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Sehr delikate Frage zum Thema Sexualität

baltar

Aktives Mitglied
Hallo,

ich werde wohl Gefahr laufen, dass mein Beitrag eine Grenze überschreitet. Und die Frage ist sehr delikat. Ich sage offen, ich habe eine Paraphilie, die bei mir zur Entwicklung einer ganz anderen Sexualität geführt hat. Und die mir auch sehr viel psychisches Leid hervorruft. Ich bitte um Nachsicht, dass ich die folgenden Fragen stelle und diese vielleicht naiv wirken, aber sie sind wirklich ernst gemeint, und auch verzweifelt.

Ich habe mir auf Empfehlung meines Therapeuten Porno-Videos im Internet angesehen. Was in den Pornos gezeigt wird, sind das Vorlieben, die Männer und Frauen mit regulärer sexueller Ausbildung haben? Möchte z. B. jeder Mann, dass die Frau ihn mit dem Mund befriedigt, oder der Mann die Frau mit der Zunge? Ich möchte wissen, was sind die konstanten Bestandteile der Sexualität. Weil es sich bei mir anders entwickelt hat.
:-((
:-(


Ich habe schwere Depressionen wegen dieses Themas, das mich schon seit über 20 Jahren belastet.
 
ich muss meine Frage erweitern. ich habe von einer Prostituierten einige Fotos auf dem Handy bekommen. Das hat in mir etwas ausgelöst.

Meine Frage, wenn man heterosexuell ausgeprägt ist. Die Frau hat mir ein Foto von ihrem Intimbereich geschickt. Ich sage offen, ich empfinde eher ein unangenehmes Gefühl. Eher Abscheu. Als ich mal in der Videothek war und bei den Hüllen der Filme draufgesehen habe, da waren riesige Penisse auf den Fotos zu sehen, und die Schamlippen der Frauen gespreizt. Mich hatte das eher geekelt.

Wenn man heterosexuell ausgeprägt ist, hat man dann keinen Ekel? Ich hab in einem Film gesehen, da war ein Mann für Jahre im Gefängnis. Er hat sich an die Wand zwei gespreizte Beine gemalt. Ich verstehe das so, dass der Mann nicht von der Frau, sondern nur von diesem Körperteil angezogen und erregt wird. Oder verstehe ich das falsch?

ich weiß, dass sich diese Fragen bestimmt sehr ungewöhnlich anhören, aber in meinem Leben ist nichts ungewöhnlich.

Es kann sein, dass für meine Abscheu meine Erziehung mit verantwortlich ist. Ich habe den Eindruck von meinem Elternhaus bekommen, dass Sexualität etwas schlechtes ist. Bin von meinen Eltern auch gar nicht aufgeklärt worden. Das haben sie der Schule überlassen, und da war ich so dumm, dass ich das alles nicht richtig verstanden habe. Zumal zu der Zeit bereits bei mir die paraphilen Muster vorhanden waren. Wenn man mit rüpeligen Jungen zusammen war, haben die häufiger schmutzige Sachen gesagt; oder man hat im Fernsehen nackte Frauen gesehen, da hab ich gedacht, dass es etwas Verpöntes ist. Ja sogar, dass es gegen Gott verstößt. Ich war damals sehr gläubig. Heute weiß ich, dass das ein ganz großes Mißverständnis war, die Bibel ist alles andere als jugendgerecht, und Sexualität gibt es in der Bibel überall zu finden, an sehr vielen Stellen. Da ist ein sehr unvorteilhafter Cocktail von Einflussfaktoren zusammengekommen, der mir heute mein Leben belastet. Meine Eltern können selber den Sex ja nicht als schlecht betrachtet haben, denn sonst gäbe es meine Schwester und mich nicht. Aber sexuelles Verhalten wie Masturbieren wurde, wenn meine Eltern es bemerkt hatten, sofort getadelt. Sogar gesagt, dass man Krebs davon bekommt. Ich verfluche diese Zeit.

ich habe auf das alles langsam keine Lust mehr. ich möchte am liebsten komplett aus der Menschenwelt verschwinden und niemanden mehr um mich haben. dieses Thema vergiftet mein Leben permanent.
 
Was in den Pornos gezeigt wird, sind das Vorlieben, die Männer und Frauen mit regulärer sexueller Ausbildung haben?
Pornos sind Pornos und wie alle Filme spiegeln sie nicht unbedingt das wieder, was "man" auch im echten Leben so treibt.

Wenn man heterosexuell ausgeprägt ist, hat man dann keinen Ekel? I
Ich spreche jetzt nur für mich: Doch, auch ich habe manchmal Ekel vor Geschlechtsteilen.
 
ich habe auf das alles langsam keine Lust mehr. ich möchte am liebsten komplett aus der Menschenwelt verschwinden und niemanden mehr um mich haben. dieses Thema vergiftet mein Leben permanent.
Wie geht es denn diesbezüglich in deiner Therapie voran? konnte man dir da noch nicht wenigstens ein bisschen helfen? Dass sowas nicht von jetzt auf gleich klappt, ist klar.
 
ich habe auf das alles langsam keine Lust mehr. ich möchte am liebsten komplett aus der Menschenwelt verschwinden und niemanden mehr um mich haben.

Besprich das mit deinem Therapeuten.
Wie stehst du einer stationären, stabilisierenden Therapie gegenüber?

Menschen sind Individuen, es gibt demnach keine universelle Definition von Praktiken für eine "normale" Sexualität. Der eine mag dies, der andere das, und stimmungsabhängig kann das z. B. auch sein.
Sexualität ist ein breites Spektrum an Vorlieben.
 
Welches Ziel hat Dein Therapeut denn mit dieser Empfehlung verfolgt? Und was möchtest Du mit der Therapie erreichen?

Pornographie bedient Phantasien, das ist richtig. Sonst würde sie nicht funktionieren und wenn es niemanden interessieren würde, ließe sie sich nicht verkaufen. Pornographie zeigt aber kein reales allgemeines Sexualverhalten, das ist wichtig zu wissen und zu verstehen.
Allerdings spielt die orale Befriedigung beidseits eine große Rolle bei vielen Leuten. Aber nicht bei allen.

Sexualität und Vorlieben sind etwas sehr individuelles.

Was nützt es Dir zu wissen, was viele mögen? Wichtig ist doch, was Du magst. Und Menschen zu finden, mit denen Du das teilen kannst.
 
Wie geht es denn diesbezüglich in deiner Therapie voran? konnte man dir da noch nicht wenigstens ein bisschen helfen? Dass sowas nicht von jetzt auf gleich klappt, ist klar.
ich weiß nicht, ob die Therapie die richtige ist. mein Therapeut hat mir aber geraten, den Gang zur Prostituierten durchzuführen. Weil es bei mir Ansätze gibt. Aber getraut habe ich mich bis heute nicht. Ich hab ein tiefes Minderwertigkeitsgefühl, das kommt noch mit hinzu. Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung.

Der Ansatz ist, dass ich mich (in masochistischer Form) angezogen Fühle von Frauen, die ich eher nicht attraktiv finde. Das liest sich bestimmt sehr gemein, aber es sind meine Gefühle. Meine Gedanken gehen auch nicht direkt weiter bis zur körperlichen Vereinigung. Ich hab z. B. den Wunsch, diese Frau zu küssen. Der Mund ist für mich der Teil der Frau, den ich am interessantesten finde. Ich finde sexuell ansprechend, wenn die Frau mehr auf dem Körper hat, richtig kräftig. Aber große Brüste mag ich nicht, eher kleiner. Oder wenn sie schon deutlich älter sind und schon einen gealterten Körper haben. Alles in masochistischer Färbung.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich Liebesgefühle für attraktive Frauen entwickele. In meiner früheren Arbeitsstelle war eine Mitarbeiterin, schlank, blonde lange Haare, modisch elegant gekleidet, das hat bei mir das Gefühl ausgelöst, mit der Person würde ich gerne mehr haben. Eine Beziehung.
 
Der Ansatz ist, dass ich mich (in masochistischer Form) angezogen Fühle von Frauen, die ich eher nicht attraktiv finde. Das liest sich bestimmt sehr gemein, aber es sind meine Gefühle. Meine Gedanken gehen auch nicht direkt weiter bis zur körperlichen Vereinigung. Ich hab z. B. den Wunsch, diese Frau zu küssen. Der Mund ist für mich der Teil der Frau, den ich am interessantesten finde. Ich finde sexuell ansprechend, wenn die Frau mehr auf dem Körper hat, richtig kräftig. Aber große Brüste mag ich nicht, eher kleiner. Oder wenn sie schon deutlich älter sind und schon einen gealterten Körper haben. Alles in masochistischer Färbung.

ach so. Das ist doch ok und kannst du ausleben. Ist ja nichts Schlimmes Verbotenes.
 
Besprich das mit deinem Therapeuten.
Wie stehst du einer stationären, stabilisierenden Therapie gegenüber?

Menschen sind Individuen, es gibt demnach keine universelle Definition von Praktiken für eine "normale" Sexualität. Der eine mag dies, der andere das, und stimmungsabhängig kann das z. B. auch sein.
Sexualität ist ein breites Spektrum an Vorlieben.
Besprich das mit deinem Therapeuten.
Wie stehst du einer stationären, stabilisierenden Therapie gegenüber?

Menschen sind Individuen, es gibt demnach keine universelle Definition von Praktiken für eine "normale" Sexualität. Der eine mag dies, der andere das, und stimmungsabhängig kann das z. B. auch sein.
Sexualität ist ein breites Spektrum an Vorlieben.
Ich war mal in einer psychosomatischen Klinik. Wegen der Depressionen und der Persönlichkeitsstörung. Sexualität und Liebe habe ich mir damals ganz versagt, weil ich den tiefen Glaube hatte, dass ich eh für niemanden interessant bin. Ich war mit Patienten zusammen, die haben auch über Sexualität geredet, wie es so unter Menschen ist. Z. B. haben die beim Sport mit ihrer Potenz geprahlt, oder einmal wollten sie den Film "der letzte Lude" sehen. Da habe ich mich allein gefühlt unter den Leuten. am liebsten wäre ich wieder gegangen. In einer Reha war dann ein ähnliches Bild, da waren auch Leute, die gesprochen haben, als wären sie im Puff. es ist wie mit dem Hasen und dem Igel, immer ist das Thema mit da.
 
ach so. Das ist doch ok und kannst du ausleben. Ist ja nichts Schlimmes Verbotenes.
ich habe Angst, wenn ich zu der Frau hinfahre, dass ich nicht funktioniere. Dass ich nicht mit ihr zusammenkomme, es zu keinem GV kommt. Mein bester Kumpel hat gesagt, dass für ihn vor allem orale Befriedigung dazugehört, das ist sein liebstes. Ich persönlich finde das absolut nicht schön. Vielleicht denke ich, dass die Frau etwas in den Mund nehmen muss, das sonst für die Ausscheidung verwendet wird. Das ist erniedrigend für sie. Ich weiß, vielleicht finden Frauen das toll, mag sein, aber so denke ich nicht.

ich wollte zu einer Prostituierten gehen. da hat die Frau mich per whatsapp gefragt, was ich alles gerne von ihr möchte. ich hab ihr keine konkrete Antwort gegeben, da kam sie mit "möchtest du bl*sen, französisch ...". als ich da auch nicht konkret geantwortet habe, kam die Antwort "du bist ja ein komischer". Das Ende vom Lied war, ich stand vor verschlossener Tür. ich hab sie danach angeschrieben, warum sie mich den weiten Weg fahren lässt und mir trotz Zusage nicht öffnet, da meinte sie nur, ihr war die Sache zu komisch. Das hat mich verunsichert.
 

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