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Paranoide Persönlichkeitsstörung

@Loner,

zu deiner Frage....einfache Antwort: sofern sich Vorteile daraus ergeben, könnte jemand eine Störung vortäuschen...jemand der merkt dass wenn man sich schräg und gestört verhält, also gewisse Verhaltensmuster die einer Störung entsprechen (z.B infantile Hilflosigkeit, Traurigkeit/Depression oder sowas) Eltern oder bemutternde Mädels die Krankenschwester für einen spielen oder man auch anderweitig Aufmerksamkeit und Zuwendungen aller Art (finanzieller, emotionaler, etc) dadurch erhält. Man nennt das Funktionalisieren einer Krankheit/Störung und Fachärzte weisen auf diese Möglichkeit/Gefahr hin.

Ich hatte früher in der Beratungsstelle, in der ich arbeitete einige Klienten die sich hinter einer Störung oder Krankheit versteckten...sie bemühten sich gar nicht davon weg zu kommen sondern lagen mit dem Attest/der Diagnose der Familie auf der Tasche oder beantragten Sozialgelder, saßen den ganzen Tach zu Hause auf dem Soffa oder vorm PC/TV...bis sie irgendwann merkten dass das auf Dauer doch nicht so toll ist und v.a. man erst dadurch erst wirklich krank drauf kommt, aus dem Tritt kommt sozusagen und es dann wirklich schwer hat wieder Tritt zu fassen...die Macht der Gewohnheit etc.....einige merkten das, nicht alle. Ich kenne immer noch jemanden (mittlerweile so ungefähr 44-46 Jahre alt) aus meiner alten Nachbarschaft der auf diese Art durchgehend und bis heute seine Eltern emotional zu Unterhaltsleistungen erpresst und die machen aus schlechtem Gewissen (weil die ihren Sohn mal vermöbelt haben oder sowas) da mit und bilden zusammen mit dem gestörten sozusagen eine gestörte Beziehungsallianz ....mit geringer Aussicht dass der Betreffende den Hintern hochkriegen wird seine Störung zu bearbeiten und zu überwinden....noch nicht...die Eltern sterben irgendwann, viel gibt es nicht zu erben...und dann wird der Tag der Wahrheit kommen...oder auch nicht. Mit Arztattest kann der dann Hartz IV beantragen wird dann jedoch amtsärztlich unter die Lupe genommen und (hoffentlich) in die Pflicht genommen Therapie zu machen...allerdings schwinden die Erfolgsaussichten mit der Zeit und Entwicklungspsychologen sprechen davon dass ein Charakter mit ca. 40 Jahren ausgereift ist und sich ab dann das Verhalten nicht mehr groß verändern wird.

Allein in diesem Verhalten liegt natürlich auch eine Art Störung, die ihre Hintergründe hat...z.B das der Betroffene in der Kindheit immer nur mütterliche oder elterliche Aufmerksamkeit und Zuwendung bekam wenn er krank war und somit krankes Verhalten sozusagen funktionalisiert hat.....tja die Wege des menschlichen Verhaltens sind manchmal schon skurril, nicht wahr?

Die Soziobiologen reden in dem Zusammenhang vom Schmarotzerdilemma....einige schmarotzen sich dann mit Diagnose einer Krankheit oder Störung (ich meine hier die reversiblen Störungen und Krankheiten) so durchs Leben, verstecken sich hinter einer Diagnose, nutzen diese und schlagen irgendeinen Vorteil, Kapital (sei es in Form von Aufmerksamkeit, Mitleid der Umwelt, Geld, Sex etc.) raus und ziehen für sich den größtmöglichen Nutzen daraus. Es gibt zumindest für die jüngeren und einigermaßen attraktiven unter diesen Menschen auch so gut wie IMMER naive, gutmütige, mütterliche Frau die drauf anspringt..zumindest für eine Weile bis die merken dass das Ganze keine Basis für eine vernünftige Beziehung ist und auf Dauer nervt nen Partner zu haben der ohne erkennbare Bemühungen fachkundige Hilfe an zu nehmen, sich behandeln zu lassen etc. einen auf dauerkrank macht (komischerweise aber vital genug für Sex, Kinderkriegenwollen, stundenlange PC-Sessions, etc.ist ) und unter dem Fähnchen einer Störung Leistung verweigert. Aber es gibt leider durchaus auch Frauen die auf sowas stehen (geringes Selbstwertgefühl, Helfersyndrom) und sich keinen besseren Partner zutrauen und sich (unterbewusst) denken: besser ein gestörter Partner der wie ein Kind drauf ist als gar keinen und mit dem ne Familie gründen....damit sind diese Frauen dann in einer Art Machtposition einen relativ kontrollierbaren Partern zu haben...den ohnehin kaum jemand anderes haben will....sozusagen außer Konkurrenz.......und die tauchen dann irgendwann und immer wieder mal in Hilfeforen und Beratungsstellen auf und wundern sich warum es in iher Beziehung viel Frust, oft auch Gewalt und Aggression gibt und nicht funktioniert, man mit sowas irgendwann in den Burn Out gerät....kein Wunder wenn diese Frauen dann 3 oder 4 Kinder haben und den gestörten Mann als Zusatzkind mit am Hacken....irgendwann ist dann eine Grenze erreicht.

