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Vergewaltigung - Ein halbes Jahr Hölle...

Wäre es nicht an der Zeit die Angst zuzulassen?
Wäre es nicht an der Zeit alle Gefühle zuzulassen die in Zusammenhang mit der Tat stehen?

Ich sehe es ähnlich wie du.

ABER, wer, der nicht von Angesicht zu Angesicht, sich konkret, im Augenblick und im lebendigen Austausch mit Eisblume in sie einfühlt, kann überhaupt behaupten, wann die Zeit dafür gekommen ist?

Alle Techniken, egal welcher Art, sind Hilfsmittel - auch für einen Therapeuten oder eine Therapeutin.
Eine Einfühlung können sie ergänzen, aber nicht ersetzen.

Gerade im lebendigen Austausch entsteht das "Wissen", durch teils unbewusste Signale, die ausgetauscht werden, dass ein Moment der richtige ist.
Alles andere, was ohne Einfühlung geschieht, kann Schaden anrichten.
 
Ich sehe es ähnlich wie du.

ABER, wer, der nicht von Angesicht zu Angesicht, sich konkret, im Augenblick und im lebendigen Austausch mit Eisblume in sie einfühlt, kann überhaupt behaupten, wann die Zeit dafür gekommen ist?

Alle Techniken, egal welcher Art, sind Hilfsmittel - auch für einen Therapeuten oder eine Therapeutin.
Eine Einfühlung können sie ergänzen, aber nicht ersetzen.

Gerade im lebendigen Austausch entsteht das "Wissen", durch teils unbewusste Signale, die ausgetauscht werden, dass ein Moment der richtige ist.
Alles andere, was ohne Einfühlung geschieht, kann Schaden anrichten.

Ich habe nur einen Denkanstoss gegeben die Flashs und Panik nicht als Feind zu betrachten sondern als Austausch der Gefühle mit dem Verstand..jemand der reden will, den man nicht sofort versteht.

Ich kenne die TE nicht. Ob sie irgendetwas damit anfangen kann wird sie persönlich wissen.
Wenn nicht kann sie es ja ignorieren.

Aber immer noch besser als gar nichts schreiben finde ich...

Auch wenn es OT ist, Tuesday hat ja geschrieben das die Emotionen die hochkommen immer wieder abgewürgt und weggepackt werden..

Ich frage mich gerade ob das gut ist?
Genauso der Rat die Glaubenssätze wie "ich habe nichts besseres verdient" weitestgehend zu ignorieren?
Also nicht aktiv zu versuchen diese zu erkennen? Nicht auflösen?

Da kann ich aus meiner Erfahrung sagen, das genau das nämlich Glaubenssätze identifizieren und sehen woher sie kommen (was ja auch wehtut) und diese dann zu bearbeiten, für mich am hilfreichsten war--

Deshalb kam es mir in der Traumatherpaie (stationär) so vor als machten wir da nur unnützes Zeug. Über Sachen reden in einer Gruppe die ich in jedem Buch nachlesen kann, seltsame Vorstellungsübungen die mich in einen Zustand hineinfantasieren der nicht der meine ist sondern aufocktuiert.

Na ja das EMDR war gut, aber ich habe den Rest als nicht hilfreich empfunden. Und das in 3 Monaten stationär---
Es ging mir etwas besser da ich mich in geschützter Umgebung befand.
Aber da hätte es jede derart geschützte Umgebung getan.
Neulich im KH fühlte ich mich auch geschützt...

Das mit den Gläubenssätzen war dann in Eigenarbeit zu Hause mit Büchern und ein bisschen beim Psychiater zu machen. Das ist natürlich ein Prozess der nicht zu Ende geht...

Tuesday, vielleicht kannst du in diesem Thread eine Antwort geben? Oder aber per PN wenn es Eisblume stört..
 
Zuletzt bearbeitet:
Stop Leute, bitte...

Ich bin dankbar für jede eurer Antworten.
Auch für die von Tuesday.
Jede eurer Antworten bringt mich auf ihre Art und Weise ein Stückchen weiter.
Sie geben mir hilfreiche Denkanstöße und zeigen mir, dass ich nicht allein stehe vor diesem Scherbenhaufen, sondern dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich mit mir zusammen vor diesen Scherbenhaufen stellen und darüber nachdenken, wie man am besten und am sichersten zu sortieren beginnen kann.
Ich danke euch sehr dafür.
Auch du Tuesday sprichst aus eigenen Erfahrungen. Gerade deshalb ist jeder Satz den du schreibst unglaublich wertvoll für mich.
Natürlich gibt es verschiedene Meinungen und Lösungsansätze.
Ich nehme mir aus jedem Gedanken etwas mit.
Ich weiß, ihr hängt hier manchmal ziemlich in der Luft, weil ich so wenig schreibe und das tut mir leid...
Ich lese jeden Beitrag sofort.
Meist bin ich dann so ergriffen, dass ich erst mal nichts schreiben kann...
Und auch so fällt es mir nicht immer leicht. Bei diesem Thema fehlen mir leider viel zu oft die Worte... 🙁


