bindungsmuster in den Familiengenerationen wiederholt .....Oder Eltern wiederholen das extreme Verhalten nur auf der anderen Seite ..
( Z.B. eine Mutter welche als Kind zu wenig Liebe bekam..klammert nun an ihrem Kind....das ist genauso schlimm )

Auch Suchtabhängigkeiten von den Eltern, eigene psychische Probleme, Beziehungskonflikte wirken sich auf Kinder oft negativ aus

oder Sätze wie....du erinnerst mich an deinen ollen Vater.....oder deine Geburt war so schlimm.....Kind du hast an allem Schuld.......sei nicht so faul.......was könnten die Nachbarn oder
Fr Xyz denken.....oder deine Schwester liebte ich mehr als dich....oder du musst für mich da sein und mir helfen....
 
Wenn Jugendliche krimininell werden und drogenabhängig .d.h selbstzerstörerisch.....so hat es eine lange Vorgeschichte.....
Wenn Eltern mit ihrem Kind schwierig umgegangen sind...so können manche Kinder später noch viel schrecklicher werden als es ihre Eltern je waren....
Aber wie bereits geschrieben...Eltern waren zuerst da...welche ihr kleines extrem abhängiges Baby zu dem Menschen formten,welcher er später als Erwachsener geworden ist.
Als Erwachsener sollte man natürlich sein eigenes Leben in die Hand nehmen,selbständig und unabhängig werden,Therapie machen,usw..um nicht den eigenen Kinder wieder unreflektiert und unbewusst zu schaden durch die eigene schwierige Kindheit und Elternbeziehung...

Kein Kind wird als schlechter Mensch geboren...

Was hilft Eltern von drogenabhängigen Kindern ?

Z.B. Dass sie zum Kind sagen dass es ihnen leid tut...dass dies und jenes in der Kindheit ihrer Tochter / Sohnes leider schief gelaufen ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Cucaracha,

das Wissen um diese Zusammenhänge wirkt sehr verunsichernd auf mich.

Deshalb blocken Eltern die damit komfrontiert werden auch HART ab.
So wie meine..

Und in mir keimt mit fast 40 folgende Frage:

Bin ich in der Lage diese Verantwortung zu übernehmen?
Wissend das ein unbedachter Satz Wunden hinterlassen kann? Glaubenssätze des Kindes ausmachen kann?

Wissend das ich einen Menschen total ruinieren kann wenn ich das Kind einfach nebenbei laufen lasse?

Habe ich die Reife? Bin ich mir meiner eigenen Muster bewusst damit ich diese nicht widerhole?

Rascas
 
Rascas, deine Analyse ist Mist. Und ganz persönlich fühle ich mich von Dir regelrecht geprellt und belächelt - was ich ganz weltlich gesprochen nicht verdiene, wo wir uns nicht kennen und uns hier in einem "Hilfeforum" befinden - nicht im ersten Semester Germanistik Thema: Textanalyse.

Ich reagiere, weil ich ein Problem mit dem "Rechtfertigen" habe und zu Dingen, die man mir "entgegen schmeißt" etwas hinzufügen muss, wenn ich erkenne, dass deren Gehalt einfach "lückenhaft" ist.

So...

Ich habe nie
- behauptet, dass meine Schwester und ich nicht sprechen konnten - und uns unsere Gefühle nicht gezeigt haben.

- gemahnt, dass es bei jedem so sein muss.

Ich habe betont von meiner Erfahrung geschrieben - und meiner Meinung von dem vorhergehendem Post.

Auch habe ich nie behauptet, Kinder würden schlecht geboren. Ich habe lediglich darauf hingewiesen das auch bei den "besten" Eltern Mist herauskommen kann - und Kinder aufgrund von äußeren Einflüssen (Schule, Freunde, Gelegenheiten) eine "Veränderung" erleben und in eine - von den Eltern fremde - Richtung blicken KÖNNEN, die dann ursächlich für etwaige Probleme innerhalb der Familie sein kann.

Meine Schwester die nicht so sein und werden will wie ich (wo hast du das überhaupt her?!) ist am Rande meine "große" Schwester und ich wollte immer so sein wie sie; bis sie sich dazu entschieden hat einen Trip zum Bahnhof samt Heroin zu unternehmen.

Erzähl mir also bitte nichts von Konsequenzen die ich wollte - dazu habe ich zu lange um meine Schwester und einen Kontakt gekämpft und meine eigene Überzeugung hinten an gestellt. Überhaupt habe ich menschlich zu viel geleistet als das es rechtens wäre in einem ehrlichen Post derartige "Thesen" aufgestellt zu bekommen - die durch deine "Meinung" gespickt, den wahren Gehalt meiner Äußerungen schmälern - und sogar falsch darstellen.

