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Mein Freund tut mir nicht gut...

  • Starter*in Starter*in Kissandera
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    freund
Meine Erfahrung ist: irgendwas ist immer. Früher oder später triffst du bei jedem Menschen auf dessen schwarze, dunkle Seite. Jeder hat die. 'Schlussmachen' ist nicht das Mittel, das zu einer wirklich dauerhaften und stabilen Beziehung führt. Das wollte ich gern mal so generell losgeworden sein, weil mir immer wieder auffällt (nicht nur auf diesem Board) wie schnell immer mit dem Rat 'hey, mach SOFORT Schluss' beigekommen wird. Ich bin kein Freund von diesem Rat, es sei denn, es wird geschlagen oder schwere Suchten sind im Spiel.

Eigentlich kann ich diesen Aussagen völlig zustimmen. Allerdings entzieht mir meine jetzige Beziehung derzeit so viel Energie und Kraft, dass ich mich frage, ob es nicht doch Gründe geben kann, die für eine Trennung sprechen...

Klar, jeder Mensch hat dunkle Seiten. Aber nicht mit jeder Art von dunkler Seite komme ich gleich gut bzw. schlecht zurecht. Manche negativen Eigenschaften eines Menschen stören mich weniger als andere. In manchen Fällen kann ich drüber hinwegsehen oder damit leben; in anderen Fällen geht es mir an die Substanz, lähmt mich, macht mich müde und ausgelaugt...
 
Sehe ich genauso wie Du, Knuddel40!
Du hast ja gelesen, was ich geschrieben habe: Mir dämmert, dass auch mein neuer Freund da offenbar ein narzisstisches Problem hat. Aber dunkle Seite ist noch lange nicht dunkle Seite.

Der bösartige Typ vom vergangenen Jahr hat mich total runtergezogen. Er ist respektlos mit mir umgegangen und hat es geschafft, mir SEINE Minderwertigkeitsgefühle zuzuschieben. Ich hab mich noch nie so mickrig gefühlt. Plötzlich fand ich meinen Job, meine Wohnung und mich selbst nur noch unzulänglich. Als ich mich getrennt habe, ging es mir sofort besser.
Er spricht übrigens heute noch nicht mit mir, ist immer noch beleidigt.

Mein jetziger Freund ist liebevoll und nett zu mir. Seine dunkle Seite ist auch nicht gerade toll, aber ich denke, damit kann ich leben. Jetzt, wo ich langsam kapiere, dass es nichts mit mir zu tun hat.

Kopf hoch!
 
Der bösartige Typ vom vergangenen Jahr hat mich total runtergezogen. Er ist respektlos mit mir umgegangen und hat es geschafft, mir SEINE Minderwertigkeitsgefühle zuzuschieben. Ich hab mich noch nie so mickrig gefühlt. Plötzlich fand ich meinen Job, meine Wohnung und mich selbst nur noch unzulänglich.

Ja genau, so ähnlich ergeht es mir zur Zeit. Je länger ich mit ihm zusammen bin, umso minderwertiger und unfähiger fühle ich mich.

Das Dumme ist, dass mir das in dieser Beziehung entstehende Gefühl der Unzulänglichkeit sofort wieder zur Last gelegt wird. Ausserdem wirft er mir eine negative und pessimistische Lebenseinstellung vor.

Wüsste ich nicht, dass meine sonstigen Freunde und Bekannten mich normalerweise eher als positiv und optimistisch gestimmten Menschen einschätzen, dann würde ich seine Aussagen glatt selber glauben... Es wird in solchen Fällen zunehmend schwieriger, sich selber noch einigermaßen objektiv einschätzen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, Ratte, danke für den Tipp. Gott sei Dank finde ich die Eigenschaftes meines Freundes dort NICHT wieder.
Aber ne Macke hat er. Dieses Nähe-Distanz-Ding ist schon auffällig. Findest Du nicht?
 
Knuddel, wie lange machst Du das schon mit?

Seit etwa 15 Monaten geht die Beziehung. Aber am Anfang waren die Probleme nicht so deutlich spürbar. Anfälle von Überheblichkeit und die Abwertung meiner Person kamen zwar von Anfang an vor, aber zunächst nur selten, in relativ großen Abständen. In der Regel war er eigentlich liebevoll und zärtlich, wir hatten auch sehr schöne Zeiten.

