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schwester will keinen hiqab tragen

hab ihm schon einmal gesagt das ich ihn hasse. hab mich dann aber nach ein paar tagen entschuldigt weil es sowieso nicht stimmte. hasse ihn manchmal aber nicht immer. in den tagen wirkte er nicht traurig er hat sich nur über mich lustig gemacht. ich kann es nächste woche ja mal probieren wenn wir da reden können. aber ich glaube er sieht das einfach nicht so. er hat ein recht darauf das man sich um ihn kümmert und den kontakt hält. danke.


danke. aber wie kann ich das darlegen ohne das es wie ein vorwurf klingt? wenn ich sage das ich nicht mit ihnen sprechen kann ist das dann kein vorwurf? was ich gerne sagen würde wäre das mir auch erwachsene zustimmen. damit würde ich ja dann aber zugeben das ich mit anderen darüber gesprochen habe und das wäre wohl nicht so gut. aber ein gutes argument.
Du kannst vor allem Ich-Botschaften verwenden: Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mit euch sprechen kann, ich fühle mich nicht gehört, ich empfinde euch als zu streng etc
 
Wie läuft das ab? Muss da jedes Familienmitglied ein Bekenntnis ablegen oder konnte euer Vater über euch Kinder bestimmen?

Konvertiten sind übrigens oft extremer als Leute, die mit der Religion aufgewachsen sind.

Und ehrlich gesagt, gesund klingt das nicht, was dein Vater da abzieht.

Das solltest du dir nicht mehr gefallen lassen. Bist du finanziell abhängig?
wenn man noch nicht in der pubertät ist und deine eltern konvertieren bist du automatisch ein moslem. jetzt zum beispiel könnte er mich nicht zwingen ein glaubensbekenntnis abzulegen. das ist nicht erlaubt. muss freiwillig kommen.
kann ja nicht zurück schlagen. du meinst taschengeld? bekommen wir nicht, aber trage zeitungen aus.

Du kannst vor allem Ich-Botschaften verwenden: Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mit euch sprechen kann, ich fühle mich nicht gehört, ich empfinde euch als zu streng etc
danke. ist besser wenn ich mir das dann aufschreibe obwohl peinlich.
 
Falls ihr in Deutschland lebt:
Religionsmündigkeit
Deutschland
In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt. Ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll. Ab Vollendung des zwölften Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres besteht in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit.

Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Gemeinschaft oder Konfession auszutreten, als auch das Recht zu konvertieren. Mit Eintritt der Religionsmündigkeit kann der Jugendliche eigenverantwortlich entscheiden, ob er am Religionsunterricht teilnehmen möchte oder nicht. In Bayern und im Saarland wird jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Zustimmung der Eltern zur Abmeldung bekenntnisangehöriger Schüler vom Religionsunterricht verlangt,[1][2] beim Kirchenaustritt (auch ohne Zustimmung der Eltern) entfällt die Teilnahmepflicht ohne Abmeldung.[3]

Wenn ihr nicht in Deutschland lebt, lies über euer Land und Religionsmündigkeit, wenn du magst.
Dein Vater wird das erstmal nicht hören wollen, ich weiß.

Eure Situation ist extrem schwierig. 🙁
Mir fallen nur Bruchstücke ein, kein Plan ...

Hat dein Vater den Job verloren, bevor er konvertiert ist? War er vor seiner muslimischen Zeit auch so reizbar und schlechter Laune wie jetzt? Wie lange geht das schon? Es könnte sein, dass er depressiv ist; Depressionen zeigen sich bei Männern oft anders als bei Frauen.

Ist der jetzige Job deines Vaters für ihn weniger interessant, stressiger, schwächer entlohnt als der vorige? Hat er jetzt vielleicht weniger Verantwortung als im letzten Job?
Möchtest du schreiben, welcher christlichen Konfession er vorher angehört hat?
Könnte es sein, dass er überhaupt nur deswegen konvertiert ist, um euch alle kontrollieren zu können, um (fast) uneingeschränkte Macht zu haben? Oder weil er möglicherweise jetzt im neuen Job in irgendeiner Weise schlechter dasteht als im alten?
Hat dein Vater eine Wut auf deine älteren Schwestern, weil sie freiheitlicher leben als er früher?

