Um Schuld geht es nicht, sondern um einen jungen Menschen, für den man, meine ich, das Schlimmste verhindern sollte, so lange man das materiell und emotional kann.
Die ressourcen von Eltern sind sicher nicht unerschöpflich. Manchmal können Probleme aber nicht gelöst werden, weil die Beteiligten sich selbst den Blick auf das Wesentliche verstellen. Deshalb nochmal die Hinweise:
- Menschen, die nicht in der Kernfamilie aufwachsen dürfen, sind benachteiligt.
- Menschen mit ADHS sind benachteiligt.
- Wir müssen uns alle daran messen lassen, wie wir mit den Schwachen unter uns umgehen.
Wenn der Junge die Loyalität seiner Mutter vermisst, ändert sie daran nichts, indem sie ihm Zigaretten kauft, und ihn dann aber wegen der Arbeit am Telefon vertröstet. Und woher kommen die Aussagen des Sohnes, dass die Mutter den Partner ihm vorzöge?
Nach dem leiblichen Vater fragt keiner, als sei das gelingen der Erziehung einzig die verantwortung der Mutter. Kein Wunder, das Mütter sich aus dieser überbürdenen Verantwortung rausreden wollen mit "Er hatte doch alles, es war alles in ordnung, er hat sich gut mit meinem Partner verstanden." Welcher Mensch soll den aushalten für etwas verantwortlich gemacht zu werden, ganz allein, was eigentlich mindestens 2 Personen zu verantworten haben. (Wenn nicht mehr.)
Trotzdem ist der Schritt nötig und wichtig zu erkennen, woher diese Problematik rührt, um den Sohn, der noch hilflos ist und in der Entwicklung verzögert, richtig zu führen und zu begleiten.
Erkennen welche Gedanken ihn so quälen, dass er sich abwendet vom Elternhaus, von der Mutter, von einem normalen Leben. Was lenkt ihn davon ab? Was übertüncht er mit den Drogen?
Weiss man das, kann man es heilen und das ist mit Anfang 20 einfacher als mit 30 oder 40.