Ich frage mich, ob Du auch eines dieser Kinder bist, dass nie etwas "falsch" gemacht hat und einfach nur "böse" Eltern hat - oder ob du dich hier her verlaufen hast und unwissend dazu berufen bist, "Verlassenen" deren Geschichte "anders" zu erzählen.

Entgegen deiner verleumdenden Thesen bewundere ich die Standhaftigkeit vieler Eltern - die heute noch nach vielen Jahren die Hoffnung auf einen besseren Umgang mit ihren Kindern haben, eine gesunde Selbstwahrnehmung besitzen und dementsprechend agieren.

Mit mehr Energie hätte ich es ihnen gerne gleich getan!

Ebenso bewundere ich viele der Kinder - die sich nach Jahren der Selbstaufgabe dazu losreißen konnten, effektiv ohne ihre Eltern zu leben - wenn auch mit dem nötigen "Verlustschmerz", der eben ohne die Wurzeln aufkommt.

Niemandem spreche ich dazu irgendwelche Gründe ab.

Ich persönlich halte nur nichts von vorgefertigten Gründen - da sie eben, auf die Situation gemünzt, immer transzendent und subjektiv sind, sofern kein Missbrauch vorhanden gewesen ist.

Ich sollte es mir jedoch abgewöhnen in einem "persönlichen Forum", wie diesem hier, auch wirklich "persönlich" zu schreiben - da ich nicht akzeptieren mag von Nichtwissern derartig diffamiert zu werden.

In diesem Sinne,
dreamy


Und cucaracha,

das was Du schreibst hat sicher den ein oder anderen "wahren" Gehalt. Eltern zuerst - Kinder werden geformt - alle sind beteiligt, wer die Beteiligung abstreift ist resistent gegenüber der Erkenntnis 1. Eltern dann 2. Kinder.

Müssen Eltern also z.B. viel Arbeiten und haben dadurch wenig Zeit ihre Kinder zu "erziehen", sind sie es selbst "Schuld", wenn es schief geht. begiffen.
Bleiben Eltern zuhause und kümmern sich vollends liebevoll nur und ausnahmslos um ihre Kinder, dann ist es eben nur der "gesellschaftliche" Faktor der einen Knick bekommt. auch begriffen.

In der Theorie mag das die Lösung aller Probleme darstellen - praktisch hat es für mich aber dennoch wenig mit diesem, einstig persönlichem, Post zu tun.

Ich bemerke, das ist ein "Kampf gegen Windmühlen", den ich nicht bestrebt bin zu führen. Daher -

dreamy
 
Ich antworte dir gerne auch wenn es ein Zitiermonster wird. Sorry dafür..

Rascas, deine Analyse ist Mist. Und ganz persönlich fühle ich mich von Dir regelrecht geprellt und belächelt - was ich ganz weltlich gesprochen nicht verdiene, wo wir uns nicht kennen und uns hier in einem "Hilfeforum" befinden - nicht im ersten Semester Germanistik Thema: Textanalyse.

Ich reagiere, weil ich ein Problem mit dem "Rechtfertigen" habe und zu Dingen, die man mir "entgegen schmeißt" etwas hinzufügen muss, wenn ich erkenne, dass deren Gehalt einfach "lückenhaft" ist.

Nein sie ist kein Mist. Sry. Und du brauchst dich nicht rechtfertigen, denn ich habe dich nicht angegriffen..

So...

Ich habe nie
- behauptet, dass meine Schwester und ich nicht sprechen konnten - und uns unsere Gefühle nicht gezeigt haben.

Aber es muss doch so sein, das JETZT einer von beiden sich einer ehrlichen Kommunikation entzieht..das du das bist habe ich nicht gesagt..

- gemahnt, dass es bei jedem so sein muss.

Ich habe betont von meiner Erfahrung geschrieben - und meiner Meinung von dem vorhergehendem Post.

Auch habe ich nie behauptet, Kinder würden schlecht geboren. Ich habe lediglich darauf hingewiesen das auch bei den "besten" Eltern Mist herauskommen kann - und Kinder aufgrund von äußeren Einflüssen (Schule, Freunde, Gelegenheiten) eine "Veränderung" erleben und in eine - von den Eltern fremde - Richtung blicken KÖNNEN, die dann ursächlich für etwaige Probleme innerhalb der Familie sein kann.

Da teile ich deine Meinung nicht. Wer in den ersten Jahren seines Lebens (an die wir uns nicht erinnern) Respekt erfahren hat wird respektieren, wer Vertrauen hatte wird vertrauen und es wird nicht so schlimm werden..
Gerade die falschen Freunde, es gibt Kinder die dieser Verlockung widerstehen können, die das durchschauen... Wer hat ihnen das Rüstzeug gegeben?
Sucht ist für mich ein starken Symptom für das Fehlen eines wichtigen Bestandteils in der frühkindlichen Entwicklung..