Im schlimmsten Fall kriegt deine kleine Schwester irgendwann Depressionen, Ängste oder psychosomatische Symptome, wenn sie jetzt nur noch zu Hause sitzen und sich total unterordnen muss. Das solltest du im Auge behalten. Und ... selbstverständlich hast du Recht, wenn du rebellierst. Aber irgendwann bist du weg von zu Hause, und du willst sicher den Kontakt zu deiner kleinen Schwester behalten. Ich nehme an, dass das auch für sie sehr wichtig wäre. Wenn du jetzt nur noch rebellierst und später weg bist, verbietet dein Vater vielleicht deiner Schwester den Kontakt zu dir. Andererseits ist es bei deinem Vater oft kaum auszuhalten ... oje. Höchstens, ihr seht euch dann später heimlich - wenn es möglich ist.

Wenn deine Schwester nicht zum Beratungstermin will, dann könntest du zu der ersten Beratungsstelle, bei der du schon warst, gehen, und vielleicht versuchen, für die nächsten Jahre mit dem Berater mehrere mögliche Verhaltensstrategien ins Auge zu fassen - je nachdem, was deine Schwester und du zum jeweiligen Zeitpunkt wollen und was nicht. Das könnte alles sein, von gar nichts tun bis zu Jugendamt und Auszug.
 
Zuletzt bearbeitet:
er hat ein recht darauf das man sich um ihn kümmert und den kontakt hält.
Nein, dieses Recht hat er nicht. Es gibt Sozialsysteme, die ihn im Alter und im Krankheitsfall auffangen. Das, was dein Vater macht, hat mit Liebe nichts zu tun. Kann sein, dass er deine Schwester mag, vielleicht sogar sehr, oder dich mochte, aber wenn jemand den anderen nicht respektiert, seine Grenzen, seine Bedürfnisse, dann ist das keine Liebe. Egal, was derjenige sonst sagt. Deine Mutter ordnet sich deinem Vater unter und kämpft nicht für das Wohlergehen ihrer minderjährigen Kinder. Ihr werdet von beiden Eltern nicht geliebt.

Ich habe den Kontakt zu meinem Vater mehrmals für wenige Jahre unterbrochen, vor 10 Jahren ganz abgebrochen, denn er hat Meinungen über mich, die mit Fakten und Wissenschaft nichts zu tun haben. Er will sich selbst als völlig in Ordnung sehen, damit er nicht leiden muss, damit er sich nicht ändern muss. Er hatte mir mehrmals erzählt, dass er Kinder wollte. Aber sich um sie kümmern, das wollte er nicht. Kinder waren für ihn nur ein Ego-Projekt - seht her, ich bin normal, ich habe Kinder. Bei deinem Vater könnte es vielleicht heißen: "Schaut her, ich habe Kinder, die ich alle beherrsche, ich habe die ganze Macht, ich bin normal." Liebe? Interesse für euch?

Den Kontakt zu meiner Mutter hatte ich für 18 Jahre abgebrochen, bin einmal auch zum Anwalt gegangen und habe ihr mit etwas gedroht - das hat sie dann kapiert. Seit damals respektiert sie mich.
Dann habe ich mitbekommen, dass sie sich zumindest teilweise sehr geändert hat und den Kontakt langsam wieder aufgenommen. Der Kontaktabbruch war für sie sehr hart, teilweise auch für mich, aber er war unverzichtbar, um eine wirklich gute Beziehung zu ihr aufbauen zu können.
Ich weiß, du bist in einer völlig anderen Situation, aber irgendwann bist du 18 oder 19 und wirst ausziehen, und dann entscheidest du allein, mit wem du Kontakt halten willst und mit wem nicht. Mittlerweile brechen tausende von erwachsenen Kindern jedes Jahr den Kontakt zu ihren Eltern ab, das ist nichts mehr total Ungewöhnliches mehr.
 
Wie alt bist du?

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall so schnell wie möglich ausziehen.
17 in 5 monaten
Falls ihr in Deutschland lebt:
Religionsmündigkeit
Deutschland
In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt. Ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll. Ab Vollendung des zwölften Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres besteht in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit.

Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Gemeinschaft oder Konfession auszutreten, als auch das Recht zu konvertieren. Mit Eintritt der Religionsmündigkeit kann der Jugendliche eigenverantwortlich entscheiden, ob er am Religionsunterricht teilnehmen möchte oder nicht. In Bayern und im Saarland wird jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Zustimmung der Eltern zur Abmeldung bekenntnisangehöriger Schüler vom Religionsunterricht verlangt,[1][2] beim Kirchenaustritt (auch ohne Zustimmung der Eltern) entfällt die Teilnahmepflicht ohne Abmeldung.[3]

Wenn ihr nicht in Deutschland lebt, lies über euer Land und Religionsmündigkeit, wenn du magst.
Dein Vater wird das erstmal nicht hören wollen, ich weiß.

