Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Paranoide Persönlichkeitsstörung

mann mann, das ist echt starker tobak, was du berichtest - jeder gesunde beobachter kann da nur sagen: 'sei froh, dass du es hinter dir hast.' in der form eine beziehung führen, wenn man es so nennen kann, ist wahrlich mord auf dauer.

ich habe oft sachen erlebt, da dachte ich, das kann gar nicht wahr sein...ich muss was falsch verstanden haben.....es dauerte echt ne weile bis ich alles in vollem ausmaß realisierte...ging es dir auch so, oder warum hast du das so lange mitgemacht?

das mit dem man darf sich nichts rausnehmen, der andere aber alles, kenne ich auch nur zu gut....immer diese opferrolle - als ich depressiv war und in die klinik bin (auch um ihn zu entlasten), musste ich mir vorwürfe anhören, er würde gerne zur uni gehen, denn seine freizeit würde er ja nur mit mir (der kranken) verbringen...was so schrecklich für ihn ist. was nicht wahr war, er kam zwar regelmäßig vorbei, blieb aber nie so lange, ich war ja auch in den klinikablauf eingebunden, also von 'der ganzen freizeit' kann keine rede sein...vielleicht fühlte es sich für ihn so an, ich weiß nicht. jedenfalls realisierte er zu diesem zeitpunkt auch seine probleme und ich sagte ihm, dass er sich nich um mich mehr kümmern brauch, das machen andere und nach sich schauen. ich bin dann sogar mit ihm mit zum uni-psychologen, da er sich allein nicht traute. ich war froh, als er mir nicht mehr versuchte zu helfen, denn das zog mich nur mehr runter. da er dauernd jammerte, wie schlimm es ist, mich anzuschauen, dass er nichts tun kann und er warf mir dauernd meine symptome vor: 'du bist so passiv!' - als dürfte ich nicht krank sein, als müsste ich stark sein und mich um ihn kümmern...wie 'mama'.

und dabei ging es mir nie ums recht haben. mir ging es in diskussionen immer um die sache.
Sie kam dann immer mit dem "für mich-gegen mich" schema, ihr gings immer ums recht haben.
ja das kenne ich! dieses recht-haben-wollen! und er beschwerte sich immer, dass er 'nie recht bekommen würde'.....dabei habe ich schon teilweise zugeständnisse gemacht, doch er wollte voll recht bekommen, in allen punkten...wie bei einem gerichtsprozess, den man gewinnt....nicht wie in einer beziehung, wo man positionen abgleicht, annähert etc. nein ich durfte gar nicht meine meinung sagen, ich sollte nur sagen: 'du hast recht...ich bin böse....ich reue...ich nehme die kritik an...wie kann ich es gut machen?'

ich bin auch manchmal bei unseren streits nach draußen gegangen, um wieder einen klaren kopf zu bekommen...da seine verdrehte logik mich total verwirrte und einen inneren druck erzeugte, den ich kaum aushielt.

jetzt aus der distanz sehe ich vieles viel eindrücklicher...mit so einem menschen ist eine (glückliche!) beziehung definitiv nicht möglich! es ist glaube ich auch egal, was man macht - er sieht immer das, was er sehen will.....schafft sich eine arena um seine inneren konflikte auszutragen....das gegenüber ist nur statist.
 
mann mann, das ist echt starker tobak, was du berichtest - jeder gesunde beobachter kann da nur sagen: 'sei froh, dass du es hinter dir hast.' in der form eine beziehung führen, wenn man es so nennen kann, ist wahrlich mord auf dauer.

ich habe oft sachen erlebt, da dachte ich, das kann gar nicht wahr sein...ich muss was falsch verstanden haben.....es dauerte echt ne weile bis ich alles in vollem ausmaß realisierte...ging es dir auch so, oder warum hast du das so lange mitgemacht?

na es waren auch immer mal phasen dazwischen, wo es einigermaßen ging, oder wo ich das unter "normale weiblich-hysterische" reaktion verstanden habe. und am anfang ist man verliebt und man kennt den anderen noch nicht richtig.

