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Meine Kokainsucht

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Ich lese da die ganz typischen Anzeichen von einem Süchtigen heraus. Auch die anderen Texte lesen sich so, als wärst du der Meinung, dass deine Erfahrungen so einzigartig und besonders sind, dass sie hier eh keiner verstehen würde. Entsprechend reagierst du auch auf die Menschen hier, schade.

Dem ist nämlich mitnichten so. Ich bin selbst 13 Jahre aktiv süchtig gewesen und habe mir dabei alles Mögliche reingezogen. Am Ende war es mir auch egal, hauptsache ich war im Rausch, dabei war auch mal Koks. Tatsächlich können das ziemlich viele nachvollziehen und tatsächlich hat es nichts mit deiner Generation zu tun. Es nehmen unfassbar viele Menschen Koks und sind so krass drauf, das ist absolut nichts Besonderes. Die Geschichten von Süchtigen sind immer dieselben und auch der Abstieg ist immer derselbe, es unterscheidet sich nur in Details.
Ja, das Craving ist hart, aber sicher auch nicht vergleichbar mit dem Affen, den du im H Entzug hast oder mit dem wochenlangen körperlichen Entzug von Benzos. Habe ich alles gesehen, als ich in der geschlossenen Psychiatrie war.

Nun zum positiven Teil. Ich bin seit über 5 Jahren clean&trocken und kann dir sagen, dass es mit deinen ersten Einsichten über die Schattenseiten anfängt. Ich wünsche dir alles Glück der Welt, dass du die richtigen Schlüsse darauf ziehen kannst. Wenn nicht jetzt, dann später.
Der Weg wurde ja schon beschrieben: Beratungsstelle, Anvertrauen beim Arzt, Entgiftung, stationäre Therapie und anschließend lebenslanger Besuch einer Selbsthilfegruppe. So funktioniert es.

Du hast auch viele Ausreden das alles nicht zu tun. Dein Studium, dein Umfeld, Freunde, fehlende Zeit etc. Sei dir bewusst, dass du dich bewusst für deinen Weg entscheidest. Du kannst entweder Hilfe suchen & annehmen (alleine wirst du es nicht schaffen) oder keine Hilfe annehmen und so weiter machen. Momentan sieht es so aus, als würdest du weitermachen wollen, was dein gutes Recht ist. Vielleicht ist dein Leidensdruck noch nicht groß genug. Es wird dann sicher in anderer Moment in der Zukunft kommen, wo er größer sein wird und du vielleicht den Weg des Aufhörens einschlagen kannst.

Viele Glück wünsche ich dir auf deinem Weg.
Hey,
danke, dass du dir die Mühe für diesen Beitrag gemacht hast . Das klingt vllt blöd, oder halt wieder nach „Rechtferigung“, aber dadurch, dass ich einmal den Fehler gemacht habe, eine Schwelle aus Leichtfertigkeit zu übertreten, wird mir das bei anderen Dingen nicht passieren . Hab auch schon gehört/gelesen, dass Benzos die Hölle sind. Kenne jetzt persönlich aber keinen, weiß aber um die Gefahr, und dass ich mich möglichst weit entfern davon halten werde.

danke, für deine Wünsche. Ich glaube, dass sie wirklich ernst gemeint sind. Auch wenn es komisch klingt, weil ich die „süchtige“ bin, klingt alles was du zu mir sagst plausibel, also auch der weitere hypothetische Werdegang wenn ich so weiter mache
 
Geht das mit der Zeit nicht ordentlich ins Geld ?
Auf „Partys“ wird es meist „spendiert“, oder man teilt. Ich zieh jetzt auch nicht jeden Tag. Das Problem ist, dass ich angefangen habe, da in bestimmte Abläufe zb. Vor dem Sport mit zu integrieren, um irgendwie zu leisten. Und für den „Eigenbedarf“muss ich auch selbst aufkommen.
 
Weisst du,
da ich die Geschichte ernst nehme - und das sollte man insbesondere vor dem späteren Hintergrund überlasteter Ärzte mit Notdiensten etc… tun – hab ich Mitgefühl.
Der Beitrag macht mich traurig, irgendwie hilflos, erinnert mich an meinen Freund, der eine komplette Autolackiererei gleich neben einer Peugeot- Filiale - mit garantierten Einnahmen – in den Sand gesetzt hat.
Sein Körper hat zuletzt die hohe Drehzahl nicht mehr verkraftet – Ende.

