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Liebe, Sexualität, Pornografie, Sexualerziehung & Co

Status
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Hier wurden etliche Beiträge gelöscht, die nichts mit dem Thema zu tun hatten.
(das Thema erschließt sich aus dem ersten Beitrag und dem Threadtitel 😉 )

Anmerkung: Themen um Sexualität - auch solche allgemeiner Natur (also ohne direktes persönliches Problem) sind in diesem Forum zulässig.
Am diesem Titel hier ist auch nichts, was man nicht so stehen lassen könnte - niemand ist genötigt, das Thema zu öffnen und zu lesen, wenn er sich damit nicht befassen möchte.

Solange hier die Forenregeln, insbesondere die folgenden, beachtet werden, steht einem Austausch nichts im Wege.
Forenregeln meinte:
4. Beiträge bzw. Teile von Beiträgen, die Gesetze brechen oder zum Gesetzesbruch aufrufen oder Vulgärsprache enthalten, werden gelöscht.

Forenregeln meinte:
11. Texte, auch Signaturen, und Bilddarstellungen, auch Benutzerbilder, dürfen keine Extrembeschreibungen bzw. -darstellungen enthalten, z.B. blutende Menschen, detaillierte Gewaltdarstellungen, Pornographie etc.

Über diese Anmerkung kann gerne im Feedback oder per PN diskutiert werden - jedoch NICHT im diesem Thread.


Sori
 
[...]

Was mich auch interessiert ist die Wechselwirkung zwischen Pornografie und Sexualverhalten...ist es übertrieben zu denken dass regelmäßiger männlicher Pornokonsum sich negativ auf die weibliche sexuelle Bedürfnissbefriedigung auswirkt und was meint ihr hierzu:

"Regelmäßiger männlicher Pornokonsum" Das allein würde ich mal unter die Lupe nehmen. Wir leben in einer Gesellschaft, die voll von Reizen ist. Freiheit hat seine Gefahren, wenn man nicht vesteht, ab wann es keine "Freiheit" mehr ist. Während es vor einigen Jahrzehnten eine Revolution war, dass Pornohefte herausgegeben werden durften und die Herausgeber noch darum kämpften, diese "Freitheit" zu erlangen, stellt der übermäßige Konsum heute für mich schon wieder "Zwang" und "Gefangenschaft" dar. Gefangen in den Reizen. Mit was ich meinen Kopf füttere, mit dem beschäftigt er sich. Übermäßiger Konsum - in welchem Bereich auch immer - ist nie gut!

Priorität hat deshalb für mich nicht die Frage, wie wirkt sich der Pornokonsum auf die Beziehung aus - Priorität hat für mich die Frage, was macht der Pronokonsum mit dem Menschen selbst. Wenn ich mit einem Mann zusammenlebe, der sich einen Porno nach dem anderen reinzieht und die meiste Zeit vorm PC sitzt um sich da auch noch seine Reize zu holen, würd ich mich nicht damit beschäftigen, was er mir damit antut - sondern ich würde mich damit beschäftigen - was das in ihm bewirkt! Und da bin ich dann schon wieder an dem Punkt wo ich sage: Ich kann keinen Menschen ändern, damit er so funktioniert, dass es für mich gut ist. Ich muss mir diesen Menschen genau anschauen und prüfen, was er generell für ein Potenzial hat und ob sein Potenzial ausreicht, damit eine ausgewogene Beziehunge überhaupt möglich ist.

LG Truth

PS: Übrigens, DANKE Tyra, für diesen Thread! Ich bin heute Morgen ins Forum, weil es mir nach sehr langer Zeit richtig schlecht geht. Und ich dachte: Ich brauch einen guten Gedanken! Na ja, nicht das Porno der gute Gedanke war 😀 - aber es wirkt halt bei mir, wenn ich mich generell auseinandersetze. Thanks! 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema Phasen der sexuellen Aktivitätsniveaus bei Mann und Frau ist interessant.
Sexuelle Phasen: Sex mit 20, 30 und 40 Jahren - B.Z. - Berlins größte Zeitung
zutreffend? Was sagt ihr dazu?
Der Link erhält von mir beide Daumen nach unten! Trifft alles so nicht zu - bei mir zumindest!