Solches Verhalten geschieht nicht immer ganz bewusst und absichtlich sondern eher teilbewusst und oft auch aus inneren Nöten, Unwissenheit, mangelnder Reflexion und Hilflosigkeit heraus...Die Umwelt kann solches Verhalten entweder eindämmen oder verstärken..es kommt da sehr auf die Reaktion an. Ideal ist es wenn Anbindung da ist, also jemand an den/die Betroffenen rankommt und der/die schrittweise offen wird/werden für Ratschläge und Veränderung und mehr Leistungsbereitschaft....Aber leider sind die Umstände oft nicht ideal und in Beziehungen in denen z.B eine Partnerin ihr Helfersyndrom durch den Partner befriedigt und dazu einen hilflosen gestörten Partner braucht wird sie seine Fortentwicklung eher bremsen als fördern....solche Zusammenhänge müssen erstmal aufgedröselt werden....was aber nicht immer passiert.

Tyra
 
@Tyra

habe auch noch ein frage an dich, zu deinem vorigen beitrag. zu sagtest, dass ein partner von einem paranoid gestörten gewisse merkmale haben muss, damit das funktioniert. und danach, dass es wichtig ist, dass bei dem paranoiker einsicht besteht. ich denke, dass es fast egal ist, mit wem er eine beziehung versucht, solange er nicht erkennt, dass er so eine störung hat und daran arbeitet, ist das nicht möglich. denn solange er nicht weiß, dass er 'besonders' reagiert, wir er immer alles an anderen auslassen, da die schuld suchen. und ic hdenke, egal wie selbstsicher man ich, das hält niemand auf dauer aus... also quasi immer dem anderen die gefühle zu verbalisieren, ihm ruhig erklären, dass seine befürchtungen nicht eintreffen.... mein ex nahm übrigens meine emotional erregte reaktion immer als hinweis, dass seine beschuldigungen zutrafen..wobei ich mich ja über deren ungerechtigkeit aufregte. aber das hörte er gar nicht....also ergo: er braucht jemand, der immer ruhig bleibt und ich denke, das kann kein partner sein, sondern nur ein therapeut, sozialarbeiter, was immer - niemand, der mit ihm in einer intimen beziehung steht. denn ich glaube nicht, dass es möglich ist, seine reaktionen immer auf dem hintergrund seiner störung zu deuten (für sich selbst), wenn jemand in voller rage vor einem steht, verletzt das einfach.

ok zusammengefasst nochmal: meintest du den letzten teil, dass der paranoiker erst einmal kooperativ sein muss als voraussetzung für alle beziehungen oder denkst du, dass manche persönlichkeitsstrukturen auch so mit ihm klar kommen?
 
hm...niemand antwortet....so setze ich den thread nochmal ein wenig fort. denn wie ilkacorinna es so schön sagte, bin ich 'in der realität' angekommen. darüber möchte ich etwas berichten.

