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Paranoide Persönlichkeitsstörung

Bin gerade etwas verwirrt, was genau eine Paranoide Persönlichkeitsstörung von einer Borderline-Störung unterscheidet. Denn ich lese gerade ein Buch über Borderline und da kommt auch all das vor, was ich so von PPS kenne:

- der Gedanke, alle hätten es auf einen abgesehen
- irrationale, unberechtigte Vorwürfe
- die Befürchtung, wenn einem jemand nahe kommt, könnte er sehen, wie defekt man eigentlich ist...dann der Gedanke, nein ich bin nicht defekt (Verdrängung des vorherigen irrationalen Gedankens) - es muss der andere sein... und dann Kritik am anderen (Projektion)

Auch diese Dissoziationen, die mir am gruseligsten an meinem Ex waren, dass er behauptete, etwas das vor 5 min war, sei gar nicht geschehen, wie z.B. einen Satz, den er zu mir sagte. Also das Abdriften und Nichterinnern, auch das kommt bei Borderline vor.

Was ist also anders bei PPS? Oder ist es sozusagen dieser Teilbereich von Borderline, der bei PPS besonders ausgeprägt ist?


edit: Ich bin mir übrigens so gut wie sicher, dass meine Mutter Borderline hat, das erklärt auch, warum mich das mit meinem Ex so lange verfolgt hat, da das meine ganze Kindheit Thema war. Auch dass ich so lange in der Beziehung blieb, erklärt sich - ich war es ja gewohnt, so behandelt zu werden. Und was mir erst jetzt ganz deutlich wird, bewusst habe ich seine Vorwürfe abgewehrt, doch unterbewusst habe ich Verantwortung für die (furchtbaren) Gefühle von meinem Ex (so wie früher von meiner Mum) übernommen, ich fühlte mich schuldig an seinem entsetzlichen Leid/Schrecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese ganzen Symptome, die in den DSMIV und den ICD10 geschildert werden, überlappen sich sowieso alle bis zum geht nicht mehr - daher frage ich mich auch oft, welchen Sinn dieses "Schubladendenken" hat. Die gleichen Symptome findet man in den unterschiedlichsten Störungsbilder...

Letztendlich ist es vielleicht gar nicht so entscheidend, welchen Namen man dem Kind gibt, wichtiger ist ehr die Erkenntnis, dass eine Störung vorliegt, die das Zusammenleben mit der betroffenen Person schwierig bis unmöglich macht bzw. - weitergedacht - ob und was man unternimmt, um der Person zu helfen oder welche Konsequenzen man aus dieser Krankheit für sich als Angehöriger / Partner selber zieht.
 
Hm es stimmt, der genaue Name ist egal. Ich fand das eben sehr komisch, warum nochmal gibts dafür nen anderen Namen? Aber stimmt, manche haben ja sogar mehrere diagnostiziert. Und im Endeffekt geht es nicht darum. Aber für mich war es wichtig, bei meinem Ex und bei meiner Mutter überhaupt zu erkennen, dass eine Krankheit vorliegt.
 
Hm es stimmt, der genaue Name ist egal. Ich fand das eben sehr komisch, warum nochmal gibts dafür nen anderen Namen?

Wahrscheinlich damit die Bücher der Ärzte auch ja schön voll sind mit den unterschiedlichsten "Störungsbildern", die sie den Patienten um die Ohren hauen können...🙄

Es gibt sicher Unterschiede...paranoide PS zeigt sich im Grunde anders als eine ängstlich-vermeidende PS, aber gewisse Parallelen findet man eigentlich bei allen Bildern, denke ich.

Aber stimmt, manche haben ja sogar mehrere diagnostiziert. Und im Endeffekt geht es nicht darum. Aber für mich war es wichtig, bei meinem Ex und bei meiner Mutter überhaupt zu erkennen, dass eine Krankheit vorliegt.

Das zu erkennen ist nicht immer einfach, vor allem, wenn eine emotionale Bindung zu der Person vorliegt. Ich meine, wer will schon zugeben und sich eingestehen, dass sein Lebenspartner oder ein Elternteil psychisch angeschlagen ist? Man tendiert dann doch ehr dazu, auf Biegen und Brechen Verständnis für denjenigen aufzubringen. Nur zu gut verständlich, möchte ich meinen, oder?

