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Unglaubwürdiger Wulff muss gehen

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Die Kanzlerin wird ihm das bei Gelegenheit "nahelegen". Denn die Regierung wackelt, zumahl die glorreiche FDP die neuesten Beschlüsse zu Europa nicht mittragen will. Und da wäre es gut möglich, daß Frau Merkel einen Partner braucht, der Wulff nicht tolerieren wird. Aber warten wir einfach ab.....

Da magst Du recht haben - ich denke, dass der Rapport unmittelbar bevorsteht!

Btw. - diese ganze Angelegenheit sehe ich übrigens völlig Parteiunabhängig, rein inhaltlich gibt es zur Zeit keine Ermittlungen - daher ist es für mich DERZEIT eine Hetzkampagne.

Greetz

Aloha
 
"Hetzkampagne" ist deshalb ein schwachsinniger Ausdruck, weil das bedeuten würde, daß es eine Führung gäbe. Es glaubt doch niemand ernsthaft, daß sich mindestens drei große Zeitungen absprechen. Die sind maximal im Konkurrenzkampf, ja.
Und natürlich ist es noch der einzigste wahre Vorteil für Wulff, das bisher nicht polizeilich ermittelt wird. Sonst müßte er ja gleich weg - denn ein Präsident in einem Strafverfahren ist völlig undenkbar.
Ich weiß auch gar nicht, was man unbedingt ermitteln müßte.
Wulff ist einfach unfähig. Er kann weder mit der Presse noch mit der Bevölkerung umgehen.
Er ist zu dämlich, sich zu glaubhaft entschuldigen und beschädigt das Amt, weil er sich selbst in die Nähe der Käuflichkeit gerückt hat.
Das mag mancher Deutsche schlucken, weil er es vermutlich nicht anders gewohnt ist - die Mehrheit ist damit nicht einverstanden. Und zwar ohne das man gleich einen Rücktritt verlangt.

Und übrigens tauchen gerade neue Vorwürfe auf.
 
Es glaubt doch niemand ernsthaft, daß sich mindestens drei große Zeitungen absprechen. Die sind maximal im Konkurrenzkampf, ja.
Solche Allianzen sind je nach Themenbereich schnell geschlossen und schnell wieder aufgelöst. Und die Konzentration auf dem Medienmarkt ist doch auch nicht wirklich ein Geheimnis.
Der Bundespräsident kann meines Wissens nach NICHT ABGEWÄHLT werden, sondern nur zurücktreten.
->Auf<- der anderen Seite: Wenn er es nicht einsieht, dass er wirklich einen Fehler gemacht hat, dann soll er sich doch auf diesen Umstand berufen. Solange er nicht einer Uneinsichtigkeitskrankheit diagnostiziert wird (möglicherweise ein Kriterium), hat er doch seine volle Autorität vom Gesetz her.

Weil ein Rücktritt aufgrund von Stimmungsdemokratie (siehe die Wichtigkeit der Umfragewerte) würde ich als noch unwürdiger eines solchen Amtes empfinden, das ja vom Ansatz her auf Kontinuität ausgerichtet sein sollte.

Ich möchte nochmal an Theodor Heuss erinnern. Auch dieser Mann war manchmal etwas interpretationsnotwendig. Und die bundesdeutsche Demokratie gibt es trotzdem noch.
 
Ein Kommentar von Hermann Krause

...Obwohl der größte Teil der Bundesbürger bereit ist, Christian Wulff eine zweite Chance einzuräumen, vertrauen ihm nur noch 35 Prozent, für einen Bundespräsidenten ein desaströses Ergebnis. Vertrauen zurückzugewinnen aber versprach das Staatsoberhaupt, zum Beispiel durch vollständige Transparenz in seiner Haus- und Kreditaffäre. So kündigte er in dem Fernseh-Interview vom letzten Mittwoch an, alle 400 Fragen und Antworten; die je an ihn gerichtet wurden, ins Netz stellen zu lassen. Am nächsten Tag aber fand sich nur die Stellungnahme seines Anwaltes Gernot Lehr im Internet, in trockenem Juristendeutsch formuliert. Keine 400 Fragen, keine 400 Antworten, sondern Sätze eines Juristen.