erst habe ich es aufgegeben, mich zu melden, da ja doch nie etwas zurückkam....also mails, in denen ich meine gedanken formulierte, fragen stellte, was mich so beschäftigte bei der verarbeitung der beziehung.... und so langsam ist mein kopf nicht mehr von diesem gefühlsnebel verdichtet. ich sehe, wie schwierig es für mich oft war in der beziehung. und auch wie er mich verletzt hat durch seine scheinbare gleichgültigkeit danach - was auch immer dahinter steckte-, unterm strich hat er mich ignoriert. es ist, als ob ich meine gefühle oft unterdrückte zugute des verständnisses für ihn, mitgefühl und geduld. doch nun nehme ich das so langsam wieder wahr...und sehe, was es doch immer wieder -neben dem schönen zwischen drin- für ein horror mit ihm war....aus dem nichts heftigst beschuldigt zu werden, kein zuhören, kein verständnis für meine gefühle....erbarmungsloses opfergehabe nenne ich das.

ich habe mir hoffnung gemacht anfangs, dass es wieder was werden kann. doch wie - wenn er nicht mal sieht, dass er irgendeine verantwortung für unsere auseinandersetzungen trägt? wenn er sagt, 'er lässt sich von mir keine störung einreden'? und schließlich habe ich deswegen ja auch schluß gemacht, weil er sich weigerte an sich oder der beziehung zu arbeiten, sondern alle schuld mir zuschob und mir auch noch ein schlechtes gewissen machte, da ich das nicht einsehen wollte. ich habe sicher fehler gemacht, nur sind die dinge, die er mir zuschiebt, nicht wahr.

es ist paradox...das gleiche könnte er von mir sagen. man kann diese ganzen geschichten tatsächlich auch unter dem vorzeichen deuten, dass ich ein rücksichtsloses A******* ohne einsicht bin...dass ich ihm dauernd wehtue und das nicht mal zugebe.

heute las ich etwas über eltern, die ihre kinder verbal misshandeln. und meist die herabsetzungen und beleidigungen noch mit sarkasmus als witz tarnen...und wenn man sich beschwert, heißt es 'war doch nur ein witz'. so habe ich die eltern meines ex kennengelernt..kann sein, dass dies seine störung (mit-)ausgelöst hat, und dass er nun überall angreifer wittert, die dies nicht zugeben wollen. und somit hat er diese szenarien errichtet..um diesen konflikt auszuleben. es ist sicher schlimm, ein wehrloses kind so zu behandeln, doch heute ist er erwachsen, und er muss selbst für sich und andere verantwortung übernehmen und nicht herumwüten, um sich treten und jammern.... dabei kann ich ihm allerdings nicht helfen, er lehnt jegliche hilfe ab. sieht es als angriff, wenn man ihn pathologisiert.

er ist in therapie seit ein paar wochen wegen seiner sozialen und beruflichen unzulänglichkeiten, unselbstständigkeit und ängsten..keine ahnung, was da passiert, hätte manchmal gerne eine abhöranlage, um es zu erfahren!😉 ob der psychologe erkennt was los ist? ob mein ex es akzeptiert? vielleicht gerade nicht, weil diese 'diagnose' auch schon von mir kam und deswegen rebelliert er dagegen, da ich ja 'zu den bösen' gehöre, wer weiß....

der idealfall wäre: er erkennt seine störung, was er mir damit angetan hat und will an sich arbeiten.... doch das kann ewig dauern und ob ich bis dahin innerlich noch bereit bin, es nochmal mit ihm 'aufzunehmen'...ich weiß nicht.... ich schwanke zwischen meiner liebe für ihn und für mich - da er mich so verletzt hat, will ich ihn eigentlich nur noch hassen und vergessen.... doch dann habe ich wieder so viel verständnis..das in diesem fall aber nicht angebracht ist. und deswegen bin ich froh, dass ich -wenn auch sehr überstürzt- aus dieser beziehung draußen bin. ich möchte auch keinen kontakt mehr zu ihm, ich glaub wenn ich ihn sehen würde, würde ich schnell weiter laufen. momentan könnte ich mich nicht damit konfrontieren, ihn zu treffen.

hat jemand von euch mit jemand, mit dem er so eine erfahrung machte wie hier im thread beschrieben, noch kontakt? geht das?