Meine Schwester die nicht so sein und werden will wie ich (wo hast du das überhaupt her?!) ist am Rande meine "große" Schwester und ich wollte immer so sein wie sie; bis sie sich dazu entschieden hat einen Trip zum Bahnhof samt Heroin zu unternehmen.

Kennst du ihre Gründe warum die das getan hat?
Wenn sie es wollen würde dann wäre sie heute bei dir und im Entzug.
Es wird seine Gründe haben warum sie das nicht ist.

Oft lastet auf dem erstgeborenen Kind viel Druck.
Eltern lieben es wenn es so ist wie die Eltern es haben wollen.. alle Wünsche sind auf das Kind projeziert.
Und irgendwann , vielleicht mitten in der Sucht realisiert das Kind das es niemals echt war. Es selbst sein durfte.
Wenn du das und das machst haben wir dich lieb.. und das geht ganz subtil..

Das zu erkennen, zu sehen wie es in seiner eigenen Familie war tut sehr sehr weh....
Du hast daran doch keine Schuld. Du musst schauen wie dein Leben weitergehen kann.


Erzähl mir also bitte nichts von Konsequenzen die ich wollte - dazu habe ich zu lange um meine Schwester und einen Kontakt gekämpft und meine eigene Überzeugung hinten an gestellt. Überhaupt habe ich menschlich zu viel geleistet als das es rechtens wäre in einem ehrlichen Post derartige "Thesen" aufgestellt zu bekommen - die durch deine "Meinung" gespickt, den wahren Gehalt meiner Äußerungen schmälern - und sogar falsch darstellen.

Ich habe die Thesen weitergegeben an die ich glaube.
Das Kinder von ihren Eltern geprägt werden.

Ich glaube dir sofort das du gekämpft hast, gewollt hast und getrauert. Aber deine Schwester will nicht dasselbe wie du.

Aber verstehst du, oder versuchst du zu verstehen warum deine Schwester ist was sie ist?

Ich denke wenn du " das Drama des begabten Kindes" und "du sollst nicht merken" von Alice Miller lesen würdest, würdest du weinen aufgrund dessen was in dir hochkäme...

Du bist doch nur die Schwester die mit dem was aus deiner Schwester geworden ist zurechtkommen muss.

Aber für dich ist deine Schwester falsch. Sie wurde nicht wach durch den Tod der Mutter....schriebst du..
Sie muss ich ändern, sie ist falsch wie sie selbst ist. Meinst du das kennt sie nicht aus ihrer Kindheit?


Ich frage mich, ob Du auch eines dieser Kinder bist, dass nie etwas "falsch" gemacht hat und einfach nur "böse" Eltern hat - oder ob du dich hier her verlaufen hast und unwissend dazu berufen bist, "Verlassenen" deren Geschichte "anders" zu erzählen.

Ich bin eines der Kinder die durchaus Dinge falsch gemacht hat. Welches mit viel Schmerz an seiner Vergangenheit arbeitet. Ich finde du malst da schwarz weiss.
Ich bin ein Kind welches fast seine Eltern verlassen hat. Ich habe es nicht gemacht, da ich zwar schmerzlich weiss was geschehen ist (zum grossen Teil), aber alle Eltern machen Fehler.

Wir liefen als Kinder nebenbei. Niemand hat sich je darum geschehrt wie es in meinem inneren Aussah. Ein Kind mit Kinderproblemen die eh keine Prio haben. Und das Verhalten sicher so ändern werden das Mami und Papi es auch lieb haben. Sich verbiegen und sich verbiegen als Kind bis man fast zerbricht.
Erzähl mir nichts über meine Seele. ok?

Entgegen deiner verleumdenden Thesen bewundere ich die Standhaftigkeit vieler Eltern - die heute noch nach vielen Jahren die Hoffnung auf einen besseren Umgang mit ihren Kindern haben, eine gesunde Selbstwahrnehmung besitzen und dementsprechend agieren.

Und ich glaube keinem Elternteil das sagt es weiss nicht wieso.
Wenn du diese Sachen liest, dann liest man immer, ich habe nichts falsch gemacht, es war immer alles toll.
Alleine das kann schon nicht sein, das ist nirgends so.

Vielleicht brauchst du das Denken noch weil es viel zu schmerzhaft wäre seine eigenen Eltern zu hinterfragen...


Mit mehr Energie hätte ich es ihnen gerne gleich getan!

Wenn deine Schwester nicht will kannst du nichts tun, ausser zu versuchen zu verstehen warum sie so ist. Die beiden Bücher wären ein Anfang..

