@Elisa
Klar, einer der Vorzüge von Autisten ist die Unvoreingenommenheit. Hat Vor- und Nachteile. In manchen Berufen absolut sinnvoll. Im privaten Bereich manchmal nachteilig, man merkt weniger wenn man ausgenutzt wird, oder wenn einem eine Beziehung schadet. Aber merkst du nicht irgendwie unterschwellig/subliminal dass etwas nicht stimmt? Dass die Stimmung eher negativ ist, dass du dich nicht wirklich wohl fühlst, auch wenn du es nicht benennen kannst?
Ich habe aber auch so ein bisschen dieses "Aus den Augen, aus dem Sinn"- Syndrom. Bei mir eher "Aus dem Gefühl, aus dem Sinn".
Ich habe immer das Gefühl, ich sprünge zwischen zwei Welten hin und her. Bin ich im Urlaub, bin ich so weit weg von zu Hause und meinem eigentlichen Leben, dass es für mich kaum noch wahrnehmbar ist. Bin ich bei der Arbeit, ist es genau anders herum. Es exestiert für mich immer nur der Augenblick. Ich kann auch schon nicht mehr die Situationen von meinem letzten EX nachempfinden. Ich dachte, es läge daran, dass ich es nicht so lange mitgemacht habe. Ach ich weiß nicht woher das bei mir kommt, denn ich kann mir Dinge in meiner Fantasie schon sehr gut vorstellen.
Ein Betroffener beschreibt sich wie folgt:
Weiter beschreibt er:
http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/FleckStefan/diss.pdf
Die hatte wohl eine narzistische PS😀. Nee im Ernst, der Autor meines Buches schrieb, dass es nur Narzissten mit Histrionikern aushalten. Sie sind so in sich selbst verliebt und mit sich selbst beschäftigt, dass sie so auffällig hysterische Menschen neben sich nicht wahrnehmen.Ja, andere hätten wohl schneller Ausreiß genommen - andererseits hatte er schon ne 6-Jährige Beziehung?
Klar, einer der Vorzüge von Autisten ist die Unvoreingenommenheit. Hat Vor- und Nachteile. In manchen Berufen absolut sinnvoll. Im privaten Bereich manchmal nachteilig, man merkt weniger wenn man ausgenutzt wird, oder wenn einem eine Beziehung schadet. Aber merkst du nicht irgendwie unterschwellig/subliminal dass etwas nicht stimmt? Dass die Stimmung eher negativ ist, dass du dich nicht wirklich wohl fühlst, auch wenn du es nicht benennen kannst?
Hast du da nicht spätestens Zweifel bekommen, ob die Beziehung gut für dich ist, du hast doch schon eine gute Vergleichsbeziehung gehabt. Die Beziehung zu deinem 1. Freund, der dich damals sehr gut unterstützt hat. Ich muss aber auch sagen, dass ich auch immer meine Freundin brauchte, um mir mal aus anderer Sicht zu sagen, wie ich meine Beziehung sehen soll.Ich denke auch, dass ihm gefiel, dass ich so aufmerksam war und intensiv bei der Sache, wenn er ein Problem hatte. Doch das ist bei Autisten ja besonders krass: entweder volle Zuwendung oder volle Abwesenheit und wenn eben zweiteres der Fall war, machte er mir häufig ne Szene. Dummerweise sind das dann gerade die Momente, wo ich mich AUF MICH konzentriere, mich mit einem Problem von mir außeinandersetze oder mich gerade innerlich erhole. Da war besonders unangenehm gerade dann 'den Marsch geblasen zu bekommen'.
Bei meiner Tochter ist es sehr ausgeprägt. Menschen die so etwas nicht kennen, versuchen immer mit ihr auf "Vernuftsbasis" über Zukunftsperspektiven zu sprechen, das funktioniert nicht. Sie hat keine Vorstellung von der Zukunft.Sie kann sich nichts vorstellen, was sie nicht gerade auch erlebt.
Ich habe aber auch so ein bisschen dieses "Aus den Augen, aus dem Sinn"- Syndrom. Bei mir eher "Aus dem Gefühl, aus dem Sinn".
