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Sollte eine Kitapflicht eingeführt werden?

Portion Control

Urgestein
Was Du nun postest, sagt darüber ja gar nichts aus. Es ist nur eine "Beweihräucherung" der aktuell gefahrenen Linie, mehr nicht. "Experten" ...welche Experten? Worin?
Experten sind für dich keine Experten, Fakten keine Fakten.
Es dürfte wohl egal sein welche Argumente man anführt. So lange es nicht deine Meinung trifft, kann das nur falsch sein... :rolleyes:
Diskutiere besser mit anderen. Meine Urlaubszeit ist mir dafür zu schade.
 

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Weltkind

Aktives Mitglied
Experten sind für dich keine Experten, Fakten keine Fakten.
Es dürfte wohl egal sein welche Argumente man anführt. So lange es nicht deine Meinung trifft, kann das nur falsch sein... :rolleyes:
Diskutiere besser mit anderen. Meine Urlaubszeit ist mir dafür zu schade.
Jeder kann sich Experte nennen oder von anderen so bezeichnet werden, daher möchte ich dann schon wissen, wer diese "Experten" sind.

Welche Fakten?

Wo ist der Beleg, dass Kinder zu Hause nicht lernen können, was sie in der Kita lernen, so dass es dadurch sinnvoll wäre, diese verpflichtend einzuführen?

Ich sehe Behauptungen, aber keine schlüssigen Argumente, die dafür sprächen.

Diesen Beleg kann es nicht geben. Da er schlicht nicht richtig wäre.
Dass einige Kinder zu Hause betreut werden und Defizite haben: ja.
Dass dies bei allen so wäre und es dies bei Kita-Kindern nicht gibt: nein.
Es gibt auch zu Hause betreute Kinder, die sich normal bis hervorragend entwickelt haben.
So wie es das bei Kita-Kindern gibt.

Überwiegend sind Kinder sowieso in Kitas. Und genug von denen fallen durch's Raster; da gelte es anzusetzen und dies zu verbessern.
Ebenso wie bei den wenigen zu Hause betreuten Kindern mehr aufgefangen werden müsste, was da durchs Raster fällt.
Bei beidem gilt: 100 % anzustreben ist gut, erreichen werden wir die nie.

Das Problem der Kitas (selbst wenn sie perfekt wären, wäre ich gegen Zwangs-Fremdbetreuung):


Mal logisch gedacht:
Woher kommen all die auffälligen Schulkinder, wenn Kitabetreuung das doch alles so gut aufdeckt und "rettet?

[/URL]

ZITAT
"Mädchen und Jungen aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status sind deutlich häufiger als Gleichaltrige aus Familien mit mittlerem und hohem sozioökonomischen Status psychisch auffällig."

Und genau da sollte man dann auch ansetzen, sinnvolle Lösungen für die Zielgruppe suchen, die den größten Bedarf an Unterstützung und eben auch Eingreifen hat.


Nochmal zur Betreuung in Kitas und zu Hause:

Ich kenne beides; beides KANN gut umgesetzt sein und beides kann schlecht umgesetzt sein.
Ich kenne nicht hunderte Kindergärten, aber ein paar. Manche würde ich sofort empfehlen, bei anderen gibt's ein solala-ok, es gibt aber auch zwei, da würde ich vehement abraten. Und einer war genial, richtig toll. Bis das Personal wechselte.
Mit dem oft alles steht oder fällt.
Wie zu Hause; auch da hängt es vom "Personal" (Bezugsperson) ab.
 

MapleAru

Mitglied
So mal eingeworfen: Wird dieses Konzept (kostenlose) Kitas mit Pflicht nicht daran scheitern, dass es nicht einmal genug Kitas und vor Allem nicht genug Erzieher*innen gibt? Haben da nicht jetzt schon einen Engpass, was die Betreuungsmöglichkeiten angeht? Woher sollen die Fehlenden kommen? Etwa die Mütter und Väter, die sich sonst allein in Elternzeit um ihre Kinder gekümmert hätten?
Ich glaube es müssten hier erst einmal Anreize für den Beruf geschaffen werden, wie eine vergütete Ausbildung, gegebenenfalls mehr Gehalt und kleinere Gruppen. Jedoch heißt das auch hier bereits, dass mehr Geld investiert werden muss.
Sei das gegeben, dann müssen ja auch die Kosten aufgefangen werden, die durch kostenlose Kitas entstehen, da die Eltern nun nicht mehr zahlen müssen. Auch hier benötigt das dann mehr Geld von Irgendwo. Letztendlich werden dann alle Eltern mehr Arbeiten müssen, um die erhöhten Steuern auszugleichen. Ich glaube viel Anreiz hat das dann nicht mehr Arbeit für Steuern gegen wichtige Lebensmomente des eigenen Kindes einzutauschen.