Ebenso bewundere ich viele der Kinder - die sich nach Jahren der Selbstaufgabe dazu losreißen konnten, effektiv ohne ihre Eltern zu leben - wenn auch mit dem nötigen "Verlustschmerz", der eben ohne die Wurzeln aufkommt.

Du meinst Selbstaufgabe während der Zeit als die Eltern erzogen haben oder was?
Das verstehe ich nicht..


Niemandem spreche ich dazu irgendwelche Gründe ab.

Ich persönlich halte nur nichts von vorgefertigten Gründen - da sie eben, auf die Situation gemünzt, immer transzendent und subjektiv sind, sofern kein Missbrauch vorhanden gewesen ist.

Was ist Missbrauch, wie definierts du Missbrauch? Es ist so relativ. Es ist schon Missbrauch einem Kind zu suggerieren das man es nicht lieb hat wenn es nicht das oder das macht oder so oder so ist.
Ein Kind ist auf dich angewiesen, zu 10000 % Abhängig...


Ich sollte es mir jedoch abgewöhnen in einem "persönlichen Forum", wie diesem hier, auch wirklich "persönlich" zu schreiben - da ich nicht akzeptieren mag von Nichtwissern derartig diffamiert zu werden.



In diesem Sinne,
dreamy


Und cucaracha,

das was Du schreibst hat sicher den ein oder anderen "wahren" Gehalt. Eltern zuerst - Kinder werden geformt - alle sind beteiligt, wer die Beteiligung abstreift ist resistent gegenüber der Erkenntnis 1. Eltern dann 2. Kinder.

Müssen Eltern also z.B. viel Arbeiten und haben dadurch wenig Zeit ihre Kinder zu "erziehen", sind sie es selbst "Schuld", wenn es schief geht. begiffen.

Bleiben Eltern zuhause und kümmern sich vollends liebevoll nur und ausnahmslos um ihre Kinder, dann ist es eben nur der "gesellschaftliche" Faktor der einen Knick bekommt. auch begriffen.

Du kannst genausoviel Schaden zu Hause anrichten. Du hast die Thesen nicht verstanden.

Widerholungszwang, innere Bedürftigkeit, all diese vernichtenden Dinge haben keinen Zusammenhang damit ob du zu Hause bist..


In der Theorie mag das die Lösung aller Probleme darstellen - praktisch hat es für mich aber dennoch wenig mit diesem, einstig persönlichem, Post zu tun.

Ich bemerke, das ist ein "Kampf gegen Windmühlen", den ich nicht bestrebt bin zu führen. Daher -

dreamy
 
Zu deinem Post.

Es ist die Entscheidung deiner Schwester nicht da zu sein..
Du kannst nur versuchen sie zu verstehen..

Ich schätze das grösste Problem an meinen Thesen ist folgendes:

Wenn du diese akzeptierst dann musst du deiner verstorbenen Mutter eine Verantwortung an der Entwicklung deiner Schwester geben.

Und wenn du deine Beziehung zu deiner Mutter hinterfragst kommt dir das vor wie Hochverrat..
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Buch : Am Anfang war Erziehung von Alice Miller ist sehr gut.

Rascas : Ich finde deine Beiträge auch sehr gut....

Dreamy :
Mir sind verschiedene Familien bekannt in denen ein Kind drogenabhängig wurde....zu ca. 90 Prozent war es das älteste Kind.
Die ältesten Kinder sind meistens die verhaltensauffälligsten ..bei den nächsten Kindern haben die Eltern schon etwas dazu gelernt....und die jüngeren Kinder lernen durch ihre älteren Geschwister..
Jüngere Kinder bekommen oft mehr Aufmerksamkeit von den Eltern.

Auch kenne ich die Sätze wie ....Freunde ,Schule usw.....sind schuld...

Um das Verhalten deiner Schwester zu verstehen müsste Fragen für dich persönlich oder mit den Eltern geklärt werden z,B.....

Wie war Schwangerschaft ;Geburt ?

Wie war sie im Kleinkind und Schulkindalter ?

Hatte sie das Gefühl zu kurz zu kommen,unverstanden zu sein und zuviele Aufgaben zu übernehmen und weniger geliebt worden zu sein durch die jüngeren Geschwister ?

Wie war ihre emotionale Beziehung zu den Eltern hinter der Fassade ?
Und die Beziehung der Eltern zu ihr ?

Haben die Eltern ein Suchtverhalten ?

Wie verhielten sich die Eltern und die Schwestern in Problemsituationen ?

Wie war die Beziehung zwischen den Eltern ?

Wann und wodurch begann die Schwester Probleme zu haben ?

Konnten die Eltern Kritik von der Schwester annehmen und sie verstehen ?
 
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