Schau Dir Emmanuel Macron an , da klappt es auch
Lass ihn
Ich stehe diesem Ausdruck des "Klappens" immer etwas skeptisch gegenüber, denn was weiß man schon, wie es hinter den Türen tatsächlich läuft. Gerade die Prominenz trägt ja gerne den Schein nach außen und da ist man dann doch so manches Mal überrascht, wenn plötzlich bekannt wird, dass das Paar schon seit zig Monaten getrennt lebt. Bei Macron würde ich sogar vermuten, dass da etwas dran ist. Denn beide sind gebildet und wirken nicht so, als hätten sie Flausen im Kopf. Sie sind für mich aber eben auch kein alltägliches Paar, mit dem sich Otto-Normal vergleichen sollte.
Aber wenn ich hier immer wieder von einer Klum als Beispiel höre - die hat ja schon so viele Männer verschlissen oder auch die sie und jedes Mal sah es so aus als wären sie DAS Dreamteam in Tüten, zumal sie ja auch in einer Welt lebt, in der Glamour und Show alles dominieren.
Ich sehe Partnerschaften mittlerweile etwas anders - das hat sich aber auch erst mit der Zeit ergeben. Es gibt so viele Ereignisse, die eine Partnerschaft zerreißen können und eben auch viele, auf die man leider keinen Einfluss hat. Da finde ich es viel wertvoller, im Moment zu leben und den wirklich zu genießen und nicht immer den fragenden Blick auf die Zukunft zu richten. Zuvor sollte man sich aber schon mit ein paar relevanten Kriterien auseinandergesetzt haben und nicht blind durch die Zeit stolpern.
Ich meine damit Aspekte wie die Familiengründung. Wenn dein Sohn, liebe TE, damit fein ist, nicht unbedingt eine Familie mit leiblichen Kindern gründen zu wollen, spricht m. E. nichts gegen diese Beziehung. Mit dieser Frage sollte er sich allerdings schon befassen. Natürlich haben Männer den Vorteil, sich später auch noch jüngere Frauen zur Partnerin wählen zu können. Aber die eigene Zeugungsfähigkeit lässt auch mit den Jahren nach - und da sollte er mit Ende 30 zumindest mal einen Gedanken investieren. Ob du gerne einmal Oma werden würdest muss da leider eine untergeordnete Rolle spielen - danach sollte sich dein Sohn tatsächlich nicht richten müssen. Wenn dich das traurig macht wäre vielleicht die Rolle einer Leihoma eine schöne Alternative, bei der du die Rolle für ein Kind in einer fremden Familie übernimmst, in der es keine Oma gibt, die sich aber nach einer sehnen.
Und was man tatsächlich auch nicht unterschätzen sollte ist, dass der Partner einem weiterhin immer 20 Jahre voraus ist, sich das Verhältnis aber zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit im negativen Sinn schärfer äußern wird. 38 und 58 sind da eine ganz andere Kontellation als 58 und 78. Wäre ich damals mit meinem älteren Partner zusammengeblieben, hätte ich viel Zeit meiner "besten Jahre" für Pflege aufwenden müssen. Er ist schwer an MS erkrankt, saß davon noch 5 Jahre im Rollstuhl und ist zwischenzeitlich leider auch verstorben; ich wäre mit 50 Witwe gewesen. Das kann natürlich auch in jungen Jahren passieren, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Alter nun einmal höher. Das mitzubekommen hat mir selbst aus der Ferne und im Wissen, dass er zwischenzeitlich eine neue Partnerin gefunden und sogar geheiratet hatte, doch noch sehr weg getan.
Mit dem Wissen, wie das bei uns damals alles gelaufen ist, würde ich mich heute tatsächlich nicht mehr für eine solche Konstellation entscheiden. Es hat nämlich auch mein damaliger Partner sehr gelitten als wir einzig aus Vernunftsgründen den Schlussstrich gezogen haben. Und ich finde, dass man auch da eine Verantwortung trägt, wenngleich mein Ex-Partner auch später noch sagte, dass er die Entscheidung immer wieder so fällen würde. Ich hatte doch eine Zeitlang ein sehr schlechtes Gewissen.
So oder so: Dein Sohn möchte offenbar so leben und dann täte es eurem Mutter-Sohn-Verhältnis gut, wenn du das akzeptierst. Ich hätte mir damals die unabdingbare Unterstützung durch meine Eltern gewünscht. Daher finde ich es schon super und einen ersten Schritt, dass du sie kennengelernt hast. Behalte das bei, versuche nicht gegen sie zu reden. Auch wenn es nicht ganz leicht fällt.