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Meine Rolle als Frau

Hallo du Frau 😉,

hast du schon mal was vom sogenannten Differenzfeminismus gehört? Mir scheint, dass dieser Artikel dein Problem mit deiner "Frauenrolle" sehr gut beschreibt.

Antje Schrupp im Netz : Gleichstellung

Würde mich freuen, wenn du was damit anfangen kannst.

Liebe Grüße
M.

Vielen Dank für deinen Tip! Kann Frau Schrupp sehr gut lesen und denke, sie spricht sehr viel wahres an. Ich werde mich wohl mal ausführlicher mit diesem Differenzfeminismus auseinandersetzen.

Der Job "Mutter" ist ein toller Job und wird Dich in den ersten 3 Jahren voll fordern, schätze ich mal. Das Problem, was ich in der Gesellschaft sehe, liegt meiner Meinung nach darin, dass man früher von "Mutterwunsch" sprach und heute nur noch von "Mutterpflichten". Und Pflichten werden delegiert, sollen delegiert werden. An den Mann oder an den Staat. Wozu gibt es schließlich Kita's und Kindergarten? Die Gesellschaft übernimmt die Erziehung, damit Mädchen in ihrem Verhalten gefördert werden (z.B. mehr Selbstbewusstsein erlangen) und Jungen begegnet man mit einer Begrenzungs- und Verbotskultur. Stichwort zum Abschrecken: Gender-Ideologie (Gleichstellung....anstatt Gleichberechtigung)

Also hier kann ich dir leider gar nicht mehr folgen... Unterstellst du mir (und dem restlichen "Frauenvolk") da nicht etwas? Ein Mann hat doch genauso einen "Vaterwunsch" und demzufolge auch "Vaterpflichten". Zum Eltern werden und sein gehören nunmal zwei. Ich bürde mir nicht natürlicherweise die Verantwortung auf für meine Kinder grundsätzlich allein verantwortlich zu sein. Und wie kommst du auf die Idee Jungs würden begrenzt und eingeengt? Weil KindergärtnerInnen immernoch überwiegend weiblich sind?
 
A

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Re: Meine Rolle als Frau
Ich darf einige Sätze zitieren (?):
„Es ist für Frauen objektiv schwerer als für Männer, viel Geld zu verdienen und hohe Statusposten zu bekommen. An der symbolischen Unterordnung des Weiblichen unter das Männliche hat sich nichts geändert. Bis heute wird die weibliche Differenz verachtet und lächerlich gemacht. Wir (Frauen) sind alle Opfer der westlichen Philosophie. Und nur freie Frauen haben überhaupt den Mut, die Stärke, das Selbstbewusstsein und die Entschlossenheit, die Welt zum Besseren zu verändern.“

Wenn nur Frauen die Welt zum Besseren verändern können, wozu dann noch Männer? Die stehen wohl eh nur im Wege, wollen Frauen verachten, unterordnen und lächerlich machen. Lese ich bei der Autorin so einen Größenwahn und eine Selbstherrlichkeit, die ich eigentlich nur von Diktatoren aus der Geschichte kenne?

Ich lese da keinesfalls Größenwahn heraus. Ich würde Frau Schrupp auch nicht unterstellen, dass sie bspw. einem Gandhi, Einstein oder meinetwegen Obama streitig machen würde, was diese für die Gesellschaft geleistet haben. Nein, ich denke was sie meint ist, dass viele Männer Gleichstellung darin sehen den Frauen ein Stück "ihres" Kuchens abzugeben und viele Frauen dankbar die Krümel aufklauben, anstatt sich zuzutrauen einen eigenen Kuchen zu backen. Wirkliche Gleichberechtigung wäre ja dann ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Klingt irgendwie lecker.
 
Also hier kann ich dir leider gar nicht mehr folgen... Unterstellst du mir (und dem restlichen "Frauenvolk") da nicht etwas? Ein Mann hat doch genauso einen "Vaterwunsch" und demzufolge auch "Vaterpflichten". Zum Eltern werden und sein gehören nunmal zwei. Ich bürde mir nicht natürlicherweise die Verantwortung auf für meine Kinder grundsätzlich allein verantwortlich zu sein. Und wie kommst du auf die Idee Jungs würden begrenzt und eingeengt? Weil KindergärtnerInnen immernoch überwiegend weiblich sind?

Vaterwunsch gibt es sicher auch. Ich selbst bin sehr gerne Vater. Das ist sicher nicht komplett dem Mutterwunsch gleichzusetzen. Aber spielt für mich auch keine Rolle. Und selbstverständlich gibt es Vaterpflichten. Die Idee "Jungs werden diskriminiert" ist leider keine Idee. Das hat auch nichts mit weiblichen Kindergärtnerinnen zu tun. Es ist planvolles Handeln dort, wo Gender- Ideologie praktiziert wird. Dazu gehören Kitas, Kindergärten und Schulen.

Dazu zwei Zitate:
Selektionsmechanismen und Heterogenität aus qualitativer Perspektive von Jürgen Budde:
S. 27: DFG-geförderte ethnografische Studie zur Geschlechtergerechtigkeit im Schulalltag.
Beispiel einer Schule, in der Gender als Leitbild bereits prominent ausgewiesen ist. Mädchen werden beschrieben mit „fehlt es an Selbstbewusstsein“ und Jungen fehlt es an sozialen Kompetenzen. Den Defiziten der Mädchen wird mit einer Ermöglichungs- und Gebotskultur begegnet, Jungen begegnet eine Verbots- und Begrenzungskultur. Schlechtere Bewertung von Jungen-Leistungen werden mit disziplinarischer Absicht praktiziert. Argumente werden vorgeschoben, um eine Note fachlich zu untermauern. Es wird Benachteiligung von Jungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit erkannt.


Gabrielle Bellenberg & Matthias Forell: Erhöhung der Chancengleichheit durch mehr Durchlässigkeit S. 18: Einen weiteren Befund stellt die ungleiche Geschlechterverteilung bei den Übergangsempfehlungen dar. Jungen wird wesentlich seltener eine Empfehlung für das Gymnasium ausgesprochen als Mädchen. Dies lässt sich jedoch nur teilweise durch ein niedrigeres Leistungsniveau von Jungen begründen und vielmehr u. a. durch die Einstellung von Lehrkräften zur geschlechtsspezifischen Notengebung.


Das Einzige, was an Gender-Ideologie noch gut ist, ist, das es noch nicht flächendeckend umgesetzt ist.
 
Hallo du Frau 😉,

hast du schon mal was vom sogenannten Differenzfeminismus gehört? Mir scheint, dass dieser Artikel dein Problem mit deiner "Frauenrolle" sehr gut beschreibt.

Antje Schrupp im Netz : Gleichstellung

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Liebe Grüße
M.

Also so manche Aussagen lesen sich schon recht übertrieben Schwarzer mäßig.
Aber den Grundtenor, welchen du damit auch aufzeigen wolltest, finde ich gar nicht schlecht. Die falsche Einstellung, dass sich Frauen nun auf Gedeih und Verderb versuchen an Männern zu messen anstatt eigene Werte zu entwickeln, ist wirklich interessant und auch wichtig.

Danke für den Artikel.
 

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