Eure Situation ist extrem schwierig. 🙁
Mir fallen nur Bruchstücke ein, kein Plan ...

Hat dein Vater den Job verloren, bevor er konvertiert ist? War er vor seiner muslimischen Zeit auch so reizbar und schlechter Laune wie jetzt? Wie lange geht das schon? Es könnte sein, dass er depressiv ist; Depressionen zeigen sich bei Männern oft anders als bei Frauen.

Ist der jetzige Job deines Vaters für ihn weniger interessant, stressiger, schwächer entlohnt als der vorige? Hat er jetzt vielleicht weniger Verantwortung als im letzten Job?
Möchtest du schreiben, welcher christlichen Konfession er vorher angehört hat?
Könnte es sein, dass er überhaupt nur deswegen konvertiert ist, um euch alle kontrollieren zu können, um (fast) uneingeschränkte Macht zu haben? Oder weil er möglicherweise jetzt im neuen Job in irgendeiner Weise schlechter dasteht als im alten?
Hat dein Vater eine Wut auf deine älteren Schwestern, weil sie freiheitlicher leben als er früher?

Im schlimmsten Fall kriegt deine kleine Schwester irgendwann Depressionen, Ängste oder psychosomatische Symptome, wenn sie jetzt nur noch zu Hause sitzen und sich total unterordnen muss. Das solltest du im Auge behalten. Und ... selbstverständlich hast du Recht, wenn du rebellierst. Aber irgendwann bist du weg von zu Hause, und du willst sicher den Kontakt zu deiner kleinen Schwester behalten. Ich nehme an, dass das auch für sie sehr wichtig wäre. Wenn du jetzt nur noch rebellierst und später weg bist, verbietet dein Vater vielleicht deiner Schwester den Kontakt zu dir. Andererseits ist es bei deinem Vater oft kaum auszuhalten ... oje. Höchstens, ihr seht euch dann später heimlich - wenn es möglich ist.

Wenn deine Schwester nicht zum Beratungstermin will, dann könntest du zu der ersten Beratungsstelle, bei der du schon warst, gehen, und vielleicht versuchen, für die nächsten Jahre mit dem Berater mehrere mögliche Verhaltensstrategien ins Auge zu fassen - je nachdem, was deine Schwester und du zum jeweiligen Zeitpunkt wollen und was nicht. Das könnte alles sein, von gar nichts tun bis zu Jugendamt und Auszug.
hallo und danke, ich kann dir nicht alles beantworten weil ich es nicht weiß. ich weiß nicht mehr ob er seinen job vor oder nach der konvertierung verloren hat, war irgendwo da. früher hat er länger gearbeitet aber seine kollegen mag er jetzt mehr. die kommen auch oft vorbei. ich glaube er ist konvertiert weil er einfach daran glaubt und es jetzt für alles eine antwort und vorschrift gibt. und weil sein bester freund auch konvertiert ist. habe ihn aber nie gefragt. also depressiv würde ich nicht sagen. die menschen sind dann doch eher ruhig und schlafen viel. reizbarer als früher weiß ich auch nicht, ich provoziere ihn jetzt schon mehr. ständig mies gelaunt ist er seit vielleicht 2 jahren. alles stört ihn. er merkt es irgendwie immer wenn man was gemacht hat und dann wird er richtig angepisst. wenn man gar nix sagt ist er ok.
meine älteren schwestern sind auch konvertiert und haben direkt nach der schule geheiratet und sind ausgezogen. beide kommen manchmal vorbei aber bleiben nie lange. liegt aber an meinem vater der immer wieder kommentare macht die nicht stimmen und die echt fies sind. er spricht sonst nicht über sie. wenn mein schwager mitkommt ist es ok.
ja, evangelisch reformiert. das mit der religionsmündigkeit ist gut aber ich kann ihm das nicht zeigen.
ich gehe am freitag zu der beratung, er hat mir auf die mail geantwortet das ich gerne mit ihr oder gerne ohne sie kommen kann. und ich hab mir paar sachen aufgeschrieben ob ich jetzt darüber sprechen möchte weiß ich noch nicht das geht online einfach leichter. hast recht und am montag darf meine kl schwester wieder zu ihrer freundin und ich glaube wenn ich dann jetzt wieder was sage das ich das dann für sie verkacke. und will nicht schon wieder schuld sein.

