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Meine Rolle als Frau

AW: Tut mir leid, daß Du so verbittert und verspannt bist!

@ Reiner:
Wie kommst du darauf, dass ich Waltraud heiße? Und was lässt dich glauben, dass es eine "natürliche" Bestimmung der Frau gäbe, eine zärtliche fürsorgliche Mutter zu sein, während Männer "um das goldene Kalb zu tanzen" hätten?
Genau solche Stereotypen machen es uns doch so schwer, eine eigene Idendität zu finden, wenn man sich solche Zuschreibungen gefallen lassen muss.
Anhand deines Bildes erkenne ich, dass du zu der Generation meiner Großväter gehörst. Du und deine Frau (falls du eine hast), seid also in einer komplett anderen Sozialistaion großgeworden. Es ist sehr bezeichnend, dass meine (nach meines Erachtens) berechtigten Fragestellungen, als "verbitterte Schreibe" abgetan werden, weil ich mich nicht in meine Rolle als braves Weibchen einfügen möchte. Dir fällt es natürlich leicht so herablassend, "herrisch"( was für ein bezeichnendes Wort) zu sein, weil du dich in deiner sozialen Rolle als Mann uns Weibchen überlegen fühlst.
[...]
Dem kann ich nur zustimmen.
Das er Dich Waltraud nennt, ist, nun ja.... ihm eigen. Hätte auch Brunhilde sein können. 😀

So wie Du das im #1 geschildert hast, läuft es leider immer noch. Ich will nicht sagen überall, aber es ist auffällig oft.
In einem anderen Thread, bei dem es um typische Geschlechterrollen geht, fühle ich mich ziemlich alleine, wenn ich sage; wozu überhaupt jemanden nach Geschlecht typisieren?
Wenn es um neue Denkweisen geht, sind Männer bissle langsam. Wenn ich das als Mann sage, ist das ziemlich arg provokant. Wenn Du das sagen würdest, bricht möglicherweise der dritte Weltkrieg aus.
Das Frauenbild ist wie eingestanzt. Siehe Rainerjg, der da meint: Was immer gut war, kann heute nicht so schlecht sein.
Das allein zeigt doch wer hier wirklich einen gewissen Nachholbedarf hat. Wenn bspw. ein Mann ein Recht bekommen will, welches ihm zusteht und letztlich auch bekommen hat, dann ist es völlig normal wenn ihm sein Recht von einer Frau Richterin zugesprochen wurde. Im selben Atemzug wurde und wird eben dieser Richterin, dass Leben von solchen Männer schwer gemacht.
Meint: Gleiches Recht für alle, ja, aber alle gleichwertig, nein. Ich setze mich deswegen schon seit 30 Jahren regelmäßig in das Fettnäpchen, was Mann nicht hören möchte. Freunde macht man sich damit ganz sicher nicht.

Einziger Trost den ich für Dich habe, es wird besser werden.
 
A

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Re: Meine Rolle als Frau
AW: Tut mir leid, daß Du so verbittert und verspannt bist!

@ Reiner:
Wie kommst du darauf, dass ich Waltraud heiße? Und was lässt dich glauben, dass es eine "natürliche" Bestimmung der Frau gäbe, eine zärtliche fürsorgliche Mutter zu sein, während Männer "um das goldene Kalb zu tanzen" hätten?
Genau solche Stereotypen machen es uns doch so schwer, eine eigene Idendität zu finden, wenn man sich solche Zuschreibungen gefallen lassen muss.
Für die Annahme, dass es natürliche Bestimmung der Frau ist, eine zärtliche fürsorgliche Mutter zu sein, spricht, dass nur die Frau in der Lage ist, ein Kind zur Welt zu bringen. Dafür sind in der Frau biologische Anlagen vorhanden, die sich nicht leugnen lassen. Ich vertrete im Gegensatz zu Reiner nicht die Annahme, dass jede Frau Mutter werden "muß". Jedoch andererseits liegt es in der selbstgewählten Richtung des Mannes, ob er sich dazu entscheidet, um das goldene Kalb zu tanzen oder seine Aufgabe woanders zu sehen. Du malst ein Gegensatzpaar: Mutter für weiblich und "um goldenes Kalb tanzen" für Männer. Damit beschreibst Du zwei verschiedene Rollen. Sind beide für Dich grundsätzlich negativ besetzt? Es gibt auch noch Konstellationen, in denen sich beide ergänzen. Für die Frau gibt es die Rollen Mutter mit oder ohne Karriere und für den Mann gibt es die Ergänzungsrollen Vater mit Karriere oder Nicht-Vater mit Karriere. Die Frage, auf die ich hinauswill, lautet: Müssen Frau und Mann ein Gegensatzpaar bilden?


