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Sohn musste ausziehen...falsch oder richtig ?

Ich bin ziemlich irritiert über manche Beiträge: warum ist es so wichtig, jemanden die Schuld zu geben....?

Gibt ja auch noch die tolle Sache namens Eigenverantwortung - die wird hier völlig außer Acht gelassen.
 
Ich kann dir nicht sagen was falsch und richtig ist. Ich hatte auch mit dem Millieu zu tun hab aber währendher studiert und musste keine beschaffungskriminalität begehen. Er wird sein Verhalten nicht ändern die Sucht ist ekelhaft und wiederlich oft hast man sich auch selbst dafür und lässt es an anderen aus. Das soll nichts entschuldigen. Er wollte den Weg und muss da jetzt durch wir wollen ja Männer sein also sollten wir uns auch so benehmen.

-Falls er vor Gericht kommt sollte er Therapie statt Strafe verlangen.
 
@schokoschnute
Vielen Dank, das Du dir die Mühe gemacht hast, so ausführlich zu schreiben. Ich erkenne mich darin absolut wieder. Du hast Recht, was das "über alles" lieben betrifft. Meine Psychologin hat es mal so ausgedrückt "Dein Sohn ist die Sonne, um die Du kreist. Du wirst immer weiter angezogen & merkst dabei nicht, wie Du anfängst zu verbrennen"
Über diese "Über -Liebe " haben wir lang geredet. Das sie mehr schadet, als nutzt & das ich ihn nicht ändern kann, sondern nur mich...
Ich habe eine Veränderung durch gemacht. Mit allem Schmerz, den es mit sich bringt. Und der tiefen Hoffnung, das es am Ende das Richtige ist...
 
@o'connor
Aus welchen Gründen, diese Beziehung gescheitert ist, hatte ich nicht erwähnt. Von daher ist die Bezeichnung "an die Wand gefahren " unpassend.

Für dich heisst das also, wer eine Beziehung hatte, aus der Kinder hervor gehen, hat kein Recht jemals wieder eine neue Partnerschaft zu haben? Etwas mittelalterliche Denkweise.
Eine Beziehung hat nichts damit zu tun, seine Kinder hinten an zu stellen!

Wenn Du beruflich mit dieser Thematik zu tun hast, Glückwunsch! Es sind aber nicht deine Kinder.
Mein Mann arbeitet pädagogisch im Intensivbereich mit Kindern. Trauma, emotionale Verwahrlosung, mit/ohne geistigen Behinderungen.
Allerdings ist das eine Beruf & das andere Familie. Und innerhalb der Familie spielen Gefühle & Emotionen mit ein. Beruflich ist das was anderes! Von daher für mich nicht vergleichbar...! Bei seinen eigenen Kindern handelt man viel emotionaler. Wäre auch schlimm wenn nicht. Und es gibt nun mal nicht das Handbuch, mit DER perfekten Erziehungsmethode. Das solltest Du aber wissen. Die Erziehung spielt eine gewisse Rolle, das andere ist dann der entwickelte Charakter eines jeden einzelnen. Ansonsten wäre es auch merkwürdig, das unsere 3 Kinder alle total verschieden sind?!
 
@o'connor

Für dich heisst das also, wer eine Beziehung hatte, aus der Kinder hervor gehen, hat kein Recht jemals wieder eine neue Partnerschaft zu haben? Etwas mittelalterliche Denkweise.
Eine Beziehung hat nichts damit zu tun, seine Kinder hinten an zu stellen!

?!
Mittelalterliche Denkweise? Nein, wir leben hier ganz fortschrittlich, die soziale Hängematte ist groß. Keine Frau braucht mehr einen Mann um sie und die Kinder zu versorgen.

Und Du schreibst doch selber es gibt nicht die perfekte Erziehungsmethode. Es geht auch nicht um Schuld, natürlich sind die drei Kinder alle unterschiedlich. Er ist aber doch nicht schlechter als seine Geschwister.

Die Schilderungen wie Du Deinen Sohn beschreibst sind ja zu lesen, die sind abfällig.
 
Um Schuld geht es nicht, sondern um einen jungen Menschen, für den man, meine ich, das Schlimmste verhindern sollte, so lange man das materiell und emotional kann.

Die ressourcen von Eltern sind sicher nicht unerschöpflich. Manchmal können Probleme aber nicht gelöst werden, weil die Beteiligten sich selbst den Blick auf das Wesentliche verstellen. Deshalb nochmal die Hinweise:

  • Menschen, die nicht in der Kernfamilie aufwachsen dürfen, sind benachteiligt.
  • Menschen mit ADHS sind benachteiligt.
  • Wir müssen uns alle daran messen lassen, wie wir mit den Schwachen unter uns umgehen.

Wenn der Junge die Loyalität seiner Mutter vermisst, ändert sie daran nichts, indem sie ihm Zigaretten kauft, und ihn dann aber wegen der Arbeit am Telefon vertröstet. Und woher kommen die Aussagen des Sohnes, dass die Mutter den Partner ihm vorzöge?

