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SGB Antrag (Ehm. Oeg Lichtblick

Juninchen

Neues Mitglied
Hey 👋🏻
Vermutlich gibt es sicher den ein oder anderen, der diese Fragen zum 100x mal liest - daher danke für deine Geduld und Mühe..
Ich denke ich erzähle auch etwas zu meinem Leidensweg, kleine Lichtblicke und Erfolge. - wenn du nur helfen magst, die Fragen sind ganz unten! ☝🏻🫶🏻

Momentan ist es alles sehr viel für mich, ich kann nicht versprechen, dass ich nicht abschweife und es sich kurz hält, spreche auch explizit eine Triggerwarnung aus. Lies den Text bitte nur wenn du stabil genug bist.🫶🏻

Triggerwarnung

Ich bin als Kleinkind von Geburt an sex. Missbraucht wurden vom Erzeuger. Mit 4 Jahren machten sich durch den Missbrauch erste Anzeichen von psychischen Erkrankungen bemerkbar. Was genau da geschah kann ich nicht genau schildern, viel zu sehr sind Erinnerungen ineinander geschmolzen. Ich erinnere mich daran, dass es damals zur Anzeige gebracht wurde- ich an Puppen zeigen musste, wo ich berührt wurde.
Die Anzeige wurde fallen gelassen, mangelnde Beweise, auffällige Kinder und alleinerziehende wütende Mutter, die kein Geld vom Vater bekam.
So zumindest die Aussage von verschiedenen Personen. Die damalige Kinderärztin hatte die Anzeige damals gemacht. Eine Erklärung warum die Anzeige von einer Kinderärztin kam, diese dann mangels Beweise ect dann abgewiesen wurde, konnte ich nie finden, meine Mutter hegt nach etlichen Jahren immer noch großen Hass gegenüber dem Erzeuger, meinem kleinen Bruder und mir- die Thematik ist ihr bis heute ein Dorn im Auge.
Eine alte Grundschullehrerin erzählte mir beim zufälligen aufeinandertreffen, dass wenn ich doch irgendwann mal mehr wissen möchte, ich bei der Kinderärztin anrufen soll. Es könne mir helfen, diese elendige Situation zu beenden.
Erst habe ich gezögert, dann aber doch letztes Jahr dort angerufen. Mein Mann und ich sind dann gemeinsam hingefahren, ganz ohne Hoffnung und Erwartungen.
Ich bekam beim Treffen mit der alten Kinderärztin von mir weit über 20 Jahre alte Krankenhausberichte - die damalige Kinderärztin und ein Arzt , aus dem Krankenhaus in dem ich wohl regelmäßig behandelt wurde , haben gemeinsam dafür gesorgt, dass ich die Wahrheit über alles erfahren kann.
Sie haben alles systematisch von kleinauf dokumentiert. Sie dokumentierten sogar das abstreiten meiner Mutter, dass sie es wissen müsste und zur Polizei gehen sollte.
Es befanden sich auch Briefe zwischen den Ärzten anbei.
Alles haargenau erklärt- selbst das jede einzelne Störung von diesem Missbrauch kommt, wurde festgehalten.

Die Kinderärztin sorgte damals, dass ich zumindest eine Familienhilfe bekam- allerdings lief der Rest dann ja zwischen meiner Mutter und dem Jugendamt. Die Akte beim Jugendamt steht noch aus, aber ob ich sie noch bekomme, bleibt abzuwarten.

Ich war also schon mit 4 Jahren in psych. Behandlung, bekam Medikinet (tw hochdosiert um mich ruhig zu stellen), Tagesklinik, KJP, mehrere Kriseninterventationen mit Aufenthalt in der Klinik.
Diagnosen vor 2011:
2000- Einstellung von Methylphenidat
2003/2004 -Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen( Tagesklinik)
2005- kombinierte Störung von Sozialverhalten und Emotionen ( klinischer Aufenthalt)
2005- hyperkinetische Störung des sozialverhaltens (klinischer Aufenthalt)
2009- Kriseninterventation
Es gab zusätzlich suizidales Verhalten schon in Grundschulalter.
Alles vermutlich durch den Missbrauch entstanden.
2011 wurde ich dann Vergew. Eine Anzeige erfolgte nicht, zu groß die Scham und zu jung um zu wissen, dass es der richtige Weg gewesen wäre. Nachträglich wollte meine Mutter dies dann aber auch nicht, sie stellte mich zum Teil weiter in Frage.
Es folgte in 2012 eine zum Teil freiwillige Aufnahme in der KJP, teilweise aber auch mit Beschluss.
2012 wurde dann auch ganz klar : die Diagnosen Störung des Sozialverhalten mit depressiven Störungen und Verdacht auf PTBS , sowie abweichende Familiensituation, sexuellen Missbrauch und mäßige soziale Beeinträchtigung in mehreren Bereichen festgestellt.

