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Neues Tier nach Tod der Katze?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 122040
  • Datum Start Datum Start
Wäre es daher sehr egoistisch, nach dem Tod meiner Katze über die Anschaffung eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin nachzudenken?
Wen soll es stören? Die Katze sicher nicht, die ist dann ja tot.

Ich kann dir nur aus meiner Perspektive erzählen, dass ich mich nach dem Tod meiner ersten Katze erst einmal lange Zeit nicht emotional auf ein anderes Tier einlassen konnte. Ich wollte dann einige Zeit kein neues Tier haben. Das hat lange gedauert. Inzwischen habe ich nach einigen Jahren wieder zwei Kater.
 
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Re: Neues Tier nach Tod der Katze?
Bei uns sind nach dem Tod jedes Hundes immer sehr schnell die Nachfolger eingezogen. Nicht, weil wir nicht getrauert haben (jeder unserer Hunde ist bis heute unvergessen und wird auch über den Tod hinaus geliebt), sondern weil uns das Pfotengetrappel fehlte.
Ausserdem haben wir recht optimale Bedingungen zur Hundehaltung und es wäre zu traurig, diesen Platz nicht wieder einem TSch-Hund zur Verfügung zu stellen.
 
Jeder Tierhalter kennt diese Gedanken: Wie soll ich das nur aushalten, wenn mein geliebtes Tier irgendwann stirbt?
Das Ding ist: Am Anfang ist es schwer... sehr schwer und traurig. Aber man hält es aus und man gewöhnt sich an den Alltag ohne das geliebte Tier.
Und irgendwann ist man auch wieder offen für ein neues Tier. Nein, das ist nicht egoistisch. Man hat dem Tier nicht ewige Treue geschworen. Deine Katze hätte nichts davon, wenn du nie wieder eine neue Katze hast. Aber die neue Katze hat etwas davon - und du auch. Wenn du also gerne weiterhin Katzen haben möchtest - dann tu das. Das ist kein Verrat an deiner Katze.
 
Weil ich gerne fragen möchte.
Klar entscheide ich letztendlich.
Aber ich würde gerne wissen was ihr denkt und dazu ist das Forum da.
Mein kleiner Hund wurde von einem Schäferhund so gebissen, dass er daran verstorben ist. Nicht lange drauf, etwa ein halbes Jahr später kams, dass uns ein neuer Hund angeboten wurde. Zuerst dachte ich, das geht nicht, ich kann meine Lilli niemals ersetzen, das bring ich nicht fertig, jetzt so schnell umzuschwenken. Ich überlegte und überlegte, dann dachte ich mir, ich lasse "Gott" entscheiden, also etwas, das über meinem Verstand ist- erste Minute entscheidet, ja oder nein. Ich kam beim Gartentürl herein, setzte mich, der neue Hund stellte sich vor mich und war so was von entzückend, so was von süß, dass ich nicht glauben konnte, dass das meiner werden darf. Dann fasste ich dieses Hundemädchen an und das Fell war so seidig, so kuschelig, so wohlig anzufassen und poing, fertig, es war meiner.
Nun kommt mir vor, die Lilli lebt in diesem Hund weiter, denn sie kuschelt sich exakt gleich her, sie legt ihre Ohren dabei genau gleich gespreizt auseinander, drückt sich an mich und kann mit ihrem Blick das gleiche ausdrücken, was ich so mochte bei meinem vorigen Hund und bei dem davor und bei dem vor diesem davor-Hund. Ich liebe es, wie sie sind, eines haben alle gemeinsam, diese unvorstellbare Freude, weil sie leben können, wie Hunde eben gern leben- viel von dem kriegen, was sie mögen. Daher, es wäre schade, wenn du kein Mietzi mehr nimmst, es hat doch bei dir alles, was Mietzis gern haben. Mach wieder eins glücklich, zugleich kriegste dieses Glück herzhaft zurück. Das ist wie ein Kreislauf der sich von selbst immer in Bewegung hält. Alles Liebe. Meine kleine Gini hat mich voll angenommen und wieder bestätigt sich, für uns zum Wohl ist sie, wir zu ihrem Wohl.
 
Ich bin der vierte Halter von meinem neuen Hund. Drei haben sie wieder zurückgegeben, Züchter, die sie hin und her tauschten, nachher Leute, die keine Zeit hatten. Nun muss man sich das aber mal vorstellen, sie war vier Jahre alt. Wie kann man sich nur trennen von so was Entzückendem, ich kann das nicht begreifen.
 
Aber wieso sollte ich keine Hilfe beanspruchen, wenn ich sie brauche? Ich habe ja auch professionelle menschliche Hilfe, sollte ich mir die auch nicht nehmen, damit es in meinem Leben läuft? Das Problem wird ja nicht für immer bestehen! Ich werde dennoch wahrscheinlich auch später noch Tiere halten, selbst wenn es mir wieder gut geht, einfach weil ich es schön finde, ein Haustier zu haben.

Wenn ich die Katze gut behandle, dann ist es auch nicht unfair ihr gegenüber, wieso auch?
Ein Therapeut geht bewusst in die Situation mit dem Willen zu helfen.
Die Katze aber hat keine Wahl und ist der Situation hilflos ausgeliefert, sie kann sich nicht dagegen wehren.

Eine Katze sollte man auch nicht alleine halten, man sollte immer mind. 2 Katzen halten, das gilt vor allem bei reinen Wohungskatzen.
 
Gilt aber auch nur bedingt. Im TSch gibt es viele Katzen, die gerne ihren Menschen für sich alleine hätten.
Das ist richtig.
Ich gehe hier in diesem Thread allerdings davon aus, dass man sich eine junge Katze anschaffen möchte, weil es eben sehr weh tut, wenn ein Tier/Katze am Lebensende ankommt.
Man möchte das ja nicht in wenigen Jahren wieder erleben, schon gar nicht, wenn diese neue Katze für die Zwecke benutzt wird, wie der TE schrieb
 
Ich finde es problematisch in dem Verhältnis zwischen Mensch und Haustier von Benutzen zu sprechen.

Wir hatten eine Katze und einen Kater, die Katze hat den Kater als Familienmitglied akzeptiert, allerdings war es erkennbar, dass sie ihn gerne los geworden wäre.
Die Katze kam im Alter von 12 Wochen zu uns, der Kater ein Jahr später im Alter von einem Jahr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, das ist bestimmt nicht egoistisch. Du gibst einer neuen Katze oder einem anderen Tier die Chance bei dir ein liebevolles zuhause zu haben.

Deine dann leider verstorbene Katze ist dann im Katzenhimmel. Und sie würde es bestimmt nicht wollen, dass du allein und unglücklich bist. Sie würde es bestimmt freuen, wenn du wieder ein anderes Tier hast, das du genauso liebst, wie deine Katze im Katzenhimmel.

Auch ich hatte nachdem meine Katze gestorben war nach ca. zwei Monaten wieder eine andere Katze von einer Tierauffangstation in Fuerteventura.
 

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