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Verlassene Eltern

Habe mich hier registeriert, und oben ist mein erster Beitrag, den ich als Gast geschrieben hatte.




Genau wie Du carin, denke ich auch. Man wünscht, daß das Kind (in meinem Fall Tochter) wieder Kontakt herstellen will, aber man hat viel, viel Angst davon. Eigentlich wünsche ich mir, daß alles so wäre wie früher, wird aber nie wieder so sein.

Hallo Pirja,

schön,das Du Dir eien Namen gegeben hast.Die Gäste kann ich manchmal nicht unterscheiden und darum antworte ich
kaum darauf.Nicht,das ich sie ignoriere,nur,das ich sie verwechseln könnte.

Ich habe "Gott sei Dank"noch Kontakt zu meiner 16 jährigen Enkelin und die hat sich für Dienstag angemeldet.
Sie muss natürlich von meiner Tochter gebracht werden,sie hat hier in der Nähe einen Termin und meine Enkelin fragte ob sie in dieser Zeit uns besuchen dürfte,natürlich und wir freuen uns schon sehr auf sie.Natürlich sagte ich ihr,das Mama auch herzlich Willkommen sei.Aber das ist eine Lüge,ich hoffe nicht,das sie das Angebot annimmt und mir geht es seit Tagen schlecht mit diesem Gedanken.
Meine Tochter hat mir zu verstehen gegeben,das es ihr ohne mich besser geht,mir aber auch ohne sie.
Sie meinte auch,ich müsse wissen,warum sie den Kontakt abgebrochen hat.Wenn es das ist,was ich denke,dann ist alles gut so wie es ist.Ihre Verletzungen in der Vergangenheit,die sie mir zugefügt hat,kann und will ich nicht länger ertragen.
Mit Sicherheit trage ich meinen Teil auch dazu bei,aber "wer in den Wald ruft....."ich kann doch nicht immer nur schlucken,das habe ich in meinem Leben schon genug gemacht,nein,das will ich nicht mehr.
Ich habe jahrelang unter Selbstwertgefühlen gelitten und sage mir mittlerweile,es ist jetzt gut,das hast du nicht nötig,aber durch das niedermachen meines Kindes kam alles wieder hoch.Das muss ich nicht haben.
Ich habe Fehler gemacht und die gestehe ich mir und anderen ein,aber die sind nicht mehr zu ändern.Ich sehe aber auch,das sie Fehler in der Erziehung macht,aber das sieht sie nicht.
 
Wie ist es mit einer Versöhnung nach langer Zeit? Kann man alles, was passiert ist, verzeihen, vergessen? Kann man mit dieser Verletzung, daß man von eigenem Kind verlassen wurde, so weiterleben, wie nichts gewesen wäre? Kann man alle bösen Worte vergessen?


Ich möchte mich mal wieder zurück melden.Es wird nie so wie es mal früher war. Man kann verzeihen,aber vergessen kann man nicht. So eine Wunde bleibt nie ohne Narben.
L.G.Julia
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne hier allzu viel gelesen zu haben, erschreckt mich immer wieder wie viele verlassene Eltern nur im Selbstmitleid versinken und nichtmal nach diesem radikalen Schritt bereit sind sich selbst zu reflektieren. Man habe doch "alles getan" für seine Kinder... Was ist alles? Und war es wirklich genug/ das Richtige? Ein Kind finanziell zu unterstützen ist nicht "alles".

Ich rate allen Betroffenen doch einmal ein oder am besten gleich mehrere Bücher von Alice Miller zu lesen oder sich etwas auf ihrer Homepage (Alice Miller - Kindesmisshandlung Kindesmissbrauch) zu informieren, vielleicht (hoffentlich) kommt es bei einigen zu einem Aha-Effekt.