...
Als ob nicht jeder wüsste, dass Wulff in erster Linie im eigenen Interesse handelte. Er und seine Anwälte setzen auf die Vergesslichkeit der Deutschen, zudem sind viele Menschen der Causa Wulff verständlicherweise überdrüssig. So wird bereits darüber diskutiert, ob in Deutschland das Amt des Präsidenten überhaupt noch notwendig sei - auch dies ein Zeichen dafür, welchen Schaden Christian Wulff bereits angerichtet hat...
Angeschlagener Bundespräsident Wulff empfängt das Diplomatische Korps, 18:30: WDR 5

Relativ treffsicher formuliert!
 
Hm, ganz ehrlich habe ich nicht alles hier gelesen, aber....wieso "warten" eigentlich immer alle bis jemand eine bestimmte Position erreicht hat um dann loszuschiessen?

Wulff ist ja nun das aktuellste Beispiel. Mir kann doch niemand sagen, daß keiner zu seiner Ministerpräsidentenzeit von seinen Urlaubsreisen, Freundschaftskreisen, Finanzen und was sonst noch alles zur Debatte steht gewusst hat.
Wurde wahrscheinlich alles in eine wichtige Schublade gelegt und bei Bedarf wird das nun Stück für Stück, wie war dieser dämliche Ausdruck, achja also in Salamitaktik in die Öffentlichkeit geworfen. Hat ja schon so ein wenig von einer Anscheissermentalität.

Ich habe einfach das Gefühl, daß keiner dem anderen das Schwarze unter den Nägeln gönnt.So etwas erlebt man ja leider auch of genug im "realen" Leben, obwohl dies zum Glück nicht immer solche Dimensionen annimmt.

Meiner persönlichen Meinung nach sollte jeder der nach Moral und Vorbildfunktion ruft mal ganz schnell in sich gehen um seine Leichen im Keller zu sortieren. Ich habe bisher noch keinen Menschen kennengelernt, der unfehlbar ist....zum Glück 😉
 
So ähnlich könnte es auch Wulff machen:

"In Anbetracht der andauernden öffentlichen Debatte rund um diese Finanztransaktionen, nach gründlicher Prüfung der gesamten Dokumentation und eingehendem Nachdenken seit der Medienkonferenz bin ich zum Schluss gekommen, dass es nicht möglich ist, einen abschließenden Beweis zu liefern, dass meine Frau ohne mein Wissen die Devisentransaktion am 15. August veranlasst hat". Der Gouverneur einer Notenbank müsse eine absolute Glaubwürdigkeit haben, erkläre er außerdem.

Das ist ein Teil der Rücktrittsrede des Schweizer NationalbankChefs Hildebrandt vor wenigen Tagen.

Wulff ist nicht in der Lage, die Zweifel auszuräumen, die annähernd die Hälfte der Bevölkerung gegen ihn hegt. Daneben gibt es sogar eine Reihe von Fakten, die gegen ihn sprechen. Aus der Perspektive der Vernunft bleibt ihm nur der Weg des Rücktritts.
 
Hm, ganz ehrlich habe ich nicht alles hier gelesen, aber....wieso "warten" eigentlich immer alle bis jemand eine bestimmte Position erreicht hat um dann loszuschiessen?

Wulff ist ja nun das aktuellste Beispiel. Mir kann doch niemand sagen, daß keiner zu seiner Ministerpräsidentenzeit von seinen Urlaubsreisen, Freundschaftskreisen, Finanzen und was sonst noch alles zur Debatte steht, gewusst hat.
Wurde wahrscheinlich alles in eine wichtige Schublade gelegt und bei Bedarf wird das nun Stück für Stück, wie war dieser dämliche Ausdruck, achja also in Salamitaktik in die Öffentlichkeit geworfen. Hat ja schon so ein wenig von einer Anscheissermentalität.

Ich habe einfach das Gefühl, daß keiner dem anderen das Schwarze unter den Nägeln gönnt.So etwas erlebt man ja leider auch of genug im "realen" Leben, obwohl dies zum Glück nicht immer solche Dimensionen annimmt.

