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Offfener Brief an Herrn Christian Klar

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was ist an der bezeichnung 'potenzieller täter' falsch?
theoretisch sind wir das alle irgendwo....
jeder hat ja ein gewisses potenzial für straftaten - fragt sich nur, ob die motivation hoch genug sind, diese durchzuziehen 😉
 
Falsch daran ist, das die bezeichnung schon von vorneherein etwas aussagt: Der könnte ein Täter sein. Und das ist eben nicht rechtsstaats-würdig. Die Unschuld gilt solange nicht das Gegenteil bewiesen ist.
Aber ich gebe Dir zumindest recht: Wolfgang Schäuble denkt so.
 
Falsch daran ist, das die bezeichnung schon von vorneherein etwas aussagt: Der könnte ein Täter sein.

das gilt für 'mutmaßlich' genauso. warum bestellt man den jmd. vor's gericht? weil man denkt, er/sie KÖNNTE der täter sein.

also, wenn 'potenziell' falsch ist, dann ist 'mutmaßlich' es auch.
zumindest für mein sprachempfinden.
 
Nein, vor Gericht kann man nur einen Beschuldigten stellen. Dafür genügt aber nicht die Annahme, das er ein Täter sein könnte. Sondern es bedarf Beweisen. Gibt da noch die Kriterien "Anfangsverdacht" oder "Tatverdacht". Weiß nicht, nach welchen Einstufungen das geht - ist aber alles klar geregelt.

Man kann übrigens auch verschiedene Dinge dazu nachlesen. Klar wurde verurteilt, weil er Mitglied in einer terroristischen Vereinigung war. Direkt nachgewiesen, konnte ihm "nur" ein Mordversuch werden. Also eine Art Sippenhaft.

Interessant auch, was ich dem Buch von Vencent Bugliosi entnahm: Saddam Hussein wurde nicht etwa zum Tode verurteilt, weil er eigene Bevölkerungsteile mit deutschem Giftgas ausgerottet hat - sondern weil er es zugelassen hat, das einige Regimegegner ( von ihm ) im Gefängnis an der Folter gestorben sind. Also etwas, was jeder bessere Diktator drauf hat.
 
Hallo ihr Lieben,
ich bin zwar erst neu hier aber zu diesem Thema muss ich einfach was sagen.
Sicherlich hat jeder von uns schon mal Fehler gemacht aber bestimmt nicht Menschen auf so eine Art und Weise das Leben genommen.
Ich bin selber eine Betroffene bzw. Angehörige da dieser Verein meinen Onkel " Kammergerichtspräsident Günter von Drenkman" auf dem Gewissen hat. Ich habe selber miterleben müssen was damals alles passiert ist und wie die Familie gelitten hat weil vieles durch die Medien gegangen ist was so garnicht stimmte. Ich habe selber erleben müssen, wie diese bande trotzdem immer weiter gemacht hat egal zu welchem Preis. Wie die Frau meines Onkels ergo meine Tante die damals schon recht alt war immer und immer wieder an die Presse gegangen ist und wie sie kaputt gegangen ist. Weil es ist nicht nur schlimm das mein Onkel so hinterhältig erschossen wurde nämlich an seinen Geburtstag.Es ist noch viel viel schlimmer das meine Tante hinter ihm stand und sie sie haben leben lassen. Das hört sich jetzt hart an aber sie hat mich immer wieder gefragt wieso man sie nicht mit erschossen hat.So mußte sie bis zu ihrem Tot leiden und sie Bilder von der Ermordung ihres Mannes blieben bis zum Schluß in ihrem Kopf. Sie ist dann daran auch zugrunde gegangen.
Es schreibt sich sicherlich immer leicht das man verzeihen soll und jeder seine Chance verdient aber nicht bei solchen "Menschen". Wenn Jemand einen Menschen tötet aus welchen Gründen auch immer dann kann ich so eine reaktion verstehen aber nicht bei dem was die RAV getan hat. Tut mir leid
Gruß Petra

p.s. danke tigger ich hätte den brief noch massiver geschrieben
 
Ich finde deine Gefühle durchaus verständlich. Mein Beileid, dass du und deine Tante so etwas schreckliches erleben mussten. Ich bin mir sicher, dass niemand verlangt, dass du verzeihen sollst. Denke das geht auch gar nicht, wenn man so entsetzlich verletzt wurde. Auch Hassgefühle halte ich für nachvollziehbar.

Dennoch sollte man (als Nichtbetroffener) in der Lage sein, die Dinge halbwegs objektiv zu betrachten. Ich finde wir sollten froh sein, dass wir in einem Rechtsstaat leben, der strengen Grundprinzipien wie der Unschuldsvermutung oder auch der Bestrafung schwerer Verbrechen folgt. Kein Mensch entschuldigt den Mord oder das Gedankengut, das geht gar nicht. Ein Mord ist und bleibt ein Mord. Keiner kann das ausgelöschte Leben wieder zurück bringen. Aber eine Bestrafung nach rechtstaatlichen Prinzipien hat nichts mit Rache (wenn sie auch noch so nachvollziehbar ist) zu tun. Eine Bestrafung soll in erster Linie zeigen, dass etwas falsch ist und andere von falschen Handlungen abhalten (die Wirksamkeit bleibt mal dahingestellt). Dazu gehört auch die Bewährung ob die Strafe gefruchtet hat (der Umgang damit bleibt mal dahingestellt). Nicht mehr und nicht weniger... eine Strafe schafft das Verbrechen nicht aus der Welt, sie soll nur sicher stellen, dass sich keine Nachahmer finden und allgemein deutlich gemacht wird, welche Handlungen in der rechtsstaatlichen Gesellschaft nicht erwünscht sind.
 