Aber ich bin euch allen unendlich dankbar! :blume:

Auf die einzelnen Beiträge werde ich das nächste mal eingehen.
Das schaffe ich leider gerade wieder nicht... 😱

Danke ihr Lieben,
Eure Eisblume :herz:
 
Hallo Eisblume,

interessant finde ich auch, das du von mir vollkommen harmose Fragen oder einfach unterschiedliche Denkweisen als Angriffe oder Streit bewertest.

Unterschwellige Agressionen konnte ich in diesem Thread nicht lesen und habe sie auch nicht gesprürt oder selbst gefühlt. Nur einen Austausch..

Ich finde hier sieht man auch gut das du noch extrem in der Hab Acht Stellung bist?
Kann das sein?

Innerlich ständig bis zum zerreissen angespannt und innerlich immer kurz davor in Kampf oder Fluchtmodus zu wechseln?

Ich wünsche mir für dich (vielleicht wäre Joga eine Möglichkeit) ab und an inneren Frieden zu finden..

Rascas
 
Nein. Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag sagen, dass ich persönlich hier überhaupt nichts als Angriff verstehe.
Ich wollte lediglich vermeiden, dass sich jemand von mir nicht ernst genommen oder unbeachtet fühlt...
Ich bin nicht angespannt.
Eher zerbrochen... :wein:

Möchte nicht, kann nicht diskutieren.
Wollte mit meinem Beitrag eigentlich Diskussionen vermeiden...

Mal wieder alles falsch rüber gekommen.
Mal wieder falsch ausgedrückt...

Tut mir leid... 😱 🙁
 
Das ist nicht wahr.

Da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt.

Ich wollte sagen, dass jeder Mensch manipulierbar ist. Dem können wir uns nie ganz entziehen.


Diese ganzen Tresorübungen unterdrücken in meinen Augen wichtige Gefühle die sich dann wieder an die Oberfläche drücken und zwar zwangsläufig.

Bei der Tresorübung werden keine Gefühle unterdrückt, sondern man schließt belastende Gedanken, Erinnerungen, die man zu diesem Zeitpunkt nicht verarbeiten kann, in den Tresor.




Ist Angst nicht genau das richtige Gefühl?

Angst ja, aber nicht Panik.


Wäre es nicht an der Zeit die Angst zuzulassen?
Wäre es nicht an der Zeit alle Gefühle zuzulassen die in Zusammenhang mit der Tat stehen?

Angst kannst so stark sein, dass sie dich tötet. Es geht nicht darum, die Angst nicht zuzulassen, es geht darum, sie dosiert zuzulassen, um in der Lage zu sein, sie verarbeiten zu können.


Denn die Therapieformen verdecken in meinen Augen die Gefühle.
Sich gute Gefühle machen durch Imagination obwohl die Seele schreit?
Die Seele lässt sich nicht übertölpeln.
Sie haut es doch eh durch Flashbacks und Panik raus..

Es sollen keine Gefühle verdeckt werden.

Ein traumatisches Erlebnis wird im limbischen System unseres Gedächtnisses abgelegt. Dort ist der Instinkt, sind die Emotionen. Darum werden die Menschen von Emotionen überflutet. Bei einem Flashback überfluten die Erinnerungen den Verstand und der Mensch hat das Gefühl, die Ereignisse passieren gerade eben, genau jetzt. Er ist dann nicht mehr im Hier und Jetzt und erfährt die Bedrohung ganz real.

In diesem Moment kannst du die Erlebnisse nicht verarbeiten. Da funktionierst du nur noch auf Instinktebene.

In der Traumatherapie werden diese Erinnerungen aus dem limbischen System rausgeholt und dem Verstand zugänglich gemacht. Damit können sie einsortiert und bearbeitet und damit weggepackt werden. Man bekommt Abstand zu diesen Erfahrungen.

Die Erinnerung ist ganz stark an die Emotion gekoppelt. Lässt du nun diese Gefühle zu, riskierst du, dass die Erinnerung hochgeholt wird und damit wird der Klient retraumatisiert, denn für ihn ist es keine Erinnerung sondern eine Wiederholung der Tat. Er erlebt sie genauso, als würde sie jetzt stattfinden und ist damit genauso hilflos wie damals.

Die positiven Gefühle sollen den traumatisierten Menschen stabilisieren. Wenn jemand traumatisiert ist, vor allem wenn es sich um ein Multitrauma handelt, ist sein Körper in einem permanenten Alarmzustand. Den muss man erst mal runterfahren.