Inzwischen kippt die Situation immer mehr ins Gegenteil...

Häufig formuliert er Sätze, wie folgt:
- "Da hätte man aber vielleicht schon mal früher draufkommen können..."
- "Das wäre doch eigentlich ganz leicht. Man muss es einfach nur MACHEN!" (er signalisiert mir damit Untätigkeit, auf einen bestimmten Sachverhalt bezogen. Interessanterweise gibt es auch einige Sachverhalte, bei denen er selbst untätig bleibt).
- "Ich glaube, du hast noch nicht sehr viel Lebenserfahrung"
- "Dazu sag ich jetzt nichts..." (im genervten Tonfall)

Viele Tätigkeiten lässt er mich gar nicht erst machen, sondern macht sie gleich selber (nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er ja immer alles allein machen müsse).

Es macht die Sache übrigens nicht leichter, dass diese Anwandlungen von Überheblichkeit nicht immer in gleichem Maße vorkommen. Sie scheinen eher anfallartig aufzutreten. Auch zur Zeit gibt es immer mal wieder Tage, an denen er sich ganz "normal" verhält und oben genannte Sprüche und Verhaltensweisen ausbleiben. Bei mir führt das zu einer gewissen Verwirrung, und ich weiß manchmal gar nicht mehr, was ich denken und fühlen soll. Denn ich mag ihn dann eigentlich wieder ganz gern und denke mir: "Ach, eigentlich ist er ja doch ein Lieber..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Knuddel,

hört sich nicht gut an und mit einem Gespräch ist es da auch nicht getan.
1,5 Jahre? Puh, das ist aber echt schon ganz schön lang. Ich war mit dem Ätz-Typ nach 2 Monaten durch, aber ich glaub, der war auch offensichtlich fieser. Und ich war zu der Zeit in einer komischen Verfassung.

Mhm. Was jetzt mit Deinem Freund los ist, weiß ich nicht. Aber was ist mit Dir? Es geht Dir doch schlecht damit. Warum lässt Du Dir das gefallen?
Versteh mich nicht falsch: Ich bin die letzte, die jemanden dafür verurteilt. Ich bin selber schon viel zu lange in einer schlimmen Betziehung geblieben. Und hatte danach direkt den nächsten Irren am Start. Und saß dann zuhause und fühlte mich mies. Dachte, ICH wäre fürt DEN A**** nicht genug. Fühlte mich total mickrig.So viel also dazu.

Was hält Dich?
 
Allmählich hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich hier in diesem Thread soviel schreibe, obwohl ich gar nicht der Thread-Starter bin...

Was hält einen in einer Beziehung, die einem nicht gut tut? Hm, zum einen ist dieser Mensch ja schon längst kein Fremder mehr, es hat sich Zuneigung und Liebe entwickelt, die auch Ärger eine Zeit lang überdauern kann.
Zum zweiten: ich verletze niemanden gern. Eine Trennung wäre auf jeden Fall eine seelische Wunde, die ich niemandem leichtfertig zufügen möchte.
Des weiteren vielleicht: Angst vor dem Alleinsein nach der Trennung?
Schuldgefühle gegenüber dem Expartner?

Eine geplante Trennung würde ich zur Zeit wohl noch nicht schaffen. Aber es könnte durchaus passieren, dass mir demnächst mal der Kragen platzt, wenn er es wieder zu doll treibt. Dann könnte eine "Trennung im Affekt" passieren...

Vor einigen Wochen bin ich schon mal laut rausgeplatzt, als er mich mal wieder wie einen unfähigen Angestellten behandelt hatte. Ich wütete ein wenig herum und verbat mir seine Art mit mir so umzugehen. Allerdings kann ich nicht lang wütend sein. Nach kurzer Abfuhr des Ärgers werde ich immer gleich wieder ruhig und besonnen. Der Effekt ist dann auch nur von begrenzter Wirkung: mein Partner kuckt verdutzt, ist einige Minuten lang still und tut dann so, als ob nichts gewesen wäre.
 

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