edit:

noch ein paar ergänzungen. ich finde wichtig klarzumachen, dass diese art der beziehung nicht 'normal' ist. wir haben uns nicht auseinandergelebt, oder waren so verschieden und hatten deswegen meinungsverschiedenheiten....es fehlte nicht toleranz oder was auch immer...eigentlich hatten unsere streits mit der realität nichts zu tun. da brauche ich nicht meinen anteil suchen, denn: ich war darin nicht vorhanden. mein einziger anteil ist: ich ließ es mit mir machen. er hat per fingerschnipps theaterkulissen errichtet und ich musste eine rolle spielen, auf die ich nicht vorbereitet war - während er voller leidenschaft dabei war....ich hatte nicht nur meinen text vergessen, sondern auch wie ich in dieses theaterspiel kam und wie die handlung vorher war.

was weiterhin ungewöhnlich ist: es gibt viele menschen, die sich von anderen misshandeln lassen...und man fragt sich: warum macht die/derjenige das so lange mit? also: schläge, beleidigungen....der unterschied hier: die misshandlung ist subtil, es ist der tonfall, der respektlos ist, die indirekte herabsetzung (man ist ein monster, ein rücksichtsloser mensch, jemand ohne moral etc.), alles aber implizierungen und meist so kompliziert formuliert, dass es fast erst mal ne weile dauert, bis man begriffen hat, was der andere da sagt...und dann wird man ja auch noch in die täterrolle gepackt....

ich denke einfacher ist zu durchschauen, dass direkte beleidigungen wie 'schlappschwanz' oder 'miststück' nicht ok ist...also wenn der andere sich über einen stellt...und nicht vor einen wirft und winselt.

gerade als rücksichtsvoller, reflektierter mensch oder auch jemand mit geringem selbstwert, denkt man erstmal über die vorwürfe nach und tut sie nicht einfach ab und gerät dadurch in eine abwärtsspirale. man müsste vermutlich sofort sagen: 'stopp was du redest, hat nichts mit mir zu tun' und weggehen...aber du rechtfertigungen, diskutieren und erklären verfängt man sich im netz des anderen.
 
Zuletzt bearbeitet:
...man müsste vermutlich sofort sagen: 'stopp was du redest, hat nichts mit mir zu tun' und weggehen...aber du rechtfertigungen, diskutieren und erklären verfängt man sich im netz des anderen.

..und das war höchstwahrscheinlich der größte Fehler von uns!
Wir haben beide nicht begriffen, wofür die Vorwürfe waren, etc..
So, wie du es mit dem "Theaterstück" gut beschrieben hast.
Du hast ihn wenigstens verlassen (auch wenn er anderer Meinung ist), weil du seine Dramen nicht mehr mitmachen wolltest.
Ich war ja noch blöd genug, das mitzumachen..
und erst viel zu spät zu begreifen, dass ich das, was er mir die ganze Zeit über mit seinem Verhalten, seinen Ausbrüchen antat, gar nicht mehr tragen wollte. AUCH wenn er angekommen wäre und einen "Neuanfang" gewollt hätte.
Trotzdem: Warum machst du dir soviele Gedanken darum?
Klar, du hast noch Gefühle für ihn.
Aber denkst du nicht, es ist an der Zeit, dass du endlich Abstand dazu gewinnst?
Die Beziehung an sich war doch schon ein hartes Stück, das hast du mittlerweile begriffen.
Warum lässt du es zu, dass er dir, ohne aktiv daran beteiligt zu sein, noch so Kopfschmerzen bereitet?
Bei mir hat es irgendwann "Klick" gemacht und ich wollte mir nicht länger den Kopf über ihn zerbrechen. Die Energie, die mir das ganze Grübeln nahm, habe ich sinnvoll in Sohn, Freunde, Arbeit, Schule, Sport etc. gesteckt, das hat mir viel mehr gegeben.
Versuche einfach, dich nicht so sehr hineinzusteigern, also Abstand zu gewinnen.
Ganz loslassen wird einen das Thema wohl sowieso nie, da man viel Positives, aber auch viel Negatives mitgenommen hat.
 