Meiner persönlichen Meinung nach sollte jeder der nach Moral und Vorbildfunktion ruft mal ganz schnell in sich gehen um seine Leichen im Keller zu sortieren. Ich habe bisher noch keinen Menschen kennengelernt, der unfehlbar ist....zum Glück 😉
Mit anderen Worten:
er repräsentiert, so wie er ist,
alle Menschen unseres Staates, die kleinen und großen Gauner und da er -

als der Hüter, Lenker, Mahner der Deutschen Bundesrepublikanischen
Staats-Moral, er als Moralinstanz
nur die Moral hat: wie wir kleinen Gauner,
brauchen wir, unserem großem Vorbild nacheifernd - - -

Grund - weil wir nicht diese Staatsfunktion haben,
Grund - weil wir noch viel weniger repräsentieren

noch weniger Moral haben ???? - - - ,

kann jeder soweit
machen was er selber will und braucht, also

[soweit er wen findet ,der mitmacht und ihm hilft, die staatlichen Festlegungen und auch
die nicht-extra-schriftlich-festgelegten ]

die normalen Normen nicht einhalten,

soweit, daß man nur nicht mit dem Strafgesetz in Konflikt kommt.

Weitere moralische Ansprüche sind ja nicht nötig, die Hauptsache ist:
alles was man wirtschaftlich tut, rechnet sich.

Oder so ähnlich?

Ich habe keine Leichen im Keller und mich hat auch noch keiner in einem Luxushotel oder auf seiner Jacht kostenlos schlafen lassen.
Ich bin auch völlig neidlos, weil ich keine solchen Gelüste habe. Und das ist ja auch ganz egal.
Aber wenn ich erst "Liebesdienste" leiste, die ich nur in meiner beruflichen Stellung leisten kann, dann solche unstreitbar seltenen Vergünstigungen annehme,
dann sehe ich da eine ursächlichen Zusammenhang, den man *denk* Lobbyismus nennt.

Aber was solls, wir wissen ja, daß wir unseren Lobbyismus nur zeitweise Demokratie nennen.* räusper

Aber den Glauben, daß es rechtschaffene Politiker gibt, die nicht gewissen Verlockungen erliegen (oder . . . nur nicht darauf angeweisen sind? ?) lasse ich mir nicht nehmen.

Vielleicht sollte man Politker in Ämter nur wählen, wenn sie über ein entsprechend großes finanzielles Polster verfügen*. . . wir nähern uns wohl wirklich freiwillig und
unbewußt (??) amerikanischen Verhältnissen an und passen - flexibel wie wir sind im alten Europa - - auch allmählich unsere geschriebenen und ungeschriebenen Moralvorstellungen ebenso diesen amerikanischen Verhältnissen an.

Nur wundert euch nicht, wenn ihr dann eines schönen Tages auch eure Unschuld bei Gericht beweisen müßt, wie es in den USA üblich ist für eine (unberechtigte) Unterstellung einer Straftat euer Anwalt dafür Zielprämien kassiert.

(*kleine Teile sarkastisch gemeint, die mit* garantiert)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Funktion des Bundespräsidenten sollte in erster Linie darin bestehen, nach innen zu integrieren und nach aussen zu repräsentieren. Anders ausgedrückt sollte er die Vielzahl der Bürger der Bundesrepublik in einer Person darstellen.

Er soll aber nicht die Deutschen so darstellen, wie sie tatsächlich sind, sondern wie sie sein sollten. Der Bundespräsident sollte also das Idealbild des bundesrepublikanischen Bürgers darstellen. Er sollte gewisse Werte darstellen und ein Leben führen, das mit diesen Werten in Einklang steht.

Vergleichen wir diese Funktion des Bundespräsidialamtes und die Darstellung der erwähnten Werte und deren Repräsentation durch eine bestimmte Lebensführung mit dem Phänomen Wulff, so treffen wir auf eine Vielzahl von Unstimmigkeiten.

Mein ganz persönlicher Eindruck von Wulff - der sich vermutlich mit denen von Millionen anderer Bürger unseres Landes deckt - ist der: ein Mann,
- der seit frühester Jugend Geld und Macht anstrebt
- der nicht Bundespräsident ist, weil ihm diese Aufgabe wichtig ist, sondern weil sie Mittel zum Zweck von Geld und Macht ist

Für mich repräsentiert Wulff also einen geld- und machtgieriegen Menschen, dem das Amt des Bundespräsidenten eigentlich egal ist.

