hallo chris32, das was du erzählst von ihrer eifersucht und das kontrollierenwollen, dass du bilder löscht, ist ja echt heftig.... ich kenne eifersucht von meinem ex gar nicht - im gegenteil, er wollte sogar eine offene beziehung, weil er vor mir noch keine erfahrungen hatte....er lebte das nie aus, er traut sich ja an keinen fremden menschen ran, die wollen ja alle böses, dafür ich und es machte ihm (scheinbar) nichts aus....anderes thema. obwohl, vielleicht ist das ein gutes beispiel, das zeigt, dass er mit seinen gefühlen nicht in kontakt war. ich denke so ein ganz klein wenig eifersucht ist normal, oder nicht? zumindest eine sorge, und ein beruhigt sein, wenn man erfährt, es war nur sex - kein weiteres interesse...also sozusagen emotionale untreue...ja ok, OT.
nein, aber was ich loswerden wollte bezieht sich auf die nicht vorhandene selbstrefklektion, wie du meinst. ich bin auch etwas empfindlich, bzw. unsicher, und kann manchmal übertrieben reagieren oder was falsch interpretieren im sinne von ich bin jemandem egal oder werde übergangen. aber der unterschied zu meinem ex ist, ich bemerke die unangemessenheit, lasse mich eines besseren belehren und sehe ein, dass ich überreagiert habe. bei ihm ist davon keine spur, er klammert sich an sein gefühl - er kennt gar nicht das wort 'interpretation' - wenn er etwas fühlt, dann ist das so. und wenn jemand sagt, er übertreibt, sagt er, sein gefühl wird nicht ernst genommen. dabei sind gefühle so trügerisch...durch eine situation, die an etwas früheres erinnert, kann was aufgestautes hochkommen...und die gefühle sind dann zwar real da, aber das gegenüber hat nicht verdient, das abzubekommen. die gefühle haben nichts mit ihr zu tun! also zumindest nicht in dieser wucht - es ist wie man es dreht und wendet, eine unfaire behandlung!
ich wollte auch immer mit ihm über sein beleidigtsein reden, aber das war nicht möglich...er hat für keine 2 penny versucht, an unserer beziehung zu arbeiten, zu analysieren, was schief läuft. missverständnisse aufzudecken und vorallem sich selbst zu erklären. aber ich denke hier muss ich gütig sein, ich denke, ER KANN es nicht - zumindest zu diesem zeitpunkt nicht...das ist gerade die krankheit, nicht seine gefühle einordnen können oder sie eben gerade (und das mit voller überzeugung) falsch einordnen. diese erkenntnis hilft mir auch seine gleichgültigkeit NACH der trennung zu ertragen, von ihm kam wirklich kein einziges zeichen, er hat den kontakt abgebrochen und richtig...also man kann sagen er ist herr über seine emotionen. keine einzige SMS 'ich vermisse dich' in einem moment der schwäche...nichts. keine reaktion auf meine mails. ich habe von einem gemeinsamen freund gehört, dass er mal sagte, er denke, mir geht es schlecht, weil ich mich so viel melde, aber 'er weiß gar nicht, was er da machen kann'. naja ans telefon gehen? sich mit mir treffen, mir etwas erklären - irgendwie verantwortung zeigen? aber er meinte mal, wenn er mich trifft, würde er vielleicht gleich über mich herfallen wollen und auch telefonieren macht alles schwerer...also setzt er wohl voll auf verdrängung, wo ich klärung brauche, um mit etwas abzuschließen.
aber juhu, ich habe es nun eine weile geschafft, mich nicht mehr bei ihm zu melden...ich verzweifle auch nicht mehr so sehr, weil mir erklärungen, die ich mir selbst gebe, wie 'er checkts einfach nicht' (wie er auf mich wirkt) helfen. aber dennoch war dies das härteste was ich je an einer beziehung erlebt habe, es hängt mir schon noch nach (mittlerweile ist es 3 monate her, dass wir uns getrennt haben) und hat mich ziemlich erschüttert, vorallem, weil ich erst nicht erkannte, dass etwas mit ihm 'nicht stimmt' und mich fragte, was ich nur getan habe, solche (negativen) gefühlsausbrüche auszulösen.
andererseits hat mich diese erfahrung auch stärker gemacht: ich habe begriffen, dass niemand anders mich definieren kann und nehme mich selbst mehr wahr als früher.