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Meine Angst ein Kind in die Welt zu setzen - ein unlösbares Problem?

Meine Ängste drehen sich ja teilweise auch um ungelegte Eier...
Was wäre wenn das Kind schwierig wird, was wäre wenn ich als Vater versage, was wäre wenn dies und das einträfe... das ist eine negative Grundeigenschaft von mir, alles in Zweifel zu ziehen und sämtliche Risiken von vornherein ausschließen zu wollen und deshalb sich für nichts entscheiden zu wollen.

Bis das Kind größer ist, wirst Du mit Deiner Therapie weiter fortgeschritten sein und an Dir weiter gearbeitet haben, denke ich mal. Und auch gelassener sein -hoffe ich mal für Dich.

Wie ist es denn für Dich, wenn Du es Dir ganz konkret vorstellst? Das Kind gedanklich vor Dir siehst, es in die Arme nimmst, es riechst, fühlst, es gurren hörst, es fütterst, wickelst, es beim Schlafen betrachtest. Wenn Du Dich siehst, wie Du mit ihm spielst, es die ersten kleinen wackeligen Schrittchen auf Dich zu macht, Dich Papa nennt...

Kannst Du Dir das vorstellen, kannst Du das fühlen und wenn ja, wie fühlt es sich an? Kommen da Glücksgefühle hoch oder eher Panik oder was spürst Du?
 
Kannst Du Dir das vorstellen, kannst Du das fühlen und wenn ja, wie fühlt es sich an? Kommen da Glücksgefühle hoch oder eher Panik oder was spürst Du?

Ich sehe es ja bei anderen, auch wenn ich das erst wirklich spüren werde wenn es das eigene ist. Das sagt auch mein Therapeut. Und gerade dann, wenn es einen das erste Mal anlächelt, meint er, würde bei mir der Knoten vollkommen aufgehen, eben weil er mich schon einige Zeit mit allen Eigenschaften kennt.

Vielleicht noch ein anderes Beispiel. Zwar nicht direkt vergleichbar, aber:

meine Frau hatte beim Kennenlernen eine Katze. Als es ums Zusammenziehen ging, sträubte ich mich wie sonstwas gegen die Katze. Die hinterlässt überall Haare, zerkratzt alles etc... ich wollte, dass sie sie weggibt.

Heute gibt es keinen Abend an dem ich nicht mit ihr auf dem Sofa liege und sie kraule. Obwohl es ein Tier ist, freu ich mich beim heimkommen, wenn der Kater mir entgegen kommt und seine Streicheleinheiten "einfordert". Er wartet dann immer förmlich bis ich mich aufs Sofa lege. Wenn er je mal stirbt, werde ich wahrscheinlich sehr traurig sein. Aber erst wollte ich ihn partout nicht und die Beziehung hätte schon fast damals einen Knacks bekommen.

Aber hilft das bei der Einschätzung?
 
Die Vorstellung, dass bei bloßen Anblick des eigenen Kindes man plötzlich vollverliebt in die Vater- oder Mutterrolle aufblüht, ist ein weit verbreiteter Irrglaube und eher bedenklich, dass dein Umfeld, selbst dein Therapeut, dir diese Rolle Auf quatschen wollen.

Vor allem dein Therapeut hätte dir längst ehrlich sagen müssen, dass man mit etwas nicht sicher ist, man es schlicht nicht will.

Du willst kein Kind, willst es dir nur nicht eingestehen, weil du meinst die Erwartungen anderer zu erfüllen.

Damit kommen wir zur nächsten unschönen Wahrheit, dass eure Ehe gelaufen ist. Eure Lebensziele gehen zu weit auseinander. Solltet ihr die Ehe weiterführen, wird entweder sie durch unerfüllten Kinderwunsches verbittern oder du deine aufgezwungene Vaterrolle hassen. Ihr wärt beide langfristig unglücklich dabei.
 
