Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Vergewaltigung - Ein halbes Jahr Hölle...

Kann nicht schlafen.
Habe Angst. Angst vor der Therapie morgen... :wein:
Ich schaff das alles nicht... Ich will nicht...
Wenn das so endet wie letzte Woche... Nicht nochmal... :wein:

Nach DOOF kommt manchmal nochmal DOOF , dann wieder DOOF, dann SUPERDOOF und dann besser. Vielleicht hilft es in der Therapie über das letzte Erleben zu reden. Für mich klingt es so als würdest du in letzter Zeit viel erreichen!
 
Ja, war richtig gut heute...
So gut, dass ich mich jetzt dank der immer wiederkehrenden Frage: "Warum sind Sie immer wieder hingefahren?" wieder mit Selbstvorwürfen plage.
In diesem Punkt hatte ich es ende meines ersten Klinikaufenthaltes mit mir Frieden schließen können.
Jetzt ist das Thema wieder total präsent...

Richtig gut wars... 🙁 :wein:
 
Ich kann dich und deine Bedenken sehr gut nach vollziehen.
Meine Therapeutin meinte ich solle eine Traumathearie machen, tja und was glaubst du wieviel Angst ich davor habe.
Auf der anderen Seite denke ich aber auch wieder das sie mir hilft mit dm Erlebten besser klar zu kommen.

Das gleiche denke ich bei dir und wenn dein Thera dir dumm kommt dann tue es ihm gleich, denn verletzen muss/darf er dich nicht.

Ja es ist schwer ich weiß
 
Ich will ja Traumatherapie machen.
In der Klinik lief es so gut.
Mein Einzeltherapeut und ich haben mit EMDR gearbeitet.
Das war super.
Meine ambulante Therapeutin hält von dieser Technik aber nichts und weigert sich deshalb strickt dagegen.
Sie führt einfache Gespräche.
Ich kann aber nicht "einfach" darüber sprechen...

Es macht mich einfach fertig.
Das Thema ist sowieso schon schwierig und belastend genug.
Wenn man dann noch ständig mit der Therapeutin diskutieren muss...
Oh mann... 😱:wein:
 
Guten Morgen eisblume,

was du über deine Therapeutin erzählst, das hört sich für mich so an, als ob sie nicht die richtige für dich wäre. Vielleicht solltest du über einen Wechsel nachdenken?
 
Ich weiß nicht...
Ich bin ja in allen anderen Bereichen wirklich immer zufrieden gewesen mit ihr.
Und die Wartezeiten bei anderen Therapeuten sind so lang...
Hier bin ich halt jetzt schon drin...

Ich weiß auch nicht, was ich machen soll.
Ich bin total überfordert... 🙁
 
Hat mir dir jemand schon mal Stabilisierungsübungen gemacht? Arbeitet ihr an deiner Sicherheit?

Ich mache eine Ausbildung zum Traumatherapeut, hab nächsten Monat meine Prüfung.

Wir haben gelernt, erst sorgt man dafür, dass der Klient stabil ist, dann arbeitet man an seiner Sicherheit. Und erst DANN macht man eine Traumakonfrontation. Das hat man uns von Anfang an eingetrichtert. Wir haben unzählige Stabilisierungsübungen gemacht. Haben lange darüber geredet, was Sicherheit bedeutet. Das war der Hauptteil unserer Ausbildung.

Wenn die in der Klinik mit dir eine Konfrontation machen, okay. Die haben ja für Sicherheit gesorgt. Wenn der Therapeut mit dir EMDR macht, kann er sicher sein, dass 24 Stunden für dich jemand greifbar ist, der weiß wie man Erste Hilfe leistet und der den Notruf alarmieren kann. Die können dich auffangen.

Wobei auch hier die Frage im Raum steht, ob man zeitgleich mit dir an Stabilisierungsübungen für die Zeit nach der Klinik gearbeitet hat.

Dass deine Therapeutin in diesem Rahmen kein EMDR macht, halte ich - natürlich nur aus der Ferne gesehen - für sinnvoll. In dem Zustand, in dem du bist, würde ich dir gegenüber nicht mal die Technik erwähnen. Wir haben EMDR in der Ausbildung gemacht und bei uns sind im Kurs gestandene Persönlichkeiten heulend unter den Tisch gekrochen.


Stabilisierung heißt, dass der Klient die Werkzeuge an die Hand bekommt, jederzeit ins Hier und Jetzt zurückzukommen, wenn er abstürzt. Da macht man Visualisierungsübungen, Klopftechniken, Bildschirmübungen, findet Triggerauslöser und schaltet die aus.