@Elisa
@IlkaCorinna

Es gehört für dich Elisa ganz sicher zur Verarbeitung dazu, dir deine Gedanken von der Seele zu schreiben. Ich finde das gut und bin sehr dankbar, auch dir IlkaCorinna, an euren Gedanken mit teilhaben zu dürfen, denn ich kann das nicht so gut schriftlich ausdrücken, was ich genauso erlebt habe wie ihr beide. Deshalb gehört für mich DAS LESEN in diesem Thread eben auch zu meiner Verarbeitung dazu und es hilft sehr, darüber hinwegzukommen, auch wenn man es immer wieder liest, und so gehts dir Elisa bestimmt auch mit dem Schreiben.
Zu deiner Frage, Elisa, ob ein Kontakt mit solchen Menschen später weiterhin möglich ist, kann ich aus meiner Sicht nur mit NEIN beantworten. Für mich ist es ausgeschlossen, mit meinem Ex nochmal zusammen zu kommen und eine Beziehung zu führen.
 
@Elisa
@IlkaCorinna

Es gehört für dich Elisa ganz sicher zur Verarbeitung dazu, dir deine Gedanken von der Seele zu schreiben. Ich finde das gut und bin sehr dankbar, auch dir IlkaCorinna, an euren Gedanken mit teilhaben zu dürfen, denn ich kann das nicht so gut schriftlich ausdrücken, was ich genauso erlebt habe wie ihr beide. Deshalb gehört für mich DAS LESEN in diesem Thread eben auch zu meiner Verarbeitung dazu und es hilft sehr, darüber hinwegzukommen, auch wenn man es immer wieder liest, und so gehts dir Elisa bestimmt auch mit dem Schreiben.
Zu deiner Frage, Elisa, ob ein Kontakt mit solchen Menschen später weiterhin möglich ist, kann ich aus meiner Sicht nur mit NEIN beantworten. Für mich ist es ausgeschlossen, mit meinem Ex nochmal zusammen zu kommen und eine Beziehung zu führen.

Guten Morgen!
Jetzt muss ich mich aber kurz halten, habe nur 5 min Zeit🙂
Auf jeden Fall hilft das, Erlebtes niederzuschreiben und Beiträge von anderen zu lesen, die gleiches erlebt haben.
Bei Elisa habe ich aber das Gefühl, dass sie "zu tief" drinsteckt, sich also mehr und tiefgehendere Gedanken macht, als es letztlich gut für sie ist. Und das fände ich sehr schade.
Ich glaube aber, Elisa meinte, ob es überhaupt möglich ist, mit solchen Menschen nach Trennung noch Kontakt zu halten, oder liege ich da falsch?
Ich denke, die meisten hier würden eine "erneute" Beziehung mit demjenigen nicht eingehen wollen.
Der Gedanke ist wohl auch das erste, wovon man sich trennen sollte.
Ob es überhaupt möglich ist, sei es auf "freundschaftlicher" Basis..
Haben wir nicht alle die Erfahrung gemacht, dass selten aus einer Beziehung eine Freundschaft werden kann?
Mit einem meiner Exfreunde habe ich noch solchen Kontakt und wenn wir uns treffen, ist die Erfahrung miteinander, also die damalige Beziehung ganz weit weg. Da klappt das super.
Aber bei unseren Exfreunden, über die wir hier schreiben.
Legt irgendjemand Wert darauf, nach dem, was alles passiert ist, noch Kontakt zum Ex zu haben?
Ich halte es für ausgeschlossen, dass man zumindest zu denjenigen, die völlig uneinsichtig und hassgeladen sind, den Kontakt halten kann bzw. sollte.
Wenn man sich getrennt hat, derjenige was kapiert hat, eine Therapie macht, dann ist es bestimmt nicht falsch, eine Stütze für denjenigen zu sein, wenn beide das denn möchten.
Aber nehme man mal an, einer eurer Exfreunde wäre auch nur halb so hassgeladen wie meiner.. Und hat absolut nichts verstanden.
Warum sollte ein Kontakt außerhalb einer Beziehung anders sein als der, den man in der Beziehung hatte?
Auch auf "freundschaftlicher" Basis würden diejenigen wohl immer daran festhalten, was man alles falsch gemacht hätte und auch dort würden die Vorwürfe wohl kein Ende nehmen.
Will man sich freiwillig sowas antun?
 