Aber angenommen es wäre realisierbar, so würde ich tatsächlich zu einer "weichen" Kitapflicht tendieren. Mit "weich" meine ich, dass es trotzdem möglich sein soll, Kinder daheim zu erziehen. Ich würde das so handhaben, das prinzipiell jedes Kind ein Anrecht auf einen Platz hat und die Eltern es mindestens ein Jahr zuvor in Anspruch nehmen ("Reservieren") oder nicht. Einfach für zumindest eine gewisse Planbarkeit. Eltern, die ihr Kind daheim erziehen wollen, würde ich eine Liste an Fähigkeiten geben, die die Kinder idealerweise für die Schule benötigen. Zum Beispiel: Schrift erkennen, Mitgefühl und Ablegen des kindlichen Egozentrismus, seine Interessen kennen, Anderen zuhören, Warnungen befolgen, Deutsch auf einem gewissen Niveau sprechen (!). Das sind sehr offene Ziele, die müssen natürlich zerkleinert und "beobachtbar" gemacht werden und ich würde auch nicht verlangen, dass das Kind Alles lernen muss. Ich würde es eher gewichten und Eltern sollen dann selbst entscheiden, ob sie es z.B. für wichtig erachten, dass das Kind sein Handeln sehr auf sich selbst fokussiert. So kann dann individuell die benötigten 60% (Zahl ist willkürlich) der Erziehungsziele zusammengestellt und erreicht werden. Einzig die Sprachkenntnisse würde ich als obligatorisch erachten. Dafür soll es auch jede Menge an Hilfen bereitsgestellt werden, damit die Eltern (sofern sie Einwanderer oder so sind) hier sich nicht überfordert fühlen. Ich finde Grundschullehrer sollten sich nicht mit elementaren Sprachproblemen dauerhaft auseinandersetzen und Kinder lernen Sprache wohl eher im Umgang mit tatsächlichen deutschsprechenden Kindern in der KiTa, aber auch hier will ich keinen Zwang aufbürden. Der Fortschritt soll dann einmal im Halbjahr sozusagen gemessen werden, um herauszufinden, ob das Kind auch tatsächlich eine gesunde Entwicklung macht. Bei starken Rückständen sollte das Kind durch Einberufung Dritter in die KiTa dürfen (müssen) oder dem Kind darf der Eintritt in die Grundschule für bis zu zwei Jahren verwehrt werden.

Ich würde diese eigene Erziehung der Kinder aber nicht monetär fördern. Einfach damit nicht Kinder als "Einnahmequelle" daheim gehalten werden. Stattdessen würde ich die Erziehungszeit für die Rente voll anrechnen, damit es sich trotzdem lohnt, aber nicht sofort.

Persönlich präferiere ich das Modell: 0.-3. Lebensjahr -> Elternzeit; 3.-6./7. Lebensjahr -> Kindergarten. Ich weiß aber, dass das nicht Jedermanns Sache ist und bei den aktuellen Umständen in den Kitas würde ich auch keine Kinder dorthin schicken, wenn ich weiß, dass es dort unter den 9 Anderen pro Erzieher*in untergehen wird. Jedoch fand ich den sozialen Kontakt unersetzlich, da ich Einzelkind und nur in einer Nachbarschaft mit alten Leuten aufgewachsen bin.
 