In den 20igern war ich zwar probierfreudig, aber zu einem dort erwähnten vierer habe ich mich nie verabredet.

Ich bin ü30 und habe keine Kinder. Also auch hier kein Möglichkeit den Sex zu verweigern mit der Begründung das Kinder reinplatzen könnten etc.

Was die 40iger und die nachlassende Leistungsfähigkeit, das fremdgehen in diesem Abschnitt angeht, kann ich nichts aus eigener Erfahrung beitragen (bin noch keine 40!).


Ich konsumiere aber auch jetzt schon häufiger und auch in einer Partnerschaft pornos. Diese aber niemals als Ersatz (war mal anders). Früher in sofern als Ersatz für von der Partnerin nicht unterstützte Sexpraktiken. Heute würde ich mich bei ungleichen Vorstellung gar nicht erst an jemanden binden. Ein Fremdgehen um die sexuellen Defizite auszugleichen, kommt nicht in Frage!


John S.
 
Frau, stell dich nicht so an..wenn er/mann nicht will oder lieber anstatt mit seiner Partnerin zu schlafen wi*** will ist das normal und in Ordnung. Was wenn umgekehrt?...sie sagt: nö du, lass ihn mal stecken, ich gucke mir lieber heute einen Frauenporno an und hole mir dabei einen runter.

Frauen haben auch ihre "Migräne".

Wie kommt man eigentlich darauf, daß "wi***" und GV mit der Partnerin sich ausschliessen? Wenn ein Mann nicht mit der Partnerin schlafen will hat das andere Gründe.

Casanova hat in seiner Biographie festgestellt, je mehr Selbstbefriedigung du als Mann treibst, je größer wird Deine Sehnsucht mit einer Partnerin zu schlafen.

In der Selbstbefriedigung hat der Mann die volle Kontrolle und kann in der Fantasie tun und lassen, was er will. Im GV muß er Ansprüchen genügen und auf seine Partnerin eingehen. Mit der Selbstbefriedigung holt er sich eine Auszeit, um auf sich selbst einzugehen und frei seine Wünsche auszuleben. Wenn ein Mann nicht mehr mit seiner Partnerin schläft bedeutet das, er fühlt Kontrollverlust und Unfreiheit. Jede Form von Druck vernichtet männliches sexuelles Verlangen. Sexualität ist ein Spiel, keine Arbeit oder Pflicht.

Priorität hat deshalb für mich nicht die Frage, wie wirkt sich der Pornokonsum auf die Beziehung aus - Priorität hat für mich die Frage, was macht der Pronokonsum mit dem Menschen selbst. Wenn ich mit einem Mann zusammenlebe, der sich einen Porno nach dem anderen reinzieht und die meiste Zeit vorm PC sitzt um sich da auch noch seine Reize zu holen, würd ich mich nicht damit beschäftigen, was er mir damit antut

Man sollte unterscheiden zwischen "Reizen" und "Abreagieren".
Pornos haben keine "Reize". Die "Reizung" findet im alltäglichen Leben statt. Unterschwellige sexualisierte Werbung, Frauen, die mit ihrer Kleidung provozieren (z.B. Po halb frei, Stringtanga; oder knappste Hot Pants und Bluse aufgeknöpft bis Brust fast raus fällt, usw, Kleider, die geschickt verhüllt enthüllen). Nicht die Nackheit reizt - was ist z.B. an einem FKK-Strand erotisch?-, sondern das Spiel von Verhüllung-Enthüllung und "vielleicht". Das trifft man im Leben heutzutage viel zu viel an, eben eine sexualisierte Umwelt.

Der Porno ist letztlich nur instrumentalisiertes Abreagieren von täglichen Frustrationen. Er birgt keine Reize. Er ist nur für den einen Zweck da, den "Über-Gereizten" Druck abbauen zu lassen.