Nach dem leiblichen Vater fragt keiner, als sei das gelingen der Erziehung einzig die verantwortung der Mutter. Kein Wunder, das Mütter sich aus dieser überbürdenen Verantwortung rausreden wollen mit "Er hatte doch alles, es war alles in ordnung, er hat sich gut mit meinem Partner verstanden." Welcher Mensch soll den aushalten für etwas verantwortlich gemacht zu werden, ganz allein, was eigentlich mindestens 2 Personen zu verantworten haben. (Wenn nicht mehr.)

Trotzdem ist der Schritt nötig und wichtig zu erkennen, woher diese Problematik rührt, um den Sohn, der noch hilflos ist und in der Entwicklung verzögert, richtig zu führen und zu begleiten.

Erkennen welche Gedanken ihn so quälen, dass er sich abwendet vom Elternhaus, von der Mutter, von einem normalen Leben. Was lenkt ihn davon ab? Was übertüncht er mit den Drogen?

Weiss man das, kann man es heilen und das ist mit Anfang 20 einfacher als mit 30 oder 40.
 
Nur weil mein Sohn ADHS hat, ist er bzw. seine Kindheit ja nicht unnormal gewesen.

Rede dir ruhig weiter ein das dutzende Arztbesuche, Gespräche mit Psychologen, einer "Erkrankung" die die Wahrnehmung beeinträchtigt und getrennte Eltern eine "normale" Kindheit sind..

Der arme Junge ist vermutlich komplett perspektivlos und das einzige was ihm sein Umfeld bietet ist Druck, und darunter wird er irgendwann zusammenbrechen...
 
@BENz
Ich rede mir nichts ein. Habe aufgezählt, was wir alles versucht & getan haben.
Anstatt nur den Zeigefinger zu erheben, sollte man dann vielleicht auch anmerken, was DEINER Meinung nach richtig gewesen wäre?!
Denn Du scheinst es ja besser zu wissen als all die geschulte Menschen, mit denen wir im Laufe der Jahre zu tun hatten....

Sollte die gescheiterte Beziehung der Knackpunkt sein, das werde ich wohl nicht rückgängig machen können. Bei der heutigen Trennungsrate sehe ich dann aber schwarz für sehr viele Kinder...
 
Hallo!

Ich möchte hier nur noch einmal meine Aussage vom Anfang des Threads bekräftigen:
Deine Entscheidung war absolut richtig. Dein Sohn ist mittlerweile erwachsen genug, um in der Lage zu sein, selbst zu merken, dass seine Verhaltensweisen ihn nirgendwo hin bringen werden.
Jede Konsequenz deinseits, d.h., je länger du konsequent keine Unterstützung mehr anbietest, desto größer wird der Druck auf dich durch deinen Sohn werden, der dich ausschließlich als nachgiebigen Versorger kennt. Auch zu Beleidigungen u.ä. wird es kommen. Diese werden allerdings lediglich ein Zeichen sein, dass deine Unnachgiebigkeit in ihm eine Reaktion hervorruft, die hoffentlich eine positive Entwicklung hin zu mehr Eigenverantwortung anstoßen wird.

Dein Sohn ist kein Kind mehr, alle "strafmindernden Umstände" wie ein (zu niedriges) Alter, geistige Störungen, Depressionen, o.ä. sind entweder nicht mehr vorhanden, waren nie vorhanden oder liegen mittlerweile außerhalb deiner "Reichweite".

Sämtliche Vorwürfe in diesem Forum, die dich dazu drängen, dich zu rechtfertigen, solltest du ignorieren. Dein Sohn ist kein "armer kleiner Junge" mehr. Er ist erwachsen und ... pardon ... verzogen.

Deine Sorge um deinen Sohn ist ein Zeichen dafür, dass dich sein Schicksal berührt und seine Zukunft dir am Herzen liegt. Deinen Schilderungen nach zu urteilen hast du aber bereits alles getan, um deinem Sohn einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.
Mehr kannst du nicht tun. Mehr musst du auch nicht tun.

Lass es auf sich beruhen und lass dich von anderen Usern nicht provozieren. Du hast viel geleistet und viel versucht, professionelle Hilfe in Anspruch genommen und bist vielen Ratschlägen gefolgt. Das einzige, wozu man dir imho noch sinnvollerweise raten kann, ist, dich in Geduld zu üben und die Sache ihren Lauf nehmen zu lassen, während du dir selbst die Ruhe gönnst, die dir so lange gefehlt hat.


Viel Glück!
Nagelring
 


Richtig". NUR: Lasse Ihn endlich Los". Wenn er so Leben will,ist das seine Entscheidung.

Wenn sein LEID groß genug sein sollte,..wird er etwas ändern.
Wir Menschen sind Zäh.
Keine Angst.
Das haben schon ganz andere Menschen durch.

Es liegt an Ihn und seine Lebensziele, die sich durchaus noch Entwickeln können.
So mancher junger Herr ist ein Spätzünder.
Damit bist du als Mutter nicht alleine.
Nun muss er sein Weg ohne Dich gehen,..solange du aber alles Abfängst und Druck machst,wird das nix.
Deine Aufgabe als Mutter hast du Erfüllt.Führe keinen Kampf mehr..
Den Rest muss er selbst finden. (und,wird er alleine finden) hab Vertrauen.
Zeige Ihn diesen/deinen Glauben an Ihm: "Du wirst das schon machen",aber nicht mehr.

Für deinen Sohn und auch DIR, viel Glück.
 
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