@IlkaCorinna

hm...habe nachgedacht über was du gesagt hast - bestimmt stecke ich da tief drin...ich habe auch keine meiner beziehungen bisher so schlecht verarbeitet, wie ich schon meinte. aber nun, nach knapp 4 monaten wird es endlich mal besser...ich dachte eigentlich das liest sich aus meinem beitrag heraus, dass das so ist. deswegen war ich etwas irritiert von deiner antwort. zudem befasst du dich ja auch noch irgendwie mit der sache, sonst würdest du nicht mehr hier schreiben oder?

es ist meine art mir viel gedanken um alles zu machen, vielleicht entsteht dadurch ein falscher eindruck... und wie alexandra24 meinte, genau durch das schreiben und vorher gedanken machen, dinge einordnen können, kann ich das eher loslassen als wenn ich es einfach verdränge...was ich auch schon probiert habe. und dann kam manchmal nach einer party in etwa alles mit einem schlag zurück. ich finde es nicht angenehm mich mit all dem zu konfrontieren, aber es hilft mir beim ablösungsprozess...momentan befinde ich mich in einer trauerphase - da ich meine hoffnungen aufgegeben habe...und ich denke doch, dass es danach einfacher wird.


edit: achso, zu dem danach kontakt haben: ich meinte tatsächlich keine beziehung, sondern eine freundschaft oder auch ab und zu mal telefonieren. ja und da stimme ich dir zu ilkacorinna, in den gegebenen situationen scheint es nicht möglich. ich habe einen anderen ex -bei dem ich narzisstische züge sehe- mit dem ich auch den kontakt nach 2 jahren nach der trennung abgebrochen habe, weil ich mit ihm nicht klarkam. bei einem anderen besteht nun, seit 5 jahren trennung eine gute freundschaft. was, wie ich nun sehe, doch recht selten ist.
 
@IlkaCorinna

hm...habe nachgedacht über was du gesagt hast - bestimmt stecke ich da tief drin...ich habe auch keine meiner beziehungen bisher so schlecht verarbeitet, wie ich schon meinte. aber nun, nach knapp 4 monaten wird es endlich mal besser...ich dachte eigentlich das liest sich aus meinem beitrag heraus, dass das so ist. deswegen war ich etwas irritiert von deiner antwort. zudem befasst du dich ja auch noch irgendwie mit der sache, sonst würdest du nicht mehr hier schreiben oder?

es ist meine art mir viel gedanken um alles zu machen, vielleicht entsteht dadurch ein falscher eindruck... und wie alexandra24 meinte, genau durch das schreiben und vorher gedanken machen, dinge einordnen können, kann ich das eher loslassen als wenn ich es einfach verdränge...was ich auch schon probiert habe. und dann kam manchmal nach einer party in etwa alles mit einem schlag zurück. ich finde es nicht angenehm mich mit all dem zu konfrontieren, aber es hilft mir beim ablösungsprozess...momentan befinde ich mich in einer trauerphase - da ich meine hoffnungen aufgegeben habe...und ich denke doch, dass es danach einfacher wird.


edit: achso, zu dem danach kontakt haben: ich meinte tatsächlich keine beziehung, sondern eine freundschaft oder auch ab und zu mal telefonieren. ja und da stimme ich dir zu ilkacorinna, in den gegebenen situationen scheint es nicht möglich. ich habe einen anderen ex -bei dem ich narzisstische züge sehe- mit dem ich auch den kontakt nach 2 jahren nach der trennung abgebrochen habe, weil ich mit ihm nicht klarkam. bei einem anderen besteht nun, seit 5 jahren trennung eine gute freundschaft. was, wie ich nun sehe, doch recht selten ist.