@ Schwarze Seele: Ja das mit dem Nachdenken ist ein Punkt. Wir machen uns unsere Probleme zum großen Teil selbst, aber ich sehe in unseren Nöten eben den Ausbruch aus einem festgefahrenen Mustern. Wir fühlen uns verantwortlich unsere eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen, weil wir es bisher nicht gelernt bekommen haben "unser Ding durchzuziehen". War es nicht jahrhundertelang so, dass unsere Aufgabe darin bestand dem Mann und unseren Kindern "zu dienen"? Solche Muster legt man nicht einfach so ab.

Was nützt es Dir, wenn Du aus einem festgefahrenen Muster ausbrichst - und in ein neues Muster gerätst, welches zwar die Mängel des alten Musters nicht aufweist, dafür jedoch neue?

Ich betone, dass dies kein Angriff auf die Männer als solches, noch auf andere Frauen sein soll. Ich beschäftige mich nur mit dem Thema und denke, dass darin wertvolle Erkenntnisse liegen. Vielleicht hilft mir das einfach mich selbst besser zu verstehen.

@ Nordrheiner: Das mit dem Wohlfühlplatz klingt schön und einleuchtend. Das hinterfragen von festgefahrenen Strukturen gehört für mich dazu, diesen Platz zu finden.

@Der_um_den_Baum_tanzt: Vielen Dank für deinen ausführlichen Post zum Thema Selbstfindung. Ich denke, dass ein größerer Teil in mir sich danach sehnt seine Rolle als Individuum zu finden, als der der die gesellschaftliche Rolle als Frau zu definieren. Ersteres fühlt sich gerade nur bedeutend schwerer an.

Ich danke euch allen für die angeregte Diskussion. Es ist super interessant🙂

Selbstfindung und Wohlfühlplatz hängen eng zusammen. Beides hängt mit den Werten zusammen, die für Dich wichtig sind. Deine aktuellen Werte lassen sich z.T. an Deinen Beschreibungen von Frauen- und Männerverhalten ablesen. So beschreibst Du die frühere Frauenrolle als "dem Mann und unseren Kindern dienen". Unabhängig davon, ob Frauen vor z.B. 200 Jahren dies so unterschrieben hätten und als negativ empfunden haben. Der Gesamtausdruck klingt für mich nach mehreren negativen Bewertungen. Du hättest auch "unserem Mann" schreiben können. Hast Du aber nicht. Daher meine Frage: Siehst Du in "dem Mann" einen Gegensatz zu Dir oder eine zu Dir zugehörige Ergänzung?

Das Dienen wird heutzutage abwertend empfunden. Niemand will mehr Diener eines anderen sein. Herrschen ist viel schöner. Aus meiner Sicht: Herrschen macht einsam. Je höher eine Person die Karriereleiter hinaufklettert, je einsamer wird sie. Das ist jedenfalls meine Beobachtung.

In dem Sinne empfinde ich den Weg zum Herrscher, wo auch immer, beruflich oder privat, als einen Weg in die innere Einsamkeit. Und unsere Gesellschaft hat viele einsame Menschen... denen nichts anderes übrig geblieben ist, als für sich alleine nach dem Wohlfühlplatz in der Art und Weise eines Egotripps zu suchen.

Daher definiere ich Dienen anders, in jedem Fall positiv. Es hat für mich nichts Unterwürfiges.

LG, Nordrheiner
 
Hallo Wat_solls,

Aber ist es nicht ein Armutszeugnis, dass man sich noch immer entscheiden muss? Ich meine zu einem Kind gehören ja schließlich zwei Erwachsene. Es ist doch auch so, dass ein Mann der sich mehr um die Kinder kümmern möchte, beruflich und karrieretechnisch noch stärker diskriminiert wird. Dann heißt es, was für ein verweichlichter Softi, hat keinen Bock zu arbeiten, Privatsache ist wichtiger. Also letztendlich bleibt es für ein Paar gezwungenermaßen immer an der Frau hängen, wenn man seinen Lebensunterhalt einigermaßen gut bestreiten möchte.