@Petra,
das ist sicher schrecklich so etwas als Angehöriger oder Freund erleben zu müssen. Und ich finde auch, dass hier noch wesentlich besser über den Umgang mit den Betroffenen nachgedacht und mehr als bis jetzt getan werden muss. Das gilt ebenso für andere Opfer von Gräueltaten.

Wenn du schreibst, deine Tante ist an der Tat zugrunde gegangen hat natürlich der Täter seinen Anteil daran - das soll und darf nicht geleugnet oder entschuldigt werden. Dazu kommt allerdings imo auch noch ein Versagen der 'Hilfeleistenden' Instanzen.

Auch du scheinst voller Hass zu sein. Der auf der einen Seite verständlich ist und eine Zeit lang vielleicht sogar hilfreich, aber auf Dauer keinen 'Frieden' bringt. Das finde ich sehr schade. Und hier geht es mir nicht um 'Vergebung' - du musst nichts 'vergeben' oder 'verzeihen'.

Wem schadet der Hass der Opfer am Ende mehr? Dem 'Täter' oder dem 'Opfer' selbst. Wird hier nicht jemand mehr 'Ehre' erwiesen als ihm zusteht?
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich finde, es ging dem Herrn Klar noch gut, es gab sogar Gnadensgesuche und dem Mann wurden wohl die Grundrechte eines jeden Bürgers gewahrt. Bei mir war das anders, ich bekam 3,5 Monate "Freiheitsentzug" und 5 Jahre Zwangsverordnung von Neuroleptika, obwohl strafrechtlich nichts gegen mich vorlag. Nun versuche ich noch an mein Recht zu kommen, wahrscheinlich aber vergeblich wegen Verjährungsfristen und Geldmangel für einen Ra. Habe hier Leute ähnliche Erfahrungen gemacht? Gruß HT


:mad:
Sehr geehrter Herr Klar,

ja,ich sage absichtlich "Herr Klar",weil ich mich bei dem Gedanken Sie zu duzen einen Brechreiz verspüre.Sie kommen nach 26 Jahren aus dem Knast.Warum eigentlich?Haben Sie eine Strafe abgesessen,die Sie verdient haben?Sie wollten eine Strafe als Märtyrer,als Kriegsgefangener.Aber Sie waren zu feige für einen Hungerstreik wie Holger Meins.Sie waren 26 Jahre verschwunden und nun tauchen Sie wieder auf.Wer will Sie eigentlich hier draussen?Die Talk-Show-Moderatoren?Die Verlage?Herr Peymann?

Sie,sehr geehrter Herr Klar,haben nicht diese Gesellschaft verändern wollen.Sie sind nichts weiter als ein Mörder,dem es egal war,wer Ihr Opfer wurde.Polizisten,Begleiter,Passanten,Botschaftsangehörige,Flugpassagiere.Sie haben einfach um sich geballert,um irgendeinen Prominenten im Kofferraum wegzufahren.Für Sie ist kein Platz in unserer Gesellschaft.

Sie,sehr geehrter Herr Klar,haben dafür gesorgt,das die politische Linke (zu der ich noch immer gehöre) in Ihren Dunstkreis gezogen wurde.Wer gegen Atomkraft war in den 70ern und 80ern war Terrorist.Nein,Herr Klar,ich finde Sie zum Kotzen.Widerstand gehört zu einem legitimen Anspruch einer Gesellschaft.Gegen Brokdorf Steine zu werfen war für mich legitim.Gegen Franz-Josef Strauß als Kanzlerkanditaten auf die Straße zu gehen und dem drohenden Kuschel-Faschismus die Zähne zu zeigen war für mich legitim.
Ich fand mich damit immer in Ihrer Ecke.Meine Eltern konnten nicht unterscheiden zwischen Ihnen,dem Mörder und mir,dem linken Demonstranten.Und große Teile der Gesellschaft auch nicht.

Lieber Herr Klar,wir brauchten Sie nicht und wir brauchen Sie auch heute nicht.Kein politischer Widerstand braucht Sie.
Ich bin heute fast so alt wie Sie und habe Ihre Taten hautnah miterlebt.Ich verachte Sie und Ihre Mittäter,weil Sie nur glauben,sie wären ein Terrorist.Sie sind keinen Deut besser als jeder Irre der ein Kind umbringt oder seinen Nachbarn.

Ich verachte Sie weiterhin,weil Sie nichts zeigen was nach Reue aussieht.Wenn diese Gesellschaft schon entscheidet,das Sie freikommen,tauchen Sie bitte ab.Schreiben Sie kein Buch,halten Sie sich von Talk-Shows fern.Ich bin gegen die Todesstrafe.Bitte sorgen Sie dafür,das ich meine Meinung dazu nicht ändere.

Leben Sie nicht wohl,fühlen Sie sich immer verfolgt von dem Schatten Ihrer Opfer.Von dem Hass der Gesellschaft.Diese Gesellschaft,die Sie angeblich ändern wollten.Ein banaler Lügner waren Sie auch noch.

Gehen Sie uns aus dem Weg !!!!
 
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