ich will hier auch noch parallel ein paar Denkanregungen anderer Posts aufnehmen und weiter führen:
@john sullivan #170: stimmt du hast Recht damit dass die zunehmende Sexualisierung der Umwelt ein Problem ist...aber ich denke Verteufelung oder Intoleranz bringt wenig. Blicken wir mal auf die Hintergründe: eine treibende oder auch bedienende Kraft dürfte an sich unter anderem die sehr mächtige Wirtschaft sein. Sex sells heißt es ja und wenn wir in einer Welt mit all dem Komfort den wir derzeit genießen leben wollen ist das ggf der Preis den wir dafür zahlen müssen?
Stimmt es beginnt noch viel weiter vorne...aber weiter vorne als du ggf denkst? Mit deinen Strings und Bikinis kratzt du glaube ich nur an der Oberfläche eines hochkomplexen Themas.
Wichtig fände ich hier die Verkopplung eines ethischen Wertesystems mit der Wirtschaft z.B...aber ich denke das wäre ggf so wie wenn man einen gefräßigen und maßlos gewordenen Drachen versuchen würde mit einem zarten Bindfaden zu halten....so in der Relation etwa...aber ggf an der richtigen Stelle angesetzt (z.B Schwanz des Drachen...also nicht der hintere sondern der unten drunter = Penis) könnte ggf auch ein Bindfaden zumindest ansatzweise Wirkung zeigen.
😉
Grundursache dürfte die menschliche Gier (nach Unterhaltung, Befriedigung, Glück etc.) sein und zwar die jedes einzelnen die an den Nippeln eines maßlos gewordenen liberalen Wirtschaftssystems festgesaugt hängt...Revolution wäre wenn alle Menschen gleichzeitig auf unnötigen Luxuskram verzichten, PC und TV wegwerfen würden und dafür neue Grundwerte LEBEN würden, z.B Gemeinschaft in der Familie, Nachbarschaft und Welt. Die Frage ist nur ob man davon was beim derzeitigen geistigen Entwicklungsstand der meisten Menschen was davon hätte?
😀 Und ob es dabei nicht eher Mord und Totschlag gäbe?
Bei den Bonobos wird Sex als soziales Mittel zum Frieden schaffen und Erhalt einer sozialen Struktur verwendet...bei den Menschen funktioniert es ähnlich....insofern hat man hier auch ein wenig positiven Nutzen..denn Menschen sind nicht nur hochsexualisiert sondern auch recht aggressive Raubtiere...oft bei Sexfrust noch aggressiver als sonst...auch ein Punkt der mit zu bedenken ist.
Die Tolleranz für bestimmte Tatsachen MUSS ein Ende haben!
für welche Tatsachen genau?
Und wo wurden Pornos in der Öffentlichkeit gedreht? An sich sind die Sets immer recht abgeschirmt.
Und von sexsüchtiger Gesellschaft würde ich nicht reden...ggf von sexpushender Wirtschaft und zu passiver Konsumenten, die ohne gr0ß darüber nach zu denken was sie tun und wie sie es tun vollkommen unreflektiert alles fressen und konsumieren was man ihnen vorsetzt. Z.B regelmäßig am Medientrog Pornos konsumieren...und dann drüber meckern dass sie aufgegeilt rumlaufen und bei jedem Bikini oder anderweitigen Schlüsselreiz gleich wieder anfangen zu sabbern?
Angebot und Nachfrage...ohne Nachfrage kein Angebot aber die Nachfrage bestimmt halt auch das Angebot....und die Nachfrage der männlichen Userschicht für Pornos scheint ja immens zu sein.
Bedarf ist also da, Sexualtrieb vorhanden..und an sich stellt sich die Frage wie man bzw. jeder Einzelne verantwortungsbewusster damit umgeht...jeder einzelne selbst sollte sich diese Frage stellen. Man kann nicht erwarten dass ein Oberkoordinator oder die Politik diese Fragen für einen lösen können oder einen vor grundsätzlichen Entscheidungen erlösen können. Ich appelliere daher eher an die Vernunft jedes Einzelnen mit viel mehr Bedachtsamkeit darauf zu achten was man tut und wie man es tut. Ein wenig mehr Achtsamkeit, Stolz in der Haltung und anarchistische Ablehnung vieles medialen Saufrasses (vieler Pornos) täte dieser Gesellschaft gut genauso wie eine weniger wirtschaftsdevote Politik, eine Politik mit starken Politikern die sich dem gefräßigen Drachen wirtschaftlicher Gier stellen auch auf die Gefahr hin sich dabei den Hintern zu verbrennen.
@Zappzarapp zu # 171: nein Journalisten etc sind nicht alleine Schuld...die bringen nur was nachgefragt ist....Das Menschen hochsexualisiert sind ist wertfrei zu betrachten, man sollte nicht sagen dass es schlecht ist oder primitiv (die Klausel alles Körperliche sei primitiv und abwertend zu betrachten ist christliche Abwertungsethik)..es ist einfach so wie es ist und Sexualität ist halt grundlegend und Lebensgrundlage, Grundlage für den Fortbestand unserer Spezies...wir sind nunmal so und wir haben uns ein Gesellschaftssystem erschaffen dass unseren Urtrieb bedient, ...das nennt sich Evolution...auf biologischer Ebene...die Evolution auf geistiger Ebene hinkt hinterher..nicht zuletzt deshalb weil sehr viele Menschen sich sehr leicht dazu überreden lassen sich dicht und vollkommen unreflektiert bei den medialen Futtertrögen auf zu halten....ohne je einen Schritt zurück zu treten und sich dabei kritisch selbst zu beobachten... Alles schön bequem arrangiert...es ist einfacher pornostimuliert zu wixen anstatt Beziehungen zu führen...darin liegt eine sehr große Versuchung und Verführungskraft der sich viele nicht entziehen können vermute ich.
NIchts gegen gelegentliche Bequemlichkeiten aber als vorwiegende und prägende Lebenseinstellung finde ich das nicht so gut.
Wie sieht es mit dir und deiner Selbstkontrolle aus?
Medialer Futtertrog oder auch freier, selbstbestimmter, kreativer Umgang mit deiner Sexualität?
Tyra