Ich habe immer das Gefühl, dass die Frage nach dem Warum von "verlassenen Eltern" immer nur sehr oberflächlich betrachtet wird. Menschen sind alle Individuen und der eine mag es nicht schlimm finden, wenn man mal eine Lüge benutzt (oder auch nur etwas verschweigt, Kinder sind sensibel sie merken es!) um ein Kind vor irgendetwas zu "beschützen", das Kind selbst fühlt sich aber vielleicht aufs böseste Hintergangen und das Vertrauen ist verloren. Erleben und fühlen ist etwas sehr intimes und individuelles und kann nicht in Frage gestellt werden (jeder sieht die Welt mit anderen Augen!) und wenn eure Kinder zu euch sagen, dass sie ihre Kindheit als schrecklich empfanden, dann hilft es nicht sich selbst zu bemitleiden, sondern nur gut zuhören und zu versuchen die andere und wahrscheinlich schmerzhafte Sichtweise nachzuvollziehen. Das könnt ihr jedoch erst, wenn ihr euch mit eurer eigenen Geschichte auseinander gesetzt habt (hier nochmals der Verweis zu Alice Miller!).

Ich wünsche alle Betroffenen viel Mut und Erfolg bei der Erforschung der eigenen Vergangenheit! Nur ihr selbst habt die Möglichkeit euch zu ändern und dann eventuell auch wieder eine Beziehung zu euren Kindern aufzubauen, aber nur wenn sie das wollen! Alles Gute!
 
Freiburg im Breisgau:
ich bin auf der suche nach anderen eltern, deren erwachsene kinder den kontakt abgebrochen haben - ich möchte mich so gerne persönlich mit realen menschen austauschen, die all das mitfühlen können - nicht mehr von sog. freunden und bekannten mit sätzen wie "die kommt schon irgendwann wieder" oder "du weisst doch, kinder sind undankbar...ach und übrigens, ich habe eine neue pickelcreme für meinen 16jährigen sohn gekauft, die wirkt ganz super"...dies und ähnliches kann und will ich derzeit nicht (mehr) ertragen.
ich möchte mich auch nicht zu all den beiträgen in diesem forum auslassen - es ist so viel gutes und soviel böses hier zu lesen, überall stehen tiefe verletzungen dahinter...auf beiden seiten...
ich möchte gerne einen oder mehrere menschen finden, die auch das bedürfnis nach persönlichen gesprächen haben...einen ort und eine passende zeit werden wir finden!
 
ich bin auch eine verlassene mutter ( und eine tochter, die ihre eltern auf sehr großen abstand hält und nur telefonisch den kontakt zur mutter aus mitleid aufrecht erhält) und einige von euch kennen mich schon aus einem anderen forum, in dem ich es mit dem austausch von erfahrungen, diskussionen um die berühmte und - für die meisten abbrechenden kinder - " berüchtigte" frage nach dem "warum?" ging...

die beiträgen sind auch hier - zu meinem bedauern - meist (von einigen wenigen abgesehen) immer die gleichen - sowohl bei den meisten kindern als auch bei manch elternteil/ mutter.

zu den kindern ( nicht zu denen, denen gewalt angetan, die vernachlässigt/ verwahrlost aufgewachsen sind o.ä.) , die hier mit vehemenz anklagen, immer wieder alice miller bemühen und verharren in der haltung: ich will ein eingeständis der "schuld" bzw. der fehler von den eltern, kann ich nur sagen: ihr werdet es nicht bekommen und je mehr und vehementer und anklagender ihr das fordert, um so geringer ist die chance, dass eltern eure forderungen einsehen. ihr schadet euch nur selbst, wenn ihr in dieser position verharrt, denn ihr verbleibt dadurch - in bezug auf eure eltern - in der kinderrolle. nur abstand, therapie und die fähigkeit, zu vergeben und sich versöhnlich zu zeigen wird euch den frieden bringen, den ihr für euer leben braucht. die wut, der hass, die trauer und das fortwährende anklagen, nicht die eltern gehabt zu haben, die ihr gebraucht hättet, kostet euch kraft, die ihr besser für euch einsetzen könnt.

ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe sowohl körperliche als auch seelische gewalt erfahren und das nicht zu knapp!

durch therapie und die änderung meiner sicht auf die dinge, konnte ich damit meinen frieden machen.

und zu den eltern hier kann ich auch nur sagen:
der kopf ist rund, damit die gedanken die richtung ändern können!

die art des abganges meiner wunschprinzessin hat mir den boden unter den füßen weggezogen. sie hat mich ausgerechnet an den allerempfindlichsten situationen und stellen, die sie kannte, getroffen und wie ein dejavu meine schlimmsten situationen aus meiner jugend mit dem größten verlust von vertrauen ( in meine eltern) und dem gefühl von völliger verlassenheit (durch meine eltern) wieder aufleben lassen, die den bruch mit meinen eltern einleiteten. sie wusste es und konnte dennoch nicht anders.

liebe verlassenen eltern, ich wünsche euch, dass ihr den schritt eurer kinder akzeptieren könnt und euren frieden damit macht und ihr euch die frage nach dem "warum" nicht mehr stellt. ihr bekommt entweder keine antwort mehr oder eine, die anklagt und nicht bereit ist, auch eure eigene geschichte und situation mitanzusehen. das nützt euch genauso wenig, wie es den kindern nutzt, die bestätigung von den eltern zu bekommen, dass diese alles falsch gemacht haben und den kindern leid zugefügt haben.

danke in diesem zusammenhang an eisherz. deine beiträge treffen den berühmten nagel !

meine tochter hat inzwischen den völligen kontaktabbruch notgedrungen aufgegeben. sie wußte, wer ihr hilft und sie verläßlich unterstützt, wenn sie hilfe einfordert. allerdings ist genau darauf der kontakt von ihr beschränkt und das verhalten hat mir die augen geöffnet... eine aussprache. nein, das will sie nicht, ich wüßte doch, dass sie konflikten aus dem weg gehe... - auch nicht mit hilfe von dritten ( therapeuten, die sie aussucht)...

diese grundhaltung hat inzwischen dazu geführt, dass ich mich abgefunden habe und ihren schritt akzeptiere. sie hat mich sehr grob und ohne rücksicht auf verluste aus ihrem leben und der elternschaft gestoßen - mit knapp 19. für sie war das offenbar wichtig und richtig. hin und wieder verlangt sie diese elternschaft ein, aber die verweigere ich ihr nun und verweise sie darauf, dass sie das schon alleine hinkriegt - und bin frei von verantwortung für sie und das ist gut so!

wir beide können nun (wieder) unsere eigenes leben leben und jeder ist für sich selbst verantwortlich.

ich habe losgelassen - meine tochter, meine wünsche nach einem liebevollen, familiären und einigermaßen (ohne möglichst konstruktive auseinandersetzung geht es nicht) harmonischen leben uns ich wünsch euch, dass ihr das auch schafft.

lg

s.b.
 
Freiburg im Breisgau:
ich bin auf der suche nach anderen eltern, deren erwachsene kinder den kontakt abgebrochen haben - ich möchte mich so gerne persönlich mit realen menschen austauschen, die all das mitfühlen können - nicht mehr von sog. freunden und bekannten mit sätzen wie "die kommt schon irgendwann wieder" oder "du weisst doch, kinder sind undankbar...ach und übrigens, ich habe eine neue pickelcreme für meinen 16jährigen sohn gekauft, die wirkt ganz super"...dies und ähnliches kann und will ich derzeit nicht (mehr) ertragen.
ich möchte mich auch nicht zu all den beiträgen in diesem forum auslassen - es ist so viel gutes und soviel böses hier zu lesen, überall stehen tiefe verletzungen dahinter...auf beiden seiten...
ich möchte gerne einen oder mehrere menschen finden, die auch das bedürfnis nach persönlichen gesprächen haben...einen ort und eine passende zeit werden wir finden!

Im Internet unter "Verlassene Eltern" gibt es eine Auflistung der Selbsthilfegruppen zum Thema. Freiburg ist dabei!
Liebe Grüße
Loane
 
Es ist schlimm, wenn ich hie rlese, das Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen und entweder den Grund den Eltern nicht nenne, oder sie den Eltern keine Chance auf Versöhnung geben.
Wie kann das eigene Fleisch und Blut so herzlos sein. Wollen wir hoffen , das es diesen Kindern nicht irgendwann mal genauso geht. Nämlich erst dann werden sie merken, wa sie ihren Eltern angetan haben. Ignorieren....das ist erbärmlich. Man muss sie ja nicht lieben, aber zumindest Kontakt und auch den Enkelkindern später mal zu ermöglichen, das sie ihre Großeltern kennen und lieben lernen.
Das ist ein Kreis , der sich nie schließen wird, nur weil das eigene Kind besser lebt, ohne dem Elternteil.