Was ist das für eine kalte Welt, die an den Menschen vorbei kapitalisiert🙁

Aber natürlich kommen mir auch oft Zweifel, ob ich nicht vielleicht auch nur Panik mache und diese Gedanekn einfach so Alice Schwarzer 1970 sind🙄

Nein, es kommt dir nicht nur so vor. Du sprichst mir so aus der Seele.
Wir haben in Deutschland ein Riesenproblem mit der Gleichberechtigung. Wir sind nicht gleichberechtig, sondern tun nur so als ob. Ich persönlich mache den Kapitalismus dafür verantwortlich. Es wird ALLES am Kapital gemessen. GELD ist das Allerwichtigste, schon immer für die hiesigen Männer und daran sollen sich natürlich auch Frauen bitteschön anpassen, wenn sie schon Karriere machen wollen.

Ich komme gebürtig aus einem sozialistischen Land und weil mir der ganze Mist so gestunken hat, habe ich meine eigene Schule gegründet. Ich als Frau, keine Anpassung an den Rest der kapitalistischen Gesellschaft... Kann so nicht angehen.
Ich habe inzwischen keine Freundinnen mehr und das ist besser so. Dies Studenbissigkeit mag ich mir nicht mehr geben.
Machos gehe ich grundsätzlich aus dem Weg. Und damit meine ich keine Südländer, die als vermeintlich notgeile Böcke Frauen zu Sexobjekten degradieren, sondern hier sozialisierte Männer, die in Frauen entweder die Über- Mutter oder eine Raben- Mutter, eine Sex- Sklavin/ Prostituierte oder eben eine hysterische Hardchoremanze sehen, die natürlich bestraft gehört, wenn sie sich nicht fügt.

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, wohin das führen soll. Auch hier im Forum merke ich diese Haltung. In den Medien werden immer die Südländer und Muslime als die gößten Frauenunterdrücker verklauft, dabei kommen unsere eigentlichen Feinde aus den eigenen Reihen. Ich habe den Medien früher glauben geschenkt, heute weiß ich es besser , weil ich heute nicht nur die Theorie kenne.
Ich bin mit einem Italiener verlobt. Er ist ein Maurer, also keine große Bildung. Ich bin eine Sek II Lehrerin. Ich hatte noch nie so eine tolle Beziehung. Er macht jetzt schon alles für unsere Beziehung und will zu Hause bleiben, wenn wir Kinder haben, damit ich mich um meine Schule kümmern kann. Er kocht und putzt und trägt mich total auf Händen. Er ist stolz, dass er eine Akademikerin als Freundin hat und gibt damit total an. Mir ist die selbe Augenhöhe wichtig und das schätzt mein Freund sehr. Das versteht er als Ausdruck meiner Liebe.
Er ist auch keine Ausnahme in seinem Kulturkreis. Er hat 11 Brüder und alle behandeln ihre Frauen so. Er hat auch viele muslimische Freunde. Sie sagen: "Unter den Füßen einer Frau, ist das Paradies." Da ist nichts mit Frauenunterdrückung, sondern genau das Gegenteil. Manchmal fühle ich mich wie auf einem Podest, was mir schon fast unangenehm ist. Sie verbeugen sich bei der Begrüßung vor einer Frau und verehren sie, weil sie Kinder austragen kann. Die Mutter ist heilig, wird geehrt und es ist wichtig, dass es ihr gut geht. Weil die Kinder und der Mann sonst nicht glücklich sein können. Sie ist der Mittelpunkt der Familie.

So eine Beziehung war mit einem deutschen Mann nicht möglich. Es gab immer Machtkämpfe, ob subltil oder direkt. Davon war jede meiner bisherigen Beziehungen geprägt.
Ich hatte schon Mal einen Tischler als Freund. Da wurde ich immer wie ein Autobus angeschaut. Mein Exfreund wurde mit einem mitfühlenden Blicken beschenkt, sobald unsere Berufe auf den Tiscch kamen, egal wo wir waren. Mein Status (wie ich dieses Wirt hasse) schien für die Gesellschaft nicht mit dem eines Tischlers vereinbar. Mein damaliger Freund und die Beziehung haben total darunter gelitten.
Man erwartet von Frauen, dass sie sich hochheiraten. Für einen Mann ist das selbe wohl eine Beleidigung.

Manche Frauen und Machos behaupten, ich sei zu dominant. Klar, eine Frau kann/ darf natürlich nicht dominant sein... Warum nicht? Hmm, darauf hat mir noch niemand eine Antwort gegeben.

