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Gelöscht 134988
Gast
Das hört sich ja furchtbar an und sehr ungerecht.Ganz herzlichen Dank für die detaillierte Aufschlüsselung und auch den Hinweis auf den Pflegegrad. Ich sehe das ähnlich – mein Problem ist weniger, dass niemand da ist, sondern dass die Hilfe nicht passt. Es ist nicht zielführend, wenn alles einen pädagogischen Zweck haben muss und ich nicht einmal darum bitten kann, dass jemand die Waschmaschine anstellt oder ein paar Kaffeeflecken wegmacht. Natürlich ist meine Betreuerin keine Haushaltshilfe – aber die habe ich eben auch nur für vier Wochen genehmigt bekommen, obwohl ich weiterhin auf Krücken angewiesen bin und eine Streckschiene trage. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das weitergehen soll.
Ich habe jetzt einen Termin bei der Unabhängigen Teilhabeberatung gemacht und hoffe, dass ich dort weiterkomme. Im Grunde bräuchte ich:
Wenn man traumatisiert ist, wird es schnell zu viel mit solchen Besuchen. Ich merke, dass ich mich davon überfordert fühle – und das möchte ich vermeiden, weil ich sonst gar nicht mehr klarkomme. Ich habe über Jahre hinweg ein sehr angepasstes Leben geführt – und genau das wiederholt sich jetzt wieder: Ich funktioniere, weil ich die Erwartungen des Trägers erfüllen soll, werde mit Terminen bedrängt, statt dass mein Bedarf gesehen wird.
- eine verlässliche Haushaltshilfe (auch wegen meiner psychischen Erkrankung),
- jemanden, der ab und zu für mich kocht,
- 2–3 Stunden qualifizierte Assistenz im Monat,
- und Körpertherapie zur Stabilisierung, weil ich keine klassische Psychotherapie mehr bekomme.
Es gibt gute Menschen im Hilfesystem – aber das System selbst ist oft unflexibel, misstrauisch und leistungszentriert, statt lebensnah. Ich möchte mich nicht zwischen Überbetreuung und Vernachlässigung entscheiden müssen. Ich will einfach Hilfe, die wirklich zu mir passt.
Das war vor einigen Jahren noch etwas einfacher.
Mittlerweile kürzen sie alles,auf Kosten der Menschen.
Ich hoffe du findest noch eine gute Regelung für dich.
Liebe Grüße