ein jahr finde ich nicht lange.und schon nach 7 monaten wollte ich das erste mal schluss machen. danach habeen wirs nochmals probiert, auch mit mal einer trennung, aber wie gesagt, ich konnte das nicht mehr fühlen, was ich mal für sie gefühlt hatte, auch wenn ich sie immernoch liebe! das ist so. vor allen dingen hat sie wirklich versucht, sich in den letzten monaten zu bessern, hat sogar schuldeingeständnisse gemacht, hat mich sogar alleine karneval feiern lassen....wir sind noch für 2 wochen in ein sonniges land in den urlaub gefahren. dort hatte sie auch einige ausbrüche, aber es war im vergleich zu unserer anfangszeit auch mäßiger. nur: für mich war das zu spät, ich konnte mich einfach nicht mehr mit ihr wohl fühlen. es kam auch immer wieder eifersucht raus, auch im urlaub, ich durfte keiner frau hinterher gucken. selbst wenn ich gedankenlos mal zufällig in die richtung gegucket habe, wurde das kritisch beäugt. auch im urlaub ist sie 2mal weggelaufen und hat mir eine szene gemacht.

und ich weiß nicht wie das bei dir war, aber ich habe die erfahrung gemacht, wenn diese leute sich einmal an irgendwas erregt haben, dann sind sie den halben tag mies drauf und nörgeln ständig.

denen geht vollkommen die fähigkeit ab, mal haltung zu wahren auch und grade in der öffentlichkeit, weil der streit ja nu wirklich nur mich und sie was angeht. nein, wenn ich gesagt habe "bitte, lass uns das doch unter vier augen beprechen" da bewirkte das das gegenteil uns sie kam immer mehr in fahrt "dir sind wieder die anderen leute wichtiger als ich" hat sie dann immer gesagt.

dieses bodenlose "sich gehen lassen"... nicht mal ein ende finden und wenn dann viel zu spät.... das haben die auch.

ich bin auch manchmal bei unseren streits nach draußen gegangen, um wieder einen klaren kopf zu bekommen...da seine verdrehte logik mich total verwirrte und einen inneren druck erzeugte, den ich kaum aushielt.

das kenne ich, ich glaube wir haben das gleiche durchgemacht 😉

es ist glaube ich auch egal, was man macht - er sieht immer das, was er sehen will.....schafft sich eine arena um seine inneren konflikte auszutragen....das gegenüber ist nur statist.

ein schöner satz, das hast du gut erfasst! so war es auch bei mir bzw. ihr, sie wollte immer nur das sehen was sie sehen wollte. für logik und fundierte argumente war sie nicht zugänglich. sie viel mir dauernd in den satz und warf mir dann vor (obwohl sie 80% der redezeit beanspruchte) dass ICH SIE nicht ausreden lassen würde.

aber wie oben schon geschrieben, sie hatte wirklich nicht für möglich gehaltene fortschritte gemacht, für ihre verhältnisse. nur war es zu wenig und zu spät!
 
Ich vergleiche deren Launen...einfach mit einem "Glücks-Spiel!"...man kann Glück haben...sie auch mal in "scheinbar" guten Momenten antreffen...aber das sog. "Glück" ist schon wieder eine Vorbereitung...sich besser auf noch Schlimmeres...einzustellen...sicher kann man sich nie fühlen...im Gegenteil...je sicherer man sich fühlen könnte-....desto gefährlicher kann s einem wieder "erwischen"...rechnen kann und muss man mit allem..zu jedem Zeitpunkt...

sehr schön, komme jetzt erst dazu hier mal ALLES nachzulesen.

JA genau, sehr gut geschrieben auf den Punkt gebracht! unberechenbar! und sie sehen sich selber noch als fröhlichen, normalen menschen, der optimismus verbreitet. (meine ex zumindest). also kommt noch dazu dass diese menschen ein ganz eigenes, verzerrtes selbstbild haben.

ich frage mich die ganze zeit, was passiert wenn 2 menschen mit dieser störung zusammenfinden. mord und totschlag sicher...
 
Ich denke dass eine paranoide Persönlichkeitsstörung UNTER ANDEREM aus einer sehr schwierigen Kombination der Übersensibilität mit Minderwertigkeitsgefühlen entsteht.
Man steht sich selbst kritisch bis vernichtend gegenüber reagiert sehr sensibel auf reize aus der äußeren Umgebung so dass man diese neigt ins negative zu ziehen.
Es ist dies eine der Ursachen für besagte Störung. ...
 