Mehr oder weniger parallel dazu arbeitet man an der Sicherheit. Da kommen Dinge zum Einsatz wie das Ressourcendiagramm, die fünf Säulen der Identität.

Dann kann man langsam anfangen, an Glaubenssätzen zu arbeiten. Meist kommt die Konfrontation dann von allein.

Du kannst all diese Begriffe googeln und dich weiter darüber informieren.

Wenn ich weiß, mein Klient ist in der Lage, sich aus Flashbacks rauszuholen, er hat ein Sicherheitsnetz, das ihn im Leben hält, dann kann ich ihn auffordern, über das Erlebte zu reden. Ansonsten gehe ich auf das Erlebte nur dann ein, wenn etwas hochkommt und der Klient selbst darüber reden möchte. Meist arbeitet man dann aber daran, die Erinnerung wieder wegzupacken.

Ich habe es massiv an mir selbst erlebt. Du kannst nicht einfach ein Trauma auflösen und alles ist schick. Damit verbunden sind immer auch Glaubenssätze und löst du das Trauma auf, erschütterst du die Persönlichkeit und ihre Werte. Da braucht man eine solide Basis, um das tragen zu können.

Wenn du also merkst, die Frage, warum du immer wieder zurück bist, destabilisiert dich, sag deiner Therapeutin, sie soll das lassen. Es ist ganz wichtig, dass du zum jetzigen Zeitpunkt gut auf dich achtest und dass du wieder stabil wirst.

Wenn jemand einen Autounfall hat, wird kein Arzt bei Verstand diesen Menschen einer unnötigen OP aussetzen. Da wird immer erst stabilisiert. Wenn alle Werte okay sind, dann schiebt man den Patienten in den OP. Ansonsten wird man nur dann operiert, wenn es unausweichlich ist, um die Stabilität herzustellen. Mit der Psyche ist es nicht anders.

Also hab keine Scheu davor, ganz klar eine Grenze zu ziehen.

Ich kann es nicht so einschätzen, aber ich möchte dich auf jeden Fall ermutigen, dir zu überlegen, ob eine Konfrontation momentan für dich sinnvoll ist oder ob du lieber eine Zeit daran arbeiten möchtest, Boden unter die Füße zu bekommen. Mein Eindruck ist, der fehlt dir momentan etwas.


Was dieses "immer wieder zurückgehen" betrifft. Da gibt es Mechanismen in deiner Seele, die von Tätern angelegt wurden. An der Stelle wurdest du manipuliert und zwar auf eine Weise, dass du dich nicht dagegen wehren konntest. Das ist eine Art von Gehirnwäsche. Da sind Glaubenssätze in dir aktiv, die dich Dinge tun lassen, die du nicht willst. Die wirken aus dem Unterbewusstsein heraus. Da gibt es auf deiner Seite keine Schuld. Quäl dich nicht mit der Frage nach dem Warum. Wir sind so gestrickt. Die Psyche macht solche Dinge. Die Psyche ist korrumpierbar, um das zu bekommen, was sie braucht. Und in deinem Fall war es Liebe und Geborgenheit. Und das hat der Täter dir vorgespielt. Wir werden uns nie ganz von diesem Mechanismus befreien können. Wir können uns letztendlich nur verzeihen, dass wir immer wieder in diese Falle tappen und uns bemühen, sie zu erkennen, wo es nur irgend möglich ist.


Tuesday
 
Hat mir dir jemand schon mal Stabilisierungsübungen gemacht? Arbeitet ihr an deiner Sicherheit?

Ich mache eine Ausbildung zum Traumatherapeut, hab nächsten Monat meine Prüfung.

Wir haben gelernt, erst sorgt man dafür, dass der Klient stabil ist, dann arbeitet man an seiner Sicherheit. Und erst DANN macht man eine Traumakonfrontation. Das hat man uns von Anfang an eingetrichtert. Wir haben unzählige Stabilisierungsübungen gemacht. Haben lange darüber geredet, was Sicherheit bedeutet. Das war der Hauptteil unserer Ausbildung.

Wenn die in der Klinik mit dir eine Konfrontation machen, okay. Die haben ja für Sicherheit gesorgt. Wenn der Therapeut mit dir EMDR macht, kann er sicher sein, dass 24 Stunden für dich jemand greifbar ist, der weiß wie man Erste Hilfe leistet und der den Notruf alarmieren kann. Die können dich auffangen.

Wobei auch hier die Frage im Raum steht, ob man zeitgleich mit dir an Stabilisierungsübungen für die Zeit nach der Klinik gearbeitet hat.