Nein, dieses Recht hat er nicht. Es gibt Sozialsysteme, die ihn im Alter und im Krankheitsfall auffangen. Das, was dein Vater macht, hat mit Liebe nichts zu tun. Kann sein, dass er deine Schwester mag, vielleicht sogar sehr, oder dich mochte, aber wenn jemand den anderen nicht respektiert, seine Grenzen, seine Bedürfnisse, dann ist das keine Liebe. Egal, was derjenige sonst sagt. Deine Mutter ordnet sich deinem Vater unter und kämpft nicht für das Wohlergehen ihrer minderjährigen Kinder. Ihr werdet von beiden Eltern nicht geliebt.

Ich habe den Kontakt zu meinem Vater mehrmals für wenige Jahre unterbrochen, vor 10 Jahren ganz abgebrochen, denn er hat Meinungen über mich, die mit Fakten und Wissenschaft nichts zu tun haben. Er will sich selbst als völlig in Ordnung sehen, damit er nicht leiden muss, damit er sich nicht ändern muss. Er hatte mir mehrmals erzählt, dass er Kinder wollte. Aber sich um sie kümmern, das wollte er nicht. Kinder waren für ihn nur ein Ego-Projekt - seht her, ich bin normal, ich habe Kinder. Bei deinem Vater könnte es vielleicht heißen: "Schaut her, ich habe Kinder, die ich alle beherrsche, ich habe die ganze Macht, ich bin normal." Liebe? Interesse für euch?

Den Kontakt zu meiner Mutter hatte ich für 18 Jahre abgebrochen, bin einmal auch zum Anwalt gegangen und habe ihr mit etwas gedroht - das hat sie dann kapiert. Seit damals respektiert sie mich.
Dann habe ich mitbekommen, dass sie sich zumindest teilweise sehr geändert hat und den Kontakt langsam wieder aufgenommen. Der Kontaktabbruch war für sie sehr hart, teilweise auch für mich, aber er war unverzichtbar, um eine wirklich gute Beziehung zu ihr aufbauen zu können.
Ich weiß, du bist in einer völlig anderen Situation, aber irgendwann bist du 18 oder 19 und wirst ausziehen, und dann entscheidest du allein, mit wem du Kontakt halten willst und mit wem nicht. Mittlerweile brechen tausende von erwachsenen Kindern jedes Jahr den Kontakt zu ihren Eltern ab, das ist nichts mehr total Ungewöhnliches mehr.
sorry habe ich doof geschrieben. ich meinte damit das er denkt er hat ein recht darauf weil man seinen eltern immer alles verzeihen soll, möchte das nicht zitieren steht aber so geschrieben. weiß nicht was ich dir schreiben soll. weiß auch nicht ob das liebe ist oder andere liebe, frustriere ihn oft und hasse ihn auch manchmal dann darf er es ja auch. und nach dem kontaktabbruch hast du jetzt eine normale beziehung zu deiner mutter? danke.
Ich verstehe nicht, warum du den Vater nicht anzeigst.
für? er is kein schlechter mensch und er hat auch seine guten seiten. ich schreibe hier nur die schlechten sachen aber er gibt zum beispiel immer obdachlosen geld oder holt was zu essen. er schickt uns auch einkaufen für einen alten nachbarn, bei uns gibt es immer essen.
 