Ich denke dass eine paranoide Persönlichkeitsstörung UNTER ANDEREM aus einer sehr schwierigen Kombination der Übersensibilität mit Minderwertigkeitsgefühlen entsteht.
Man steht sich selbst kritisch bis vernichtend gegenüber reagiert sehr sensibel auf reize aus der äußeren Umgebung so dass man diese neigt ins negative zu ziehen.
Es ist dies eine der Ursachen für besagte Störung. ...

und was kann man da tun ?

ja das viel meiner schwester auch spontan ein, sie ist kauffrau und psychologischer laie " die hat ganz große probleme, wahrscheinlch große minderwertigkeitskomplexe. die lässt sich ja total gehen wenn die schlecht gelaunt ist ohne rücksicht auf verluste!" und meine schlaue schwester hat mir im eigenen interesse auch geraten mich da möglichst schnell zu trennen, da sonst ich irgendwann behandlungsbedürftig sei.

aber das war mir auch ohne meine schwester zum glück klar...
 
Ich finde es sehr schade, dass sich in diesem gesamten Thread hier bisher kein einziger Betroffener, der/die an einer solchen Persönlichkeitsstörung leidet, zu Wort gemeldet hat (bis auf Celina).
Mich interessiert es sehr, wie solche Menschen ganz im Innersten fühlen, ob es ihnen auch manchmal leid tut, was sie anderen Menschen antun. Ob sie es selbst auch nicht richtig finden, wie sie sich oft verhalten, es eben aber nur nicht anders schaffen, weil sie einfach nicht aus ihrer Haut können usw. usw.
Ich lese hier seit Wochen alle Beiträge. Besonders der allererste Thread von IlkaCorinna hat mich umgehauen, haargenau dasselbe habe ich auch viele Monate lang mitgemacht und ertragen, ohne zu wissen oder mir erklären zu können, wieso das alles so ist bei uns.
Allen Betroffenen würde es sicher noch mehr helfen, wenn man hier auch mal Beiträge aus der anderen Sicht finden würde und sich hier auch mal Leute zu Wort melden würden, die an dieser Persönlichkeitsstörung leiden.
 
@Chris32

Meiner Meinung nach hast du von uns allen, die mit solch einer Person zusammen waren, das einzig Richtige getan:
Die Sache relativ schnell aufgegeben, also dich von IHR getrennt, und auch schon zuvor ihr Verhalten kritisiert!
Auch wenn selbst das deine Ex nicht zum Nachdenken bringen sollte.. Es wird es zumindest mehr tun, als sich die ganze Beziehung über dieses Verhalten gefallen zu lassen, Fehler, die man nie machte, einzugestehen vor lauter Angst, der Partner würde sich trennen und einmal zu kritisieren und dann nie wieder, da man gemerkt hat, wo das hinführt.
Und letztlich dürfte man kaum auf selbstkritisches Verhalten hoffen, wenn der Partner sich trennte und sich damit sowieso bei allem im Recht fühlt.
So wie es sich liest, hattest du Durchblick und bist deiner Persönlichkeit gegenüber treu geblieben.
Sei froh darüber, denn ich wünschte, ich hätte es genau so getan😉

Gruß
 
naja ich nehme mal an (nehme nur an, keine allgemeingültige Beurteilung, Achtung) bei solchen Menschen ist es das gleiche Schema wie bei Kerlen die ihre Frau schlagen. Am Anfang sind sie Wutgesteuert und hauen verbal oder körperlich drauf und hinterher tut es vielen der betroffenen leid und sie sind gütig ohne Ende.
 
Ich finde es sehr schade, dass sich in diesem gesamten Thread hier bisher kein einziger Betroffener, der/die an einer solchen Persönlichkeitsstörung leidet, zu Wort gemeldet hat (bis auf Celina).
Mich interessiert es sehr, wie solche Menschen ganz im Innersten fühlen, ob es ihnen auch manchmal leid tut, was sie anderen Menschen antun. Ob sie es selbst auch nicht richtig finden, wie sie sich oft verhalten, es eben aber nur nicht anders schaffen, weil sie einfach nicht aus ihrer Haut können usw. usw.