Es wäre auf der anderen Seite aber tatsächlich denkbar, dass sich meine ganze Gesinnung auch ändern könnte und ich hinterher sage, mein Gott, warum hatte ich da solche Zweifel...
Genauso wie es andersherum sein könnte, dass ich - wenn ich nacher alleine dastehe - irgendwann sage, warum hab ichs nicht einfach gemacht.
Eltern zu werden ist kein Experiment, kein ausprobieren.
Eltern werden heißt für viele Jahre die Verantwortung zu übernehmen, das Kind positiv zu begleiten. Die Eltern sind Beschützer und Vorbild zu gleich.
Das ist sehr schön, wenn man selbst gefestigt im Leben steht.
Es gelingt nicht jederzeit und selten zu 100%. Das ist völlig OK.
Es gelingt aber selten, wenn die Eltern oder ein Elternteil zu viel mit sich selbst kämpft.
Eltern sein bedeutet auch, die gesunde Balance zwischen Verantwortung und Gelassenheit gegenüber den Kindern zu finden. Diese Balance wird man haben, wenn man selbst eine Balance hat.
Du hasst sie leider im Leben noch nicht gefunden. Ich wünsche, dass du sie findest und das lange bevor du vielleicht Vater wirst.
 
meine Frau hatte beim Kennenlernen eine Katze. Als es ums Zusammenziehen ging, sträubte ich mich wie sonstwas gegen die Katze. Die hinterlässt überall Haare, zerkratzt alles etc... ich wollte, dass sie sie weggibt.
Ich weis was du meinst, aber Kinder sind keine Haustiere. Das meinst du auch nicht.
Trotzdem finde ich diesen Vergleich irritierend.
Von einem Haustier kann ich mich notfalls trennen und von einem Kind? Kommt dann das Jugendamt und greift regulierend ein? Ganz bestimmt nicht. Das Jugendamt verhindert nur das Schlimmste, die Wunden sind aber schon geschlagen.
Ich kann wirklich nichts erkennen, was für deine Vaterschaft spricht. Ich kann nur deine Sätze interpretieren, aber danach müsste auch deine Frau dies erkennen.

Ich bin Vater von zwei Kindern. Eltern sein ist toll. Wir haben es relativ leicht, weil wir Eltern fest auf eigenen Füssen im Leben stehen und unsere bald erwachsenen Kinder relativ pflegeleicht waren und sind.
 
Ich weis was du meinst, aber Kinder sind keine Haustiere. Das meinst du auch nicht.
Trotzdem finde ich diesen Vergleich irritierend.
Von einem Haustier kann ich mich notfalls trennen und von einem Kind? Kommt dann das Jugendamt und greift regulierend ein? Ganz bestimmt nicht. Das Jugendamt verhindert nur das Schlimmste, die Wunden sind aber schon geschlagen.
Ich kann wirklich nichts erkennen, was für deine Vaterschaft spricht. Ich kann nur deine Sätze interpretieren, aber danach müsste auch deine Frau dies erkennen.

Ich bin Vater von zwei Kindern. Eltern sein ist toll. Wir haben es relativ leicht, weil wir Eltern fest auf eigenen Füssen im Leben stehen und unsere bald erwachsenen Kinder relativ pflegeleicht waren und sind.

Wieso sollte da das Jugendamt kommen?^^
Phalle würde nicht allein ein KInd bekommen. Da gibts immerhin auch noch eine Frau die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen würde.
Und DIE wünscht sich UNBEDINGT ein Kind.
 
Phalle würde nicht allein ein KInd bekommen. Da gibts immerhin auch noch eine Frau die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen würde.
Und DIE wünscht sich UNBEDINGT ein Kind.

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen, dass es für alle Beteiligten nicht schön ist, wenn sich der Vater wegen gesundheitlicher und/oder psychischer Probleme irgendwann fast oder komplett aus der Familie rausnimmt.

Klar, man kann als Frau die Kinder alleine großziehen, aber wünschenswert sind zwei (liebevolle UND engagierte) Elternteile.
 
Wieso sollte da das Jugendamt kommen?^^
Phalle würde nicht allein ein KInd bekommen. Da gibts immerhin auch noch eine Frau die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen würde.
Und DIE wünscht sich UNBEDINGT ein Kind.
Das mit dem Jugendamt ist etwas drastisch formuliert. Aber ich will in diesem Fall meine Sicht und meine Befürchtungen formulieren. Die natürlich hier hoffentlich nicht eintreten werden.

Ich sehe hier nicht die erforderliche Erfüllung der Vaterrolle und Vaterpflichten. Lt. deiner Formulierung siehst du sie wohl auch nicht.
Damit würdest du die Elternrolle fast nur der Mutter auferlegen. Das irritiert mich auch.
 

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