Wer es bis zu einem Medizin-Studium gebraucht hat und darin sogar weiterkommt, dürfte Achtung verdienen.
Leistung, die darin erbracht wird, dürfte auch nicht Drogen zuzuschreiben sein, da ansonsten jeder Schüler ohne Abschluss zu einem Medizin-Studium fähig wäre – auch wenn er nicht zugelassen wird.

Ich vermute, dass Dein Weg früher oder später, und insbesondere vor dem Hintergrund, dass Drogentoleranz entwickelt wird, zu einer Unterbrechung führen wird.


Daraus ergibt sich die Frage, wann die Unterbrechung stattfinden wird, und wie Du sie zu steuern vermagst. Ich unterstelle gerade Medizin-Studenten, dass sie Folgen eines Konsums rein statistisch auszuwerten wissen, dass sich somit eine gewisse „Wahrscheinlichkeit“ ergibt.

Hilfe bei Kokain Konsum dürfte es nur unter Zwang geben, da die Droge zu stark ist. Es sei denn, Dein Wille ist weit ausgeprägter und kann noch die Steuerung übernehmen.

Eigentlich bräuchtest Du dazu eine Art Schlüsselerlebnis, das von jemandem kommt, dem Du mehr vertraust als Dir selber.
Die Person wirst Du -sorry, meine Ansicht...- eher nicht am Notruftelefon finden, wo du dir denkst, dass eine Liste mit Hinweisen abgearbeitet werden könnte.

Mein -in anderer Sache erlebtes Vorgehen – war, meinen Hausarzt aufzusuchen, der der Schweigepflicht unterliegt.
Hier gab es den Umstand ( das drücke ich extra so aus) dass er sein Lebenswerk als Arzt vollendet hat, also vor der Pensionierung stand. Sein Tun richtete sich primär an Hilfe aus, nicht mehr an Verdienst. Daher war er für mich „gegenwärtig“, nicht unpersönlich vorhanden, musste mich also nicht abfertigen sondern hat sich gedanklich mit mir beschäftigt, um mir meinen Weg aufzuzeigen.
Diesem Mann konnte ich also mehr vertrauen als mir selber, und habe es so geschafft, mich über mich selber „hinweg zu setzen“, um seinem Rat zu folgen.
Er- als Aussen stehender mit Lebenserfahrung – wusste natürlich, was zu tun war. Ich wusste es nicht mehr.

An Deiner Stelle würde ich sofort die Doktorarbeit deines Lebens beginnen!!

Dazu stellst Du rein faktisch das Ist sowie das Soll gegenüber und bedienst dich des Rates einer kompetenten Person, die Du mehrschätzt als dich selbst.
Die Gegenüberstellung wird ergeben, dass du -sofort – von dem Koks nicht herunter kommst, also vielleicht noch eine hoffentlich kurze Zeit „profitierst“.
Danach würdest Du beginnen es auszuschleichen, um mit dem Können, das du zweifellos besitzen musst, das Studium zu beenden.
Liegt der Zeitpunkt der Abstinenz erst nach dem Abschluss des Studiums, so wirst du Deiner selbst zuliebe einen beruflichen cut einlegen müssen.
Dieser ist allerdings nicht Deinem Unvermögen zuzuordnen, sondern dem Umstand, dass Du einem Krankheitsbild unterfällst, das sich später sowieso als Existenz-gefährdend heraus stellen wird, also eigentlich je nach Willensstärke vermeidbar sein könnte.
 
Also ich denke du hast die falschen Freunde. Das ist jetzt leicht gesagt, sind vermutlich auch alles Studenten. Aber wie soll man von etwas wegkommen, wenn es der Großteil des Umfelds benutzt?
Und dann scheinst du sehr perfektionistisch zu sein. Unter Kokain kann man mehr leisten. Aber nicht für alle Zeiten, das weiß du ja selber. Also wirst du dir die Zeit nehmen müssen um zu entziehen, tust du es nicht freiwillig wird es der Körper irgendwann einfordern.
Vielleicht ein Urlaubssemester einlegen und dann auch verreisen, raus aus deinem Umfeld.
 