weiß auch nicht ob das liebe ist oder andere liebe, frustriere ihn oft und hasse ihn auch manchmal dann darf er es ja auch. und nach dem kontaktabbruch hast du jetzt eine normale beziehung zu deiner mutter? danke.
Die Sache ist, er ist der Vater, er und deine Mutter sind dafür zuständig, dass es euch auch seelisch gut geht, sie haben die Verantwortung dafür, das ist nicht nur ein Wort, und das ist ihm bei all den Verboten und Kontrollen vollkommen egal. Echte Elternliebe bedeutet, dass man möchte, dass die Kinder meistens zufrieden oder glücklich sind (klar, ein paar kleinere Probleme gibts immer), dass sie ihre Talente und ihre Persönlichkeit entwickeln, dass sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen haben, dass sie stark werden. Genau das will dein Vater nicht, er will nur Gehorsam. Er sieht euch als einen Teil von sich selbst an, nicht als eigenständige Personen. Das ist keine Liebe.
In jeder normalen, gesunden Beziehung gibts auch mal Auseinandersetzungen, Streit, Wut, und in der Pubertät und der Jugend gibts öfters Zoff mit den Eltern, das ist auch normal. Aber nicht so wie bei euch. Jesper Juul, der Familientherapeut, der viele Bücher geschrieben hat, schreibt, dass man ein Kind ab 10, 11 Jahren nicht mehr erziehen kann, weil der eigene Wille und die eigene Selbstständigkeit dann schon sehr stark sind. Ab da kann man ein Kind eigentlich nur noch begleiten und ihm raten, aber keinen Gehorsam mehr verlangen.
Das Kind oder der Jugendliche kann seine Eltern manchmal hassen, diese extremen Gefühle sind in dem Alter normal, das Elternteil kann wütend auf das Kind sein, aber Hass ist zu viel, das sollte bei Eltern nicht auftauchen, weil sie ja mit ihren Gefühlen als Erwachsene besser umgehen und viel reflektieren können. Ich glaube vor allem nicht, dass du und dein Vater irgendeine gute Bindung habt, das ist ihm auch egal. Du provozierst ihn vermutlich in erster Linie, weil er euch mit so vielen Verboten und Kontrollen einengt, oder? Wenn er sich dafür interessieren würde, wie es dir und deiner kleinen Schwester geht und was euch wichtig ist, würdest du ihn nicht mehr so oft provozieren, denke ich.
Psychisch gesunde Eltern reflektieren ihr eigenes Verhalten und das der Kinder, wollen herausfinden, warum gerade viel Streit ist oder das Kind ständig traurig aussieht, und suchen dann nach Lösungen, anstatt zu hassen. Dein Vater scheint sich selbst überhaupt nicht zu hinterfragen.

Zu meiner Mutter: Wir hatten jetzt über 10 Jahre eine gute Beziehung, nicht sehr gut, aber gut. Es war wirklich schön mit ihr. Wir sind beide respektvoll miteinander umgegangen. Sie hat selbst eine lange Psychotherapie gemacht; ohne die wäre so eine gute Beziehung zwischen uns überhaupt nicht möglich gewesen. Sie hat erst im fortgeschrittenen Alter über ihre eigene Kindheit und Familie, über sich selbst, über ihre Partnerschaft und die Beziehungen zu mir und meinem Geschwister nachgedacht und es seelisch aufgearbeitet. Aber auch mein Gang zum Anwalt war wichtig.
Im Moment stehen größere Probleme zwischen uns im Raum. Vor ca. eineinhalb Jahren hatten wir Streit, wir sind beide sehr wütend geworden, haben aber danach gemerkt, wie viel so ein giftiger Streit kaputtmachen kann. Wir haben uns jetzt dazu entschieden, alles möglichst ruhig zu besprechen und viel nach den Hintergründen für den Streit zu fragen, anstatt uns gegenseitig Vorwürfe zu machen. In der Kindheit meiner Mutter wurde kein einziger Konflikt offen ausgetragen; als ich Kind war, wurden wir Kinder von den Eltern vehement beschimpft; wenn wir wütend waren, durften wir unsere Wut auf die Eltern aber "natürlich" nicht zeigen. Jetzt wollen meine Mutter und ich anders mit Konflikten umgehen, ich habe mir zwei Bücher von Fachleuten darüber gekauft. Vermutlich kann man sagen, dass es in beiden Büchern um gewaltlose Kommunikation geht. Ich schreib das extra, weil es für ALLE Beziehungen wichtig ist, dass man zwar streitet, aber nicht so, dass man die Beziehung dadurch mehr und mehr kaputtmacht.
Meine Mutter war nie so abhängig von meinem Vater wie das bei euch zu sein scheint. Sie war immer berufstätig, hat ihre eigenen Ansichten immer vertreten, auch gegenüber meinem Vater, der politisch anderswo steht als sie. Also ehrlich gesagt, ich denke, dass deine Mutter eine noch längere innere und äußere Reise antreten müsste, bis sie psychisch gesund wäre, ... und gute Beziehungen gibts nur, wenn das der Fall ist.

Zu deinen anderen Themen schreibe ich später.
 
... ich glaube nicht, dass man mit deinen Eltern anders streiten kann. Hab das für deine anderen und zukünftigen Beziehungen und Freundschaften geschrieben, falls es dich interessiert.
 

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