Vllt weil diese Gesellschaft nicht wirklich die Emazipation will? Ach ja, die Schwarzer ist doch auch so verhasst, obwohl wir ihr mit zu verdanken haben, dass Männer ihre Frauen heute in der Ehe nicht vergewaltigen dürfen. Das weiß aber kaum eine Frau.

Ja, ein echt schwieriges Thema, indem ich leider so schnell keine Lösung sehe.
 
Wenn die Aufgabe der Frau wirklich die Fürsorge ist. Braucht das nur die Familie? Nicht auch die Gesellschaft? Ich erlebe die weibliche Energie. Sie passt sich leichter an. Ist sanfter. Aber eher so wie Wasser. Und frag einen Felsen, ob er sich mit Wasser anlegen möchte!

Und jetzt stimme ich Dir zu. Und mehr noch. Fürsorge ist keine Qualität, die auf Frau oder Mann begrenzt ist oder begrenzt werden darf. Die Gesellschaft setzt sich aus Menschen zusammen, die - wenn man den Begriff der Fürsorge nimmt - Fürsorge als einen Teil ihrer Aufgabe sehen - oder auch nicht. Fürsorge hat das Wohl des Anderen im Auge.
 
AW: Du hast doch selbst geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest!

Hallo, liebe TE,
Du hast doch in Deinem ersten Beitrag selbst davon geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest! Und warum wirfst Du mir das jetzt vor, wo Dein Text doch nur so von verbitterten und herabziehenden sexistischen aussagen, wie z.B. "Tittenbonus" strotzt.

Du scheinst meinen Text nicht richtig gelesen zu haben, das war ein Zitat.

Wer als Frau solche Worte in den Mund nimmt,
scheint keine große Achtung vor dem eigenen Geschlecht zu haben!
Außerdem prägt das Denken und Reden sehr stark unsere Grundstimmung und derart häßliche Wörter und Aussagen verschmutzen und verletzen Geist und Seele und wirken sich im täglich Leben deutlich aus, denn all das schlägt sich in Deiner Stimmung und in Deiner Ausstrahlung nieder!

Sei vorsichtig mit Deinen Gedanken und Worten,
denn Sie könnten sich sehr schnell in Deinem Leben verwirklichen und zu Deinem Schicksal werden!

Deine guten Einser-Noten und Dein massives Karrierestreben haben Dich offensichtlich nicht glücklich gemacht, sondern in ein ungute Dauerspannung hineingetrieben, was Deine Seele offensichtlich auch schon gut erkannt hat, denn Dein Gewissen spricht ja sehr laut und deutlich zu Dir und darauf solltest Du hören und Dein Leben ensprechend ausrichten!


Genau deshalb habe ich mich an die Community gewandt. Nur das besinnen auf meine "natürliche Weiblichkeit" geht eben nicht, weil es die meineserachtens nicht gibt.


@Gast: ich mlchte nicht, das irgendjemand irgendwen auf Händen trägt Wieso muss ein Geschlecht besser sein als das andere? Das ist doch totaler Humbug. Schön für dich, wenn die Familie deines Mannes dich so huldigt... aber das geht doch an Gleichberechtigung vorbei.

@Nordrheiner: Mann und Frau sollen überhaupt nicht gegensätzlich sein. Das war auf die Aussage von reinerjg bezogen, der meinte Männer würden grundsätzlich ums "Goldene Kalb" tanzen, während Frauen eine natürliche Gabe zur Fürsorglichkeit hätten. Für mich zählt ein einzelner Mensch mit seinen Fähigkeiten und ich denke in einer Partnerschaft wird es immer Gemeinsamkeiten und ergänzende Anteile geben. Ich denke dass eine Mutter genauso ihr Kind kennenlernen und erziehen/lieben lernen muss, wie das ein Vater tun muss.

@Nicclas: Das mit dem Wasser empfinde ich auch als so eine Zuschreibung. Warum kann es nicht genauso sein, dass eine Frau eher die dominante/ aggressive Art aufweist, ohne dass Sie dabei gleich als "Mannsweib" abgetan wird. Wird man denn nicht der Vielfalt von uns Menschen einfach nicht gerecht, wenn man bestimmte Charakterzüge einem Geschlecht zuschreibt.
 
AW: Du hast doch selbst geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest!