Es ist unangenehm.

Unangenehm? Also ich kann nur sagen, dass ICH in solchen Momenten das Gefühl habe, durchzudrehen.



Wenn die Angst kommt, dann lebe doch die Angst, bejahe das Gefühl als ein normales willkommenes Gefühl welches zu dir gehört.

Vielleicht verliert die Angst dadurch ihren Schrecken?
Probier es doch mal aus?

Theoretisch ein guter Vorschlag. Praktisch gesehen kommt es darauf an, von welcher Art Angst wir hier sprechen.

Ist es Angst oder ist es das Trauma? Wenn da Erinnerungen hochkommen, - und die können auch in Form von Gefühlen auftauchen - wäre es retraumatisierend, diese auszuleben, weil man in so einem Moment die Tat nochmals durchlebt.





Wie ist es wenn du versuchst beim nächsten Flashback diese Gefühle bewusst zu durchleben, die mit der Tat in Verbindung zu bringen, sie als normal und erwünscht anzunehmen damit sie ihren Schrecken verlieren?

Bei einem Flashback durchlebt man nichts bewusst. Beim Flashback wird der Verstand ausgeschaltet.



Mit deiner Thera ( die ich eigentlich gut finde da sie nicht versucht Gefühle zu vernebeln) über deine Gefühle zu sprechen?

Gefühle vernebeln ist eigentlich auch nicht Sinn der Sache. Hast du da was missverstanden? Hast du das anders erlebt? Woher kommt deine Annahme?




Und dann wenn man genug Angst durchlebt hat, signalisiert dir der Körper sicherlich wann genug ist..

Bei einem Trauma bleibt der Körper im Gefahrenmodus hängen. Der Körper vermittelt dem Gehirn beständig Todesgefahr. Da hört die Angst nicht irgendwann auf.


Es ist wie bei Depressiven, sie in schönen Umgebungen behandeln ist eigentlich seltsam.
Man könnte auch alles schwarz halten, trist und trostlos. Bis sich im Menschen die Sehnsucht nach Licht regt. (das dauert natürlich länger aber es käme von innen)

Und das meinst du funktioniert?

Also rein Gehirntechnisch kann ich mir das nicht vorstellen. Bei einer Depression fehlt es an Botenstoffen, an Glücks- und Belohnungshormonen und wenn ich die dem Körper noch zusätzlich entziehe, indem ich mich an tristen, trostlosen Orten aufhalte, wüsste ich nicht, wie man aus der Depression rauskommen soll. Woher soll da die Sehnsucht nach Licht kommen? Der Körper verkümmert einfach immer mehr.

Das ist wie eine Pflanze, die du ins Dunkle stellst. Die geht einfach ein.




Unterschwellige Agressionen konnte ich in diesem Thread nicht lesen und habe sie auch nicht gesprürt oder selbst gefühlt. Nur einen Austausch..

Dass du sie nicht fühlen kannst, heißt ja nun nicht, dass sie nicht da sind. 🙂



Innerlich ständig bis zum zerreissen angespannt und innerlich immer kurz davor in Kampf oder Fluchtmodus zu wechseln?

Das sind die Folgen eines Traumas. Gut möglich.


Ich wünsche mir für dich (vielleicht wäre Joga eine Möglichkeit) ab und an inneren Frieden zu finden..

Und genau deswegen arbeitet man mit Traumapatienten folgendermaßen:


Sich gute Gefühle machen durch Imagination ...
🙂



Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Erklärung Tuesday..
die Theorie die du da schilderst scheiterte vielleicht in der rennomierten Klinik in D in der ich war an Personal und Geld. Vielleicht wurden es schlicht nicht optimal umgesetzt.
Bei manchen Sachen bleibe ich allerdings anderer Meinung..
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute war es richtig gut mit meiner Thera.
Sie war heute offen und ehrlich und hat gesagt dass sie die Techniken zwar kennt aber nicht beherrscht.
Sie ist dafür dass ich mit meinem Einzeltherapeut von der Klinik weiter mache wenn das von seiner Seite aus möglich ist.
Entweder sie und er im Wechsel (er Trauma und sie den Rest) oder, wenn die Kasse nicht mitspielt, nur er.
Sie würde dann sogar die restlichen Stunden, die die Kasse bei ihr bewilligt hat, an den Therapeuten von der Klinik abgeben und mich wieder aufnehmen, wenn er keine Kapazitäten mehr hat.
Find ich richtig gut. Sie ist schon toll... 🙂

Ich werde gleich morgen in die Klinik fahren und mit ihm darüber sprechen.
Ich hoffe das klappt.
Das wäre super...
 

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