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Sohn musste ausziehen...falsch oder richtig ?

Das dein Partner da so lange still gehalten hat, wundert mich. Ich hätte längst das Weite gesucht.
Wenn Du die Frau wirklich liebst, dann bleibst Du auch bei ihr, um ihr beizustehen. Alles andere ist nur Wischi waschi. Was soll dann der Spruch „in guten wie in schlechten Tagen“? Eine Beziehung, die nur auf den Schönheiten des Lebens basiert, mag vielleicht wünschenswert sein, ein festes Fundament wird sie aber nicht haben. Das klingt dann eher nach einer oberflächlichen Beziehung. Vorher dachte ich auch wie Du.
 
Nicht in der Kernfamilie aufzuwachsen ist meiner Meinung nach immer eine Benachteiligung. Das zu gewährleisten ist aber nicht Aufgabe der Mutter allein.

Viele Eltern unterschätzen das. TE vielleicht auch. Unabsichtlich. Es liest dich jedenfalls so.

Mann und Sohn haben sich gut verstanden...Sohn macht aber Vorwürfe der Partner habe für die Mutter Priorität.

Sehr traurig sowas. Ich fühl' mit dem Sohn.

Eltern sollten dem Kind gegenüber immer integer und loyal sein. Egal was passiert.
 
Du bezeichnest ihn als Problemkind, weil er einfach nicht so funktioniert wie er sollte und das schon seit langen Jahren. Dass Du ein eigenes Leben hast stimmt, aber zuallererst ist es Dein Kind für das Du zu sorgen hast, bis es auf eigene Füße stehen kann.

Du hast aber doch gemerkt, dass die ganzen Gespräche(Du hast ja erwähnt ihr hättet tausende geführt)bis jetzt nichts gebracht haben. Das was ihr jetzt habt ist, wenn Du an Deinen Sohn denkst schlägst Du in Gedanken die Hände über den Kopf zusammen und wenn er an seine Mutter denkt, sieht er eine ständig meckernde Frau, die ihm immer sagt was er zu tun und zu lassen hat. Er wird 20 und lernen müssen für sich zu sorgen, normalerweise hat man die Jugendzeit dafür zu lernen, die ist bei ihm aber vorbei.

Wieso hättest Du kündigen müssen? Er hat keinen Schlüssel und verläßt spätestens mit Dir das Haus und kann erst wieder rein wenn Du zurück bist. Wenn Du Schichten arbeiten müsstest, wäre dann Dein Mann da.

Ich versteh auch nicht, wie Du schreiben kannst, Dein Kind hat eine normale Kindheit gehabt. Nach allem was Du schreibst ist das überhaupt nicht normal. Eine diagnostizierte Krankheit bei meinem Kind, ich geh davon aus es stimmt, nehm ich doch ernst. Und wenn ich dann noch lese, er hat schon so früh mit Lügen und Stehlen angefangen, liebe TE, und dann zuck ich nur mit der Schulter als Mutter und warte ab? Bis dann bei der Pubertät alles ausbricht.

Ja ich hab Erfahrungen damit und mir tut es sehr leid, dass in so Fällen derjenige, den es zu schützen gilt, über die Klinge springen muss.
 
Und was tut man ansonsten, wenn nicht mit seinem Kind reden? Ihn einsperren??

Nur weil mein Sohn ADHS hat, ist er bzw. seine Kindheit ja nicht unnormal gewesen. Und als meckernde Mutter sehe ich mich auch nicht.
Bis er 14 war, habe ich nur bis mittags gearbeitet. Er hatte viele Freunde, die meistens bei uns waren oder aber ich habe ihn zu seinen Aktivitäten gebracht. Seine Schwestern haben vor 1-2 Jahren mal angemerkt, das ihr Bruder durch sein Verhalten die meiste Aufmerksamkeit von allen erhalten hat.

