B
Benjamin-29
Gast
Hallo Tuesday,
ich finde eigentlich die Diskussion zwischen Sori und Polux interessanter für den Thread - darum nur kurz eine Begründung meiner Sicht der Dinge.
Es ist richtig, dass dabei die Schuld eines Angeklagten bewiesen werden sollte, bevor ein Gericht entscheidet. Es wäre nicht gut, wenn jeder Angeklagte verurteilt würde, nur weil er seine Unschuld nicht beweisen kann.
Dass Täter oft nicht gerecht bestraft werden, liegt darum eher an den Umständen von Gewaltverbrechen und weniger an den bestehenden Gesetzen - leider. Die Gesetze sind nicht perfekt, aber dein Vorschlag würde sie nicht besser machen.
Ich weiss allerdings nicht, ob man so etwas sinnvoll umsetzen kann.
Aber unabhängig vom TE: Ob man Menschen mit Steinen oder mit Schusswaffen angreift ist aus meiner Sicht nur ein gradueller Unterschied. Wer das eine als legitimen Widerstand bezeichnet und das andere als Terrorismus verurteilt, begibt sich auf sehr dünnes Eis.
ich finde eigentlich die Diskussion zwischen Sori und Polux interessanter für den Thread - darum nur kurz eine Begründung meiner Sicht der Dinge.
Das halte ich für problematisch. Gegenwärtig ist es doch so, dass im Verlauf einer Gerichtsverhandlung entschieden werden soll, wer Opfer und wer Täter ist. Dabei werden beide Seiten gehört.Zuerst einmal muss die Beweispflichit von Seiten der Opfer auf die der Täter verlegt werden.
Es ist richtig, dass dabei die Schuld eines Angeklagten bewiesen werden sollte, bevor ein Gericht entscheidet. Es wäre nicht gut, wenn jeder Angeklagte verurteilt würde, nur weil er seine Unschuld nicht beweisen kann.
Dass Täter oft nicht gerecht bestraft werden, liegt darum eher an den Umständen von Gewaltverbrechen und weniger an den bestehenden Gesetzen - leider. Die Gesetze sind nicht perfekt, aber dein Vorschlag würde sie nicht besser machen.
Da hast du meine volle Zustimmung. Man könnte auch noch weiter gehen und überlegen, ob man Täter für die Folgen ihrer Taten voll verantwortlich machen sollte. Wenn ein Opfer für Jahrzehnte an den Folgen einer Tat leidet, dann könnte man überlegen, ob der Täter für die Folgekosten aufkommen sollte - also für das Opfer Therapien, Verdiensausfall, Schmerzensgeld, etc. zahlen müsste.Therapien für Täter sind gut und notwendig. Aber genauso wichtig wäre es, dass die Opfer Therapie bekommen könnten. Das ist in Deutschland aber nicht so. Es gibt nur ganz wenige Traumatherapeuten in Deutschland und die Krankenkasse zahlt keine ausreichende Therapie. Die derzeit zur Verfügung stehenden Stunden sind viel zu wenig.
Ich weiss allerdings nicht, ob man so etwas sinnvoll umsetzen kann.
Legitim ist ein strapazierter Begriff in diesem Thread. Der TE hielt es damals auch für legitim Steine zu werfen. Auf die Frage wohin er Steine geworfen hat, hat er noch nicht geantwortet. In Richtung des Bauzauns oder in Richtung der Polizisten?Und dass sich hier jemand, der in die politische Situation der damaligen Zeit aktiv involviert war, Luft macht und seinen Anmut verkündigt, finde ich absolut legitim.
Aber unabhängig vom TE: Ob man Menschen mit Steinen oder mit Schusswaffen angreift ist aus meiner Sicht nur ein gradueller Unterschied. Wer das eine als legitimen Widerstand bezeichnet und das andere als Terrorismus verurteilt, begibt sich auf sehr dünnes Eis.