Hi Elisa!
Nein, keinesfalls nur negativ aufnehmen!
In deinen Beiträgen sieht man, welche Entwicklung du durchmachst.
Und mittlerweile kommst du auch auf Gedankengänge und Entschlüsse, die für dich vor ein paar Wochen noch undenkbar gewesen wären.
Aber es sieht so aus, als würdest du immer wieder "Rückschläge" erleben. Dann dreht sich das alles wieder zurück und du bist mit deinen Gedanken dort, wo du 3 Beiträge zuvor warst und die Gedanken, die du mittlerweile hattest scheinen vergessen.
Du sollst das keinesfalls verdrängen (wenn das überhaupt möglich ist), das schwelgt dann unter der Oberfläche und bricht mit einem Mal, meistens in einer völlig absurden Situation, in viel größerem Maße durch.
Wenn du dich in einer Trauerphase befindest ist das sicherlich sehr gut für dich. Zumindest bei mir war es anfangs so, dass ich dermaßen viele Gefühle durchlebte, da herrschte keines vor. Dann kam die Trauerphase, das Begreifen und auch die Trauer darüber, auf welche Art und Weise das Ganze beendet wurde. Das Trauern darüber, dass man selber dem Partner und der Beziehung offensichtlich mehr Wert zugesprochen hatte, als man/es ihm letztlich wert war. Und dann.. kam die Wut. Eine enorme Wut, die kannte ich vorher gar nicht.
Ich weiß, dass die Sache mich nie ganz loslassen wird, z.B. was das Thema Vertrauen angeht. Das liegt bei mir aber wohl eher daran, dass ich erfahren habe, in welchem Maße (mit welch schräger Logik) einfach alles gegen mich verwendet wurde (Thema Anzeige).
Aber letztlich liegt es an mir, Grenzen (die sich dadurch ergaben) zu überwinden und daran zu denken, dass nicht alle gleich sind, bzw. dass man wohl eher selten auf solch schräge Vögel trifft, wie die, mit denen wir unsere Erfahrung gemacht haben und dass es kaum möglich sein wird, sowas nochmal zu erleben, zumal man jetzt ja Anzeichen sehr viel schneller deuten könnte😉
Also, nochmal, meinen Beitrag keinesfalls nur negativ aufnehmen!
Verdrängen sollst du es ohnehin nicht.
Es ist nur manchmal schade, wenn man liest und denkt "Ja, das hört sich nach Stärke an, und es scheint, sie findet den "richtigen" Weg, damit sie das Thema bald nicht mehr so beschäftigt" und später dieser "Rückfall", der sich nach einer Art Entschuldigung für ihn anhört und bei dem die vorigen Gedanken und Stärke vergessen scheinen, um es überspitzt zu sagen.

Ja, es ist recht selten wenn aus Beziehung Freundschaften werden.
Wenn nicht zuviel passiert ist, wenn jeder einen klaren Blick auf die Dinge hat und die Gefühle nicht mehr vorhanden sind, dann ist das sicher möglich.
Aber genau das trifft bei unseren Ex ja nicht zu.
Da ist wirklich alles Negative (Ignoranz, Kälte, Hass, nicht vorhandene Selbstreflektion etc.) in solch übertriebenem Maße vorhanden, das dürfte jede "Freundschaft" unmöglich machen.
Was ich eine Zeit lang echt schade fand. Denn bei mir hatten sich die Gefühle aufgrund der Enttäuschung schnell abgekühlt und jedenfalls für mich wäre es kein Problem gewesen, ihn nicht völlig aus dem Leben zu schießen und das ein oder andere Mal miteinander zu sprechen. Aber er... 🙂
Alexandra24, warum schreibst nicht auch du mal was Näheres zu deinen Erfahrungen?
Ich bin mir sicher, dass du dich gut ausdrücken kannst und das Paradoxe in dieser Erfahrung wirft hier bei jedem Fragezeichen auf, versuch's doch einfach mal 😉
 
Liebe IlkaCorinna,
es kann nicht jeder seine Erfahrungen und Gefühle so gut aufschreiben, wie du oder Elisa, ich kann das tatsächlich nicht. Dafür bitte ich einfach um Verständnis.
Ich kann immer wieder nur sagen, dass ich all diese Erfahrungen, die ihr hier schildert, auch gemacht habe, und dass es mir sehr sehr hilft, hier mitzulesen. Eigentlich hatte ich mich auch nur deshalb hier Ende Juni gemeldet, um dafür mal danke zu sagen.
Und ich wäre, wie in meinem 1. Beitrag erwähnt, auch immer noch sehr interessiert daran, hier etwas von Menschen mit dieser Störung zu lesen.
LG
 
heute meine gedanken zur paranoiden persönlichkeitsstörung, ihren ursachen und wirkungen mal anders ausgedrückt.

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zur außenwelt ganz abdämpfen
mit liebe die neugier ersticken.

keiner soll uns trennen
immer soll er da sein
der dich trennt
an uns erinnert.

wenn du ein paar schritte hinaustrittst
besinnst du dich wieder
ängstlich und kehrst zurück
in die wohlige wärme.
 

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