In den letzten 2 Jahren habe ich bestimmt mal "gemeckert", wie Du es nennst. Weil er sein EQJ nur halbherzig gemacht hat, seine Ausbildung (die nur 2 Monate hielt) ebenso & er einen gut bezahlten Job innerhalb von 5 Wochen in den Sand gesetzt hat. Und das nur, weil er keinen Sinn darin gesehen hat, zeitig genug aufzustehen, um pünktlich zu sein. Und das wiederum hatte nichts mit dem ADHS zu tun, sondern lag daran, das er entweder konsumiert hatte oder bis morgens am Handy hing. Und nein, wir haben das nicht geduldet , sondern immer alles, was wir an Rauschmitteln oder Zubehör gefunden haben, direkt im Müll entsorgt.
Da er aber sehr erfinderisch war, hat er auch ausserhalb seines Zimmers Verstecke gehabt. Garage etc. Und jetzt sag mir bitte, inwieweit man einen Menschen kontrollieren kann, um das zu unterbinden?
Das EQJ hätte er nicht einmal zur Hälfte geschafft, wenn ich ihn nicht jeden Morgen gefühlte 10 mal geweckt hätte. Oder ihn gefahren, weil er sich endlos Zeit gelassen hat...
Wie gesagt, dieses Verhalten bezog sich bei ihm nur auf die Arbeit, alles andere, was ihm wichtig war, hat er überpünktlich gemacht
 
Zu vivi89 :

Das Kinder mit beiden Elternteilen aufwachsen, lässt sich leider nicht immer beeinflussen. Ich habe diesbezüglich alles versucht, um den Kontakt zwischen Sohn & Vater zu erhalten. Und das lange Zeit :/

Die Aussage meines Sohnes war immer, das mein Mann für ihn mehr Vater ist, als ein lieblicher es je sein könnte. Da diese Aussagen von ihm auch in Gesprächen mit Schule, Jugendamt und Psychologen getätigt wurden, ohne unser Beisein, würde ich diese auch nicht anzweifeln. Mit beginnender Pubertät hat er immer mit meinem Mann statt mir geredet. Über alle Probleme, Sorgen und was in der Pubertät halt aufkommt. Ich habe diese Sachen immer erst später durch ihn erfahren, weil mein Mann mir auch nichts davon erzählt hat, wenn mein Sohn das nicht wollte. So wie eben die Mädchen mit mir geredet haben.
Aus diesem und anderen Gründen sehe ich uns tatsächlich einfach als normale Familie.

Und loyal war ich definitiv. Ich habe mich nie, egal vor wem, gegen eins meiner Kinder gestellt. Ganz im Gegenteil, habe ich sie, vielleicht falsch, immer in Schutz genommen.
Da mein Mann mich nie vor die Wahl gestellt hat oder hätte, mich für ihn oder meinen Sohn zu entscheiden, habe ich auch keine Priorität zugunsten meines Mannes gesetzt!? Genauso wirft er mir auch vor, das bei mir die Arbeit Priorität hat, wenn ich ihm schreibe, das ich jetzt auf der Arbeit bin & leider nicht schreiben, telefonieren etc kann und mich später melde... Was sagt das dann für mich aus?
 


Hallo Meli;

Es ist wirklich sehr schwer für euch ..

Nach dem du nun ausführlich beschrieben hast,zeigt es die Probleme.

Ich habe selber eine Tochter von 24 Jahren und weiß um die Liebe/ Fürsorge und Verantwortung seines Kindes.

In seinem Alter sollte er auf eigenen Beinen stehen und gesunde Verantwortung/Ziele für sich selbst tragen. Das tut er aber nicht und kann es nicht ,wie er selber sagt,aus welchen Gründen auch immer,..sonst würde er es tun.
Es gibt so manche junge Männer die erst spät Zünden.Noch ist nix verloren.
Jetzt ist auch noch nicht zu klären "Warum" und noch nicht das Wichtigste,weil er noch nicht so weit ist.
Es geht auch nicht um Schuld.Sondern einfach nur darum das er so ist und selber damit nicht Klar kommt.

Erstmal muss er Überleben können,OHNE deine Hilfe,auch finanziell und in Not Situationen.Natürlich ist Mami immer da für sein Kind,gerade wenn es Leidet oder nicht mal mehr Zigaretten Geld hat.Doch hat er Möglichkeiten,wie du aufgeführt hast,z.B zum Amt,usw..
Er zeigt DIR,seinen Stand der Dinge/im Leben und du wirst immer mehr hinein gezogen in sein LEID und leidest selber,also auch eine Co Abhängigkeit auf emotionaler Ebene.Obwohl er zum AMT müsste und könnte..ect.
Er hängt an DIR. Statt diese Verantwortung an sich zu stellen.

Du(ihr) hast ALLES was eine Mutter machen kann, getan.
Viele hätten Ihn schon fallen gelassen. UND da ist auch der Punkt..,so glaube ich.