Portion Control

Urgestein
So mal eingeworfen: Wird dieses Konzept (kostenlose) Kitas mit Pflicht nicht daran scheitern, dass es nicht einmal genug Kitas und vor Allem nicht genug Erzieher*innen gibt? Haben da nicht jetzt schon einen Engpass, was die Betreuungsmöglichkeiten angeht? Woher sollen die Fehlenden kommen? Etwa die Mütter und Väter, die sich sonst allein in Elternzeit um ihre Kinder gekümmert hätten?
Natürlich existiert derzeit ein Engpass. Sowohl bei Plätzen und Erziehern. Aber das war ja auch keine Ansage der Politik. Sondern lediglich eine hypothetische Frage der TE die mit ihrer Schwester darüber diskutierte. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir brauchen jetzt nicht so zu tun als würden wir Morgen vor der Volksabstimmung stehen...
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Also ich denke, eine Pflicht zur Kita wäre unsinnig. Zumal man ja unterscheiden sollte, zwischen einem Kindergarten und einer Kinderkrippe: Bei so kleinen Kindern (also unter 3) gibt es ja durchaus Stimmen, die sagen, dass eine längere und regelmäßige Fremdbetreuung nicht so gut ist- andere sagen das Gegenteil. Also sollen das die Eltenr entscheiden.
Beim Kindergarten sieht es ja etwas anders aus: Ich denke, da ist man ziemlich einig, dass dsa gut für Kinder ist und sie dort eine Förderung erhalten, die Eltern so nicht leisten KÖNNEN (egal mit wem sie sich zusammenschließen).
Aber auch hier wäre ich definitiv gegen eine Pflicht. Es gibt viele Dinge, die gut für Kinder sind, aber daraus kann man nicht jedes mal eine Pflicht machen: Also zB ist ja Musikunterricht auch gut für Kinder, aber eine Musikunterrichtspflicht?
Das sollte wirklich jeder Familie freigestellt sein und auch von außen nicht gewertet werden. Jedes Kind und jede Lebenssituation ist anders: Ein Stadtkind, das in einer kleinen Wohnung mit den Eltern lebt und keine Geschwister hat, wird sicher riesig vom Kindergarten profitieren, aber ein kleines Landei, das sowieso mit lauter Dorfkindern rumtollt und dessen Eltern das Kind kilometerweit zum nächsten Kindergarten karren müssten: Warum das?
ich denke, der Wunsch, alles zu reglementieren ist oft auch Ausdruck eigener Unsicherheit: Man will eifnach sicher sein, dass man es gut macht und das ist naütlich leichter, wenn alle das gleiche machen. Aber in solchen Fällen zählt auch der Mut zur eigenen Entscheidung: Wenn eine Mutter zB nach 4 Monaten wieder arbeiten will, kann oder sogar muss, dann ist die Kinderkrippe halt meist alternativlos (es sei denn, man hat eine Oma mit viel Zeit)- das gilt es ebenso zu respektieren, wie wenn Eltern sagen: Warum soll ich mein Kind überhaupt irgendwo hingeben? Hier hat es alles was es braucht.
Es gibt so viele unterschiedliche Wege ein Kind GUT aufwachsen zu lassen: Es gibt nicht nur den EINEN richtigen! Das Leben von jedem Kind ist anders: Genau wie bei Erwachsenen auch.
 

MapleAru

Mitglied
Natürlich existiert derzeit ein Engpass. Sowohl bei Plätzen und Erziehern. Aber das war ja auch keine Ansage der Politik. Sondern lediglich eine hypothetische Frage der TE die mit ihrer Schwester darüber diskutierte. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir brauchen jetzt nicht so zu tun als würden wir Morgen vor der Volksabstimmung stehen...
Das Ziel meines ersten Absatzes war es, auf die Aussage zu gelangen mit: "Es wird viel Geld kosten und die Leute müssten dann praktisch arbeiten um das zu bezahlen."
Das sollte dann zum Konflikt überleiten, ob es Sinn macht, mehr zu arbeiten für eine KiTa-Pflicht oder man doch lieber selbst die Erziehung übernimmt und das Kind in seiner Entwicklung miterlebt.

Natürlich ist das rein hypothetisch aber trotzdem sollte man sowas miteinbeziehen. Wenn ich jetzt einen Thread eröffne mit "Was wäre wenn wir alle reich sein könnten?" würden sicher nach 0.236 Sekunden die ersten Nachrichten mit "Wer soll das bezahlen?" und "Wie soll das gehen?" kommen. 😁
 
W

Wahlhelfer

Gast
Experten sind für dich keine Experten, Fakten keine Fakten.
Es dürfte wohl egal sein welche Argumente man anführt. So lange es nicht deine Meinung trifft, kann das nur falsch sein... :rolleyes:
Diskutiere besser mit anderen. Meine Urlaubszeit ist mir dafür zu schade.
Experten könne auch 30 Jahre lang was falsch machen wenn sie nur Fakten vertrauen.
Fakten sind nicht das Objektive Erkennen der Realität oder Wirklichkeit.
Da hat jeder seine eigenen.
Diskussionen und endloses reden hat nie zu was geführt.
Genau wie eine eigene Meinung, die hat ja jeder.
Gefragt sind <Menschen die handeln:
Ein kreativer Mensch ist primitiver und kultivierter, destruktiver und konstruktiver, sehr viel verrückter und sehr viel vernünftiger als der Durchschnittsmensch.
© Viktor Frankl
 

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