Die Sendungen auf ARTE kann ich dir empfehlen anzusehen. Da wird auch gezeigt aus was Kokain besteht, u. a. Benzin, Chlor, Kalk, billige Medikamente um das Zeug zu strecken und und und, ich weiß gar nicht was alles, sieht man in den Filmen. Du bist dabei, dich kaputt zu machen. Löcher in der Nasenscheidewand ist eines und ganz viel anderes.

Ich habe 48 Jahre geraucht. Ich ging in Rente und ehrenamtiich in einen Kindergarten zum Vorlesen. Da war ein Mädchen, die immer sehr klar und direkt war. Eines Tages sagte sie zu mir "du stinkst". Ich wusste selber, dass man von der Qualmerei stinkt, aber wenn man das so direkt gesagt bekommt ist das etwas anderes. Ärzte haben bei mir gegen die Wand geredet. Ich bin nach Hause und habe sofort mit dem rauchen aufgehört, ich wollte bei den Kindern nicht stinken. Seitdem keine einzige Zigarette mehr und ich Idiot könnte mich heute in den Hintern treten, dass ich mal geraucht habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe TE,

Bitte keine Milchmädchenrechnung: gerade wenn du Medizin studierst, nimm dir bitte die Zeit für eine Therapie!

Drogensucht gehört (aus verständlichen Gründen) zu den Dingen, die eine Approbation sehr ernsthaft gefährden können.

Wenn du mit 25 Jahren angefangen hast zu studieren, nehme ich an, dass du eine abgeschlossene Berufsausbildung hast.

Das zumindest ist gut.

Mein Rat ist: Gesundheit geht vor. Also du hast die Wahl: Therapie oder (auf längere Sicht) studieren für nix.

Dann könntet du dir die Mühe auch schenken.
 
Ich schwöre euch (komme aus dem Rheinland, dh. Gehört dazu): diese eine Person, die euch zum ersten Mal Kokain andreht/probieren lässt wird kein dunkel angezogener Mann oder düster schauender Ticker sein. Es wird euer Freund sein, eine Freundin, oder jemand, dem ihr vertraut. Keine Ahnung, ob er/sie es absichtlich machte wird oder in meinem Fall gemacht hat, vermutlich ist es schöner, zusammen in der scheisse zu sitzen.

Ich kann Dich gut verstehen, weil ich auch einige Leute kenne, die es nehmen, aber Kokain verdirbt wirklich den Charakter und bringt das neuronale Belohnungssystem im Gehirn völlig durcheinander.
Ich habe auf allen Partys immer abgelehnt, wenn ich es angeboten bekam in meiner wilden Zeit. Gerade auf Sexpartys in den 90er Jahren hat sich die Mehrheit was in die Nase gezogen, da war es teilweise gar nicht leicht, nein zu sagen.

Ich rate Dir, Dich von solchen "Freunden" zu distanzieren, die das anbieten. Meine Erfahrung ist, dass diese Leute nichts taugen, keine Ausdauer im Leben haben und nichts hinbekommen. Ja, es mag sogar sein, dass man eine Prüfung besser schafft, wenn man Koks genommen hat, aber ich würde dann lieber ungefährliche Aufmerksamkeitsdrogen einwerfen, wie Ritalin, bevor ich zu Koks greife. Dazu denke ich auch, dass solche Stoffe nur eine eingebildete Leistungssteigerung bringen, die sich nicht in Objektiven Noten wieder spiegelt. Ich denke, Du hättest Deinen Medizinertest auch ohne Koks geschafft, wenn Du ihn mit geschafft hast.

Mein Tipp an Dich: Such Dir einen Mann, der mit Drogen nichts am Hut hat (die Kokser kriegen ohnehin keinen hoch) und gehe mit anderen Leuten feiern. So habe ich es als junge Frau in den 90ern auch gemacht und ich habe nie etwas von dem bereuen müssen, was ich getan habe.

Mich wundert heute, wie sehr sich manche Frauen beim Thema Sex anstellen, aber sich an Drogen wirklich fiese Sachen reinballern, dass einem Hören und Sehen vergeht. Verblüffend für mich!
 
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