Mit der Motivation für dieses Amt sieht es also nach meinem Eindruck ganz schlecht in Bezug auf Wulff aus.

Noch viel gravierender in negativem Sinne stellt sich die Praxis des Bundespräsidenten Wulff dar: Wulff macht auch hier auf mich persönlich folgenden Eindruck: er
- hält Informationen zurück, die ihm schaden könnten
- ist in erster Linie auf seinen Vorteil bedacht und ihn interessieren die Belange seiner Mitmenschen nur ganz am Rand (vor allem, wenn sie für sein persönliches Weiterkommen von Belang sind).
- tut das Gute nicht, weil er es achtet, sondern weil es ihm Vorteile bringt
- setzt andere unter Druck, die ihm schaden könnten
- klebt an seinem Amt

Mit dieser Praxis und der zugrundeliegenden Motivation bin ich in keinster Weise einverstanden. Ich gewinne im Ganzen den Eindruck von einem Menschen, der sich nicht an Vernunft und Moral hält, sondern sich egoistisch an materielle Güter klammert und dieselben auf asoziale Weise verteidigt. So ein Mensch wäre mir schon als Nachbar unsympathisch und verachtungswürdig. Als Bundespräsident kommt hinzu, dass er nicht der Funktion seines Amtes gerecht wird und dass er nach aussen und nach innen ein sehr schlechtes Vorbild abgibt. Man bedenke, dass der Bundespräsident eigentlich das Ideal des bundesrepublikanischen Bürgers darstellen sollte.

 
Warum nennst du ihn nicht gleich in der dir eigenen verquasten Diktion einen Schadpräsidenten ??? 😎

Deine Beiträge sind einseitig und völlig überzogen. Es ist mit wenigen Ausnahmen nahezu allen Bundesbürgern auch völlig egal, was du denkst - egal wie groß du schreibst,

Tatsache ist, dass Wulff parteilich in die Pflicht für dieses Amt genommen worden ist. Das alleine ist schon ein Fehler. Er war im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht reif dafür. Wer aber hätte es überhaupt abgelehnt, Bundespräsident zu werden?

Dabei muss man zudem unterscheiden, ob die Gewährung eines Privat-Darlehens überhaupt ein Grund ist, die Übernahme des Amtes abzulehnen, solange kein strafrechtlicher Bereich tangiert ist. Davon zu trennen ist dann wiederum die Frage, was man sich als Amtsinhaber erlauben kann und darf. Demokratie hat gesetzliche Regeln, an die sich die Menschen - auch Präsidenten - halten müssen. Alles andere ist Moral und darüber kann jeder denken wie wer will, aber das begründet keine Pflichten zum Handeln.

Gauck wäre möglicherweise der bessere Präsident gewesen. Ich hätte ihn bei einer Direktwahl zwischen diesen beiden Kandidaten jedenfalls gewählt.

Deine Reichtumstheorie hinkt. Mir ist nicht bekannt, dass ein Bundespräsident jemals als reicher Mann das Amt verlassen hätte. Die Möglichkeiten finanziell sehr gut dotierte Jobs zu erlangen, hatten bislang insbesondere diejenigen genutzt, die Regierungsverantwortung hatten (Schröder, Koch, Clement ...). Dazu hätte Wulff das Präsidentenamt nicht übernehmen müssen, sondern direkt als ausgeschiedener Ministerpräsident bei VW oder Salzgitter AG oder ... oder ... einsteigen können.

Und nun ganz persönlich:
Deine jeglicher Objektivität entbehrenden Phantastereien gehen mir langsam auf den sprichwörtlichen Keks, aber ich werde bemüht sein mich in Gelassenheit zu üben und dich lediglich als den sprichwörtlich umgefallenen Sack Reis in China anzusehen. 😉
 
Ich weiß nicht was Du unter "reich" verstehst. Der Bundespräsident erhält nach seinem Ausscheiden jedes Jahr bis zum Lebensende 199 000 Euro Gehalt. Dazu Dienstwagen mit Fahrer, Leibwächter, Büro und eine Sekretärin.
Klar, damit ist man nicht etwa reich, sondern einfach nur mittelmäßig begütert. 😀
 
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