Eltern lieben ihre Kinder sehr...
Bevor Eltern den Kontakt zu ihren Kindern abbrechen, muss extrem viel passieren..
und und und
Ich bin Kind - aber ich bin diese "wälzen wir es auf die Erwachsenen ab"-Tour so dermaßen satt...
ist es ein abwälzen? Ist es nicht ein suchen nach der eigenen Geschichte?
Vielleicht auch der Grund, dass ich mit "Sozialarbeit" im Allgemeinen nicht sonderlich viel anfangen kann...-.-
Grade dieser Thread befasste sich damit, dass ein Verlust stattgefunden hat und da kommst du her und postest dieses pseudo-psycho-Zeug - was effektiv keinem hilft.
Es wird nur eines gesagt, der Verlust hat einen Grund...
Auch innerhalb einer Familie, sind Menschen nun mal Menschen - und haben nicht allesamt die gleiche Meinung und Haltung zum Gesamten. So wie in unserer "Gesellschaft" auch.
Hier wird gesagt das einfach keine echte Kommunikation mehr stattfindet...
Manchmal sind Dinge passiert, die wirklich arg waren - das KÖNNEN "schlimme" Eltern sein, die ihre Kinder "falsch" (Thema Missbrauch) behandeln. Das KÖNNEN aber auch "schlimme" Kinder sein, die sich nachts aus dem Haus schleichen, ihre Eltern bestehlen und die Familie ernsthaft in Gefahr bringen (kriminelle Aktionen, Drogen, falsche "Freunde" e t c...)
Kinder werden nicht schlecht geboren..
Manchmal ist es aber auch einfach der Mensch und es gibt überhaupt nicht DEN Grund.
Was mich an diesen "sozialen" Schablonen - mit denen Du da um dich wirfst - am allermeisten ankotzt, sind die Leute, die auch noch wirklich meinen, dass diese irgend einem bei der Bewältigung seines Verlustes "helfen".
Zuhören kann immer helfen oder?
Menschen ändern sich - und manchmal in einem ungleichen Tempo, sodass sie sich von einander entfremden. Da ist es die Zeit, die einen Kontakt irgendwann wieder möglich werden lassen kann - nicht das Graben nach Gründen, weil, dass sich für andere ändern überhaupt keinen langfristigen Zweck erfüllt, sagt dir nicht nur jede Lebensphilosophie, sondern vor allem der gesunde Menschenverstand!
Von alledem abgesehen: wenn man verlassen hat - oder aber verlassen wurde, so hat das überhaupt gar nichts mit Liebe zu tun.
Ich für meinen Teil liebe meine Schwester sehr - und ich weiß, auch meine Mutter hat meine Schwester geliebt. So sehr, dass wir immer Angst und Bange waren, wenn wir mal wieder monatelang nichts von ihr gehört oder gesehen haben.
Aber der Alltag hat gezeigt, ein "Miteinander" geht einfach nicht mehr. Wir sind und waren zu weit von einander weg und sind schlicht und ergreifend in unseren Meinungen und Haltungen so grundverschieden, dass es jedem von uns besser geht, wenn wir nicht bei einander sind. Ich habe auch entschieden, dass der Preis zu hoch für mich ist und ich psychisch einfach nicht mehr fähig bin, einem Kontakt meine persönlichen Umstände unterzuordnen.
Ich habe erkannt, wenn meine Schwester nicht einmal durch den Verlust unserer Mutter, die 2012 an Krebs gestorben ist, "wach" wird, dann wird sie es auch nicht aus anderen Gründen werden. Ich wiederum bin auch nicht weiter bereit, mich bestehlen, belügen und hintergehen zu lassen. Ich. Mensch - mit dem Recht auf mein Leben.
Du hast doch die Konsequenz gezogen. Deine Schwester will nicht so sein oder werden wie du... ihr könnt nicht miteinander reden und jetzt ist es ao wie du es willst...
Trotzdem fehlt sie mir jeden Tag den ich morgens aufstehe - und sie bekommt nicht nur einmal am Tag meine ungeteilten Gedanken, die sich fragen, was sie macht, ob sie immer noch Heroin spritzt - lebt und wie es ihr damit geht.
Manchmal sind einfach alle Nerven, Emotionen und Güter aufgebraucht, dass es kurzum nichts mehr gibt, mit dem man einen Einsatz weiter rechtfertigen kann. NUR die Liebe - die hier auch noch einseitig ist - ist nicht im Stande alles andere zu schmälern.
Das mag bei dir so sein, aber nicht bei allen. Wenn deine Schwester nicht mit dir reden will, dann kannst du nichts tun.
Man kann ja nur was ändern wenn beide Seiten bereit sind wirklich offen zu sprechen und nicht einer sich sofort angegangen fühlt.
Könntet ihr Gefühle teilen, so hättet ihr das Problem nicht.
Und auch wenn das abgeklärt und "kalt" klingt - man muss auch selbst noch leben dürfen - auch wenn es manchmal nur noch ohne die "Geliebten" geht.
Das spricht dir keiner ab...
Sicher ist das meine persönliche Erkenntnis die ich habe, weil ich mit diesem Thema auch etwas persönliches verbinde.
Dich als Person möchte ich mit meinem Post nicht angreifen - aber deine weltfremde Haltung, die allem Anschein nach der Auffassung ist, dass man ganz persönliche Emotionen mit einem theoretischen "Handbuch" besänftigt bekommt.
Man sollte sich und seine Emotionen ernst nehmen...
Es ist ja so, Eltern die sagen: Ich weiss gar nicht wieso, die haben nicht zugehört..
Allen Verlassenen gilt weiterhin mein Mitgefühl und ich hoffe sehr, dass ihr nicht wie ich den Schritt wählen musstet, "für immer" verlassen zu bleiben.
Du hast dich entschieden für den Abstand, andere nicht
...