Daher ist es natürlich (für Jugendliche) schädlich ständig diesen Schund zu sehen, wenn nicht in absehbarer Zeit eine partnerschaftliche Verbindung stattfindet. Denn anders als bei "Anäis Nin" oder "Emanuelle" gibt es kein Beziehungsgeflecht, kein vorher oder nachher. Da die Sehnsucht nach einer Partnerin und Beziehung nicht gestillt wird, kommt es immer mehr zu einem "Gefühlsgau". Pornos besitzen keine Wärme, keine Zuneigung, keine Liebe. Letztlich sehnt sich ja niemand, der normal veranlagt ist, nach dem schellen "Abspritzen", sondern nach der Wärme der Vereinigung. Sie erst löst die Frustration auf im Inneren.

Wenn man aber Pornos verbietet stellt sich die beklemmende Frage, wie und wo dann die "Überreizten" ihr Druckventil suchen. 😎
 
@Truth, ich bin genau deiner Meinung und mich interessiert auch insbesondere war häufiger Pornokonsum mit dem Menschen selbst macht und die Auswirkungen auf die Sexualkultur.
Meiner Meinung nach vermännlicht die Sexualkultur durch Pornografie zu sehr.
Derzeit zeichnet sich zwar in der Pornoindustrie die (gewinnorientierte) Tendenz aus auch mehr Frauenpornos herzustellen um also auch mehr Frauen als User zu gewinnen, ich frage mich allerdings dabei was dann mit der menschlichen Grundfähigkeit zur eigenständigen Fantasie wird...Ich mag es an sich weniger wenn mir insbesondere in Bezug auf sexuelle Dinge zu viele Bilder vorgesetzt werden...mein Kopfkino funktioniert an sich so gut genug und ich muss nicht noch mehr Bilder reinstopfen. Vielleicht bin ich dem Punkt halt ein Snob..?

@john sullivan: das Phasenmodell finde ich auch nicht so besonders...ich denke das fällt bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Das Modell zeigt an sich lediglich nur ganz grobe Grundtendenzen.
Rein biologisch gesehen ist es jedoch bei Männern erwiesen dass einmal die Erektionsstärke zurück geht (bzw. Nudel steht weniger senkrecht und nähert sich wie die ältere Frauenbrüste eher dem Boden...verdammte Schwerkraft!) ..wie bei uns Frauen an den Schenkeln,Schamlippen, Brüsten oder sonstigem Gewebe erschlafft bei den Jungs halt auch das Gewebe im und am Penis und es werden seitens der Männer mit zunehmendem Alter längere Ruhepausen benötigt nach einem Orgasmus oder einer Ejakulation (beides muss nicht immer zusammenfallen). Ausnahmen mögen hier die Regel bestätigen und Viagra sei dank kann mann dabei natürlich ein wenig mogeln....Diese Infos habe ich aus einem Sexualratgeber und das wurde auch in dem Spiegel Exklusiv Sexualität erwähnt....und die Erfahrung bestätigt das halt.

Betr Sexpraktiken in Pornos bin ich skeptisch....interessant dass du es offenbar sehr wichtig findest eine Partnerin zu haben die Pornosexpraktiken akzeptiert.
Mich interessieren hier die Zusammenhänge und Wechselwirkung zwischen Wunsch und Wirklichkeit...und ob Pornografie nicht manchmal eher frauenfeindliche Sexwünsche kreiiert?

Zu dem Thema Pornografie oder hier speziell Internetsex habe ich im Ökotest Kompakt Sexualität folgendes auf Seite 61, Interview mit Professor Martin Dannecker, Sexualwissenschaftler gefunden:

Ökotest: Verändert der Sex in der virtuellen Welt den realen Sex?
Dannecker: Ich bin noch immer hin und hergeworfen. Ich glaube dass das Internet sexuelle Wünsche generiert. Ich unterscheide zwischen sexuellen Fantasien und sexuellen Wünschen. Fantasien sind noch nicht handlungsnah. Der sexuelle Wunsch dagegen will in die Realität umgesetzt werden. Es gibt natürlich eine Brücke zwischen Fantasie und dem Wunsch. Und da glaube ich, dass das Netz durch die Wiederholung die Fantasien in Wünsche transformiert. Und das kann theoretisch gesagt, nicht ohne Einfluss auf die Sexualität bleiben.


Übertrage ich das auch den Pornografiebereich und nehme biologische Daten dazu so komme ich zu diesem Ergebnis: Junge Männer sind von Natur sexuell sehr aktiv, leicht empfänglich für sexuelle Reize...konsumieren sie viel Pornografie werden ihre sexuellen Wünsche durch Pornografie geprägt und es drängt sie diese Wünsche auch real aus zu leben. Da Pornosex jedoch oft eher frauenverachtend und frauendiskriminierend ist sehe ich da teilweise schwarz für die Frauen und eine gleichberechtigte Sexkultur.
Da die Pornokultur vorwiegend männlich geprägt und auf Männerwünsche konzipiert ist sehe ich die Gefahr der Einseitigkeit und zu großer Dominanz der männlichen Sexualität in der Gesamtkultur der Sexualität.

Im weiteren wird oft zurecht auf die Suchtgefahr hingewiesen...ich sehe eine Suchtgefahr oder zumindest zu starke Abhängigkeit gegeben wenn Mann nicht mehr ohne (Pornos) kann (vgl. Peterles: wie Druck ohne Pornos abbauen..wenn man schon gar nicht mehr ohne Druck abbauen kann) Und wenn er auch nicht anders als in Pornos vorgemacht kann oder will....😉
Nichts gegen einige Sexpraktiken..aber z.B finde ich die in Pornos dargestellten Blowjobs recht unerotisch...eher frauenerotisch (für Männer wahrscheinlich eher langweilig) dargestellt z.B. in dem Film: In the cut.
Männerpornos sind oft ein Tanz ums EGO der unteren Etage...Männer feiern sich in Pornos in einer schier unkaputtbaren Potenz und stilisieren sich zu wahren Göttern hoch...was mich da sehr stört ist dieser sehr starke Narzissmus und auch Unrealismus. Naja grundsätzlich zeigt sich hier ja an sich ein Naturtrieb der auf die Spitze getrieben wird...da es in der Wirklichkeit nicht funktioniert eine Frau nach der anderen zu begatten..das gesundheitlich zu gefährlich ist, wegen möglicher Alimente zu teuer ist, und rein physisch oft nicht funktioniert wird dieser Drang/Wunsch mit Pornos ausgelebt....Aber leider gibt es ja den Effekt dass aus einem hier genährten und gepushten Wunsch der Drang entsteht den wirklich werden zu lassen...daher bin ich weiterhin skeptisch ob es vorteilhaft ist unrealistische und unrealisierbare Wünsche ständig und ständig zu nähren...das erschafft im Endeffekt mehr Frust als Lust und dann kommt die Sucht...denn der nun auftretende Frust wird versucht durch erneute und verstärkten Pornosex-Konsum zu beseitigen...kurzfristige Befriedigung..aber nicht so richtig..also wieder und wieder...tja und dann hängt mann fest. Nur die Pornoindustrie freut sich und streicht Milliardengewinne ein.

@Peterle:
natürlich bieten Pornos Reize...zusätzlich zu der bereits in der Umwelt befindlichen Sexualreize serviert Pornografie eine wahres Reiztablett, visuelle Reize die Männer erregen...Schlüsselreize wie gespreizte nackte Frauenschenkel, pralle Brüste, pralle Gesäße und ne feucht glänzende Spalte...es handelt sich bei Pornos um reine und sehr stark fokussierte Reizüberflutung...Ein Sexualforscher meinte dazu: Vor allem am Anfang wenn die Leute es noch nicht gewöhnt sind treibt es eine unglaubliche Sexualisierung heraus
Danach stumpft man aufgrund gewohnter Reize dann natürlich ein wenig ab und braucht zum Kick immer was Neues dazu...bzw immer mehr und das führt bei vielen in die Sucht. Derzeit verzeichnen Sexualtherapeuten einen ziemlichen Ansturm an Jungmännern die pornosüchtig und cybersexsüchtig sind...
Gefangen in den Reizen. Mit was ich meinen Kopf füttere, mit dem beschäftigt er sich. Übermäßiger Konsum - in welchem Bereich auch immer - ist nie gut!

so sehe ich es auch...wichtig ist den Kopf nicht mit zu viel Schund zu füttern..

