Coralie
Neues Mitglied
Hallo Elisa und alle anderen, die sich mit der PPS befassen
Vielen Dank für den Link zur englischen Beschreibung des Krankheitsbildes der PPS, die trifft den Nagel auf den Kopf bzw. trifft das Erlebte mit meinem Ex-Freund 1🤐. Ich schaue noch ab und zu hier vorbei, aber nicht mehr oft. Mir geht es heute sehr gut, aber das Thema interessiert mich nach wie vor und vielleicht bringt ja auch der eine oder andere Gedanken von mir anderen etwas.
Nachdem ich es geschafft hatte, definitiv Distanz zwischen meinem Ex und mir zu schaffen (nachdem wir keine administrativen Dinge mehr zu regeln hatten, verweigerte ich jeden Kontakt mit ihm), schaffte ich es relativ rasch, über die böse Erfahrung, auf die ich definitiv hätte verzichten können, hinwegzukommen. Ich bin nach wir vor überzeugt, dass Distanz die einzige Lösung ist. Sofern möglich, wobei man als freier Mensch eigentlich immer die Wahl hat, auch wenn der Preis vielleicht hoch ist, aber nicht zu hoch, wenn man droht, am ausgeübten Psychoterror des anderen selbst zugrunde zu gehen. Schliesslich ist das Leben zum Leben und nicht zum Leiden da. Distanz scheint mir die einzige Möglichkeit zu sein, aus der irrealen Welt des anderen ausbrechen zu können. Wird man von einem Menschen mit PPS in seine verzerrte Welt eingesperrt, in der seine Psyche „zu seinen Gunsten“ waltet, kann sein Gegenüber, auf den er sie projiziert, nur „verlieren“. Es ist ein Teufelskreis, der nur immer schlimmer wird, denn je mehr man sich wehrt und seine Unschuld beteuert, desto mehr ist der Mensch mit PPS von der Boshaftigkeit des Gegenüber überzeugt bzw. desto mehr sind für ihn seine Gefühle, sein Gedachtes und seine Ängste (sie betrügt mich, sie hat mit Kriminellen zu tun, sie nutzt mich aus usw.) 200%ige Wahrheit. Das ging so weit, dass mein Ex Dinge „gesehen“ hat, die gar nie stattfanden. Er war überzeugt, dass ich ihn anlog, wenn ich es abstritt.
Seit ein paar Monaten bin ich sehr glücklich und lebe ein erfülltes Leben mit einem anderen Mann, dem Mann meines Lebens, ich weiss es einfach. Es ist wie Tag und Nacht. Ich hätte es wohl oder übel auch ohne ihn geschafft, aber hätte wohl mehr Zeit gebraucht, um mich wieder wohl in meiner Haut und mich selbst zu fühlen. Fliehen ist nicht gut (denn irgendwann kommt es wieder hoch), vergessen ist gut, aber nicht ganz. Das Erlebte kann ich nicht ändern, aber die Erfahrungen positiv auf meine Zukunft anwenden. Elisa, ich wünsche dir von Herzen, dass du loslassen, nach vorne schauen und sozusagen „ein neues Leben“ beginnen kannst.
Heute bin ich mir sicher, dass mir das nie mehr passieren könnte – aufgrund eben der gemachten Erfahrungen. Mit der Distanz zum Geschehenen frage ich mich aber schon, warum ich mich nicht früher von ihm getrennt hatte, denn schon Monate vor dem Bruch waren wir weit abgedriftet von dem, was man nach einem normalen Verständnis „Partnerschaft“, „Liebespaar“ nennen würde. Nicht einen Bruchteil der Beleidigungen, falschen Unterstellungen und Respektlosigkeit von damals würde ich heute akzeptieren … Es ist verrückt, dass man es zuerst so selbst erleben muss, um zu dieser Gewissheit zu gelangen (wobei ich zuvor auch nie gedacht hätte, dass ich so etwas jemals erdulden würde) …
Etwas vom Schlimmsten war für mich nach dem Bruch mit dem Wissen zu leben, dass er vielleicht oder sehr wahrscheinlich sogar nie erkennen wird, wie grausam er mich verletzte (aus Selbstschutz wird seine Psyche dies wohl nie zulassen, die ganze PPS baut ja darauf auf, dass man sich nicht selbst in Frage stellen kann), sondern weiterhin davon überzeugt sein wird, dass ich ein perfides Wesen bin und er das Opfer ist. Das ist nicht einfach zu akzeptieren. Aber auch da musste ich einfach einen Schlussstrich ziehen. Es ist sein Leben, er muss damit klar kommen, wie auch immer, und ich nur mit dem meinen! Da werde ich nichts verrichten können und es ist auch nicht meine Aufgabe.