Solange Du Ihm die Hand reichst,wird sich nix ändern. Ich weiß das es das schwerste ist für eine liebende Mutter,aber du kommst nicht drum rum Ihn los zu lassen.(..ein bisschen wie in der Tierwelt,er MUSS auf seine Beine fallen,damit er gehen lernt,wenn der Hunger zu Groß wird)

So könntest du es Ihm auch sagen und Ihn Umarmen und Dich Verabschieden.
Wenn er "auf Beinen steht" bist du gerne wieder da.
Er wird später Rotz und Wasser Heulen und Wütend sein,u.ä ..um dich wieder an sich zu Binden,sobald es Ihm schlecht geht.Du wirst Schuld sein..Du hast Ihn doch immer aufgefangen.

Sollte er wieder auftauchen z.B auf deiner Arbeit,gebe Ihn immer wieder nur eines,immer wieder den selben Zettel in seine Hand,und entziehe Dich der Situation.(siehe Unten*)
Du brauchst keine weiteren Worte.Du hast alles gesagt/getan.
Du kannst Ihm von weiten im Auge behalten.

Er wird so oder so irgendwann an den Punkt ankommen,aber so lange du da bist als Auffangbecken und Blitzableiter und den Irr-Sinn mit machst,desto länger wird es Dauern bis ER von alleine Aufsteht.

Deine LIEBE und Mühen/Stubser reichen nicht.
Das heißt nicht,das du Ihn aufgeben sollst,um Gottes Willen.Aber Er muss sich selber Helfen und das muss er Verstehen.Egal in welche Richtung er läuft.

z.B Ein Zettel für Ihn,von Dir,wenn er in Not ist und alleine nicht weiter kommt:
(Internet hat er wohl selber um sich Hilfe/Beratung Raus zu suchen,sofern er die braucht,auch das muss er selbst Entscheiden.)
ODER z.B aber auch,Berufliche Ausbildungsstätten/Angebote../Alternativen.

»Eine Akut Behandlung ist eine zeitnahe psychotherapeutische Intervention im Anschluss an die Sprechstunde zur Vermeidung von Fixierungen und Chronifizierung psychischer Symptomatik.
Sie hat zum Ziel, Patientinnen oder Patienten von akuter Symptomatik mit ambulanten psychotherapeutischen Mitteln zu entlasten.Die Psychotherapeutische Akut Behandlung ist auf eine kurzfristige Verbesserung der Symptomatik der Patientin oder des Patienten ausgerichtet.
Sie strebt dabei keine umfassende Bearbeitung der zu Grunde liegenden Ätiopathogenischen Einflussfaktoren der psychischen Erkrankung an, sondern dient der Besserung akuter psychischer Krisen- und Ausnahmezustände.

Die Patientinnen oder Patienten, für die die Akut Behandlung nicht ausreicht, sollen so stabilisiert werden, dass sie auf eine Behandlung nach §15 vorbereitet sind oder dass ihnen andere ambulante(z.B.
Psychiatrische, psychosomatische, Jugend-psychiatrische Behandlung, Sozial-psychiatrischer Dienst, Jugendhilfe), Teilstationäre oder stationäre Maßnahmen empfohlen werden können« (§13 (1) Psychotherapie-Richtlinie)helfen.

 
Zuletzt bearbeitet:


Ich kann dir mal Erzählen wie das "Los lassen" bei mir war.
Wie wohl ähnlich auch in anderen Familien.
Auch war da großer Trennungsschmerz,das ist wohl ein normaler Abnabelung-Prozess,der mir selbst sehr zu schaffen machte.
Meine Tochter wollte auf dem Gymnasium nicht weiter machen,Sie war Schul Müde und hatte keine Bock mehr.
Sie war 16,5 Jahre,es war 2 Monate vor den Sommerferien und Sie hat es einfach Entschieden.

Ok,ich kann Sie schlecht zwingen,kein Reden half. Sie wusste aber auch nicht was Sie machen will,z.b eine Ausbildung.So blieb das erstmal offen.
Nach den Sommerferien war dann erstmal nix.
Bald drauf kam das Arbeitsamt und besorgte ihr solche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wo Sie viel weiter fahren musste,wie eigentlich zur Schule.
Sie MUSSTE da hin.Es gefiel ihr nicht.Am Anfang war es lustig und locker,aber Sie war damit total Unterfordert und außer Zeitvertreib hat es wirklich nicht viel Sinn.

