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Öffnungszeiten: abends und am Wochenende?

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Ich denke, das ist ein Mentalitätsunterschied. Als wir nach Australien in Ostasien ankamen, wo generell bis spätabends das Leben auf den Straßen brummt, da haben wir den recht gravierenden Unterschied gemerkt. Einige Asiaten meinten sogar zu uns: "In Australien ist es doch totlangweilig, dort ist immer alles geschlossen."

Ich bekomm schon schützelfrost, wen ich an hektische asiatische Städte auch nur denke...obwohl ich noch nie da war.
Wäre auch ganz hinten auf meiner Wunschliste der zu bereisenden Länder...
 
Mir kann auch niemand erzählen, dass ein Haufen Menschen zwischen Mo. - Sa. zwischen früh morgens bis teils spät im den Abend nie Zeit finden ihre Einkäufe zu erledigen und auch niemanden haben, der ggf. ihren Einlauf mit tätigt...sodass noch längere Öffnungszeiten gerechtfertigt wären.
 
Ne. Ich hab's vorhin schon mal wo geschrieben.
Als ich angefangen hab waren die Öffnungszeiten noch von 8 bis 18 Uhr mit Mittagspause dazwischen. Und samstags bis 13/14 Uhr.
Das war ok.
Ich arbeite in nem laden mit immer noch ähnlichen Öffnungszeiten.
Nur samstags bis 16 Uhr.
Man kommt nur alle paar Wochen dran.
Aber Samstag ist mit Abstand der allerschlimmste Tag.
Da kommen die allerschlimmsten Leute.
Die, die meinen, sonst keine Zeit zu haben und die sehr schwierig sind weil sie sich für den nabel der welt halten.
Und das am Ende einer meist eh schon anstrengenden Woche.
Der Sonntag reicht da zum erholen meist nicht aus. Und das ganze Wochenende ist kaputt.
Auch wenn man am Montag nicht wieder arbeiten muss, geht da trotzdem der Alltag wieder los.
Vor allem wenn man Kinder hat.
 
Abends gegen 8 und 9 Uhr wird eh nichts mehr gescheides gekauft.
Und was unter "gescheides" fällt, entscheidest du?

Prinzipiell würde ich die Ladungsöffnungszeiten komplett frei geben. Ich finde die Möglichkeit zu haben, einkaufen zu können wann es mir als Kunden zeitlich am besten paßt, einfach zauberhaft. Ja, man muß nicht spätabends einkaufen - aber manchmal kann oder will man zu anderen Zeiten einfach nicht gehen.
Und nein, natürlich ist ein nächtlicher Einkauf nicht lebensnotwendig, aber das ist ein Restaurantbesuch auch nicht. Und da beschwert sich keiner, dass die länger als bis 20 Uhr geöffnet haben.

Früher mag das funktioniert haben mit Mo-Fr bis 18 Uhr und 2 Std Mittagspause und Sa bis 13/14 Uhr (und ja, ich fand das auch als Kind schon kacke), aber es gab ja auch nix anderes. Die Kunden waren dem auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, es gab in Sachen Öffnungszeiten schlicht keine Konkurrenz.
Denn wenn heute ein Laden möchte, dass ich dort und nicht im Internet mein Geld ausgebe, dann sollte er halt auch dann offen haben, wenn der Kunde Zeit hat, um dort einzukaufen. Und das ist bei mir vorzugsweise zwischen 18 und 20 Uhr.

Klar kann der Einzelhandel versuchen, die Kunden zu erziehen, das Problem ist nur, dass der Kunde dann eben sein Geld da ausgibt, wo auf seine Bedürfnisse eingegangen wird. Und wenn der stationäre Handel Geld haben will, dann muss er sich dem Kunden anpassen. Nicht anders rum.
 
sodass noch längere Öffnungszeiten gerechtfertigt wären.

Ich verlange ja gar keine noch längeren Öffnungszeiten. Ladenschluss um 20 Uhr ist ein akzeptabler Kompromiss, an den ich mich gewöhnt habe. Aber noch kürzere Öffnungszeiten wären wirklich problematisch für mich (oder ich wäre eben Dauerkunde am Hauptbahnhof).
 