Dass deine Therapeutin in diesem Rahmen kein EMDR macht, halte ich - natürlich nur aus der Ferne gesehen - für sinnvoll. In dem Zustand, in dem du bist, würde ich dir gegenüber nicht mal die Technik erwähnen. Wir haben EMDR in der Ausbildung gemacht und bei uns sind im Kurs gestandene Persönlichkeiten heulend unter den Tisch gekrochen.


Stabilisierung heißt, dass der Klient die Werkzeuge an die Hand bekommt, jederzeit ins Hier und Jetzt zurückzukommen, wenn er abstürzt. Da macht man Visualisierungsübungen, Klopftechniken, Bildschirmübungen, findet Triggerauslöser und schaltet die aus.

Mehr oder weniger parallel dazu arbeitet man an der Sicherheit. Da kommen Dinge zum Einsatz wie das Ressourcendiagramm, die fünf Säulen der Identität.

Dann kann man langsam anfangen, an Glaubenssätzen zu arbeiten. Meist kommt die Konfrontation dann von allein.

Du kannst all diese Begriffe googeln und dich weiter darüber informieren.

Wenn ich weiß, mein Klient ist in der Lage, sich aus Flashbacks rauszuholen, er hat ein Sicherheitsnetz, das ihn im Leben hält, dann kann ich ihn auffordern, über das Erlebte zu reden. Ansonsten gehe ich auf das Erlebte nur dann ein, wenn etwas hochkommt und der Klient selbst darüber reden möchte. Meist arbeitet man dann aber daran, die Erinnerung wieder wegzupacken.

Ich habe es massiv an mir selbst erlebt. Du kannst nicht einfach ein Trauma auflösen und alles ist schick. Damit verbunden sind immer auch Glaubenssätze und löst du das Trauma auf, erschütterst du die Persönlichkeit und ihre Werte. Da braucht man eine solide Basis, um das tragen zu können.

Wenn du also merkst, die Frage, warum du immer wieder zurück bist, destabilisiert dich, sag deiner Therapeutin, sie soll das lassen. Es ist ganz wichtig, dass du zum jetzigen Zeitpunkt gut auf dich achtest und dass du wieder stabil wirst.

Wenn jemand einen Autounfall hat, wird kein Arzt bei Verstand diesen Menschen einer unnötigen OP aussetzen. Da wird immer erst stabilisiert. Wenn alle Werte okay sind, dann schiebt man den Patienten in den OP. Ansonsten wird man nur dann operiert, wenn es unausweichlich ist, um die Stabilität herzustellen. Mit der Psyche ist es nicht anders.

Also hab keine Scheu davor, ganz klar eine Grenze zu ziehen.

Ich kann es nicht so einschätzen, aber ich möchte dich auf jeden Fall ermutigen, dir zu überlegen, ob eine Konfrontation momentan für dich sinnvoll ist oder ob du lieber eine Zeit daran arbeiten möchtest, Boden unter die Füße zu bekommen. Mein Eindruck ist, der fehlt dir momentan etwas.


Was dieses "immer wieder zurückgehen" betrifft. Da gibt es Mechanismen in deiner Seele, die von Tätern angelegt wurden. An der Stelle wurdest du manipuliert und zwar auf eine Weise, dass du dich nicht dagegen wehren konntest. Das ist eine Art von Gehirnwäsche. Da sind Glaubenssätze in dir aktiv, die dich Dinge tun lassen, die du nicht willst. Die wirken aus dem Unterbewusstsein heraus. Da gibt es auf deiner Seite keine Schuld. Quäl dich nicht mit der Frage nach dem Warum. Wir sind so gestrickt. Die Psyche macht solche Dinge. Die Psyche ist korrumpierbar, um das zu bekommen, was sie braucht. Und in deinem Fall war es Liebe und Geborgenheit. Und das hat der Täter dir vorgespielt. Wir werden uns nie ganz von diesem Mechanismus befreien können. Wir können uns letztendlich nur verzeihen, dass wir immer wieder in diese Falle tappen und uns bemühen, sie zu erkennen, wo es nur irgend möglich ist.