Derzeit habe ich nach Ausbildungsmöglichkeiten gesucht ,ihr immer wieder neues Vorgeschlagen+1-2 Praktikum
hat Sie gemacht. Eine Bewerbung ging etwas Lustlos an eine Hotelkette als Hotelfachfrau.
Ok,Sie wurde Eingeladen und hatte die Möglichkeit innerhalb von 3 Wochen dort anzufangen,ca 40 Km von Zuhause weg.
Wir packten die Sachen,mieteten ein 1 Zimmer Azubi Whg,echt nix dolles,weil kaum noch ein Zimmer zu finden war und ich gab ihr 400.- Euro in die Hand.Das war es.
Dahin gebracht und sah Sie ein halbes Jahr nicht wieder.

Für mich war es eine sehr Schlimme Zeit.Es war in so kurzer Zeit und ich wusste nicht um den Abschied für immer. Mir war als wäre Sie nur zur Klassenreise und kommt nächste Woche wieder.Sah in ihr leeres Kinderzimmer.
Die Zeit schmerzte mich sehr,ich war Sooo UNGLÜCKLICH,ich wollte mein kleines Mädchen wieder haben,schrei*
Ich habe SIE ÜBER alles geliebt.
Bis mir nach langer langer Zeit der Tränen KLAR wurde: Diese LIEBE ÜBER ALLES ist ZUVIEL.Macht KAPUTT.Man darf sein Kind lieben,aber nicht ÜBER alles. Das ÜBER ALLES ist NICHT GESUND und Förderlich.

Und für Sie:
Sie, die Zuhause als Einzelkind verwöhnt wurde,und sich bei jeder kleinen Haushaltshilfe schwer tat,die Klamotten immer Sauber im Schrank, vom Fön bis zu den Büchern,Hobbys,Nahrung,Geld,Fahr Möglichkeiten,alles immer da...stand auf einmal in einer fremden Stadt alleine,mit fast NIX und sollte 8 Stunden am Tag Arbeiten und lernen und morgens um 4h aufstehen.
Musste selbst Wäsche waschen,den Wecker stellen und für Nahrung ect besorgen.
Ab ins kalte Wasser.Es war so manches mal nicht Einfach,wie Sie heute Erzählt.
Eine Zeit lang war Sie auch Sauer auf mich.Dann wollte Sie abbrechen,aber sah die Alternative.
Auch wenn Sie Heimweh hatte,nach ALLES..So wollte Sie nicht im Dorf abhängen,mit den Mädels die schon Harz 4 bekamen oder sogar ein Baby,und wieder so eine blöde Maßnahme von Amt mit machen?? Nein.Was sonst?
So hat Sie es durch gezogen.Mit GUT bestanden.Sie ist dem Er-wachsen.
Ich bin mächtig stolz auf Sie,auch wenn es nicht ihr Traum Beruf ist.Sie hat eine Entwicklung hinter sich,ohne Worte und das OHNE MICH.
All ihre Faulheit ist weg.Der Trotzkopf..All ihre Qualitäten die Sie Charakterlich hat und ihre Entwicklung ,ist Wunderschön anzusehen.
Heute hat Sie eine gute Arbeit,spart grade für ihren Führerschein,hat eine eine große schöne gepflegte 2,5 Zimmer Wohnung und führt ein tolles Verantwortungsbewusstes Leben.Es geht ihr GUT.

Es war der SCHUBSER. Sie musste alleine auf die Beine fallen.So WEH es auch tat.
Wie wohl jedes Kind irgendwann.
So wie wohl auch jede Mutter/Eltern sich dann neu Orientieren müssen im Leben,ohne ÜBER große Liebe.
Liebe ist Ok,das schönste und Wichtigste, aber auch nur im gewissen und gesunden Rahmen.
Und diese Grenzen,auch seinen Kindern gegenüber,..wie eigentlich überall, ist das was Probleme macht ,wenn Sie überschritten sind.
Sorry,wenn es so lang wurde,,aber es ist glaube ganz interessant zu sehen,wie es bei anderen Müttern war.^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie passt das mit den schlechten Tiraden über Deinen Sohn zusammen? Er hat mit Deinem Mann immer über alle Probleme geredet? Sie haben sich toll verstanden? Was hast Du dann für Probleme? Ist ja alles tacco.

Loyal warst Du nicht, nach der ersten vor der Wand gefahren Ehe oder Beziehung woraus Kinder entstanden sind, hast Du Deine Kinder in die zweite Reihe verbannt. Einfach mal an dem Resultat gemessen.

Wenn Du jetzt hingehst und Dein Teil daran nicht einsiehst, wird es eine Geschichte, wie ich sie von meiner Arbeit kenne, zigfach.
 

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