Wen soll es stören? Die Katze sicher nicht, die ist dann ja tot.
Ich kann dir nur aus meiner Perspektive erzählen, dass ich mich nach dem Tod meiner ersten Katze erst einmal lange Zeit nicht emotional auf ein anderes Tier einlassen konnte. Ich wollte dann einige Zeit kein neues Tier haben. Das hat lange gedauert. Inzwischen habe ich nach einigen Jahren wieder zwei Kater.
Ich weiß nicht, wen es stören sollte… Der Gedanke hat sich irgendwie eingenistet.
Ich weiß auch nicht, ob ich direkt danach bereit sein werde. Es wird auch kein neues Tier geholt , bis ich nicht sicher dazu in der Lage bin, es richtig zu versorgen.
Bei uns sind nach dem Tod jedes Hundes immer sehr schnell die Nachfolger eingezogen. Nicht, weil wir nicht getrauert haben (jeder unserer Hunde ist bis heute unvergessen und wird auch über den Tod hinaus geliebt), sondern weil uns das Pfotengetrappel fehlte.
Ausserdem haben wir recht optimale Bedingungen zur Hundehaltung und es wäre zu traurig, diesen Platz nicht wieder einem TSch-Hund zur Verfügung zu stellen.
Danke dir
Wenn ich mir wieder eine Katze/Katzen hole ist mir klar, dass sie wieder aus dem Tierschutz kommen werden. Da sind sie und ihr Bruder auch her, der Wurf wurde damals in einer Mülltonne gefunden…
Jeder Tierhalter kennt diese Gedanken: Wie soll ich das nur aushalten, wenn mein geliebtes Tier irgendwann stirbt?
Das Ding ist: Am Anfang ist es schwer... sehr schwer und traurig. Aber man hält es aus und man gewöhnt sich an den Alltag ohne das geliebte Tier.
Und irgendwann ist man auch wieder offen für ein neues Tier. Nein, das ist nicht egoistisch. Man hat dem Tier nicht ewige Treue geschworen. Deine Katze hätte nichts davon, wenn du nie wieder eine neue Katze hast. Aber die neue Katze hat etwas davon - und du auch. Wenn du also gerne weiterhin Katzen haben möchtest - dann tu das. Das ist kein Verrat an deiner Katze.
Bei mir ist die Sache tatsächlich etwas komplizierter. Natürlich stelle ich mir die gleiche Frage, wie wahrscheinlich jeder tierhalter. Aber die Frage wie ich das ganze aushalte ist bei mir natürlich um einiges intensiver, da ich mich sicher irgendwann an den Alltag ohne meine Katze gewöhne, aber ein Alltag ohne Tier generell für mich undenkbar ist.
Die Gedanken bringen mich extrem weiter - danke dir.
Mein kleiner Hund wurde von einem Schäferhund so gebissen, dass er daran verstorben ist. Nicht lange drauf, etwa ein halbes Jahr später kams, dass uns ein neuer Hund angeboten wurde. Zuerst dachte ich, das geht nicht, ich kann meine Lilli niemals ersetzen, das bring ich nicht fertig, jetzt so schnell umzuschwenken. Ich überlegte und überlegte, dann dachte ich mir, ich lasse "Gott" entscheiden, also etwas, das über meinem Verstand ist- erste Minute entscheidet, ja oder nein. Ich kam beim Gartentürl herein, setzte mich, der neue Hund stellte sich vor mich und war so was von entzückend, so was von süß, dass ich nicht glauben konnte, dass das meiner werden darf. Dann fasste ich dieses Hundemädchen an und das Fell war so seidig, so kuschelig, so wohlig anzufassen und poing, fertig, es war meiner.
Nun kommt mir vor, die Lilli lebt in diesem Hund weiter, denn sie kuschelt sich exakt gleich her, sie legt ihre Ohren dabei genau gleich gespreizt auseinander, drückt sich an mich und kann mit ihrem Blick das gleiche ausdrücken, was ich so mochte bei meinem vorigen Hund und bei dem davor und bei dem vor diesem davor-Hund. Ich liebe es, wie sie sind, eines haben alle gemeinsam, diese unvorstellbare Freude, weil sie leben können, wie Hunde eben gern leben- viel von dem kriegen, was sie mögen. Daher, es wäre schade, wenn du kein Mietzi mehr nimmst, es hat doch bei dir alles, was Mietzis gern haben. Mach wieder eins glücklich, zugleich kriegste dieses Glück herzhaft zurück. Das ist wie ein Kreislauf der sich von selbst immer in Bewegung hält. Alles Liebe. Meine kleine Gini hat mich voll angenommen und wieder bestätigt sich, für uns zum Wohl ist sie, wir zu ihrem Wohl.
Danke dass du diese Geschichte mit mir teilst, hatte Tränen in den Augen…
Die Katze aber hat keine Wahl und ist der Situation hilflos ausgeliefert, sie kann sich nicht dagegen wehren.
Aber welcher Situation denn?
Meine Katze und ich sind ein eingespieltes Team. Sie merkt wenn es mir nicht gut geht und kommt zu mir.
Freiwillig.
Sollte das neue Tier bzw. die neuen Tiere das nicht wollen oder tun, werde ich sie sicher nicht mit Gewalt an mich drücken, wenn ich weinen muss o.Ä.
Ich zwinge ja die Katze nicht zu irgendwas, deswegen finde ich es extrem übertrieben, zu sagen die Katze wäre ausgeliefert und müsste sich wehren. Ich mache ja nichts, gegen dass sich gewehrt werden sollte und versorge die Tiere trotz meines Zustands gut. Die Katze ist keiner Situation ausgeliefert, da es keinen Unterschied zwischen mir und einer gesunden Person gibt, wenn die Katze sich nicht von selbst dazu entscheidet, mich in schweren Phasen zu begleiten.
Eine Katze sollte man auch nicht alleine halten, man sollte immer mind. 2 Katzen halten, das gilt vor allem bei reinen Wohungskatzen.
Das ist mir durchaus bewusst.
Wir haben damals meine Katze und ihren Bruder aus dem Tierheim geholt.
Als sie 12 waren, ist er dann leider verloren gegangen.
Vergesellschaftungsversuche scheiterten , mit sämtlichen dazu gekommenen Katzen der Nachbarn versteht sie sich nicht.
Dadurch habe ich begriffen dass sie jemand ist, der ein Problem mit den meisten anderen Artgenossen hat. Ihren Bruder mit dem sie aufgewachsen ist hat sie toleriert,aber ich habe gemerkt dass es keinen Sinn macht, eine 12-jährige Katze auf zwang nochmal mit jemand neuem zu vergesellschaften!
Das sollte man mir hier auch nicht vorwerfen.