Du missverstehst mich total Rhenus. Ich gebe Dir in vielen Dingen Recht, auch wenn ich vielleicht das Glas halb voll sehe und Du eher halb leer 🙂
Wir weichen aber total vom Thema des Threads ab. Die Frage nach der Parteigründung wurde hier damit beantwortet, dass alle Politiker "korrupt" wären und das System von innen nicht änderbar.
An der Stelle bin ich "hereingesprungen" da die Verallgemeinerung alle Poliker sind korrupt offenkundig falsch ist und
eine Änderung außerhalb unseres demokratischen Systems genau das ist, was Du kritisierst: nämlich undemokratisch.
Den letzte Deutschen (naja ursprünglich Österreicher), der in Deutschland einen Umsturz außerhalb des demokratischen Systemes versucht hat, kennen wir ja alle...
Es scheint bei einigen die verbitterte Einstellung zu herrschen, man könne nichts ändern. Jene Leute sitzen jetzt in ihrer Ecke und suchen die Haare in der politischen Suppe Deutschlands.
Nicht falsch verstehen: Kritischer Umgang mit dem System: super!
Jungen hoffnungsvolle Menschen das System als scheiße und grundsätzlich undemokratisch verkaufen und mit in die untätige Nörglerecke ziehn: nicht gut!
Entschuldige, ich bin in der Regel kompromissbereit...
Dass es korrupte Politiker gibt, wirst du doch angesichts der bewiesenen Fälle, wie auch jetzt die aktuelle Beschuldigung gegen den Ex. Bundespräsidenten, doch nicht verleugnen wollen.
Ich habe weder
alle gemeint, noch
alle gesagt, den Terminus hast hingegen du verwendet.
Wie du auch sehr global übertrieben deinen Standpunkt dargestellt hattest.
Und wo habe ich eine Veränderung außerhalb des GG rechtfertigt?
Ich habe angemahnt, das dürfte doch deutlich geworden sein, dass man aufgrund des GG dem Bürger eine Abstimmung über eine Verfassung und damit eine Abstimmung der Europa-Union vorenthält.
Nämlich das ist der wahre Knackpunkt.
Man traut dem Bürger nicht!
Man wüsste um die Ablehnung.
Als die Wiedervereinigung kam, traute man den "Neubürgern" nicht, man fürchtete den Kommunismus. Im Westen war man so unkritisch zu bemerken, dass sie hätten protestieren müssen.
Viele Bürger wussten gar nichts vom Art. 146 GG!
Und, halt dich fest, jetzt kommt sie wieder die Kritik:
Die Medien, voran der Staatsrundfunk, die mahnen mussten, aufklären, das wäre ihre Aufgabe gewesen, thematisierten nicht, sie schwiegen....
Warum wohl?
Damit ist aber der Grundsatz "alle Macht geht vom Volke aus" gebrochen.
Darum geht es mir im Grundsatz.
Und wenn es jetzt um eine Gründung einer Partei geht, dann hat das durchaus damit zu tun, weil eine Chancengleichheit, genauso, mit oder wegen des Einflusses der Politiker auf den Rundfunk und auf das Parteiengesetz, nicht gegeben ist.
Wobei ich wieder bei einer Verfassung angelangt bin, die es nicht gibt.
Denn diese könnte so gestaltet sein, dass die Politiker Macht an den Wähler abgeben müssten.