...sodass noch längere Öffnungszeiten gerechtfertigt wären.

Inwiefern "gerechtfertigt"?

Es ist, wie Athanasia schreibt, tatsächlich so, dass sich der Einzelhandel dem Kunden, und nicht andersherum, anpassen muss.
Insofern rechtfertigt der Wunsch der Kunden und damit die vorhandene Kundschaft eben doch die Öffnungszeiten. Sonst braucht der Laden irgendwann dann gar nicht mehr zu öffnen.
 
wenn du früher zu deinen Kunden gefahren bist, dann war das deine eigene Entscheidung. Ich muss echt schmunzeln, wenn ich Sachen wie "Sonntagszuschlag" lese, denn gerade in dieser Branche wird alle getan und getrickst wo es nur geht, um diese Zuschläge irgendwie zu umgehen. Die Verkäufer werden ja nicht direkt bei den Firmen angestellt, sondern über externe Dienstleister und Zeitarbeitsfirmen, und somit sind die Arbeitgeber auch nicht mehr an den Haustarif gebunden, wenn es überhaupt noch einen Tarifvertrag gibt, denn immer mehr Firmen steigen ja aus diesen aus (zb Real Kauf).

Das Märchen von der ach so tollen Teilzeit und ihren Vorzügen ist auch so ein Ding. Zum einen ist es ja so, dass die Menschen von Teilzeit nicht leben können und dann eben gewungen sind, beim Amt aufzustocken zu müssen und genau so einen umfangreichen Antrag beim Amt stellen zu müssen, sich nackig machen zu müssen, wie ein Hartz4 Bezieher, der gar nicht arbeiten geht. Oder derjenige muss nebenbei noch Nebenjobs machen.

Mehr Zeit mit der Familie oder Planbarkeit was die Kinderbetreuung angeht? Pustekuchen, die Händler richten sich doch nicht nach den Wünschen der Arbeitnehmer, sondern danach wie die Verkäufer dort gebraucht werden. Genau so werden dann die Einsatzpläne geschrieben.

So lange Arbeitszeiten bedeuten für die Verkäufer nur, dass sie spätabends im Dunkeln zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gehen müssen, immer mit der Angst im Rücken, dass was passieren könnte. Als Frau möchte ich da nicht spät abends noch im Dunkeln in so ner einsamen Ubahnstation stehen und warten müssen.

Hinzu kommt, dass gerade in der dunklen Jahreszeit und zu späten Uhrzeiten die Gefahr eines Raubüberfalls ansteigt, ebenso wie die Belästigungen durch aggressive Kunden, Ladendiebstahl usw, gerade in den Großstädten und an Brennpunkten wie Hauptbahnhof und Co, da hast du dann auch noch Betrunkene und Drogenabhängige ohne Ende. Damit dürfen sich dann die Verkäufer herumschlagen, nicht selten sind diese dann auch noch mit wenig Personal im Laden oder gar ganz alleine, wenn kein Sicherheitspersonal vorhanden ist.

Und warum muss man denn unbedingt unter der Woche einkaufen gehen? Man kann auch samstags für die ganze Woche einkaufen, funktioniert mit Einkaufszettel wunderbar.
 
Und warum muss man denn unbedingt unter der Woche einkaufen gehen? Man kann auch samstags für die ganze Woche einkaufen, funktioniert mit Einkaufszettel wunderbar.

Auch dazu wäre es zumindest vorteilhaft, wenn am Samstag bis abends geöffnet ist und nicht wie früher schon um 13 Uhr Schluss ist. Denn wenn man am Samstag sämtliche Einkäufe erledigen muss, dann sind die paar Stunden bis 13 Uhr rasch vorbei (wenn man beispielsweise nicht nur Lebensmittel, sondern auch sonstige Dinge, wie Kleidung, Handwerksbedarf, Gartenbedarf etc. einkaufen muss und noch diverse Geschäfte an verschiedenen Standorten aufsuchen muss).
 
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