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Lange Betreung in der Kita

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Da hast du ja nicht Unrecht. Ich meine 15:00 Uhr geht ja noch. Aber 17:00 Uhr finde ich grenzwertig und ich habe das Gefühl das der Trend eher noch später wird.
Für wen ist 17:00 grenzwertig, für die Erzieher, für dich als Praktikantin in Ausbildung oder für die Kinder? Man bietet lange Öffnungszeiten an und wer will, darf sie nutzen. Freiwillig und ohne Zwang. Um die Ecke bei mir gibt es eine KITA, die von 07:30 bis 18:30 geöffnet ist, Kostenpunkt 900 € monatl. An der Einrichtung sieht man sehr gut, dass die KITA-Plätze gerne angenommen werden, also Bedarf scheint da zu sein. Die KITA ist bis auf den letzten Platz ausgebucht.

@ TE. Wo liegt nun generell dein Verständnisproblem für deine Ausbildung als Sozialassi stentin oder geht's hier wieder nur um einen weiteren Feldversuch für die Bestätigung deiner ganz eigenen Wertvorstellungen.
 
A

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Re: Lange Betreung in der Kita
Die KITA ist bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Und genau DAS ist der Punkt. Abgeschoben - verwahrt - professionell (jedoch durch die Ausbuchung=Vollbelegung nur rudimentär persönlich) betreut und am Abend von überarbeiteten Eltern abgeholt, die froh sind, wenn der Nachwuchs nicht auch noch nervt. Und die Verschreibungsraten von Ritalin steigen und steigen. Herzlichen Glückwunsch meine Damen und Herren - Dystopia ist heute. Nie waren Kinder im Inneren einsamer. Die perfekte Vorbereitung für die Beliebigkeit (als Flexibilität verbämt) in jeder Form verlangende Arbeitswelt.


Und die Azubine, die es wagt das zu hinterfragen, wird in Frage gestellt. *Facepalm*
 
Eine Frau, die emanzipiert und innerlich gefestigt genug ist, sich zu ihrer Mutterschaft zu bekennen, die sie selbst so wollte, denn niemand muss heute noch schwanger werden, die wird ganz selbstverständlich daran interessiert sein diesen, ihren Nachwuchs, öfter am Tag zu sehen, als nur kurz vor dem Zubettgehen und dem Frühstück.

Und was macht diese Frau, wenn ihr Leben sich radikal verändert (Scheidung, Tod,usw) mit ihrem Wunschkind?
 
Du absolvierst eine Ausbildung als Sozialassistentin und stehst wenig hinter dem Ziel deiner Ausbildung, sowie ich hier richtig herauslese. Eine Mutter braucht keinen Menschen, der kritisiert, dass die Kinder bis 17:00 Uhr in der Kita sind. Du kannst evtl. deine innere Einstellung auf die betreuenden Kinder unbewusst übertragen. Wäre eine andere Ausbildung für dich zielgerichteter als in einer KiTa? Es gibt nun eben Frauen, die gleichzeitig Mütter sind, und arbeiten müssen und freiwillig wollen. Ebenso gibt es berufstätig karriereorientierte Frauen wie Männer, die eine KITA-Einrichtung willkommen heissen und dafür teuer bezahlen. Sie schaffen und sponsern sehr gerne zudem z.B. deinen Ausbildungsplatz/zukünftigen Arbeitsplatz.

Du hast mich nicht richtig verstanden. Ich mag diese Ausbildung und mit der Arbeitszeit habe ich keine Probleme. Ich frage mich das nur allgemein und andere Erzieher sind auch der Meinung. Obwohl sie mit Leidenschaft diesen Beruf ausüben.
 
Es kann sich nunmal nicht jede Mutter den Luxus leisten, so zu arbeiten, dass sie ihr Kind Mittags von der Kita abholt um es danach selbst zu bespaßen.
Wenn du die langen Betreuungszeiten so unzumutbar für die Kinder findest, dann handhabe es später bei deinen eigenen Kindern anders.
Mach einfach dein Praktikum und zerbrich dir nicht den Kopf über ungelegte Eier.