Coralie
Vielen Dank für den Link zur englischen Beschreibung des Krankheitsbildes der PPS, die trifft den Nagel auf den Kopf bzw. trifft das Erlebte mit meinem Ex-Freund 1🤐. Ich schaue noch ab und zu hier vorbei, aber nicht mehr oft. Mir geht es heute sehr gut, aber das Thema interessiert mich nach wie vor und vielleicht bringt ja auch der eine oder andere Gedanken von mir anderen etwas.
Nachdem ich es geschafft hatte, definitiv Distanz zwischen meinem Ex und mir zu schaffen (nachdem wir keine administrativen Dinge mehr zu regeln hatten, verweigerte ich jeden Kontakt mit ihm), schaffte ich es relativ rasch, über die böse Erfahrung, auf die ich definitiv hätte verzichten können, hinwegzukommen. Ich bin nach wir vor überzeugt, dass Distanz die einzige Lösung ist. Sofern möglich, wobei man als freier Mensch eigentlich immer die Wahl hat, auch wenn der Preis vielleicht hoch ist, aber nicht zu hoch, wenn man droht, am ausgeübten Psychoterror des anderen selbst zugrunde zu gehen. Schliesslich ist das Leben zum Leben und nicht zum Leiden da. Distanz scheint mir die einzige Möglichkeit zu sein, aus der irrealen Welt des anderen ausbrechen zu können. Wird man von einem Menschen mit PPS in seine verzerrte Welt eingesperrt, in der seine Psyche „zu seinen Gunsten“ waltet, kann sein Gegenüber, auf den er sie projiziert, nur „verlieren“. Es ist ein Teufelskreis, der nur immer schlimmer wird, denn je mehr man sich wehrt und seine Unschuld beteuert, desto mehr ist der Mensch mit PPS von der Boshaftigkeit des Gegenüber überzeugt bzw. desto mehr sind für ihn seine Gefühle, sein Gedachtes und seine Ängste (sie betrügt mich, sie hat mit Kriminellen zu tun, sie nutzt mich aus usw.) 200%ige Wahrheit. Das ging so weit, dass mein Ex Dinge „gesehen“ hat, die gar nie stattfanden. Er war überzeugt, dass ich ihn anlog, wenn ich es abstritt.
Seit ein paar Monaten bin ich sehr glücklich und lebe ein erfülltes Leben mit einem anderen Mann, dem Mann meines Lebens, ich weiss es einfach. Es ist wie Tag und Nacht. Ich hätte es wohl oder übel auch ohne ihn geschafft, aber hätte wohl mehr Zeit gebraucht, um mich wieder wohl in meiner Haut und mich selbst zu fühlen. Fliehen ist nicht gut (denn irgendwann kommt es wieder hoch), vergessen ist gut, aber nicht ganz. Das Erlebte kann ich nicht ändern, aber die Erfahrungen positiv auf meine Zukunft anwenden. Elisa, ich wünsche dir von Herzen, dass du loslassen, nach vorne schauen und sozusagen „ein neues Leben“ beginnen kannst.
Heute bin ich mir sicher, dass mir das nie mehr passieren könnte – aufgrund eben der gemachten Erfahrungen. Mit der Distanz zum Geschehenen frage ich mich aber schon, warum ich mich nicht früher von ihm getrennt hatte, denn schon Monate vor dem Bruch waren wir weit abgedriftet von dem, was man nach einem normalen Verständnis „Partnerschaft“, „Liebespaar“ nennen würde. Nicht einen Bruchteil der Beleidigungen, falschen Unterstellungen und Respektlosigkeit von damals würde ich heute akzeptieren … Es ist verrückt, dass man es zuerst so selbst erleben muss, um zu dieser Gewissheit zu gelangen (wobei ich zuvor auch nie gedacht hätte, dass ich so etwas jemals erdulden würde) …
Etwas vom Schlimmsten war für mich nach dem Bruch mit dem Wissen zu leben, dass er vielleicht oder sehr wahrscheinlich sogar nie erkennen wird, wie grausam er mich verletzte (aus Selbstschutz wird seine Psyche dies wohl nie zulassen, die ganze PPS baut ja darauf auf, dass man sich nicht selbst in Frage stellen kann), sondern weiterhin davon überzeugt sein wird, dass ich ein perfides Wesen bin und er das Opfer ist. Das ist nicht einfach zu akzeptieren. Aber auch da musste ich einfach einen Schlussstrich ziehen. Es ist sein Leben, er muss damit klar kommen, wie auch immer, und ich nur mit dem meinen! Da werde ich nichts verrichten können und es ist auch nicht meine Aufgabe.
Coralie