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Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Die Frage ist ja: Will oder muss man den bezahlen und wenn ja für was?

Zeit, Energie, Engagement, die Bereitschaft zu tun was zum Erreichen eines Ziels erforderlich ist.


Mit sowas kann ich jetzt persönlich nicht grade viel anfangen. Ich weiß auch so was ich will und was nicht.

Ist doch Super. Kann nicht unbedingt jeder von sich behaupten. Auch ich musste mich lange damit auseinander setzen bis ich konkret formulieren konnte was ich vom Leben und allen voran von mir erwarte und mir wünsche.

Manchmal sind Umwege ja auch ganz interessant.

Manchmal sogar unumgänglich.

Dafür habe ich noch nie was ausgegeben. Persönlichkeit entwickelt sich und Weiterbildung soll der Arbeitgeber bezahlen, wenn es ihm wichtig ist.

Dabei geht es auch nicht darum eine "Persönlichkeit zu entwickeln" die man nicht hat, sondern seine eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Bzw. zu entfalten, ihr Nährboden zu bieten auf dem sie gedeihen und erblühen kann. Klingt wieder wie Floskeln. Aber das geht schon Richtung tiefenspychologie auf der Ebene von NLP & NAC.

Auch Bequemlichkeit kann eine Form der Freiheit sein. Wenn man sie bewußt wählt und es sich leisten kann - warum nicht?

Will ich gar nicht abwerten. Wie Du schon sagst, bewusst gewählt, warum nicht. Wird aber leider oft verwechselt.

Die Frage ist ja - Warum MUSS man unbedingt immer alles aus sich rausholen? Man kann ja auch so zufrieden sein und muss sich nicht immer selbst unter Druck setzen. Es will auch nicht jeder Millionär werden.

Man MUSS gar nicht. Ist wieder die Frage des Bewohner-Modells, bzw. nach Können&Wollen. Mit den Millionären wollte ich nur verdeutlichen dass nicht immer alles so unmöglich ist wie es unser Umfeld un/oder unsere Glaubenssysteme vorgaukeln. Auch als Nicht-Millionär kann man es doch durchaus in eine "höhere Einkommensschicht" schaffen. Laut Bundesdurchschnitt liege ich bereits weit über der sogenannten Mittelschicht. Und ich bezeichne mich weiß Gott nicht als "reichen" Mann. Noch nicht. Meine finanzielle Mittelfristplanung liegt bei 2030. Fragt dann nochmal. Allerdings ist das nicht mein Kernmotiv.

Anders gefragt: Wenn ich hier poste dass ich eine Million Euro zu verschenken hätte, wäre von denen die hier mitlesen auch nur einer dabei der sagen würde "Nö, kein Bock."?


Wobei das auch nicht schlecht ist, weil ich den Eindruck habe dem TE würde sein Leben, wie es ist, reichen. Er fühlt sich nur von aussen unter Druck gesetzt. Und da kann es auch ein Weg sein zu lernen einfach zufrieden zu sein mit dem was man hat und weniger auf andere zu hören.

So äußert er sich, ja. Aber würde er sich von den Ansichten seines Umfeldes so beeinflussen lassen wenn er den Konflikt nicht in sich trägt? Wenn er zufrieden wäre und die innere Sicherheit hätte, würde es ihn stören was andere vielleicht denken könnten? Oder überhaupt darüber nachdenken? Ansonsten wäre, nach dem Prinzip von Druck und Gegendruck die Themenfrage doch "Wie schaffe ich es dass mir alle anderen meine Ruhe lassen?", oder? Nach seinen Aussagen will er doch was die anderen auch haben. Seinen Stück vom Kuchen. Bitte bitte korrigiert mich wenn ich das falsch verstanden haben sollte.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Ich weigere mich zu glauben dass ich der einzige bin der an den Mann glaubt und daran dass er sich in seinem Leben was aufbauen und was reißen kann.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Anders gefragt: Wenn ich hier poste dass ich eine Million Euro zu verschenken hätte, wäre von denen die hier mitlesen auch nur einer dabei der sagen würde "Nö, kein Bock."?


Ich wollte sie nicht. Wir haben genug. Uns reicht es.

Ich weigere mich zu glauben dass ich der einzige bin der an den Mann glaubt und daran dass er sich in seinem Leben was aufbauen und was reißen kann.

Er hat doch was aufgebaut und gerissen. Er hat einen sicheren Job und verdient genug, damit er ein sicheres Auskommen hat.

Nur wurmt ihn der dauernde Vergleich mit der Verwandtschaft und deren Erwartungshaltung.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran



Ich wollte sie nicht. Wir haben genug. Uns reicht es.

Meinen Glückwunsch.


Er hat doch was aufgebaut und gerissen. Er hat einen sicheren Job und verdient genug, damit er ein sicheres Auskommen hat.

Nur wurmt ihn der dauernde Vergleich mit der Verwandtschaft und deren Erwartungshaltung.

Also mein Eindruck vermittelt mir dass er sich etwas mehr wünscht. Er wäre bestimmt auch gern in der Position die Million auszuschlagen. Wie sicher ein Job heutzutage ist sei mal dahingestellt. Zum Aufbau gehört m.E. (kann jeder sehen wie er will) etwas mehr. Da sind u.a. auch Sicherheitsfragen wie "wie lange kann ich ohne Einkommen auskommen?". Oder gar auch ideelle Ziele. Z.B. Dass die Kinder mal im eigenen Garten spielen können. Also, ich weiß nicht. Ich verstehe den Mann sehr gut, dass da noch ein Feuer in Ihm brennt. "Sicherer" Job, mit dem man "auskommt", dass kann man im Leben schon halbwegs früh erreichen. Und dann? Wars das dann? Kommt da nichts mehr? Nichts mehr wozu es sich lohnt sich anzustrengen, zu kämpfen? Keine Ziele mehr vor Augen? Nur noch 9-5 in der Herde schwimmen für eine Rente von der man weder Leben noch sterben kann (Inflation lass grüßen)? Für einmal im Jahr Malle? Das mag für den kein Thema sein der seine Arbeit liebt, darin aufgeht und voran kommt. Aber wie viele tun das wirklich? Also all das für einen Job den man hasst? Wie gesagt, das darf jeder sehen wie er mag und es steht mir nicht zu dies beurteilen. Nach meiner Maxime, meiner ganz eigenen persönlichen Meinung, bezogen auf mein eigenes Leben allein, sage ich Nein. Das kann nicht alles sein. Das darf nicht alles sein. Dafür wurde mir das Leben nicht geschenkt. Ich kann und will und werde mich damit nicht zufrieden geben. Und ich mache meine Türen weit auf für jeden der so empfindet.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

@ Quereinsteiger, wie kommst du darauf dass ich was besonderes erreicht hätte?

Bin auch "nur" normaler Angestellter, ohne Titel, ohne Geistesblitze...
Wäre im Grunde auch gerne Geschäftsführer, oder jemand der die Zügel in der Hand hält, (sprich der sogenannte "Hammer" im Eingangsbeispiel), jemand der einflussreich und vermögend ist.

Zu mir sagte man auch mal: dir trau ich mehr zu...

Das hieße z.B. dass ich vom Intellekt und den Fähigkeiten her vielleicht als Führungskraft oder sogar Manager geeignet wäre? Davon kann ich mir aber nichts kaufen, da mich mein Weg eben (warum auch immer) nicht in solche Sphären geführt hat. Was glaubst du wieviele Menschen es gibt, in denen ein Potential X schlummert, welches sie aber zeitlebens nicht bemerken oder nicht umsetzen können?

Warum ist in einer Familie der eine Arzt, und der andere Krankenpfleger?
Bringt die Frage nach dem "Warum" überhaupt was?

Der TE scheint sich das rund um die Uhr zu fragen:
warum nicht er, warum alle anderen....
warum hat er seinen "Weg" (der aus seiner Sicht nur über Erfolg und Status führen kann) nicht gefunden?

Wenn der TE einer geregelten Arbeit nachgeht, tut er das was die große Mehrheit in Deutschland tut.
Er verdient aber eben nicht so, dass er mit den Genannten mithalten kann, wobei wir da nicht mehr von Grundbedürfnissen, sondern eben von Status sprechen. Eine Dauerkarte mit VIP-Bereich, Rolex oder Urlaub auf den Seychellen könnte ich mir auch nicht unbedingt leisten, sofern ich noch ein paar Rücklagen haben will. Was bringt es mir aber dann ständig Frust zu schieben weil mir der große Wurf nicht gelungen ist?
ich sage dazu auch immer gerne: hätte hätte Fahradkette.
Wenn jeder deswegen so unglücklich wäre, ginge ja gar nichts mehr.

Mir ist auch vollkommen klar, an welchen Alphatieren er sich orientiert, und damit den Vergleich im Grunde auch eher unrealistisch macht. Es gibt z.B. im Fussball hunderte Talente, die vielleicht genau so gut oder besser als bekannte Stars spielen, die aber nie damit erfolgreich wurden. Sich zu fragen warum man da selbst nicht dabei ist, macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Ich kenne selbst jemanden im Bekanntenkreis, der für kurze Zeit zweite Bundesliga spielte. Sein Traum 1. Liga oder sogar Nationalmannschaft ist ihm nie gelungen, so verbissen er auch war. Und ich weiß dass ihn dieser "Makel" sein Leben lang begleitet, weil er sich damit einfach nicht abfinden kann, dass es eben einfach nicht hat sein sollen, völlig egal was jetzt der Grund dafür war.

Kein Bekanntheitsgrad, kein Rampenlicht, eben immer die ewige zweite oder dritte Geige.
Genau so kommt mir der TE auch vor.
Er übersieht dabei völlig das was er tatsächlich erreicht hat (ob es sich jetzt finanziell durchgeschlagen hat oder nicht), und das ist mehr als so manch anderer.

Man muss sich mit manchen Dingen abfinden, um mich herum gibt es Bekannte die 10 Jahre jünger sind und mit dem R8 rumfahren. Würde ich jedes Mal daran zerbrechen wäre ich ja gar nicht mehr lebensfähig.

@ Quereinsteiger und nun? Ich könnte auch sagen in mir brennt ein gewisses Feuer und soll es das schon gewesen sein, ich hätte gerne auch durch eigenen Fleiß mein kleines Häuschen, aber ich habe eben einfach nicht das "Richtige" gemacht oder war zum richtigen zeitpunkt am richtigen Fleck. Außerdem weiß auch niemand ob er im nächsten Jahr noch so gesund ist wie heute, allein deshalb hinterfrage ich ebenso mit gesundem Menschenverstand (wie eingangs erwähnt) ob sich diese ewige "Jagd" nach dem vermeindlich noch Besseren wirklich lohnt.
 
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AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Wie sicher ein Job heutzutage ist sei mal dahingestellt.

Es gibt Jobs, ab einem gewissen Alter und einer gewissen Betriebszugehörigkeit, die sind so gut wie unkündbar.

Zum Aufbau gehört m.E. (kann jeder sehen wie er will) etwas mehr. Da sind u.a. auch Sicherheitsfragen wie "wie lange kann ich ohne Einkommen auskommen?".

Lange ohne Gehalt, wenn man eine gute Versicherung abgeschlossen hat.

Oder gar auch ideelle Ziele. Z.B. Dass die Kinder mal im eigenen Garten spielen können.

Ich kenne Menschen die wollen weder einen Garten noch Kinder noch ein eigenes Haus.

Ich kenne Menschen, ab einem gewissen Alter, die nicht mehr nach mehr Karriere streben, weil sie schon Haus und Garten haben und nicht noch ein zweites möchten.

Also, ich weiß nicht. Ich verstehe den Mann sehr gut, dass da noch ein Feuer in Ihm brennt. "Sicherer" Job, mit dem man "auskommt", dass kann man im Leben schon halbwegs früh erreichen. Und dann? Wars das dann? Kommt da nichts mehr? Nichts mehr wozu es sich lohnt sich anzustrengen, zu kämpfen? Keine Ziele mehr vor Augen?


Es können doch immaterielle Ziele sein, wie zum Beispiel eine glücklich und zufriedene Beziehung, Freizeit, Zeit zusammen etwas zu erleben, Reisen, einfach zusammen auf dem Balkon zu zweit oder mit Freunden völlig ungestresst ein Glas Wein trinken, die Familie oft treffen usw. usw.

Nur noch 9-5 in der Herde schwimmen für eine Rente von der man weder Leben noch sterben kann (Inflation lass grüßen)?

Mit etwas Vorsorge wird man nicht verhungern.

Für einmal im Jahr Malle?

Warum nicht ? Da ist es auch schön. Es gibt viele schöne Ziel in der Kurz- und Mittelstrecke, die sich lohnen besucht zu werden.

Das mag für den kein Thema sein der seine Arbeit liebt, darin aufgeht und voran kommt. Aber wie viele tun das wirklich? Also all das für einen Job den man hasst?

Naja, wenn man schon ewig im Betrieb ist und gut verdient, kann man es als Schmerzensgeld sehen und als Mittel zum Zweck , um all das Schöne tun zu können, was man gerne tun mag z. B. zu reisen.

Wie gesagt, das darf jeder sehen wie er mag und es steht mir nicht zu dies beurteilen. Nach meiner Maxime, meiner ganz eigenen persönlichen Meinung, bezogen auf mein eigenes Leben allein, sage ich Nein. Das kann nicht alles sein. Das darf nicht alles sein. Dafür wurde mir das Leben nicht geschenkt. Ich kann und will und werde mich damit nicht zufrieden geben. Und ich mache meine Türen weit auf für jeden der so empfindet.

So sind die Ansichten verschieden. Ich finde beruflicher Erfolg wird total überbewertet. Der Beruf muss im Endeffekt genug abwerfen, damit man für später vorsorgen und in der Gegenwart schöne Dinge unternehmen kann und nicht erschrecken braucht, wenn was kaputt geht.

Aber vermutlich ändert sich die Ansicht auch im Laufe des Lebens. Vermutlich ist jüngeren beruflicher Erfolg noch wichtiger.

Ich war eigentlich auch ganz zufrieden einen Deppen-Job gefunden zu haben mit wenig Verantwortung. Mehr wollte ich gar nicht. Hat nicht geklappt. Ist aber auch schön.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Ich wünschte das könnte ich auch so sehen.

Bestes Beispiel vergangenes Wochenende. Wie ich ja schon geschrieben habe, mache weder ich noch meine Partnerin "Karriere", bzw. ich habe ja schon einiges probiert, es aber zu "nichts" gebracht. Ihre Eltern sind ebenfalls "normal" - beide kaufm. Angestellte, kommen einigermaßen üder die Runden und "normale" Autos.

Onkel und Tante allerdings sind was "Besseres", er Abteilungsleiter bei pompöser Firma, Sie selbständig. Für unsere Terrasse wollten Sie uns jetzt einen Brunnen schenken, den wir am Samstag abgeholt haben, Smalltalk inklusive.

Die Themen waren: sein aktuelles Projekt X, der kommende Urlaub auf den Seychellen, das Stipendium im Ausland Ihres so hochbegabten Sprösslings, Ihr neues BMW-Cabrio, der Stadion-Besuch am Nachmittag mit VIP-Bereich, die teure Statue im Garten.... insgesamt wird da so drüber geredet, als wäre es völlig normal, bzw. es wird sich dann darüber gewundert wenn andere nicht "mitreden" können. Die Wände zieren lauter Bilder von 5-Sterne Urlauben rund um den Globus.

Tja, alles Dinge die wir uns eben nicht mal locker flockig leisten können, und als unser alter Golf beim Einladen ins Blickfeld rückte, konnte man anhand der Blicke schon erahnen was denen durch den Kopf ging.

Und was mache ich: wieder das ganze Wochenende Frust schieben und darüber grübeln, was bei mir falsch, und bei den anderen so viel besser gelaufen ist. Daher passt für mich das Wort "Seuche" und kaputte Seele 1A 🙁, denn für mich wirkt das wie eine Narbe im Gesicht, wie ein Makel den ich zeitlebens nicht mehr loswerde.

Hallo Flo,

ich verstehe Dich natürlich schon. Prinzipiell ist es auch eine am Ego nagende Frage: "Warum schaffen andere die Dinge, die ich auch gerne schaffen möchte?", "Warum können sich andere solche tollen Dinge leisten und ich nicht!".Im Prinzip sind diese Fragen evolutionär betrachtet ja auch ein guter Motor: Etwas Unzufriedenheit treibt an und hilft dabei, sich selbst weiterzuentwickeln. Wenn die Unzufriedenheit aber ausufert (keine Sorge, ich kenne das auch!), dann tut es irgendwann weh und schmerzt.

Im Prinzip hast Du dann nur die Auswahl, ob Du mit diesem Schmerz leben kannsoder ob Du eben Karriere machen willst. Meiner Erfahrung nach gibt es nur zwei Wege Karriere zu machen: Entweder man arbeitet hart oder man findet Mentoren, die einem nach oben hieven. Okay, es gibt noch einen Dritten: Man erbt Papis Firma 😉

Eins funktioniert aber garantiert nicht: Etwas zwanghaft und unbedingt haben zu wollen. Meiner Erfahrung nach setzt man sich damit dermaßen unter Druck, dass das ersehnte Ziel immer weiter in Ferne rückt!