@Gast: ich mlchte nicht, das irgendjemand irgendwen auf Händen trägt Wieso muss ein Geschlecht besser sein als das andere? Das ist doch totaler Humbug. Schön für dich, wenn die Familie deines Mannes dich so huldigt... aber das geht doch an Gleichberechtigung vorbei.

Ich bin auch nicht für "Huldigung!
Nur wenn ich meinen Mann über Alles Liebe, möchte ich das Selbe zurück bekommen, was mir meiner auch gibt und das drücke ich mit "auf Händen tragen aus". Ich schrieb doch schon bereits, dass mir die gleiche Augenhöhe wichtig ist und dass ich nicht gerne auf dem Podest stehe, aber es ist immerhin besser als unterdrückt zu werden, alles perfekt können zu müssen, ohne Anerkennung zu bekommen. Ich jedenfalls muss nicht gleichzeitig eine perfekte Mami und Karrieristin abgeben. Es reicht, wenn ich Kinder zur Welt bringe und mich selbst verwirkliche. Den Rest macht mein Mann.

Ich lese jetzt leider auch Frust bei dir raus. Warum gönnst du anderen ihr Glück nicht, nur weil du deins noch nicht gefunden hast?

Neid scheint die häufigste Krankheit der heutigen Gesellschaft zu sein.
 
Ich kenne einige Väter, die auch in Elternzeit waren, und sich so mit der Mutter gemeinsam um ihre Kinder gekümmert haben. Ebenso kenne ich auch Väter, die bei den Kindern zu Hause bleiben, und die Mutter geht arbeiten. Das ist doch heutzutage nicht mehr so das Problem. Problematisch finde ich eher, daß manche arbeiten "müssen", obwohl sie gerne zu Hause bei den Kind bleiben würden, weil ein Gehalt für die Familie nicht ausreicht.

Liebe TE, Du mußt rausfinden, was Du möchtest, nicht was Du meinst, das andere von Dir erwarten.

Als Frau muß man nicht hübsch aussehen, um "Karriere" zu machen. Man muß sich durchbeißen können. Ebenso wenig "muß" man früh Kinder bekommen.

Ich hab mal ähnlich empfunden. Es war die Zeit, als im Umfeld die ersten Kinder geboren wurden. Da kam dann der Gedanke, so langsam "müsste" ich dann wohl auch mal Mutter werden. Ich fühlte mich aber nicht bereit dazu, ich wollte einfach keine Kinder, zumindest "noch nicht". Ich habe mich damit auseinandergesetzt, und mich dann entschieden, daß ich "erstmal" keine Kinder bekommen werde (zumindest nicht geplant). Und dabei ist es geblieben. Mir geht es damit sehr gut, ich habe MEINEN Weg gefunden. Dazu habe ich mich dann beruflich irgendwann radikal verändert und lebe dadurch jetzt das Leben, bei dem ich merke, daß es perfekt zu mir paßt.
 
AW: Du hast doch selbst geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest!

@Gast: ich mlchte nicht, das irgendjemand irgendwen auf Händen trägt Wieso muss ein Geschlecht besser sein als das andere? Das ist doch totaler Humbug. Schön für dich, wenn die Familie deines Mannes dich so huldigt... aber das geht doch an Gleichberechtigung vorbei.

@Nordrheiner: Mann und Frau sollen überhaupt nicht gegensätzlich sein. Das war auf die Aussage von reinerjg bezogen, der meinte Männer würden grundsätzlich ums "Goldene Kalb" tanzen, während Frauen eine natürliche Gabe zur Fürsorglichkeit hätten. Für mich zählt ein einzelner Mensch mit seinen Fähigkeiten und ich denke in einer Partnerschaft wird es immer Gemeinsamkeiten und ergänzende Anteile geben. Ich denke dass eine Mutter genauso ihr Kind kennenlernen und erziehen/lieben lernen muss, wie das ein Vater tun muss.

@Nicclas: Das mit dem Wasser empfinde ich auch als so eine Zuschreibung. Warum kann es nicht genauso sein, dass eine Frau eher die dominante/ aggressive Art aufweist, ohne dass Sie dabei gleich als "Mannsweib" abgetan wird. Wird man denn nicht der Vielfalt von uns Menschen einfach nicht gerecht, wenn man bestimmte Charakterzüge einem Geschlecht zuschreibt.