Tuesday

So wurde es auch mir erklärt in Bezug auf die bei mir anstehende Traumabehandlung.
Zwischen den jeweiligen Phasen drei an der Zahl liegen immer 4-6 Monate da sie davon ausgehen das der erreichte Zustand mindestens so lange vorhält.
Wenn ich nicht klappt wiederholen sie die erste Phase .
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Bildschirmtechnik, Klopftechnik, usw. hatte mein Einzeltherapeut damals als EMDR bezeichnet.
Also habe ich im Prinzip nur das gemacht, was du gerade beschrieben hast.
Meine Therapeutin aber spricht einfach darüber.
Und so wie es jetzt ist, kann ich es auch nicht stehen lassen.
Ich habe Flashbacks, täglich.
Mit der Tresorübung schaffe ich es meist selbst wieder da raus, aber eben nicht immer.
Ich fühle mich schwach, bin gefangen in diesen Bildern.
Allerdings erst seit der Sitzung mit meiner ambulanten Thera.
Ich hatte während der ganzen Klinikzeit nur einmal einen Flashback, und das lag an einem externen Trigger...

Ich weiß nicht, was ich machen soll...
Ich habe Angst... :wein:
 
Hallo Eisblume,

vielleicht bist du sauer wenn ich schreibe was ich denke, denn es entspricht nicht der gängigen Psychotherapietechnik..

Aber ich will es trotzdem tun, du kannst es ja ausselektieren.

Du sagst du hast Angst.
Diese ganzen Tresorübungen unterdrücken in meinen Augen wichtige Gefühle die sich dann wieder an die Oberfläche drücken und zwar zwangsläufig.

Während der Tat warst du sicher versteinert und hast nicht gefühlt.
Ist Angst nicht genau das richtige Gefühl?

Wäre es nicht an der Zeit die Angst zuzulassen?
Wäre es nicht an der Zeit alle Gefühle zuzulassen die in Zusammenhang mit der Tat stehen?

Denn die Therapieformen verdecken in meinen Augen die Gefühle.
Sich gute Gefühle machen durch Imagination obwohl die Seele schreit?
Die Seele lässt sich nicht übertölpeln.
Sie haut es doch eh durch Flashbacks und Panik raus..

Vielleicht könntest du dir erlauben einfach Angst zu haben?
Dir zugestehen das diese Angst berechtigt ist und die Gefühle rauslässt die man während der Tat durch den Überlebensmodus auf den der Körper schaltet nicht spüren konnte?

Es ist unangenehm.
Aber vielleicht ist es wie mit einer Panikattacke bei der das Herz wehtut. Wenn man weiss das es nichts am Herzen ist lässt sich das besser aushalten.

Wenn die Angst kommt, dann lebe doch die Angst, bejahe das Gefühl als ein normales willkommenes Gefühl welches zu dir gehört.

Vielleicht verliert die Angst dadurch ihren Schrecken?
Probier es doch mal aus?

Zu der Angst gehören ja noch andere Gefühle die du jetzt alle durchlebst.
Hilflosigkeit, Wut, Schmerz usw.

Alles Gefühle die bei Flashbacks mitkommen.
Aber man bedenkt gar nicht das diese Gefühle doch auch zur Tat gehören.
Das sind ja nicht nur die nachträglichen Panikattacken die man wegbekommen will.

In meinen Augen erzeugt Druck (das unbedingte Ausweichen vor den Gefühlen) Gegendruck (sie kommen unaufhaltsam von unten)

Wie ist es wenn du versuchst beim nächsten Flashback diese Gefühle bewusst zu durchleben, die mit der Tat in Verbindung zu bringen, sie als normal und erwünscht anzunehmen damit sie ihren Schrecken verlieren?

Mit deiner Thera ( die ich eigentlich gut finde da sie nicht versucht Gefühle zu vernebeln) über deine Gefühle zu sprechen?

Angst Trauer Enttäuschung Hilflosigkeit, all dieses wird immer wieder durchbrechen.
Nur wenn du sie annimmst als "normal", als Hilfreich um deine Muskeln zu lockern, damit die Angst und das andere aus deinem Körper, indem das ja auch gespeichert ist, rauskommen kann?

Zu kannst du eventuell andere psychosomatische Erkrankungen verhindern..

Vielleicht machst du dir mal Gedanken über das was ich schreibe...
Sagst mir deine Meinung...

Alles Liebe
Rascas

Und dann wenn man genug Angst durchlebt hat, signalisiert dir der Körper sicherlich wann genug ist..

Es ist wie bei Depressiven, sie in schönen Umgebungen behandeln ist eigentlich seltsam.
Man könnte auch alles schwarz halten, trist und trostlos. Bis sich im Menschen die Sehnsucht nach Licht regt. (das dauert natürlich länger aber es käme von innen)

Das Unnormale bejahen bis es von selbst anders wird?

Verstehst du was ich sagen will?
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben