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Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Man kann ja auch mehrere Sachen gut können.

Nur ist der Job nicht alles im Leben und nicht die Erfüllung des Lebens.

Mir macht der Job zwar Spaß, aber im Endeffekt ist mir mein Privatleben und die Freizeit wichtiger.

Man spricht ja auch gerne davon dass das Leben auf drei Säulen steht.
- Beruf & Finanzen
- Gesundheit
- Familie & Beziehungen

Fehlt eine Säule im Fundament gerät das Leben in Schieflage. Die Arbeit ist definitiv nicht die einzige Erfüllung im Leben. Da gebe ich Dir recht. Doch wenn ich mir ausrechne:

Durchschnittlich:
8h Arbeit
1h Mittag
1h Fahrtwege
1h Haushalt (auch das ist Arbeit)

Plus:
7h Schlaf

Das sind 18 von 24 Stunden die wir nicht in Freizeit und Privatleben verbringen. Dafür bleiben uns durchschnittlich 6h am Tag. Und hier beziehe ich das Wochenende mit ein weil Überstunden, Mehrarbeit, Stau, Frühjahrsputz und in Schlangen usw. stehen auch nicht mit einkalkuliert ist. Einzige Ausnahme bildet der Urlaub der den 6h/Tag Durchschnitt etwas rauf heben wird. Nehmen wir die unbewussten 7h raus. Dann bleiben 17h Tageszeit von denen wir 11h keine Freizeit haben. Dies ist doch ein sehr desillusionierendes Verhältnis. Selbst wenn es nicht 18:6 (24h) bzw. 11:6 17h) wäre. Meinetwegen auch 16:8 / 9:8 oder oder oder....

Der Punkt auf den ich damit hinaus will ist dass wir mit unseren Tätigkeiten die meiste Lebenszeit zubringen. Dann sollte diese uns doch nicht weniger erfüllen als unsere Freizeit.

Kennst Du die Geschichte aus dem Buch "Solange Du da bist" von den täglichen 86.400€?
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Der Punkt auf den ich damit hinaus will ist dass wir mit unseren Tätigkeiten die meiste Lebenszeit zubringen. Dann sollte diese uns doch nicht weniger erfüllen als unsere Freizeit.

Auch das ist wohl eine individuelle Einstellungssache. Der eine sucht Erfüllung, dem anderen ist es egal, solange er ein ordentliches Gehalt für seine Tätigkeit erhält.

Kennst Du die Geschichte aus dem Buch "Solange Du da bist" von den täglichen 86.400€?

Nein kenne ich nicht.

Aber so wie ich den TE verstanden habe ist er ja gar nicht scharf auf eine große Karriere und fühlt sich mehr oder weniger von der Familie unter Druck gesetzt doch eine zu starten.

Und ich finde nicht , dass jeder die ganz große Karriere haben muss.

Wir haben uns zum Beispiel bewußt dafür entschieden, weil ich sowieso weniger verdiene als mein Mann, dass ich nur Teilzeit arbeite und dafür mehr Hausarbeit erledige, die Finanzen und sonst alles wofür man normalerweise Urlaub nehmen müsste oder abends oder am Wochenende noch viel Zeit bräuchte.

So erledige ich das und wir haben in der gemeinsamen Freizeit, alle Zeit der Welt für uns und können diese ganz entspannt genießen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Auch das ist wohl eine individuelle Einstellungssache. Der eine sucht Erfüllung, dem anderen ist es egal, solange er ein ordentliches Gehalt für seine Tätigkeit erhält.

Absolut. Da bin ich voll bei Dir. Ist doch absolut legitim. Entspricht ein wenig dem zweiten "meiner" Typen. Flo12 hatte sich nur anders geäußert.

Aber so wie ich den TE verstanden habe ist er ja gar nicht scharf auf eine große Karriere und fühlt sich mehr oder weniger von der Familie unter Druck gesetzt doch eine zu starten.