Lt. Pornoindustrie wünschen Männer zum Erregungsanreiz immer neue Frauen in diversen Szenen..ein guter (Nachweis: hohe User= Gewinnquote) Männerporno zeichnet sich durch möglichst viele verschiedene Frauen aus, die der sich mit dem männlichen Pornodarsteller identifizierende User in diversen Stellungen durchvögeln kann oder die ihm auf andere Weise sexuell bedienen....
Tja also in Pornos wird der Wunsch bedient und auch gleichzeitig lt. Prof. Dannecker der männliche Wunsch es real werden zu lassen erweckt viele Frauen zu haben. Der Wunsch ist biologisch gesehen bei Männern ohnehin da und ich denke eher dass zu häufiger Pornokonsum das noch mehr anstachelt.

Daher ist es natürlich (für Jugendliche) schädlich ständig diesen Schund zu sehen,

Hier wird Pornografie als Schund bezeichnet und ist Schund gut für Druckabbau oder eher nicht eher teilweise Aufbau einer Schundsexualität?

Abreagieren? Nunja kurzfristig ggf aber es ist gleichzeitig auch immer wieder ein pushen der Sexualität...und du hast es ja selbst an sich auch erkannt...an sich löst sich der Frust nicht wenn man lediglich seinen Trieb auslebt und fickt...sich zu lieben ist ne andere Sache...Kalt finde ich an Pornos auch immer diesen Perfektionismus..realer Sex ist viel mehr mit Pleiten Pannen besetzt und genau das macht Nähe aus und das ganze charmanter.
Das Problem ist nur dass junge Menschen ein schiefes Bild vom Sex durch Pornos kriegen ...es kommt da insbesondere für Männer ein ungeheurer Leistungsdruck auf....genau das treibt viele dazu sich nicht zu trauen eine reale Beziehung ein zu gehen weil sie denken den pornoliken Standards nicht entsprechen zu können..was ohnehin keiner kann...

Pornos von oben her, also staatlich/gesetzlich verbieten? Geht nicht da steckt zu viel Geld dahinter und das gäbe deshalb Mord und Totschlag...Aber sich selbst Pornos verbieten oder zumindest drauf zu achten den Konsum in sehr engen Grenzen zu halten geht.

Wenn man aber Pornos verbietet stellt sich die beklemmende Frage, wie und wo dann die "Überreizten" ihr Druckventil suchen. 😎

Ich finde es eher beklemmend davon aus zu gehen, dass es nicht mehr ohne Pornos geht inneren sexuellen Druck aus zu gleichen oder ab zu lassen..das sind dann bereits sehr nach Prägung/Sucht und Abhängigkeit aus. Druck jeder Art auch sexuellen Druck kann man durchaus auch ohne Pornos ausgleichen und man sollte das auch nicht verlernen finde ich.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Jede Form von Druck vernichtet männliches sexuelles Verlangen. Sexualität ist ein Spiel, keine Arbeit oder Pflicht.

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Jede Form von Druck vernichtet genauso weibliches sexuelles Verlangen oftmals ---------- ich denke DRUCK wirkt sich mitnichten nur geschlechtsspezifisch negativ aus auf die Sexualität...
 
stimmt....insbesondere den Spielcharakter finde ich wichtig...leider scheinen viele das oft verlernt zu haben?
Und sind nicht gerade auch diese extrem leistungsorientierten Pornos auch ein wenig mit verantwortlich dabei?
Was wird dort vermittelt? Das Frauen stundenlang dauerstöhnen und er stundenlang dauerrammelt...kopfschüttel
 
Derzeit zeichnet sich zwar in der Pornoindustrie die (gewinnorientierte) Tendenz aus auch mehr Frauenpornos herzustellen um also auch mehr Frauen als User zu gewinnen
Es sind gut 10.000 und mehr Filme, die jedes Jahr den Markt fluten. Aber frauen freundliche habe ich im Netz, ohne explizit danach suchen zu müssen, noch keine gesichtet.