Psychische Störungen
 
Hallo Elisa,

ich vermute, wenn deine Mutter Boarderlinerin ist , musstest du emotionale Vernachlässigung in deiner Kindheit erleben. Das kann auch bei dir zu einer Persönlichkeitsstörung geführt haben oder Züge davon z. B. die depedente (abhängige) PS. Aus meinen Beobachtungen trifft eine PS in der Beziehung immer auf eine andere PS (nur MEINE Beobachtung)

Hier ist eine Seite die besagt dass eine PS auf sämtliche Arten von Vernachlässigung in der Kindheit aufbaut:
Sexueller Missbrauch, Misshandlung ... - Google Bücher

Was die Boarderline jetzt genau von der Paranoiden PS unterscheidet weiss ich auch nicht so genau. Googel doch einfach im Internet da findest du jede Menge Info-Material.

Hier ist übrigens ein Test für gewisse dysfunktionale Muster in der Persönlichkeit: (oben rechts bei "Psychotest")
Testergebnis/ Paranoide Muster III

Ich selbst habe grobe Vernachlässigung in der Kindheit erlebt, ich war bei einer Pflegemutter, diese hat mich als ihren emotionalen Sündenbock missbraucht + emotionale Vernachlässigung d. h. sie hat sich sonst überhaupt nicht für meine Bedürfnisse interessiert bzw. ich habe mich garnicht erst getraut diese anzumelden.

Ich habe bei obigem "Psychotest" sowohl paranoide Züge als auch abhängige Züge oder paranoide/abhängige PS. Mein Freund hat narzisstische Züge oder eine narzisstische PS. Als Laie möchte ich da keine Grenze ziehen. Ist ja auch egal, für mich war aber die Entdeckung der Diagnosen eine wahre Erleichterung! Das Problem ist, dass zwei Psychologen und eine psychiatrische Klinik keine PS bei mir ausmachen konnten sondern nur eine Depression. Ich habe aber immer gewusst: Da ist noch mehr. Das Kriterium für eine Persönlichkeitsstörung ist ja, dass derjenige ziemlich starre Denk- und Verhaltensweisen aufweist. Was das Denken angeht bin ich schon flexibel: Ich hinterfrage mein Verhalten und suche nach kreativen Lösungsmöglichkeiten. Mein Verhalten bleibt dennoch auf eine Art und Weise starr bzw. eine Änderung entwickelt sich nur langsam. Keine Ahnung ob ich nun die Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung erfülle.

Fanni
 
Hallo Fanni, entdecke deinen Beitrag erst jetzt. Eine PS trifft immer auf eine andere PS. Ich weiß nicht....wir "passten" insofern zusammen, dass ich paranoid bin bezüglich jemand könnte mich falsch verstehen und denken, dass ich ihm böses will und er ist paranoid bezüglich dass jemand ihm böses wollen könnte.

Ich habe paranoide Züge, aber das ist keine PS. Da bin ich mir sicher, ich habe das erlebt, mein Ex war null fähig seine Position zu hinterfragen- er fühlt es, also ist es wahr. Dass etwas so WIRKEN kann, aber ganz anders gemeint sein kann, oder nicht beabsichtigt war, diesen Denkschritt ist er nicht fähig zu machen.

Mich kann man aber 'beruhigen', was meine Paranoia angeht, ich lasse mich vom Gegenteil überzeugen und bin dann erleichtert. Er sah es als tiefe Beleidigung, wenn ich seine Position in Frage stellte, dadurch dass ich sagte 'ich habe es anders gemeint', er wollte auf Teufel komm raus ein Geständnis von mir haben.

Für mich sind das Menschen, die auch bereit sind, richtig böses zu zu tun, weil sie so ein Sklave von ihrem Unterbewusstsein sind, ach was, er hat ja auch schon mir Böses getan.

Und meine Mutter ist für mich einmal ein einfühlsamer, lieber Mensch, aber zum andereren ein terrorisierendes Unterbewusstsein, sie weiß das nicht mal, wie sie manipuliert...wenn im Gespräch das Thema nicht bei ihr ist oder sie nicht Zentrum der Aufmerksamkeit ist...zieht sie einen Flunsch, wackelt nervös hin und her und zeigt ihre Unzufriedenheit....aber ich denke, das ist ihr gar nicht klar.


