Man darf nicht vergessen dass es bei mir auch krankheitsbedingt ist, dass ich mit Entscheidungen und Veränderungen schon immer größte Probleme hatte aufgrund meiner Ängste.
Egal ob es die Angst war einen neuen Job anzutreten, die Angst zu heiraten oder die Angst mit dem neuen Partner zusammen zu ziehen.
Auch da hatte ich schon Gedanken was ist wenn es schief läuft , was ist wenn es doch nicht funktioniert, Angst vor dem Klassiker der Scheidungsschlammschlacht , ständig wenn und aber...
Und bei diesem Thema gibt es eben kein ausprobieren. Ich kann auch für diese Ängste nichts, der Therapeut meinte auch, dass man mich eben immer zu meinem Glück zwingen muss. Natürlich ist es einzig und allein meine Entscheidung, aber alle meinen, dass es mein persönliches Leben mit Sicherheit bereichern wird.
Und ich kann wirklich den ganzen Tag in mich hinein hören , ich kann nicht sagen dass ich es absolut nicht will aber auf der anderen Seite ist die Angst davor so groß. Die Angst hinterher zu versagen oder überfordert zu sein. Wobei ich im persönlichen Umfeld auch Leute kenne, die durch einen "Unfall" Kinder bekommen haben und es trotzdem keine Minute bereut haben, als das Kind dann da war.
Zumindest habe ich noch nie jemand sagen hören mein Gott was habe ich jetzt da bloß gemacht.
Es ist einfach sehr schwierig und ich verstehe meine Frau durchaus. Es ist weder zielführend wenn ich es immer wieder aufschiebe und aufschiebe , noch ist es für die Beziehung förderlich, wenn einer irgendwas unter Druck macht nur weil der andere durch die Blume droht.