Sicher liegt man sowohl richtig als auch falsch, wenn man verallgemeinernt bestimmte Fähigkeiten und Charaktereigenschaften nur einem Geschlecht zuordnet. Die Frage stellt sich doch, wo Deine Stärken und Schwächen liegen... und wo Du mit diesen hinwillst, welche Aufgaben Du für Dich siehst. In Bezug auf Männer-Frauen gibt es aus meiner Sicht nunmal verallgemeinernt Unterschiede, die über die rein Biologischen hinausgehen. Mit dem Begriff Gleichberechtigung in der Partnerschaft habe ich immer so leichte Bauchschmerzen. Dies nicht, weil ich gegen eine solche bin, sondern eher, weil die Individualität einer jeden Partnerschaft so besonders ist. Die Qualität einer Partnerschaft mißt sich nicht nach Rechten, sondern aus meiner Sicht eher nach der Einstellung des einzelnen Partners auch für das Glück des anderen zu sorgen. Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne von Verzichten-Können. Wir Menschen, so denke ich, werden nicht glücklich, wenn wir uns als Herrscher verschiedener und gleicher Rechte bezeichnen, sondern als Diener des Glücks, auch gerade des Glücks des Partners.
 
AW: Du hast doch selbst geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest!

Woran machst man es fest, gehört jemand zu diesem Geschlecht oder dem Geschlecht? Es gibt auf jeden Fall drei Geschlechter. Geht man nach Geschlechtsorganen. Mann, Frau, Zwitter. Wie sehen die Geschlechtsorgane eines Zwitters aus?

Dann gibt es das Äußere und das Innere. Und irgendwie ist das alles ziemlich bunt. Geschlechterrollen. Wozu brauchen wir sie? Geht es nicht um den Menschen?

Dem kann ich nicht so ohne weiteres zustimmen. Es gibt zunehmend junge Menschen, die orientierungslos sind. Orientierungslosigkeit wirkt sich immer negativ aus. Zu diesen Nachteilen der Orientierungslosigkeit zählen u.a. Promiskuität, Gewalt, Bindungsunfähigkeit. Junge Menschen benötigen charakterlich positive Vorbilder, benötigen eine Identifikation mit Menschen gleichen Geschlechts, denen sie sich zugehörig fühlen. Vorbilder sowie auch Rollen müssen gerade für junge Männer Identifikationspotenziale enthalten.

Traditionelle Rollen, die man positiv wie negativ definieren kann, sollten an menschliche Bedürfnisse und somit auch an Geschlechter angepasst werden, aber nicht von der Bildfläche verschwinden. Für Mann und Frau, Vater und Mutter, gibt es keinen wirklichen Ersatz.
 
AW: Du hast doch selbst geschrieben, daß Du verbittert und verspannt seiest!

Warum kann es nicht genauso sein, dass eine Frau eher die dominante/ aggressive Art aufweist, ohne dass Sie dabei gleich als "Mannsweib" abgetan wird. Wird man denn nicht der Vielfalt von uns Menschen einfach nicht gerecht, wenn man bestimmte Charakterzüge einem Geschlecht zuschreibt.

In der Realität ist es genau so, wie es ist.
Es gibt, ganz unabhängig vom Geschlecht, Menschen die eine dominantere oder aggressivere Art aufweisen, als andere Menschen.

Da es in unserem Kulturkreis, ebenso wie in verschiedenen anderen Kulturkreisen, sich als erfolgreiche Überlebensstrategie erwiesen hat wenn diese Attribute vom Mann im Schilde geführt werden, hat sich diese Zuordnung zu einem relativ beständigen Aspekt der jeweiligen Traditionen entwickelt.

An solchen, über Jahrtausende hinweg gewachsenen Traditionen lässt sich auf die Schnelle nichts ändern und so ein Schwachsinn wie eine Frauenquote erscheint mir persönlich für einen ganz natürlichen Wandel der Verhältnisse eher kontraproduktiv.

Wer sich entgegen dieser Traditionen auf der Ebene des gesellschaftlichen Miteinanders bewegt, der wird von manchen Zeitgenossen als untypisch "abgestempelt" und entsprechend tituliert.

Wenn Du Deinen Weg gehst und wenn es zu diesem Weg gehört, dass Du zuweilen wie ein Mann auftrittst, dann wirst Du den Beiwert "Mannweib" potentiell stets im Gepäck haben, wie andere den Nimbus des weibischen Warmduschers mit sich herum schleppen, die als Vertreter des "starken Geschlechts" ihren Weg durchs Leben ihrem Geschlecht gemäß eher untypisch gehen.

Na und?
 

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