Hier kommt es ein wenig darauf an was man unter "große Karriere" versteht. Nach meinem dafürhalten gehört dazu nicht (nur) der Unternehmer der ganz groß raus kommen will, mit DEM Durchbruch auf den die Welt gewartet hat. Sondern viel mehr (und genau da sehe ich meine Mission) den Job und die Branche zu finden die einem "Erfüllung" bringt. Einen Job den Man gerne tut und dem es einem scheiß egal ist ob Freitag ist oder Montag. Leider sehe ich viel zu viele Menschen, selbst in den besten Anzügen in Top-Management Positionen, die Montagmorgens eine fresse ziehen die zum davon laufen ist. Ich habe selbst unzählige Jobs gemacht die ich einfach nur von ganzem Herzen gehasst habe. Geld hin, Geld her. Wenn mich jemand fragt wer wirklich Karriere gemacht hat, der der für ein spitzen Gehalt seine Seele verkauft hat und unglücklich ist? Oder der der für weniger Geld jeden Morgen mit einem lächeln Aufsteht? Dann antworte ich ganz klar, letzterer. Ich ging mit einem Mädchen zur Schule für die, scheinbar schon im Kindergarten klar war dass sie Krankenschwester werden will. Dies hatte sich bis zum Schulabschluss nicht geändert. Sie ist Krankenschwester. Sie schlug sogar Chancen aus in die Pflegedienstleitung zu gehen. Sie macht das mit Herz, mit Leib und mit Seele. Ich bewundere das. Ich habe höchste Achtung vor dieser Sicherheit und habe sie und andere Menschen die ihrer Passion folgen lange beneidet. Und ich bin der felsenfesten Überzeugung dass es in Deutschland Millionäre gibt die diese Glücksgefühle meiner Schulfreundin nie kennen gelernt haben. Es ist für mich keine simple Redewendung wenn man sagt "Geld allein macht nicht Glücklich.". Forscher haben mal erhoben dass es eine Art magische Einkommensgrenze gibt ab der sich keine Glücksgefühle mehr bei weiteren Anstiegen einstellt. Diese liegt angeblich bei 5.000€. Angeblich freut man sich bei jeder Einkommenserhöhung über den Zuwachs. Aber das Gefühl ebbt ab. Ab 5.000€ Netto freut man sich fast gar nicht mehr. Auch hier beziehen sich alle Angeben aud Durchschnittswerte. Finde ich aber interessant. Mit einem solchen CashFlow ist man noch ein gutes Stück vom "Reichtum" oder finanzieller Freiheit entfernt und doch macht es immer weniger Happy. Darum sehe ich es als meine Aufgabe Menschen dabei zu helfen und sie zu begleiten ihre Passion im Leben zu finden und dieser zu folgen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Also ich finde mit 5000 Euro netto monatlich hat man sehr viele finanzielle Freiheiten. Das reicht doch.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Also ich finde mit 5000 Euro netto monatlich hat man sehr viele finanzielle Freiheiten. Das reicht doch.

Finanziell Frei bedeutet dass man nicht mehr arbeiten muss, weil man von den Renditen seines Vermögens leben kann.

Will man sich bspw. einen normalen Lebensstandard von 50T€ Brutto/Jahr erhalten, braucht man bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 5% eine Million. Damit kann man zwar nicht Auftreten wie Krösus, muss aber auch nicht mehr Arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Will man sich bspw. einen normalen Lebensstandard von 50T€ Brutto/Jahr erhalten, braucht man bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 5% eine Million. Damit kann man zwar nicht Auftreten wie Krösus, muss aber auch nicht mehr Arbeiten.

Von welchem Alter gehst du eigentlich aus?
Ich behaupte dass ein jüngerer Mensch mit 1 Mio heute nicht mehr weit kommt, es sei denn er lebt stets bescheiden.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Von welchem Alter gehst du eigentlich aus?
Ich behaupte dass ein jüngerer Mensch mit 1 Mio heute nicht mehr weit kommt, es sei denn er lebt stets bescheiden.

Ich verstehe die Frage nicht. Zinseszins. Je früher desto besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Also ich finde mit 5000 Euro netto monatlich hat man sehr viele finanzielle Freiheiten. Das reicht doch.

Sicherlich, damit lässt es sich gut leben. Aber frei ist man damit noch lange nicht frei und erfolgreich auch nur bedingt, denn es gibt ja auch nicht-monetäre Faktoren des Erfolgs.

Für mich ist es zum Beispiel wichtig, auch Anerkennung und Gerechtigkeit auf meinem Job zu finden. Wenn das fehlt, werde ich nicht lange in einer Firma bleiben.

Generell wird der ganze Materialismus und der "Zwang" erfolgreich zu sein (was auch immer das sein mag) überbewertet. Ich möchte nicht wissen, wieviele Seelen dieser Zwang schon zerstört hat.
Und für was? Damit ich mein Geld im stundenlangen Anstehen vor dem Applestore für ein Handy made in China verpulvern kann? Oder für ein Auto, das ich nach 10 Jahren eh wieder zum Schrottplatz fahre?
Diese eingetrichterte Gier nach Erfolg und Status ist eine Seuche.
Ich habe mich davon frei gemacht und mir geht es seither viel besser.

Arbeit ist zum Bestreiten meines Lebensunterhalts da, wenn es dann noch Spaß macht und viel Geld mit sich bringt, dann sage ich nicht "nein", aber beruflichen Erfolg und den damit verbundenen Statuszwang lasse ich mir nicht aufzwingen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Sicherlich, damit lässt es sich gut leben. Aber frei ist man damit noch lange nicht frei und erfolgreich auch nur bedingt, denn es gibt ja auch nicht-monetäre Faktoren des Erfolgs.

Für mich ist es zum Beispiel wichtig, auch Anerkennung und Gerechtigkeit auf meinem Job zu finden. Wenn das fehlt, werde ich nicht lange in einer Firma bleiben.

Generell wird der ganze Materialismus und der "Zwang" erfolgreich zu sein (was auch immer das sein mag) überbewertet. Ich möchte nicht wissen, wieviele Seelen dieser Zwang schon zerstört hat.
Und für was? Damit ich mein Geld im stundenlangen Anstehen vor dem Applestore für ein Handy made in China verpulvern kann? Oder für ein Auto, das ich nach 10 Jahren eh wieder zum Schrottplatz fahre?
Diese eingetrichterte Gier nach Erfolg und Status ist eine Seuche.
Ich habe mich davon frei gemacht und mir geht es seither viel besser.

Arbeit ist zum Bestreiten meines Lebensunterhalts da, wenn es dann noch Spaß macht und viel Geld mit sich bringt, dann sage ich nicht "nein", aber beruflichen Erfolg und den damit verbundenen Statuszwang lasse ich mir nicht aufzwingen.

Amen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Generell wird der ganze Materialismus und der "Zwang" erfolgreich zu sein (was auch immer das sein mag) überbewertet. Ich möchte nicht wissen, wieviele Seelen dieser Zwang schon zerstört hat.
Und für was? Damit ich mein Geld im stundenlangen Anstehen vor dem Applestore für ein Handy made in China verpulvern kann? Oder für ein Auto, das ich nach 10 Jahren eh wieder zum Schrottplatz fahre?
Diese eingetrichterte Gier nach Erfolg und Status ist eine Seuche.
Ich habe mich davon frei gemacht und mir geht es seither viel besser.

Arbeit ist zum Bestreiten meines Lebensunterhalts da, wenn es dann noch Spaß macht und viel Geld mit sich bringt, dann sage ich nicht "nein", aber beruflichen Erfolg und den damit verbundenen Statuszwang lasse ich mir nicht aufzwingen.

Ich wünschte das könnte ich auch so sehen.

Bestes Beispiel vergangenes Wochenende. Wie ich ja schon geschrieben habe, mache weder ich noch meine Partnerin "Karriere", bzw. ich habe ja schon einiges probiert, es aber zu "nichts" gebracht. Ihre Eltern sind ebenfalls "normal" - beide kaufm. Angestellte, kommen einigermaßen üder die Runden und "normale" Autos.

Onkel und Tante allerdings sind was "Besseres", er Abteilungsleiter bei pompöser Firma, Sie selbständig. Für unsere Terrasse wollten Sie uns jetzt einen Brunnen schenken, den wir am Samstag abgeholt haben, Smalltalk inklusive.

Die Themen waren: sein aktuelles Projekt X, der kommende Urlaub auf den Seychellen, das Stipendium im Ausland Ihres so hochbegabten Sprösslings, Ihr neues BMW-Cabrio, der Stadion-Besuch am Nachmittag mit VIP-Bereich, die teure Statue im Garten.... insgesamt wird da so drüber geredet, als wäre es völlig normal, bzw. es wird sich dann darüber gewundert wenn andere nicht "mitreden" können. Die Wände zieren lauter Bilder von 5-Sterne Urlauben rund um den Globus.

Tja, alles Dinge die wir uns eben nicht mal locker flockig leisten können, und als unser alter Golf beim Einladen ins Blickfeld rückte, konnte man anhand der Blicke schon erahnen was denen durch den Kopf ging.

Und was mache ich: wieder das ganze Wochenende Frust schieben und darüber grübeln, was bei mir falsch, und bei den anderen so viel besser gelaufen ist. Daher passt für mich das Wort "Seuche" und kaputte Seele 1A 🙁, denn für mich wirkt das wie eine Narbe im Gesicht, wie ein Makel den ich zeitlebens nicht mehr loswerde.
 

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