Betr Sexpraktiken in Pornos bin ich skeptisch....interessant dass du es offenbar sehr wichtig findest eine Partnerin zu haben die Pornosexpraktiken akzeptiert.
Ich würde die Praktiken, die ich bevorzuge, nun nicht unbedingt als Pornopraktiken bezeichnen. Sie sind aber in den meisten Pornos zu finden.

ob Pornografie nicht manchmal eher frauenfeindliche Sexwünsche kreiiert?
Was sind für dich frauenfeindliche Sexwünsche?

Zu dem Thema Pornografie oder hier speziell Internetsex habe ich im Ökotest Kompakt Sexualität folgendes auf Seite 61, Interview mit Professor Martin Dannecker, Sexualwissenschaftler gefunden:

Ökotest: Verändert der Sex in der virtuellen Welt den realen Sex?
Dannecker: Ich bin noch immer hin und hergeworfen. Ich glaube dass das Internet sexuelle Wünsche generiert. Ich unterscheide zwischen sexuellen Fantasien und sexuellen Wünschen. Fantasien sind noch nicht handlungsnah. Der sexuelle Wunsch dagegen will in die Realität umgesetzt werden. Es gibt natürlich eine Brücke zwischen Fantasie und dem Wunsch. Und da glaube ich, dass das Netz durch die Wiederholung die Fantasien in Wünsche transformiert. Und das kann theoretisch gesagt, nicht ohne Einfluss auf die Sexualität bleiben.

Dem würde ich zustimmen. Ohne pornos hätte ich eindeutig ein anderes Bild von dem was ich sexuell leisten "muss", als auch von Frauen als Sexpartnerin. Auch glaube ich, dass ich ohne Pornokonsum die verschiedenen Sexpraktiken gar nicht kennen würde.

Da Pornosex jedoch oft eher frauenverachtend und frauendiskriminierend ist sehe ich da teilweise schwarz für die Frauen und eine gleichberechtigte Sexkultur.
Da die Pornokultur vorwiegend männlich geprägt und auf Männerwünsche konzipiert ist sehe ich die Gefahr der Einseitigkeit und zu großer Dominanz der männlichen Sexualität in der Gesamtkultur der Sexualität.
Nun, die Mehrheit der pornoguckenden Männer bevorzugt eben die Filme, in denen es nicht um den orgasmus der Frau geht. Und solange das so ist und solange sich mit diesen Filmen mehr Geld verdienen lässt als mit frauenfreundlicheren, wird sich das auch nicht ändern. Zusätzlich stellt sich die Frage: Wo bekommt man Menschen her, die mit einem fremden so agieren wollen und vorallem können, wie Sie es mit dem eigenen Partner tun würden?

Im weiteren wird oft zurecht auf die Suchtgefahr hingewiesen...ich sehe eine Suchtgefahr oder zumindest zu starke Abhängigkeit gegeben wenn Mann nicht mehr ohne (Pornos) kann (vgl. Peterles: wie Druck ohne Pornos abbauen..wenn man schon gar nicht mehr ohne Druck abbauen kann) Und wenn er auch nicht anders als in Pornos vorgemacht kann oder will....😉
Ich habe bemerkt, dass es über die Jahre schwerer geworden ist, einen Film zu finden, der meinen Ansprüchen genügt. Genügte mir als 18 jähriger ein Film in dem man ein paar blonde Barbies beim Sex zu sehen bekam, so bin ich heute nicht mehr so einfach zufrieden zu stellen.
 
@Tyra, du hast viel geschrieben, leider wird's daher bei mir auch länger....🙄

natürlich bieten Pornos Reize...zusätzlich zu der bereits in der Umwelt befindlichen Sexualreize serviert Pornografie eine wahres Reiztablett, visuelle Reize die Männer erregen ... Schlüsselreize wie gespreizte nackte Frauenschenkel, pralle Brüste, pralle Gesäße und ne feucht glänzende Spalte...es handelt sich bei Pornos um reine und sehr stark fokussierte Reizüberflutung...
Mit Pornosucht kenne ich mich nicht aus, zugegeben. Kann nur von mir ausgehen. Für mich sind das keine Schlüsselreize. Ich kann mich noch an ein Plakat einer Sexmesse erinnern mit Frau mit prallem *Allesmögliche*, fand ich nicht sexuell erregend, eher belustigend, wie dämlich und direkt geworben wird, ohne Fantasie.