Zu deinem Erlebnis mit deinem Onkel: Ich denke, hier hast Du einen Extremfall. Jemand der dermaßen posen muss, dem hapert es an anderer Stelle. Er will mit dem Imponiergehabe etwas kompensieren und vielleicht ist er sogar auf Dich und deine Freundin neidisch, weil eben seine Beziehung schon lange nur noch auf Materialismus basiert. Glaub' mir viele Ehen funktionieren nur noch auf dieser Basis...

Mich erinnert das auch an ein persönliches Erlebnis, dass ich hatte: Ich war zu einer Gartenparty bei der "besseren Gesellschaft" eingeladen. Da fuhr auch jeder mit seiner minimum C-Klasse oder dem 5er BWM vor. Gesprächsthemen waren der Golf-Club, der Karibikurlaub und die Privatschule für die Kinder.
Ich bin an diesem Abend auch geknickt nachhause.

Inzwischen überstehe ich solche Parties gut - ich denke mir einfach, jedem Tierchen sein Plaisirchen. Und wenn man hinter die Fassade dieser Menschen blickt (wenn man sich die Mühe macht), lernt man manchmal auch sehr tiefsinnige Zeitgenossen kennen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

@Adreju @kasiopaja
Ich hab jetzt ne weile überlegt ob ich Auführungen noch weiter kommentieren soll. Aber ich will hier nicht diskutieren. Ich würde mich nur zum X-ten Mal wiederholen. Dies wird mein letzter Post. Denn es geht hier nicht um mich. Und auch nicht um Euch. Und auch nicht darum was andere „fiktive“ Menschen sich in ihrem Leben wünschen oder was ihnen genug wäre.

Es geht um Flo12.

Deswegen bin ich Dankbar für Beiträge wie von Starlight Mikyway. Zielführend. Und es ist so. Harte Arbeit und gute Mentoren die einen pushen führen in die Ergebnisse die man anstrebt. Ich habe selbst für viele Lebensbereiche Mentoren und Coaches. Wir reden die ganze Zeit über Erfolg. Und sollte das den Anschein gemacht haben dass auch ich Erfolg mit Status, Statussymbolen und Spielsachen gleich setze muss ich mich in aller Form dafür entschuldigen und das Bild aufklaren. Erfolg ist, ein Vorhaben in die Tat umzusetzen und ein gesetztes Ziel zu Erreichen. Dabei spielt es keine Rolle wie groß oder wie „klein“ das Ziel ist. Haben wir nicht alle erfolgreich lesen und Schreiben gelernt? Das war mal unglaublich schwer für uns. Aber da stellte sich nicht die Frage „Oh, was wenn ich scheitere?“. Und gerade Beruflicher Erfolg misst sich m.E. darin einer Tätigkeit nachzugehen die einem liegt, einem Freude bereitet anstatt nur auf den nächsten Freitag hinzuarbeiten mit permanenten Blick auf die Uhr, und in der man richtig gut ist. Mit Stolz. Dann bleiben Monetäre Aspekte nach meiner Erfahrung nicht aus. Und reich wird man nicht indem man mehr Geld zum Ausgeben verdient. Man gibt nur mehr aus. Mir zum Beispiel ist der innere Reichtum (Persönlichkeitsentwicklung) viel mehr wert als der finanzielle. Ich bin ja völlig bei euch, dass diese Statusmentalität nicht allein den Erfolg ausmacht. Deswegen sind ja so viele „Stars“ hochgradig depressiv. Aus diesem Grund sind nicht nur die Fragen nach dem „Was“ so wichtig (was will man überhaupt konkret), sondern viel wichtiger ist die Frage warum man es will. Und nicht warum die und nicht ich. Die Frage warum es jemand geschafft hat ist völlig irrelevant und führt zu nichts. Die Frage ist wie hat er es geschafft. Und, bin ich bereit diesen Weg ebenfalls zu gehen und die damit verbunden Probleme und Widrigkeiten auf mich zu nehmen? Der Neid sieht nur das Blumenbeet, und nicht den Sparten. Und wenn Flo12 finanzieller Wohlstand wichtig ist, dann ist das doch völlig in Ordnung. Wer sind wir darüber zu urteilen? Wenn das sein Kernmotiv ist, dann wird er auch Wege finden dies in seinem Leben umzusetzen sobald er sich die richtigen Fragen stellt. Ich betone nochmal wie oft ich jetzt das Wort „wenn“ benutze bevor ich wieder auskommentiert werde. Ein Weg kann uns nicht führen. Das muss man sich mal Bewusst machen. Mein Weg führte mich da und da hin. Nein. Das machen wir selber. Es sind unsere Entscheidungen die uns einen Weg entlang führen. Es ist unsere Verantwortung. Genau wie die Frage was realistisch ist. Da hebt es sich mir. Vor kurzem hätte ich wegen dieser Frage einen Banktermin abgebrochen. Die Seychellen sind für Flo aktuell wohl unrealistisch. Ist ein Urlaub auf den Seychellen unrealistisch? Nein. Es ist unrealistisch ohne Raumanzug auf dem Mond zu spazieren. Es ist unrealistisch jemanden wie Darth Vader per Gedanken zu erwürgen (Schade). Es ist unrealistisch ewig zu Leben oder jung zu bleiben. Aber Dinge die andere bereits vor mir gemacht haben sind doch nicht unrealistisch. Bis 1954 galt es als unmöglich 1 Meile in unter 4 Minuten zu laufen. Dann kam Roger Bannister und hat es geschafft. Aber das eigentlich bemerkenswerte ist, dass just im Jahr danach 38 weitere Athleten das „unmögliche“ ebenfalls geschafft haben. Wieder zu viele Floskeln? Wer durch meine Posts aus anderen Themen stöbert weiß dass ich bei praktischen Fragen auch praktisches Feedback gebe. Aber hier bewegen wir uns ja in Grundsatzfragen.
Wie gesagt, ist dies mein letzter Post. Natürlich stehe ich Flo12 und jedem der hier mitliest und sich vielleicht ein Fünkchen inspiriert fühlt oder auch nur neugierig ist via persönlicher Nachricht jederzeit zur Verfügung. Aber aus der öffentlichen Vogel-Strauß-Diskussion bin ich raus. Und , um weiter zu verdeutlichen dass ich hier keine Bühne suche noch ein Angebot für Flo.