Ja ich fände es auch total interessant eine beschreibung aus der Sicht eines der darunter leidenden zu hören!
Kann sein dass sich hier viele nicht trauen, reinzuschreiben, bei den negativen Beiträgen!

Aber es muss tatsächlich sehr schwierig und anstrengend mit Leuten die darunter leiden sein. Vor allem wenn sie darin so festgefahren und uneinsichtig sind.
 
Ich finde es sehr schade, dass sich in diesem gesamten Thread hier bisher kein einziger Betroffener, der/die an einer solchen Persönlichkeitsstörung leidet, zu Wort gemeldet hat (bis auf Celina).
Mich interessiert es sehr, wie solche Menschen ganz im Innersten fühlen, ob es ihnen auch manchmal leid tut, was sie anderen Menschen antun. Ob sie es selbst auch nicht richtig finden, wie sie sich oft verhalten, es eben aber nur nicht anders schaffen, weil sie einfach nicht aus ihrer Haut können usw. usw.
Ich lese hier seit Wochen alle Beiträge. Besonders der allererste Thread von IlkaCorinna hat mich umgehauen, haargenau dasselbe habe ich auch viele Monate lang mitgemacht und ertragen, ohne zu wissen oder mir erklären zu können, wieso das alles so ist bei uns.
Allen Betroffenen würde es sicher noch mehr helfen, wenn man hier auch mal Beiträge aus der anderen Sicht finden würde und sich hier auch mal Leute zu Wort melden würden, die an dieser Persönlichkeitsstörung leiden.


Hi Alexandra!

Ich finde das auch sehr schade, da ich wirklich gerne mal wissen würde, was in den Köpfen dieser Menschen vor sich geht.
Allerdings habe ich hier, glaube ich, zu Anfang auch gefragt, ob diese Menschen ihr Problem überhaupt erkennen.
Wenn dir sowas bloß von anderen gesagt wird, glaubst du ja noch lange nicht selber dran und machst es zum Teil deiner Persönlichkeit.
Klar, "normale" Menschen fragen sich dann, wie kommt es, dass mir sowas gesagt wird. Hat ja schließlich immer alles seinen Grund und man muss Situationen und das eigene Verhalten auseinandernehmen. Wobei natürlich Empathie an erster Stelle seht!
Und wenn ich das jetzt mal ausschließlich auf meinen Ex beziehe, verhalten sich ja sicher nicht immer alle gleich, wobei es doch erschreckend ist, welche Parallelitäten in den vers. Beiträgen hier auszumachen sind.. So ist es nämlich genau das, was ihm fehlte- Empathie!
Ich bin mir sicher, dass mein Ex NIEMALS sein Verhalten selbstkritisch betrachten wird und sich fragen wird, ob nicht doch was dran ist, da meine Worte ja nicht von ungefähr kamen.
Übrigens habe ich durch diese Geschichte festgestellt, dass ich manchen Menschen viel zu viele Chancen einräume, viel zu hilfsbereit und optimistisch bin und deswegen viel zu lange an Dingen festhalte und ich mir letztlich selber dadurch schade.
Aber ich schweife wieder ab🙂
Letztlich glaube ich, dass es aufgrund der Merkmale der paranoiden Persönlichkeitsstörung geradezu paradox wäre, wenn diese Leute diese Störung bei sich erkennen und sich eingestehen können.
Ich gehe davon aus, dass sich diese Störung hauptsächlich auf die Umgebung auswirkt, nicht aber, dass diesen Menschen klar ist, wie verletzend sie sich verhalten und wie sie die Realität verdrehen.
Vielleicht wird diese Störung im Zuge einer Therapie erkannt und behandelt, da wäre es tatsächlich mal schön, von solch einer Person zu hören/lesen, aber ohne vorausgehende therapeutische Behandlung glaube ich, dass es kaum Menschen gibt, die sich ihrer Störung bewusst sind..
Ein wenig paradox das Ganze, ich hoffe, ich konnte irgendwie verständlich machen, woran es (meiner Meinung nach) scheitert, dass sich hier niemand mit der besagten Störung äußert?😉

Gruß,

Ilka
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben