einen ausschnitt aus meiner letzten mail an die telefonseelsorge.
die mail:
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" [...] es ist so schlimm so festzustecken, und zu merken wie stark der eigene widerstand zu Leben und der notwendigen therapie ist...
es ist schlimm so viel angst vor allem zu haben, und mich selber nicht so wirklich zu verstehn... bzw mich i-wie nicht "aufraffen" zu können...
meine mum meint ich könnte/sollte evtl mal ne andere klinik ausprobieren (war ja dieses jahr 2 mal in ner psychosomatischen) , wo man mir evtl besser helfen kann, obwohl ich so unglaublich antriebslos bin... aber kann therapie überhaupt funktionieren wenn ein so starker teil von mir offensichtlich nicht will?
in der psychosomatischen klinik war ja mal meine ehrlichste einzelgesprächstherapiestunde auch die frustrierendste... ich hab fast ehrlich darüber geredet wie S**** es mir geht, und auf die frage was ich bräuchte um nach dem aufenthalt nicht wieder in ein tiefes loch zu fallen, wusst ich eben die antwort nicht.. und das wollte die nicht wahrhaben, das war frustrierend so.. festzustecken in der stunde....
ist ja bezeichnend für mich, ich weiß nicht was ich will, ich weiß nur das DAS wehtut. Und doch muss ich leben wollen und wissen was ich will, und das fällt mir so schwer!
ich hoffe immer den mut zu finden mich zu töten, suche nach möglichkeiten, aber ich hoffe nie einmal "leben" zu können, weil ich auch garnicht dran glaube...
innerlich hab ich mich irgendwo aufgegeben, zumindest ein stück weit, sonst würde mir das alles doch zumindest etwas leichter fallen.
in letzter zeit hab ich viel geträumt. erinner mich nicht an viel. ein zwei mal kam ne leiche vor, keine sonderlichen emotionen dazu allerdings... schien mir irgendwie bezeichnend.
früher als kind hatte ich oft albträume, und da dann auch die absolute vollpanik, und die Träume weiß ich heute noch... kp warum ich das schreibe, ich bin einfach unglaublich ... leer? wund? einsam? ich hab das gefühl ich muss alles rausschreiben was kommt, sonst zerfall ich an ort und stelle und sterb einfach. haha "einfach".
manchmal freu ich mich fast wenn ich einen schritt in die falsche richtung mache, als ob es etwas tolles wär... das ärgert mich dann, ich habe zb keinen zwang mich zu ritzen, ich WILL es aber tun, ich weiß ich KÖNNTE es glaub ich auch lassen, aber warum WILL ich das tun? das ist doch nicht richtig.
grade draussen nen krankenwagen vorbeifahrn gehört... ich mag das geräusch (kann auch polizei gewesen sein)
(keine sorge, hab zwar paar kratzer, aber nix schlimmes, hab auch nicht vor groß weiterzuschneiden, tut mir leid das ich das alles so schreibe, ich hab nicht wirklich viele "outlets" für meine gedanken und gefühle, hier weiß ich wenigstens es kommt ne antwort [...] )
hab vor kurzem auf der suche nach nem traum mein tagebuch durchforstet.. und festgestellt das es mir schon länger schlecht geht als ich.. "bewusst" gewusst hab, also hätt ich nachgedacht wärs mir schon klar geworden... naja jetzt hab ich nachgedacht, so richtig glücklich war ich wohl nie... vielleicht als kleinkind? ich weiß es nicht... glaub nicht."
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Ich poste diesen Ausschnitt aus der Mail, weil es meine Emotionen recht gut getroffen hat find ich, außerdem passt es jetzt stimmungsmäßig grade auch sehr sehr gut.
zudem ist mir gerade danach mich mitzuteilen.
meine größte angst, (naja nur eine sehr große) ist nicht gehört und gesehn zu werden (wobei das gegenteil mir genausoviel angst macht)
eins meiner vielen lieblingsfilmzitate: ".. for I have tried everything, and no one ever sees me"