@Flo12
Wenn Du Dir eines der genannten Bücher besorgst. Als Buch oder Hörbuch. CD oder Audible. Und Du empfindest dass es Dir gar nichts gebracht hat an Erkenntniss oder praktischen Überlegungen die Dich, Dein Privat- und/oder Berufsleben positiv beeinflussen, dann bekommst Du von mir persönlich den Kaufpreis erstattet. Alles Gute. Und lasse Dir niemals von Menschen einreden was Du alles nicht tun kannst.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Hallo Flo,

ich verstehe Dich natürlich schon. Prinzipiell ist es auch eine am Ego nagende Frage: "Warum schaffen andere die Dinge, die ich auch gerne schaffen möchte?", "Warum können sich andere solche tollen Dinge leisten und ich nicht!".

Eins funktioniert aber garantiert nicht: Etwas zwanghaft und unbedingt haben zu wollen. Meiner Erfahrung nach setzt man sich damit dermaßen unter Druck, dass das ersehnte Ziel immer weiter in Ferne rückt!

Genau das ist mein Problem. Das ständige Gefühl einen riesigen Berg erklimmen zu wollen (zu müssen). Dabei der Gedanke erst zufrieden sein zu können (zu dürfen) wenn man oben angekommen ist.
Und natürlich mit Selbstdruck, der schon von vornherein so groß ist, dass ich gar nicht mehr weiß wo vorne und hinten ist.

Ein ewiges Hin-und Her zwischen ich muss und ich kann es sowieso nicht mehr schaffen.

Alle Beispiele aus dem Alltag (siehe Parties und sonstige gesellschaftliche Schw***vergleiche) dienen dabei nur noch als Trigger für die gefühlte eigene Unzulänglichkeit. Das kuriose an der Sache ist, dass es im Grunde alles Menschen sind, die einfach auf dem richtigen Weg gelandet sind, die müssen keineswegs grundlegend besser sein oder Dinge tun die ich nicht auch könnte. Ich würde sogar behaupten dass ich dem einen oder anderen sogar überlegen bin was Eloquenz, Allgemeinbildung und Intellekt angeht. Ich habe einfach die falschen Sachen angefangen.

Es freut mich dass es dir gelungen ist dich davon zu lösen, ich fürchte bei mir steckt das sehr tief.

Danke Adreju, der meine Situation nicht besser hätte wiedergeben können.
Der Querdenker hat in manchem auch nicht so unrecht, auch wen ich nicht wirklich weiß worauf er konkret hinauswill bzw. wie er mir da helfen könnte. Der Tenor ist immer jeder kann es schaffen wenn er will, nur wenn man nicht mal weiß wie und womit überhaupt?
 
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