Das ist ja das Problem wie gesagt es gibt Eltern die keine anderen Alternativen haben, aber auch Eltern die eine Alternative haben.
 
Hallo Kareena,
Ich finde Deinen Gedankengang gut. Es ist klasse, dass Du gesellschaftliche Verhältnisse hinterfragst. Zudem erhältst Du den Vorwurf, dass Du Dir beruflich selbst ins Knie schiesst. Umso mehr ist Deine kritische Frage zu würdigen. Respekt!

Zunächst sind Eltern für ihre Kinder da. Das ist – aus meiner Sicht – ihre Pflicht. Es stellt sich die Frage: Wenn Eltern ihre Kinder überwiegend nicht mehr selbst erziehen, aufziehen wollen – warum gründen sie dann erst eine Familie? Von Psychologen kann jeder gerne erfahren, dass die heimischen Eltern, Vater und Mutter, durch nichts und niemanden auch nur annähernd zu ersetzen sind. Das betrifft vor allem die Kleinkinder, aber auch die größeren. Daher müsste der Trend dahin gehen, die Elternzeit so groß bzw. lange wie möglich zu belassen und zu fördern. Statt dessen geht der Trend hin zur Fremderziehung. In meinen Augen eine menschliche und eine gesellschaftliche Katastrophe.

Es geht nicht um Schuldzuweisung, sondern es stellt sich die Frage, inwieweit gesellschaftliche, wirtschaftliche Rahmenbedingungen eine Elternerziehung unterstützen oder be- und verhindern.

Kritik an den Eltern halte ich dann für berechtigt, wenn diese in der Lage sind, ohne finanzielle Probleme das Familienleben so einzurichten, dass die Kinder zuhause aufwachsen – und die Eltern den nicht unbedingt benötigten Mehrverdienst höher einstufen, als das Wohl des Kindes.

Etwas anderes ist die Situation von z.B. Alleinerziehenden Elternteilen. Solange diesenicht ausreichend unterstützt werden, müssen sie „abgeben“ und die Zeit wird nicht vom Wohl des Kindes bestimmt, sondern vom Arbeitgeber der Mutter, dem das Kind der Mutter egal ist, falls er davon überhaupt weiss.

Im Gegensatz zu …. Meine ich: Mach Dein Praktikum sorgfältig, komm, wenn es geht, evt. ins Gespräch mit Müttern und Väter, versuche herauszufinden, was die jeweiligen Gründe sind und mache Dir Deine Gedanken. Verurteile niemanden, auch bilde Dir keine Meinung, ohne Dich gründlich vorab informiert zu haben, aber bleibe kritisch, auch wenn man Dir sagen sollte: Arbeite, mach Deinen Job und im übrigen denk nicht soviel und halt vor allem die Schn….

LG, Nordrheiner

Ne ich wollte ja auch nicht alle Eltern im gleichen Topf werfen. Es ist allgemein eine Entwicklungsfrage.
 
Genau so ist es .....

Und deshalb ist das Ansinnen der TE auch so bedeutsam, denn nur wenn bestehende gesellschaftliche Gepflogenheiten in ihrer Konsequenz aufmerksam hinterfragt werden, kann eine Gängelung der Individuen durch den Aufbau des Drucks auf die Bevölkerung zu Gunsten der ein oder anderen Interessengruppe entschärft werden.

Eine kluge Rede. Nur das nutzt den Kindern, die aus irgendwelchen Gründen da sind und aus irgendwelchen Gründen eine Kita besuchen(müssen) gar nichts.

Fakt ist, dass Kinder da sind die betrut werden müssen. Man kann stundenlang diskutieren, wie, warum, wer hat Schuld......Es führt nicht an den Fakten vorbei. Und wenn eine Betreuung bis 19:00 notwendig ist, dann muss man das eben hinbekommen.
 
Ich habe kein Problem lange zu arbeiten und ich mag mit Kindern zu arbeiten. Ich weiss nun nicht mit der emotionalen Zuwendung. Klar ich gehe einfühlsam mit den Kindern um und ich höre ihnen zu. Aber ein Kind wird immer zu kurz kommen und das ist das Problem.
 
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