Da Pornosex jedoch oft eher frauenverachtend und frauendiskriminierend ist sehe ich da teilweise schwarz für die Frauen und eine gleichberechtigte Sexkultur.
Findest Du Pornosex nur frauenverachtend? So viel ich weiß verdienen Männer in dieser Industrie wesentlich weniger als Frauen, müssen immer können, auf Abruf entweder zurückhalten oder kommen, werden reduziert auf Stehvermögen, Penisgröße, langekönnen und möglichst viel abspritzen. Zugleich wird unterstellt, das Männer jede offene Spalte bespringen wollen/können.

Da die Pornokultur vorwiegend männlich geprägt und auf Männerwünsche konzipiert ist sehe ich die Gefahr der Einseitigkeit und zu großer Dominanz der männlichen Sexualität in der Gesamtkultur der Sexualität.
Ich persönlich denke, das die Pornokultur nur einen winzigen Teil der vielen sexuellen Schlüsselreize der heutigen Zeit ausmacht. Wie gesagt, die Provokation der verhüllten Enthüllung ist allgegenwärtig.

Wo siehst Du die "Dominanz männlicher Sexualität", wie sieht die aus?(außer in der Pornoindustrie)

Nur die Pornoindustrie freut sich und streicht Milliardengewinne ein.
Woran vor allem weibliche Darstellerinnen sehr viel verdienen. Wesentlich mehr als in einem "normalen" Job.

Abreagieren? Nunja kurzfristig ggf aber es ist gleichzeitig auch immer wieder ein pushen der Sexualität..
Das ist richtig. Wie ich vorher schon schrieb, meinte das schon Casanova. Masturbation und Beschäftigung mit sexuellen Stimulantien bringt keine Befriedigung sondern unbefriedigten Gefühlsgau. Deswegen gab es in der "männerdominierten" Welt die Schulen der Askese und des Stoizismus. Weibliche Reize wurden verdammt, weil sie Begierde weckten und damit der Bestrebung der Mässigung und Enthalsamkeit direkt entgegen standen.

Das Problem ist nur dass junge Menschen ein schiefes Bild vom Sex durch Pornos kriegen .
Das kann teilweise sein. Wie gesagt, ich sehe den Einfluß der Pornos auf die heutige Zeit nicht so extrem. Junge Menschen bekommen in fast allen Bereichen oft nicht mehr die richtigen Werte vermittelt, die auf Respekt und Mässigung beruhen sollten. Selbst wenn es keine Pornos gäbe, wären die Auswirkungen der heutigen Zeit nicht viel anders. Es gibt natürlich immer Randgruppen....

Ich finde es eher beklemmend davon aus zu gehen, dass es nicht mehr ohne Pornos geht inneren sexuellen Druck aus zu gleichen oder ab zu lassen.
Es ist beklemmend, daß die Welt dahin tendiert, daß Pornographie und Prostitution einen relativ hohen Stellenwert haben. Wie gesagt, Versingelung, Einsamkeit. Wer aber kümmert sich denn in unserer Gesellschaft noch um die jungen Männer? Sie sind sich doch völlig selbst überlassen. Alles dreht sich nur noch um die Mädels.
 
Jede Form von Druck vernichtet männliches sexuelles Verlangen. Sexualität ist ein Spiel, keine Arbeit oder Pflicht.

Jede Form von Druck vernichtet genauso weibliches sexuelles Verlangen oftmals ---------- ich denke DRUCK wirkt sich mitnichten nur geschlechtsspezifisch negativ aus auf die Sexualität...

Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet? 😕

Also gut: Jeder Form von Druck vernichtet weibliches wie männliches sexuelles Verlangen. Sowohl weibliche als auch männliche Sexualität ist ein Spiel, keine...... besser so? 🙄
 
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