Ich habe immer das Gefühl, ich sprünge zwischen zwei Welten hin und her. Bin ich im Urlaub, bin ich so weit weg von zu Hause und meinem eigentlichen Leben, dass es für mich kaum noch wahrnehmbar ist. Bin ich bei der Arbeit, ist es genau anders herum. Es exestiert für mich immer nur der Augenblick. Ich kann auch schon nicht mehr die Situationen von meinem letzten EX nachempfinden. Ich dachte, es läge daran, dass ich es nicht so lange mitgemacht habe. Ach ich weiß nicht woher das bei mir kommt, denn ich kann mir Dinge in meiner Fantasie schon sehr gut vorstellen.
Ich habe heute noch mal eine Dissertation gelesen. Folgendes stand da zur Schizophrenie:ich habe an anderer Stelle etwas über Paranoide gelesen diese Woche. Und zwar in dem Buch von Simon Baron-Cohen zur Male-Brain-These über Autismus. Da schrieb er darüber, was denn dann eigentlich das Gegenstück, ein extrem weibliches Gehirn sei. Er meinte, dass es da ja welche gibt, die sehr gut beobachten können, aber dann eben unangemessen reagieren - Paranoide. Allerdings sagte er, das bedeutet nicht extreme Empathie - denn Empathie ist Emotionen anderer erkennen UND entsprechend zu reagieren (auf eine Art, die das Gegenüber als angenehm auffasst).
Das ist aber genau das, was Menschen mit PPS auch nicht können.Bereits 1958 erklärte Conrad in „Die beginnende Schizophrenie“, dass die Unfähigkeit,
die Perspektive eines anderen einzunehmen, ein Kernsymptom der beginnenden Schizophrenie
ist.
Ein Betroffener beschreibt sich wie folgt:
Das kenne ich von mir auch, ich ziehe aber andere Schlussfolgerungen, schlimmstenfalls zieht es mich einfach nur runter. Aber ich vermute keine bestimmte oder böswillige Absicht hinter Eindrücken.Ich denke, meine sozialen Ängste sind die Folge eines Zuviel an Eindrücken und
Sinnesreizen. Ich nehme in der Interaktion mit Menschen jede auch noch so kleine
mimische Veränderung wahr. Ich werde zum Sklaven jeder Veränderung des Tonfalls.
Weiter beschreibt er:
Genau so sieht sich jemand mit PPS auch.Zunächst ist das nichts Negatives, im Gegenteil. Das Problem ist, dass mir Techniken
fehlen, angemessen darauf zu reagieren. Ich glaube, die Menschen spüren
diese Veränderungen an sich selbst nicht. Wenn man sie darauf anspricht, reagieren
sie unsicher und verwirrt. Ich habe das inzwischen aufgegeben. Aber wie soll ich
damit umgehen? Der Weg, den ich eingeschlagen habe, ist alles über den Verstand
zu regeln, wäre ich spontan, würde ich den Menschen vor den Kopf stoßen. Aber wie
soll man sich in einem Gespräch sicher und gelassen fühlen, wenn jegliche Spontanität
fehlt?
Die Befundlage zu Zusammenhängen zwischen Symptomen der Schizophrenie und ToMLeistungen
ist nicht eindeutig. Doody und Mitarbeiter (1998) fanden Zusammenhänge
der ToM-Defizite sowohl mit positiven als auch mit negativen Symptomen. Demgegenüber
stehen Studien, die keine Zusammenhänge zwischen den ToM-Leistungen und paranoiden
Symptomen finden konnten (u.a. Drury et al., 1998; Langdon et al., 1997; Mitchley
et al., 1998; Sarfati & Hardy-Baylé, 1999). Eine mögliche Erklärung für den fehlenden
Zusammenhang könnte darin begründet sein, dass Patienten mit paranoiden Symptomen
nur leichte ToM-Defizite haben und dass diejenigen mit höherer Intelligenz diese Defizite
durch generelle Problemlösestrategien bewältigen (Pickup & Frith, 2001). Den Autoren
zufolge wäre eine andere Erklärung, dass die paranoiden Symptome von sogenannten
„behavioural signs“ überlagert werden und daher nur identifiziert werden können, wenn
die Subgruppen anders eingeteilt werden. Diese „beobachtbaren Symptome“ sind Symptome,
die sich nicht nur im Erleben des Betroffenen abspielen, sondern sich auch im
Verhalten zeigen und daher von außen beobachtbar sind.
http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/FleckStefan/diss.pdf