Zu meinem Ex gibt es Neues, dass ich erst Anfang September die Freundschaft kündigte, aber dann noch ein paar Mal wegen Unisachen mit ihm telefonierte oder mit ihm sprach wenn ich ihn traf. Ich wollte nur nicht so viel Nähe. Doch dann kam es zu einer Situation, in der er mich offensichtlich zu sich nach Hause locken wollte (um mich da zu verführen) und ich ging nicht mit. Ich stellte ihn am nächsten Tag zur Rede und er leugnete solche Absichten. Er sagte sogar: 'Ich habe dir gesagt, ich hatte das nicht vor, also was gibt es weiter zu reden?' Als ob die Möglichkeit gar nicht besteht, dass er lügt. Das heißt, er sagt etwas einmal und dann ist es, aber in der Beziehung galt das für mich nie! Ich konnte nichts geradebiegen, was er sagt und fühlt und denkt ist Gesetz.

Ich habe seit diesem Vorfall den Kontakt ganz abgebrochen. Ich möchte kein einziges Wort mehr mit ihm reden. Sobald man nur Small Talk hält, kann man schon in verfängliche Situationen geraten.

Bspw. unterhielt er sich einmal mit meinem Freund auf ner Party, ich ging hin und meinte, oh mein Ex versteht sich mit meinen Freunden. Klar etwas ironisch gemeint. Und er ging beleidigt weg und meinte, er lässt sich das von mir nicht gefallen, es reicht ihm. Völlig überzogen meiner Meinung nach, ich muss immer der Buhmann sein. Ich diskutierte da aber nicht mehr weiter mit ihm, als er nicht kapierte, dass das nur ein Spruch war, nachdem ich es einmal sagte. Ich sagte ihm dann 'geh sterben'. Es reicht mir für immer mit diesen Sinnlos-Diskussionen, weil er eh nur in seiner Welt ist und mit sich kämpft.

Und er erzählte jemand, er habe Angst vor mir, weil ich immer Sachen rede, die er nicht versteht.

Whatever...sollte er mich jemals wieder ansprechen, werde ich ihm sagen, dass ich nicht mit ihm reden will, egal was er von mir möchte. Anders geht das nicht.
 
hallo fanni, danke für den link.. schmökere grad drin rum (wie bist du auf die seite gestossen? wenn ich google kommen hundert andere seiten, aber über diesen bin ich bisher noch nie gestolpert).. danke! und grüsse


Ich finde die Seite auch gut, das mit den Abwehrmechanismen ist spannend. Doch wo ist da ein Test?
 
Hallo!

Meine leibliche Mutter war paranoid.Einmal war sie gut zu mir und einmal richtig böse.Ich habe das leider einfach nicht verstanden.Da ich sie erst mit 15 Jahren kennen gelernt habe,hatte ich keine Erfahrung mit dieser furchtbaren Krankheit.

Mit den Jahren bekam ich Gewissheit,dass sie nicht anders konnte!Sie litt sehr darunter und doch attacktierte sie mich - zu Unrecht.Das ging so weit,dass sie mich nicht mehr sehen wollte.Ich musste das so annehmen.

Im 2000er Jahr verstarb sie,ohne mich noch einmal gesehen zu haben.Die Briefe an sie hatte sie vernichtet,das Foto meines Sohnes aber hielt sie in Ehren,-ihn wollte sie sehen,denn sie glaubte mir nicht,dass ich einen Sohn geboren hatte.

Kurz vor ihrem Tod schrieb sie mir,indem sie mich bat,zu bedenken,dass ich so vor Gott bestehen müsse,(wie sie auch).
Für sie war ich eine Schuldnerin.

Alle Leute um sie herum waren jedenfalls nicht davon überzeugt,dass sie so "gemein" sein könnte.Trotzdem haben sie auch gesagt,dass sie
"nicht so ganz normal"sei mit ihrem Verfolgungswahn.

Meine Mutter war paranoid und ihre Krankheit machte vor Allem nicht
sie kaputt,aber mich.

Die Angst so zu werden wie sie,begleitete mich bis heute.Gottseidank ist es vorbei!

Ich möchte hier deutlich sagen,dass das alles eine KRANKHEIT ist!
Der Betroffene weiss nicht,was er wirklich tut:er ist gefangen im Wahn.

Ausser zu verstehen und zu verzeihen, kann man soviel wie nichts machen.
Liebe Grüsse von Vindobona
 
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