Wenn es umgekehrt wäre..die Eltern brechen den Kontakt zu dem Kind ab..dann ist das Verantwortungslos und das schlimmste was man seinem Kind antun kann. Irgendwie ist das nicht ganz fair.

EsMan kann nicht mit jedem Brechen, der einem im Leben vlt. nicht so gut gegenüberstand. Man sollte auch lernen, sich Dingen zu stellen und mal über seinen Schatten springen. Ich sage immer, mit einer ausnahme, es gibt nix was man nicht klären kann und es gibt nix( außer der Ausnahme), was so schlimm ist, das man es nach ein paar Jahren der Distanz nicht auch vlt. einfach mal abschließen kann um einen Neuanfang zu wagen.
AUSNAHME: Misshandlungen, Vegewaltigung......! das ist selbst für mich als Elternteil unverzeilich was man einem Menschen ( egal ob eigenes Kind oder Ehepartner oder sonstwär) antun kann.
 
Hallo Gast 1977,
ich lese Ihren Beitrag leider erst jetzt, im Oktober. Vielleicht schauen Sie ja gar nicht mehr auf diese Seite, aber ich versuche mein Glück trotzdem. Als Mutter eines Sohnes, Anfang-Mitte Zwanzig, der offensichtlich meinen Kontakt meidet, wo immer es geht, bitte ich Sie um Rat. Wie kann ich es wohl erreichen, dass mein Sohn sich mit mir aussprechen will? Vor einem Jahr hat er eine Anfrage in der Hinsicht mit 'Unsinn' abgetan. Er meldet sich selbst aber nie, hat bei Anrufen keine Zeit und reagiert nicht auf E-Mails. Vor einer Woche habe ich ihm einmal meinen Wunsch nach mehr Kontakt mitgeteilt, aber es kam keine Antwort.
Ihre Mutter konnte immerhin mit Ihnen reden und hat ihre Chance nicht wahrgenommen, was mir sehr leid für Sie tut. Ich würde es gern anders machen, wenn ich die Gelegenheit zu einem Gespräch hätte, da mir bewusst ist, dass ich gerade keine vorbildliche Mutter war. Trotzdem habe ich die Befürchtung, dass wir uns in manchen Punkten unterschiedlich erinnern. So ist es ja auch häufig bei Streitgesprächen zwischen Eheparen in Scheidungszeiten. Hoffentlich geht alles gut, wenn wir miteinander reden sollten. Aber wie kommt es überhaupt zu einem Gespräch?
Vielleicht können Sie mir ja antworten.
Ansonsten wünsche ich Ihnen sehr, dass Sie die Schwierigkeiten in Ihrer Vergangenheit überwinden können und ein erfülltes Leben führen.
Viele Grüße!
 
Meine Mutter,
das ist die Frau, die meine Tränen niemals sah,
die meine Ängste niemals spürte und meine Probleme immer einfach ignorierte.

Und von der soll ich mich jetzt in den Arm nehmen lassen? Igitt!

Ich habe im Netz viele Infos über Selbsthilfegruppen für Verlassene Eltern gefunden. Leider keine einzige für Kinder, die sich keinen anderen Rat mehr wissen, als den Kontakt zu ihren Eltern abzubrechen. Dabei ist das für die Kinder auch nicht einfach. Die werden auch danach gefragt, was denn mit ihren Eltern ist, und wissen nicht, was sie antworten sollen. Und bekommen Sätze zu hören wie: Bist du geschlagen worden? Nein? Aber worin besteht denn dann dein Problem?

Ich bin glücklich, auf diesen Seiten hier endlich einmal von anderen Kindern gehört zu haben, die auch keinen Kontakt zu ihren Eltern mehr haben wollen. Eine wahre Wohltat für die Seele. Danke.
 

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