Vor dem Vorfall in 2011 war ich Mitglied im Schützenverein, schulisch gut und kam gut zurecht, hatte Ziele wie Fachgymnasium.
Alles hat mein Leben beruflich und sozial so geprägt- ich hab dann 2012-2013 eine Traumabewältigungstheraphie gemacht. Half kurzfristig, aber es ging danach auch wieder bergab.
2014 mit ach und Krach meinen Realschulabschluss gemacht. Wollte dann das Fachgymnasium machen, brach es aber 2015 wieder ab, 2015 begann ich dann eine Ausbildung zur Altenpflegerin, diese dann im Jahr 2016 abgebrochen, 2018-2019 versucht eine schulische Ausbildung zu absolvieren, wurde nicht versetzt und brach auch diese ab.
Lebe seitdem vom Geld meiner Ehepartner mit. Zwei Ehen sind gescheitert, was es nicht unbedingt besser macht. Die dritte Ehe/Beziehung ist stabil, dass arbeiten und bewältigen von finanziellen Dingen unstabil- mittlerweile ziemlich verschuldet.

Ich habe jahrelang versucht mich arbeitsunfähig zu bekommen und somit früh Rentnerin zu werden. Scheiterte jedoch, wurde dann erst 2025 auf die Möglichkeit die Opferentschädigungsrente zu beantragen, aufmerksam gemacht, die seien zuständig für mich.

Jetzt saß ich natürlich sehr lange an diesen eigentlich einfachen und kurz gehaltenen Antrag, habe alles reingeschrieben. Sogar zwei Belege mit versendet. ( Entlassungsbericht, Bescheinigung das ich in therapeutischer Behandlung war)
Die Nachweise für die Abbrüche sind eher kurzgehalten. Für die schulische müsste sicher nochmal bei dem Gymnasium nachfragen ob es da möglicherweise noch eine Möglichkeit gibt das zu beweisen, Ausbildung habe ich von den Berufsschulen einmal das Zeugnis in dem ich nicht versetzt wurde und einmal die Bescheinigung der Ausbildung.

Die Fragen:
1. Sollte ich diese beruflichen Dinge auch noch hinschicken oder warten auf Nachfrage?
2. Im Nachgang habe ich gelesen, dass solche Fälle aus der Kindheit eher ein Ablehnungsgrund wäre und trotz der neuen Diagnosen mir daraus ein Strick gedreht werden könnte. War es jetzt falsch ganz ehrlich alles rein zu schreiben?
3. Habt ihr Nachweise auch per Mail geschickt oder bleibt immer nur der postalische Weg?
4. Im schlimmsten Fall lehnen sie den Antrag ohne Gutachten ab, lohnt sich der Widerspruch oder sollte man es einfach sein lassen?
5. Habt ihr auch positive Erfahrungen mit den Anträgen und der Bewilligungen gemacht? Im Nachgang lese ich sehr viele negativen Erfahrungen, zu teilweisen heftigen Fällen mit Anzeigen und Urteilen, ich hab ja nun mal keine Anzeige gemacht, sowas kann mir vermutlich ein Nachteil sein ?
6. muss ich für Bsa einen eigenen Antrag stellen?
7. Lohnt sich noch die Stellungnahme vom Hausarzt, dass ich bislang immer noch nicht gearbeitet habe, aufgrund der Vorfälle?

Vielen lieben Dank, dass ihr alles gelesen habt,
Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch 🫶🏻
 

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